• Tolle Serie! Ich war heute zum ersten Mal dort und bin echt sprachlos. Und mal ehrlich, wer hat denn Wiesbaden auf dem Radar? Ich beschäftige mich viel mit deutschen Städten und kenne einige Gegenden ziemlich gut, auch die kleineren. Ich dachte immer, was wird es dort schon geben. Wiesbaden war nie wirklich auf meiner Liste, um es mal zu besuchen. Und jetzt, wo ich hier war, frage ich mich, warum das eigentlich nie auf dem Plan stand. Die Stadt hat so viel Charme, Geschichte und beeindruckende Architektur – ich bin echt überrascht, wie schön es hier ist. Das hätte ich wirklich nicht erwartet

    Ich habe Wiesbaden auf dem Radar. Es ist für mich eine der schönsten Städte Deutschlands.

    Mir ging es früher aber ähnlich. Vor vielen Jahren habe ich gedacht, Wiesbaden wäre genauso zerbombt wie viele andere Städte und entsprechend nicht wirklich sehenswert. Als ich dann angefangen habe, mich mit der Stadt zu beschäftigen, war ich überwältigt.

    Wiesbaden ist da eines von vielen Beispielen an unterschätzten Städten, die kaum oder gar nicht zerstört worden, aber trotzdem nicht so wirklich im Rampenlicht stehen. So was findet man in Deutschland tatsächlich gar nicht mal so selten, während gleichzeitig viele der im Rampenlicht stehenden Städte eher unschön sind.

  • Mich erinnert die Skulptur von Wilhelm l. von Nassau vor der Marktkirche in Wiesbaden an den schmerzlichen Verlust der Oranierfürsten vor der Lustgartenfassade des Berliner Schlosses.

    Wilhelm l. von. Nassau in Wiesbaden


    Wilhelm l. von Nassau vor der Lustgartenfassade des Berliner Schlosses


    Alle vier Skulpturen der Oranierfürsten


    Dazu die Skulptur von Gaspard de Coligny vor dem Apothekerflügel, erschaffen von Emil von Schlitz ( Görtz.)

  • Mich erinnert die Skulptur von Wilhelm l. von Nassau vor der Marktkirche in Wiesbaden an den schmerzlichen Verlust der Oranierfürsten vor der Lustgartenfassade des Berliner Schlosses.

    Das liegt daran, dass die Skulptur ein Abguss des Berliner Originals ist. Eine Schenkung Wilhelm II. an die Stadt Wiesbaden. Es wurde 1908 im Beisein des Kaisers eingeweiht.

    Hier ein Bild von der Einweihung:

    https://media.gettyimages.com/id/537123201/de/foto/wilhelm-ii-deutscher-kaiser-1888-1918-k%C3%B6nig-von-preussen-wilhelm-ii-mit-kaiserin-auguste.jpg?s=2048x2048&w=gi&k=20&c=nyqJBT1HDmeEhpX8mFEG7OUGtVW6hjLwrT-9VVd1CO8=


    Im Februar 1945 ist die Skulptur durch den Luftangriff vom Sockel gestoßen worden. Gut zu erkennen ist die Zerstörung des Rathauses, welches nach dem Krieg vereinfach wieder aufgebaut wurde.

    https://scontent-fra3-2.xx.fbcdn.net/v/t39.30808-6/437952808_10227851656174183_373991620110038385_n.jpg?_nc_cat=111&ccb=1-7&_nc_sid=aa7b47&_nc_ohc=CLAZKSmxgJwQ7kNvgGLyKYD&_nc_zt=23&_nc_ht=scontent-fra3-2.xx&_nc_gid=AYqrWlHT8cO4RKlr1exicoE&oh=00_AYA5S_vJrCmHbTpDAUvPtMPEz5p53amPVfHwczpJX51QIg&oe=67897B51

