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Helgoland

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    • Helgoland: Rathaus darf nicht saniert werden

      Denkmalschutz - Helgoland: Rathaus darf nicht saniert werden - Pinneberg - Region - Hamburger Abendblatt

      Vielleicht hätte die Gemeinde Helgoland einen Abrissantrag einreichen solllen? In solchen Fällen wird zu Lasten des Denkmalschutzes wegen Unzumutbarkeit und "höherwertigen Interessen" dem Abbruch zugestimmt, ...zumindest sofern es um mittelalterliche Bausubstanz geht, die einem Investor im Wege steht!^^


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    • Re: Helgoland - Rathaus darf nicht saniert werden

      Plan für Insel-Verdopplung
      "Helgoland im Dubaiwahn"
      Von Reinhild Haacker

      Schnapsidee oder genialer Insel-Rettungsplan? Ein Investor aus Hamburg will eine Landverbindung zwischen Helgoland und ihrer kleinen Schwesterinsel schaffen. Neue Hotels und ein Kreuzfahrtanleger könnten den Tourismus ankurbeln - doch ganz so einfach wird das nicht.


      Vollständiger Artikel und Bildmaterial: Plan für Insel-Verdopplung: Helgoland im Dubai-Wahn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise


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    • Abstimmung auf Helgoland
      Von Andrea Jeska

      Abstimmung auf Helgoland: Letzte Chance für "das letzte Stück DDR" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

      "Deshalb entscheiden die Helgoländer am Sonntag erst einmal nur über die Frage der Landaufschüttung. Was genau passiert, wenn sie das Projekt bejahen, wird erst danach entschieden. Wenn die Bewohner das Vorhaben allerdings ablehnen, könnte es sehr still werden auf der Insel. Das prophezeit zumindest der Unternehmer Weber: "Es wäre das Ende."


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    • Selbst wenn die beiden Inseln einst erst durch einen Sturm getrennt wurden, scheint mir eine Landaufschüttung ein Eingriff in die Natur mit unabsehbaren Folgen zu sein. Das gewonnene Neuland würde natürlich mit billigster Investorenarchitektur zugepflastert werden, damit das verschlafene Helgoland endlich Westerland spielen kann. In Zukunft dürften in Helgoland auch ohne Landaufschüttung neue attraktive Arbeitsplätze entstehen, wenn die Insel zur Service-Station für die deutschen Windparks in der Nordsee wird.

      Alternativ wäre es überlegenswert, auf Helgoland ein deutsches Steuerparadies analog zu den Cayman Islands einzurichten, mit dem wir anderen Staaten Teile ihres Steueraufkommens entziehen. Und wenn einmal alles scheitern sollte, könnte man die Insel immer noch zum befestigten Hochsicherheitsgefängnis ausbauen, sozusagen ein deutsches Alcatraz, vielleicht in Verbindung mit einem Atommüllendlager... :tongue:
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Georg Friedrich wrote:

      Selbst wenn die beiden Inseln einst erst durch einen Sturm getrennt wurden, scheint mir eine Landaufschüttung ein Eingriff in die Natur mit unabsehbaren Folgen zu sein. Das gewonnene Neuland würde natürlich mit billigster Investorenarchitektur zugepflastert werden, damit das verschlafene Helgoland endlich Westerland spielen kann.
      Im Prinzip sollte Helgoland durch Landgewinnung Stück für Stück erweitert werden, gerade im Unterland. Da von Dubai zu reden ist Polemik, die Friesen haben schon eingedeicht als die Jungs noch mit dem Wüstenschiff durch die Wüste zogen, gerade deshalb eine Provokation. Sogar ein unverdächtiger Akteur wie der Verein Jordsand erweitert seine Vogelinsel.

      Wenn man sich das Hotel dieses Investors anschaut, dann kann einem schon ganz anders werden. Ob man nun unbedingt die Düne anbinden muss, das weiss ich nicht aber erweitern, natürlich.
    • Die Inselvereinigung kann durchaus kritisch gesehen werden, jedoch soll es im Referendum ja erst einmal um die Frage gegangen sein, ob man prinzipiell eine Inselverbindung für die Zukunft ermöglicht und nicht darum, dass der Investor, der das Thema ins Rollen brachte, ein Konzept nach seinen Vorstellungen durchdrückt. Angesichts des Hotels ‚Atoll’, das vor einigen Jahren nach Abriss des 60er Jahre Kurhauses entstanden ist, kann man selbstverständlich hinsichtlich der Architektur Bedenken anstellen. Andererseits stand und steht auch die bestehende 50er/60er Jahre Architektur der Insel gerade mit in der Kritik, da sie mit dazu beitrage, dass weniger Menschen auf die/der Insel kommen/bleiben. Zahlreiche dieser Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

