Mainz

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    • Mainzer "Fuchsbau" (1970-1974) soll in die Denkmal

      Denkmalschutz für den "Fuchsbau" - Stadtparlament will architektonische Bedeutung des vom Dänen Arne Jakobsen entworfenen Mainzer Rathauses würdigen:

      wiesbadener-kurier.de/rhein-ma…t.php3?artikel_id=2043411
      http://www.baukunst-nuernberg.de/ - Architektur in Nürnberg vom Mittelalter bis zur Gegenwart
      Nürnberger Bauernhausfreunde e. V.
    • Als das Rathaus in den 70er Jahren gebaut wurde, habe es viel Kritik an seinem Aussehen gegeben, bestätigt Biagioni. Auch heute noch würden Touristen gelegentlich verwundert fragen, ob das ein städtisches Gefängnis sei.


      Das sagt doch eigentlich schon genug über die architektonische Qualität eines Rathauses aus. :augenrollen:

      Beim Technischen Rathaus in Ffm hat wenigstens niemand solche Assoziationen.
    • Die Stadt Mainz vermarktet es als Sehenswürdigkeit... genau wie Essen ihren Rathaustower übrigens auch.

      ... wer weiß, vielleicht will die Mehrheit der Mainzer das Gebäude ja wirklich unter Denkmalschutz haben. Oder sind die Renovierungskosten so teuer das man hofft, das Denkmalamt würde einen Teil der Kosten übernehmen?
      Ich finde das Gebäude schrecklich, wie eigentlich so ziemlich alles, was in den 70ern gebaut wurde. Aber ich würde gerne die Meinung eines oder mehrerer Mainzer dazu hören....
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Re: Mainzer "Fuchsbau" (1970-1974) soll in die Den

      "baukunst-nbg" schrieb:

      Denkmalschutz für den "Fuchsbau" - Stadtparlament will architektonische Bedeutung des vom Dänen Arne Jakobsen entworfenen Mainzer Rathauses würdigen:

      wiesbadener-kurier.de/rhein-ma…t.php3?artikel_id=2043411



      ...wahrscheinl. sitzen in diesem Stadtparlament die gleichen Hohlköpfe derjenigen Generation, denen wir die ganze Ödnis deutscher Nachkriegsstädte zu verdanken haben!!!
      Der Tiefpunkt der Baukultur wurde in den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts erreicht...
    • Rekonstruktion der Dachreiter der Alten Universität zu Mainz:

      Landeshauptstadt Mainz: Historisches Mainz: Alte Universitt

      Historisches Mainz: Alte Universität - Domus Universitatis
      Die Alte Universität, 1615 - 1618 vom Jesuitenorden unter Kurfürst Johann Schweikard von Kronberg errichtet, beherrscht seit kurzem wieder das Mainzer Stadtbild. Ein wahrhaft beeindruckender Anblick. Der Grund: Nach über 200jähriger Abwesenheit sind die beiden imposanten, himmelstürmenden Dachreiter auf den First des mächtigen Steildachs zurückgekehrt.


      Eine bewegte Vergangenheit liegt hinter dem ursprünglichen Kollegiengebäude der Philosophischen und Theologischen Fakultät. Mit seiner eigenartigerweise im überhohen 3. Obergeschoss untergebrachten Aula war die Domus Universitatis 170 Jahre lang würdiger Schauplatz zahlloser Promotionen und Universitätsfeiern. Auf den Stadtansichten Wenzel Hollars von 1632 wird deutlich, dass das Kollegiengebäude zwar seine profane Nachbarschaft merkbar überragte. Es waren aber in erster Linie die beiden Dachreiter, die seine herausgehobene Stellung in der Stadt so richtig zur Geltung brachten.

      Ende des 18. Jahrhunderts war es damit vorbei. Bei der Beschießung der französisch besetzten Stadt im Jahr 1793 brannte das Dach der Alten Universität ab, das westliche Zwerchhaus wurde zerstört. Nach der Wiederherstellung diente der Bau jahrzehntelang als Kaserne, bis 1889 die Umnutzung zu einem Schul- und Ämterhaus erfolgte.

      Schließlich brannte die Alte Universität im August 1942 nach einem Luftangriff der Alliierten erneut aus. Nur die mächtigen Außenmauern und die beiden Renaissance-Portale des Aschaffenburger Bildhauers Johannes Juncker überstanden den Krieg weitgehend unversehrt. Gefahr drohte danach durch eine Straßenplanung, die den Abbruch der Ruine bedeutet hätte. Dazu kam es glücklicherweise nicht. Das war in erster Linie General Raymond Schmittlein zu verdanken, seines Zeichens Chef der Kulturverwaltung in der französischen Besatzungszone. Seit dem Wiederaufbau im Jahr 1952 beherbergt die Alte Universität das Institut für Europäische Geschichte. Aus Kostengründen erhielt der Bau seinerzeit nur einen Dachreiter in der Mitte. [...]


      Übrigens birgt das im APH-Forum viel kritisierte Mainz eine fülle von Bauwerken, die in den meisten anderen Grossstädten kaum anzutreffen sind. Die vielen Plätze und Adelspaläste sind wirklich interessant.