  • Die Stadt hat so viel Charme, Geschichte und beeindruckende Architektur – ich bin echt überrascht, wie schön es hier ist. Das hätte ich wirklich nicht erwartet

    Das stimmt! Als Kind war ich mal (1968 wohl) zum ersten Mal in Wiesbaden. Hat mich nicht besonders imponiert. Zu der Zeit habe ich mich hauptsächlich für mittelalterliche Kirchenarchitektur interessiert, und wenn für Städtebau, dann nur für die altertümlichen Fachwerkstädte. Zum Glück, waren wir in den letzten Jahren mehrmals in Wiesbaden, u. a. für eine ganze Woche wegen einer Ring Aufführung. Inzwischen hatte ich ein Aug für die Gründerzeit entwickelt. In dieser Beziehung steht Wiesbaden sicher ganz hoch auf die Liste in Deutschland. Die hiesigen Formen passen sehr gut zu der Kurgeschichte der Stadt.

    Was ich überhaupt in Deutschland schätze, sind die regionalen und traditionsbezogenen Unterschieden in den Gründerzeitlichen Wohnvierteln. Die Häuser in Leipzig z. B. haben eine Parisartige Eleganz. Nürnberg hat eine mittelalterliche Prägung; München, eine Farbenpracht mit Jugendstil Beigeschmack; Hannover hat viel Fachwerkdetails; Bremen, eine überraschende Gemütlichkeit. Halle hat ihren einheitlichen Backstein-Charakter, usw. Mein Eindruck ist, daß kaum ein anderes Land in Europa so viel verschiedene Gründerzeitliche Baustile vorweisen kann wie Deutschland.

  • Eine ganz besondere Eigenart sind die verschiedenen Zeitschichten der Stadt. Das alte, klassizistisch geprägte Wiesbaden der Nassauer Zeit und das rauschende, mondäne Wiesbaden der Kaiserzeit lassen sich kaum "über einen Kamm scheren"; und für beide Ausrichtungen benötigt man viel Zeit.

  • Sehr schöne Stadt, ich verstehe jedoch nicht, warum das Schönste an Wiesbaden noch nlcht gezeigt wurde, der Blick nach Mainz... (Der Scherz sei mir erlaubt)

    Jetzt ernsthaft, vorwurfsvolle, leicht abfällig gemeinte Kommentare von der anderen Rheinseite, es wäre alles zu überladen mit Stuck und Schnörkel, zu viel Schicki-Micki empfand ich schon immer als unsinnig, es ist nunmal eine wohlhabende Stadt. Dass es zudem keine "richtige" Altstadt geben würde, ist zwar nicht ganz falsch, nur wenige Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert, die Gassen im Zentrum erzeugen dennoch ein schönes Altstadt-Flair, das man nicht verstecken braucht.

    Was mir an Wiesbaden allerdings fehlt ist ein Fluss in der Innenstadt, ein solcher würde die Motive und das Besondere der Stadt zusätzlich untermalen bzw. in Szene setzen.

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Sehr schöne Stadt, ich verstehe jedoch nicht, warum das Schönste an Wiesbaden noch nlcht gezeigt wurde, der Blick nach Mainz...

    Wie gut nur, daß Achim84 damit angefangen hat und nicht ich... Vorgeschlagen wird eine coulantere Kompromißformulierung: der Blick nach Mainz und die Autobahn und die Theodor-Heuss-Brücke nach dort. Aber selbst mit solchen Vorzeichen wird man (aus humanitären Gründen) zugeben, daß es zugegebenermaßen einige ganz nette Ecken dort gibt. Von nix wird´s net komme, daß wir in der Augustinerstraße jetzt auch eine Dependance des Cafe Maldaner haben; und ich oute mich jetzt mal: ich habe eine Urururoma aus Delkenheim. :peinlich:

  • ich oute mich jetzt mal: ich habe eine Urururoma aus Delkenheim.

