Berlin - Hausvogteiplatz und südlicher Friedrichswerder

  • Der Kreuzzug gegen alte, sprossengegliederte Fenster ist in der gesamten BRD festzustellen, er macht überall gute Fortschritte.
    Aber das sind nur Symptome, die noch dazu relativ leicht zu beheben sind. Hier wirkt vor allem das Spiegelglas äußerst penetrant.
    @youngi
    danke für die Dokumentation, die immerhin verständlich macht, was du meinst.
    Vielleicht ist jedoch auf diesem Platz der Anteil an 'Anpassungsarchitektur' sehr hoch, dass eine befriedigende Schließung in diesem Sinne nicht mehr möglich war?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das missratene Gebäude Hausvogteiplatz 14 wächst so langsam aus dem Boden.


    Gegenüber wird der Plattenbau Nr. 5-7 neu verkleidet.

    "Wir bauen Zukunft" - hmmm irgendwie doch wohl nicht.


    Man beachte die Abwechslungsfreude (dechiffriert in Sprache ergeben die Reihungen und Farbfolgen übrigens unartige Zoten).


    Det Janze von der Einmündung Oberwallstraße gesehen:


    Ähnliche Perspektive vor 11 mal 11 Jahren:

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Baustelle Hausvogteiplatz 14 am 16. Oktober 2011.



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Wenn der Neubau und der Platz nicht interessieren, ist auf den heutigen Ansichten wenigstens eine recht bekannte Person mit abgelichtet.



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Tja das ist der Wilhelm von Boddien ganz in der Gegend der ""ehemaligen""Schloss Shop"" :wink:


    uerigens gefaellt mir der Neubau aus den Neunziger, ganz Rechts im Bild, viel besser, aber das ist natuerlich Geschmacksache..

    Edited once, last by van Dyk ().

  • Kürzlich bin ich in meinem Archiv über dieses Bild gestolpert, das fiel mir gleich wieder ein, als ich jetzt das Bild oben sah. Fast aus der gleichen Perspektive, aber vor 20 Jahren...... warum man in der Abrisswut der 50er und 60er als einziges die heutige marrokanische Botschaft stehenliess, kann man kaum nachvollziehen... heute ist sie umso wertvoller zwischen all den Neubauten.


    Dem bald wieder aufgebauten Berlin stehen goldene Zeiten bevor .....

  • van Dyk:
    Deutlich daneben.


    Wiederaufbaumelder:
    Interessantes Bild; falls du noch mehr dergleichen hast - nur keine falsche Scheu. :zwinkern:
    Das Haus Niederwallstraße 39, welches als Teil der Gebäude des alten Jägerhofs früher noch weit um die Kurve in die Kleine Jägerstraße reichte (heute besteht nur noch weniger als die Hälfte der alten Straßenfront), war schon vor dem Krieg das älteste Haus am Platz. Es stammt noch aus dem 18. Jhdt. und wurde 1856/1857 unter dem Architekten H. F. Waesemann (Architekt des Roten Rathauses) aufgestockt. Gut, dass es zumindest z. T. der Tabula-Rasa-Politik in der DDR entgangen ist...


    Botschaft des Königreichs Marokko - Botschaft in Berlin Mitte - KAUPERTS
    Königreich von Marokko BauNetz.de

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Guido Westerwelle hat aber mittlerweile ein derartige neue Brille, welche auch aus der Entfernung erkennbar anders aussehen würde.
    Aedificium hat dagegen recht: Da lief mir doch glatt der Bundespräsident spazierengehend ins Bild.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Der so gut wie fertiggestellte Bau Hausvogteiplatz 14...





    ...mit dem ich mich nicht anfreunden werde.