      Welche Perspektiven gibt es für Helgoland nach dem generellen Nein der Erweiterung?
      Sollte der Trend der Abwanderung anhalten, erobert die Natur die Insel für sich eines schönen Tages zurück. Das muss nicht das schlechteste Szenario sein. Vielleicht können einige Forschungsstationen bis dahin erhalten bleiben. Jedoch wird die Insel Helgoland nie ganz ohne menschliche Gegenmaßnahmen auf Dauer zu halten sein. Auch darüber sollte man sich bei einem Votum im Klaren sein.


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    • Sehe ich auch so. Angst beutelt die Menschen in Deutschland, Angst vor Veränderung, Angst vor allem Kühnen und Großen, Angst vor jeglichem Aufbruch. Natürlich kann man nicht vorhersehen, was Investoren auf so einer vergrößerten Insel alles anstellen würden, von welcher Qualität die Hotels usw. sein würden. Aber um Richtungsweisendes zu erreichen, muss man bereit sein, überhaupt etwas zu wagen und Risiken einzugehen. Banges Schwanzeinziehen und wütendes Ankläffen gegen jedes Großprojekt führt doch nicht weiter! Nun wird den Helgoländern das Gewohnte und Liebgewordene erhalten bleiben und die Insel mit ihren 50er-Jahre-Katen wird wenigstens noch einige Jahre als Altersheim dahindämmern!
    • Ich finde die Entscheidung der Helgoländer schade. Dieses Projekt hätte der seit Jahren kränkelnden Insel sicherlich neuen Auftrieb geben können. Helgoland wurde ja nicht nur im, sondern auch noch nach dem Krieg von den Briten in Schutt und Asche gebombt, so dass es da eh keine historischen Bauensembles gibt, die durch die billige Investorenarchitektur Schaden nehmen könnten. Fakt ist: Wenn es so bleibt wie bisher, wird der Tourismus weiter zurück gehen und immer mehr Menschen werden abwandern. Ich hatte schon gehofft, dass man diese Chance wahrnehmen würde. Aber andererseits war das Ergebnis auch von vornherein klar. Negativen Veränderungen ist man immer schnell aufgeschlossen. Wenn eine historische Altstadt durch ein riesiges Kaufhaus zerstört werden soll, jubeln die Meisten (Endlich nur noch 3 statt 7 Minuten zum nächsten Rossmann!!!) Bei visionären Projekten (wozu ich Stuttgart21 nicht unbedingt zählen würde) hat man hingegen Angst und will lieber, dass alles so bleibt wie bisher.
      Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis
    • Doch all jene, die glaubten, von Jack Daniels und Lucky Strike weiterhin gut leben zu können, verhinderten bis heute echte Veränderungen. Der Widerstand gegen Webers Masterplan war ebenfalls von Anfang an groß. Das für die Zukunftsplanung zuständige Gremium lehnte das Vorhaben ab. Der Möchtegern-Investor musste sich anhören, er sei größenwahnsinnig, wolle nur abzocken und die existierende touristische Infrastruktur zerstören. Gerüchte über Bettenburgen und Anleger aus Arabien kursierten.
      Andererseits ärgern ihn die äußere Erscheinung der Insel ("Das letzte Stück DDR") und die Mentalität vieler Bewohner. Sturköpfe und Hinterwäldler seien die.
      Abstimmung auf Helgoland: Letzte Chance für das letzte Stück DDR" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!

      The post was edited 3 times, last by youngwoerth ().

    • Mentalität beachten

      Helgoland ist eine friesische Insel, das ist eine eigene Mentalität. Da kannst du nicht mit Investorendenke kommen, weil da die Uhren anders gehen. Und richtig so!

      Der Bürgermeister kommt von woanders her, deshalb macht der auch so einen Wirbel. Public Private Partnership, wenn man das schon hört, da wird dem Friesen schlecht. Wer will denn so eine hyperbebaute Insel haben? Wer geniesst es nicht zur Düne überzusetzen?

      Helgoland ist eine heilige Insel. Da muss man behutsam vorgehen. "Sturköpfe und Hinterwäldler" -- nein, Friesen. Und die haben genug aushalten müssen. Helgoland war sogar Bombodrom der Briten.
    • youngwoerth wrote:

      Der Widerstand gegen Webers Masterplan war ebenfalls von Anfang an groß. Das für die Zukunftsplanung zuständige Gremium lehnte das Vorhaben ab. Der Möchtegern-Investor musste sich anhören, er sei größenwahnsinnig, wolle nur abzocken und die existierende touristische Infrastruktur zerstören. Gerüchte über Bettenburgen und Anleger aus Arabien kursierten.
      Das denke ich auch! Schaut Euch an, was er sich bislang auf Helgoland erlaubt hat, an architektonischer Revolution um die angebliche Spiessigkeit Helgolands zu brechen.