    Ich kann dich doppelt beruhigen, erstens ist Delkenheim erst seit 1977 eingemeindet, deine Ahnin war also gar keine Wiesbadenerin zu ihrer Zeit und auf wiesbaden.de wird dem Delkenheimer Wein eine Qualität zugesprochen, die dem Rauenthaler und Hochheimer Rebensaft gleichkommt, dessen Gaumenfreuden sich sogar das britische Königshaus nicht entgehen lässt...

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Augustinerstraße

    Als Zugezogener, der Wiesbaden allein schon optisch für die attraktivere Stadt hält (was natürlich vorrangig an dem geschlosseneren Stadtbild liegt) ertappe ich mich dennoch gelegentlich dabei, neidisch auf die Mainzer Augustinerstraße zu blicken. Zwar verfügt Wiesbaden mit der Kirchgasse und der Langgasse über eine ausgedehnte Fußgängerzone, die vor allem im Bereich der Langgasse eine angenehme Atmosphäre bietet, doch lässt diese insgesamt den besonderen Charme vermissen. In der Augustinerstraße in Mainz hingegen sorgen Kopfsteinpflaster und historische Laternen für das altstadttypische Flair.

    Wie ich bereits in anderen Beiträgen angemerkt habe, könnte Wiesbaden seinen Gesamteindruck deutlich verbessern. Das Tragische daran ist, dass viele Merkmale einer gestalterisch ansprechenden Innenstadt, wie sie heute fehlen, einst vorhanden waren – bevor sie in den 1970er- und 1980er-Jahren nach und nach verschwanden. Ehrlich gesagt verstehe ich es auch nicht. Gerade im Bereich des Schlossplatzes ist es doch gelungen, dort findet man großflächig Kopfsteinpflaster und historische Laternen. Wieso man diese Gestaltung nicht konsequent auf die gesamte Innenstadt anwendet, ist mir ein Rätsel.

  • Die Städte sind einfach nicht vergleichbar, Mainz ist historisch bedeutender, der Dom und viele andere Kirchen, z.B. St. Peter, St. Ignaz und die Augustinerkirche, oder auch der Markt und die gut erhaltene Altstadt um den Kirschgarten seien hier stellvertretend genannt. Beim Stadtbild liegt Wiesbaden natürlich meilenweit vorne, Mainz hat der Bombenkrieg bekanntermaßen leider ziemlich hart getroffen. Die Häuser der Uferstraße, die Villen rund um den Rosengarten und die Ritterstraße sowie in Gonsenheim nehmen es mit Wiesbaden durchaus auf. Von der Neustadt, die Wiesbaden gar nicht so unähnlich war, sind ja nur noch einzelne, wenige Ensembles erhalten. Ich finde, beide Städte ergänzen sich gut und bedauere es, dass gemeinsame Projekte wie die City-Bahn nicht umgesetzt werden.

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Die Vergleichsparameter liegen doch sehr auseinander. Die Mainzer Geschichte um 1800 muß hier nicht nochmal heruntergeleiert werden. Wiesbaden hatte in dieser Zeit etwa 2.000 Einwohner und war eine Nassauische Stadt, die diametral zur "Degradierung" und den Bedeutungsverlust von Mainz im 19. Jhd. eine beachtliche Karriere hingelegt hat, bekanntlich auch als weltweit renommierte Kurstadt, "Nizza des Nordens" und auch als temporäre Residenz von Wilhelm II. Den ab und zu zutagetretenden Frotzeleien zum Trotz wird man die Bedeutung, den Rang um 1900 nicht in Frage stellen und auch kaum abstreiten, daß die Stadt zu dieser Zeit in einem Atemzug mit Wien und Nizza genannt wurde.