    In die Niederwallstraße haben wir bereits im letzten Bild geblickt; auf dem Grundstück Nr. 6/7 gegenüber der Einmündung der Kleinen Jägerstraße ist dieser Neubau der Hotelfachschule Berlin entstanden. Ganz klar einer der besseren Bauten der Leipziger Architekten Schultz & Schultz, welche sich hier m. E. um Einpassung bemüht haben; Minuspunkt sind für mich weniger die Dachstaffelung als diese Fensterbänder.

    Im rückwärtigen Bereich ist übrigens ein ebenfalls von der Hotelfachschule mitgenutzter typischer Blankenstein-Bau erhalten.


    Perspektive zurück zum Hausvogteiplatz, vorn angeschnitten das ehem. Haus der Kongregation der Grauen Schwestern.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Vielen lieben Dank für das Bildupdate. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Neubau am Hausvogteiplatz recht interessant und gar nicht sooo schlecht finde.
    Aber warum weht dort eine US-Flagge auf dem Dach?

  • Ich bin mir aufgrund der Perspektive nicht so sicher, ob sie überhaupt dort drauf ist. Soweit ich weiß entstehen da drinn Eigentumswohnungen.

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    In die Niederwallstraße haben wir bereits im letzten Bild geblickt; auf dem Grundstück Nr. 6/7 gegenüber der Einmündung der Kleinen Jägerstraße ist dieser Neubau der Hotelfachschule Berlin entstanden. Ganz klar einer der besseren Bauten der Leipziger Architekten Schultz & Schultz, welche sich hier m. E. um Einpassung bemüht haben; Minuspunkt sind für mich weniger die Dachstaffelung als diese Fensterbänder.

    Im rückwärtigen Bereich ist übrigens ein ebenfalls von der Hotelfachschule mitgenutzter typischer Blankenstein-Bau erhalten.


    Du schreibst "Minuspunkt sind für mich weniger die Dachstaffelung als diese Fensterbänder". Die gewählte Architektursprache hat aber einen ganz speziellen Hintergrund... Die Antwort dazu hast du selbst gegeben, indem du den Link über den "Blankenstein-Bau" gegeben hast. Die neue Fassade ist doch eine Interpretation der Blankenstein-Fassade...


    Ist diese Hotelfachschule nicht aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen, der hier mal vorgestellt worden war?

  • Du schreibst "Minuspunkt sind für mich weniger die Dachstaffelung als diese Fensterbänder". Die gewählte Architektursprache hat aber einen ganz speziellen Hintergrund... Die Antwort dazu hast du selbst gegeben, indem du den Link über den "Blankenstein-Bau" gegeben hast. Die neue Fassade ist doch eine Interpretation der Blankenstein-Fassade...


    Mit den Blankenstein'schen Bauten, vor allem den zahllosen öffentlichen Bauten für das Schulwesen in Preußen, verbinde ich vielmehr die Backstein-Gestaltung als die von dir als Vorlage für die Fensterbänder angenommenen Zusammenfassung von Stichbogenfenstern, welche jedenfalls kein typisches Muster der Blankenstein-Bauten darstellt, sondern vielmehr die Verwendung von Stichbögen an sich. Die Fenstergestaltung des Neubaus ist dagegen öder 70er/80er-Jahre Verwaltungs- und Industrieverwaltungsbaustil.



    Quote from 'Riegel

    Ist diese Hotelfachschule nicht aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen, der hier mal vorgestellt worden war?


    Wer sollte denn so etwas hier getan haben? sad:)

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    (Immanuel Kant)

  • ich mag mich an den Wettbewerb erinnern, und vor allem, dass die Hotelfachschule dahinterstand. Die Schwierigkeiten am Wettbewerb waren das relativ kleine Grundstück, und die Forderung nach einem Einbezug des Hofes in die offene Erdgeschosshalle. Vermutlich war der Link zum Wettbewerbsergebnis in Berlin-Bausituation oder ähnlich angegeben.

  • Ich seh grad, dass auf dem Bild links ein interessanter Eckbau angeschnitten wird. Hat davon vlt auch jemand Fotos oder Informationen?