      Das Designhotel atoll ocean resort. Schon der Name ist eine Provokation. Und so sieht der Kasten auch aus.
      Designhotel atoll ocean resort. Helgoland. Startseite.
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      Das Vier-Sterne-Designhotel besticht durch seine ungewöhnliche Architektonik und stellt das modernste Außendesign aller Inselgebäude dar.
      Mehr gesichtslose Glaspaläste dergleichen wollen die Helgoländer natürlich nicht auf ihrer Insel haben, weshalb sie dem Investor auch den Stinkefinger gezeigt haben für das Aufspülprojekt. Denn die Inselbewohner haben nicht um "herausragende" und das Gesamtbild störende Glaspaläste gebeten. Damit geht der ganze Charme und touristische Wert der Insel verloren, mit seinem kleinteiligen Wiederaufbau nach dem Krieg.
    • 5 Jahre später ist es sehr ruhig um die Insel.
      Mein Protestbrief an den ehemaligen Bürgermeister Botter über vertane Chancen ist noch länger her, und so richtig getan hat sich bislang nichts auf Deutschlands Hochseeidyll. Oder doch?
      Habe kürzlich einen Bericht über die Insel Martinique in der Karibik gelesen, auf der sehr viel aufbaufreudiger nach einem verherenden Vulkanausbruch im letzten Jahrhundert vorgegangen wurde.
      Auch Helgoland könnte Gebäude und Ensemble aus seiner sehr interessanten Inselgeschichte rekonstruieren. Da gäbe es einiges, auch mit Berücksichtigung des sehr rigiden Denkmalschutzes. 2/3 geschützt und 1/3 Freigabe für eine kritische Rekonstruktion, wäre doch ein Anfang, oder?
      Nur gehört dazu ein klein wenig guter Wille, und da sind die Friesen, und natürlich auch die Freunde der piefiken Nachkriegs-Aufbauarchitektur, ja ein wenig eigen.
      Aber als Nachfahren von Berufsschmugglern hätte ich die Insulaner für etwas geschäftstüchtiger eingeschätzt. Mit Alkohol der nur etwa 10% billiger ist als auf dem Festland, mit Kinderlandverschickung, und mit Touristen, die auf diesen sehr angestaubten und in die Jahre gekommenen Inselcharme stehen, wird man auf Dauer nicht bauen können. Berlin ist sexy. Helgoland ist es nicht. Investoren stehen auch nicht Schlange, aber mit dem richtigen Konzept wäre noch was zu machen.
      Da die Vision von Glaspalästen sicher zu recht die Insulaner nicht überzeugen konnte, wäre vielleicht eine Portion Romantik, gepaart mit rekonstruierter Nostalgie ein Weg. Warum auf die britischen Kanalinseln, wenn wir ähnliches zu bieten hätten, in der Deutschen Bucht. Nur meine 2 Pennies!
      Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.

      The post was edited 2 times, last by Berkowitz: Korrektur ().

    • Helgoland Doku (2017)
      Eine sehr gute Dokumentation, die zeigt wie die Insel einst war, ihre beinahe Vernichtung, den Wiederaufbau und die Wiederbesiedelung.
      Sicher ließe sich mit der Zeit, Kapital, und natürlich dem Einverständnis der Bewohner, das Bild der Bebauung und damit auch das Image der Insel kräftig aufpolieren.
      Bislang wacht jedoch der Denkmalschutz, und das weitgehend kompromisslos, mit Argusaugen über den morbiden Charme der 1950er Aufbaujahre. Muss ja nicht auf Dauer sein.
      Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.
    • Berkowitz wrote:

      Bislang wacht jedoch der Denkmalschutz, und das weitgehend kompromisslos, mit Argusaugen über den morbiden Charme der 1950er Aufbaujahre. Muss ja nicht auf Dauer sein.
      Vermutlich ist es fast besser so, wenn er wacht. Es wäre nicht auszudenken, was passieren würde, wenn bestimmte Investoren Helgoland als lohnendes Objekt entdecken würden. Dann würden keine alten Fischerhäuschen rekonstruiert werden, sondern moderne Rendite-Bauten entstehen, wie zum Beispiel auf Sylt.

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