  • Als (nicht mehr dort lebender) Wiesbadener muss ich ja bekennen, dass ich Mainz ja auch sehr mag. Ich glaube auch, dass die Rivalität zwischen beiden Landeshauptstädten überschätzt wird. So kenne ich eigentlich keinen Wiesbadener, der ernsthaft etwas Negatives über Mainz sagt. Die Frotzeleien gehen m.E. eher von der Mainzer Seite aus und das hauptsächlich zur Fassenacht. Ein bisschen ist das ja auch nachvollziehbar: einige können es eben nicht verkraften, dass der Emporkömmlich von der andern Rheinseite Mainz mit seiner großen Geschichte zumindest in Teilen den Rang abgelaufen hat (und dazu kommt noch das AKK-Thema). Aber alles halb so wild.

    Das Problem in Wiesbaden ist eher, dass man das großartige Stadtbild nicht immer zu schätzen weiß. So gibt es immer mal wieder neue Bausünden und alte werden nicht beseitigt. Neubauten sind oft nur mittelmäßig und fallen gegenüber dem gründerzeitlichen Prunk deutlich ab. In den letzten Jahren hat sich das zwar etwas gebessert - Neubauten wie das RheinMain CongressCenter oder das Victoria-Viertel und das Wilhlems IX an der Frankfurter Straße stellen durchaus Verbesserungen dar. Allerdings wäre mit vergleichsweise niedrigem Aufwand deutlich mehr herauszuholen. So fehlt m.E. etwa eine Gestaltungssatzung für den öffentlichen Raum. Einheitliche und hochwertige Straßenbeläge, Beleuchtung und Straßenmöblierungen, wie es sie etwa in vielen ostdeutschen Städten gibt, könnten eine erhebliche Aufwertung zur Folge haben. Gleiches gilt für punktuelle Verbesserungen an neuralgischen Punkten der Stadt, wie etwa den Abriss der ehem. und inzwischen leer stehenden Kaufhalle an der Langgasse (immerhin geschieht dort wohl etwas) oder den Ersatz des Vier Jahreszeiten-Komplexen an der Wilhelmstraße durch einen an den Vorkriegszustand oder an das Hotel Nassauer Hof angelehnten Neubau (steht m.W. leider nicht zur Debatte). Überlegenswert wäre m.E. auch der vollständige Wiederaufbau der Kochbrunnenkolonaden am Kranzplatz. Am meisten wünschen würde ich mir aber eine Aufwertung des Schlossplatzes: vollständige Wiederherstellung der Fassade des Neuen Rathauses mit seinem großen Giebel sowie den (zumindest äußerlichen) Wiederaufbau der neugotischen Höheren Töchterschule - dann hätte Wiesbaden wieder einen der großartigsten Plätze der Republik.

  • Einheitliche und hochwertige Straßenbeläge, Beleuchtung und Straßenmöblierungen, wie es sie etwa in vielen ostdeutschen Städten gibt, könnten eine erhebliche Aufwertung zur Folge haben.

    Genau das ist der Punkt! Das ist exakt, was ich mit "Gesamteindruck" meine. In vielen Wiesbadener Straßen gleichen die Gehwege einem Flickenteppich aus unterschiedlichen Materialien und jahrzehntelangen Instandsetzungsmaßnahmen – ohne jemals einer einheitlichen Linie zu folgen. Besonders in Sachen Gehwege denke ich oft an Leipzig. Dort ist es meiner Meinung nach konsequent und vorbildlich gelöst: Unabhängig davon, in welchem Stadtteil oder Viertel man sich bewegt, findet man überall einheitliche Gehwegplatten, kombiniert mit kleinteiligem Kopfsteinpflaster.

    Beispiel Leipzig Waldstraßenviertel:


    Beispiele Wiesbaden (aktuelle Bilder von heute):


    Wie bereits erwähnt, zeigen der Marktplatz und der Schlossplatz eindrucksvoll, wie es auch in Wiesbaden besser gemacht werden könnte:


    Historische Fotografien belegen zwar, dass es diese einheitlichen Platten wie in Leipzig in Wiesbaden ursprünglich nicht gab. Dennoch waren Straßen und Gehwege grundsätzlich gepflastert. An einigen Stellen in Wiesbaden kann man Überreste dieser Gestaltung noch entdecken – allerdings kaum im Innenstadtbereich.

  • Gleiches kenne ich aus Baden-Baden! Es ist wirklich erstaunlich, wie oft hier die Straßen aufgerissen werden – und danach wird alles nur notdürftig wiederhergestellt oder mit Asphalt provisorisch geschlossen. Besonders auffällig finde ich, dass die typischen Steinplatten mit rötlicher Färbung oft nicht einheitlich ersetzt werden. Der Gesamteindruck leidet dadurch enorm, und von einer durchgehenden Gestaltung kann keine Rede sein. Kraut und Rüben und das in der Welterbe-Stadt, aber um die geht’s hier ja nicht

  • vollständige Wiederaufbau der Kochbrunnenkolonaden am Kranzplatz.

    Dem stimme ich zu! Allerdings sollten wir, wie mir auch von einigen Wiesbadenern gesagt wurde, auf die korrekte Bezeichnung achten. Die Kochbrunnenanlage war auf dem Kochbrunnenplatz, wo sich der Tempel und die Wandelhalle (heute Restaurant) versetzt und stark verändert immer noch befinden. Der Kranzplatz ist ist südlich davon. Beide Plätze fristen ein Schattendasein und lassen die ursprüngliche Gestaltung kaum mehr erkennen.

    Ersatz des Vier Jahreszeiten-Komplexen an der Wilhelmstraße durch einen an den Vorkriegszustand oder an das Hotel Nassauer Hof angelehnten Neubau (steht m.W. leider nicht zur Debatte).

    Auch dies würde ich mir wünschen, jedoch steht das Appartementhaus Vier Jahreszeiten bereits unter Denkmalschutz. Das muss nichts heißen, aber es dürfte eine zeitnahe Umgestaltung schwierig gestalten. Hier einige wenige Informationen zur Geschichte des Gebäudes: https://www.vierjahreszeiten-wiesbaden.de/ueber-uns

    Für alle die hier mitlesen ist es wahrscheinlich schwierig sich vorzustellen, wie die genannten Bereiche vor ihrer Zerstörung und Umgestaltung ausgesehen haben. Aber dazu vielleicht in späteren Beiträgen mehr!

  • Kraut und Rüben und das in der Welterbe-Stadt, aber um die geht’s hier ja nicht

    Das ist definitiv ein entscheidender Punkt, gerade in Bezug auf Wiesbaden. Betrachtet man die historische Perspektive, war Baden-Baden eine direkte Konkurrenz für Wiesbaden. Ein Blick in die Geschichte des Kur- und Verkehrsvereins Wiesbaden zeigt, dass der Vergleich mit anderen Kurstädten immer wieder eine zentrale Rolle spielte. Man wollte schließlich auf Augenhöhe bleiben und keinesfalls ins Hintertreffen geraten!

  • Das ist definitiv ein entscheidender Punkt, gerade in Bezug auf Wiesbaden. Betrachtet man die historische Perspektive, war Baden-Baden eine direkte Konkurrenz für Wiesbaden. Ein Blick in die Geschichte des Kur- und Verkehrsvereins Wiesbaden zeigt, dass der Vergleich mit anderen Kurstädten immer wieder eine zentrale Rolle spielte. Man wollte schließlich auf Augenhöhe bleiben und keinesfalls ins Hintertreffen geraten!

    Echt spannend, wusste gar nicht, dass Wiesbaden und Baden-Baden damals so direkt konkurriert haben (von welchem Zeitraum sprechen wir da?). War das mehr so ein Prestige-Ding um den Ruf als Kurstadt, oder hat das auch die Entwicklung Wiesbadens beeinflusst? Sprich in Sachen Architektur?