      Siehe auch:

      Zeitzeugen aus Stein: Landeshauptstadt Mainz: Zeitzeugen<br> aus Stein

      Kirchen: Landeshauptstadt Mainz: Kirchen, Sakralbauten

      Die südliche Altstadt: Landeshauptstadt Mainz: Altstadt
    • @Däne

      Übrigens birgt das im APH-Forum viel kritisierte Mainz eine Fülle von Bauwerken, die in den meisten anderen Grossstädten kaum anzutreffen sind. Die vielen Plätze und Adelspaläste sind wirklich interessant.


      Da möchte ich Dir ausdrücklich zustimmen Däne! Mainz wird bei der Auflistung relativ großer (fast 200.000 Einwohner) schöner deutscher Städte oft vergessen. Zwar wurde auch diese Stadt durch Krieg und Nachkriegsarchitekten furchtbar getroffen (die Altstadt nördlich des Domes bis zur „großen Bleiche“ existiert abgesehen von den Rekonstruktionen am Marktplatz und anderer einzelner Ausnahmen wie der alten Uni quasi nicht mehr) – aber dafür ist die Altstadt südlich des Domes grandios. Die Augustinerstraße ist meiner Einschätzung nach eine der komplettesten Altstadtstraßen in Deutschland und vermittelt heute noch die Atmosphäre einer großen Stadt vor ca. 200 bis 300 Jahren. An einige Stellen in diesem Areal (Kirschgarten, Schönbornstraße) kann man sogar von einer flächig erhaltenen Altbausubstanz sprechen wie man sie sonst eigentlich nur in Städten wie Heidelberg oder Bamberg findet.

      Auf der anderen Seite verschlägt einem natürlich wieder "der Brand" in der ehemaligen nördlichen Altstadt in seiner betonierten Einfältigkeit die Sprache ...

      Aber wie gesagt: Wer Mainz noch nicht kennt und mal einen Nachmittag Zeit hat, sollte sich die alte kurfürstliche Metropole mal ein bisschen genauer ansehen ... Da gibt's echt einiges zu entdecken!

      (allein der Dom ist eigentlich schon eine Reise Wert ...)
    • Die Mainzer Homepage ist ja ganz hervorragend!
      Viel Spaß beim Weinen:
      mainz.de/geschichte/gold/mainz.htm

      Am erhaltenen (und mal wieder abseits der zentralen Linie Hauptbahnhof-Fußgängerzone-Marktplatz gelegen) Bereich,
      der heute Altstadt genannt wird, kann man meines Erachtens keineswegs nachempfinden,
      wie eine deutsche Großstadt vor dem 2.WK ausgesehen und gewirkt hat.
      Der zentrale Bereich mit den großstädtischen Häusern und Platzanlagen ist nämlich wie üblich futsch.
      Das sieht man auch sehr schön, folgt man obenstehendem Link.
      Einfach mal die Plätze durchblättern, ganz am Schluß der erhaltene Kirschgarten, wirkt im Vergleich sehr provinziell, geradezu kleinstädtisch.
    • @youngworth

      Hast Du Dir Mainz schon einmal live angeschaut? Aufgrund einer Internetseite würde ich mir keine Meinung über eine Stadt bilden ...

      Dass die Stadt in großen Teilen im zweiten Weltkrieg schwer zerstört wurde, hab ich ja nicht verschwiegen. Anders als Du behauptest ist es aber gerade nicht so, dass die alten zentralen Teile der Stadt wie in anderen Städten komplett fehlen. Nördlich und westlich des Doms schon. Das Areal südlich des Doms und auch südwestlich Richtung Stephanskirche ist aber durchaus (mit Abstrichen) sehr gut erhalten. Und die Augustinerstraße, der Kirschgarten und der Leichhof SIND eben gerade zentrale Teile der Stadt – vor allem waren sie es in der Zeit, die ich anspreche, nämlich vor ca. 200-300 Jahren. Und natürlich sind die dort stehenden Gebäude die Gebäude einer Großstadt von vor 200-300 Jahren ... Globige Gründerzeithäuser gab's ja damals noch nicht. Die Flächen, die Du als "zentrale Linie" ansprichst, nämlich das Areal zwischen Bahnhof und Fußgängerzone war (so wie in vielen anderen Städten auch) zu der damaligen Zeit noch gar nicht bebaut (Logisch: Gab ja auch noch keinen Bahnhof ...)
    • @youngwoerth

      Ach so ... Hab ich noch vergessen: Es stimmt auch nicht, dass die großstädtischen Platzanlagen "komplett futsch" sind. Der Markt/Domplatz ist ohnehin mit seinen Rekonstruktionen und der grandiosen Domkulisse einer der schönsten in Deutschland und der Schillerplatz, der von den abgebildeten Plätzen wohl der großstädtischste ist, hat sein Gesicht seit der Zeit als Mainz einige Zeit französisch war kaum verändert und sieht heute noch ziemlich gleich aus wie auf dem SW-Bild ...
    • "Dieter" schrieb:


      Hast Du Dir Mainz schon einmal live angeschaut? Aufgrund einer Internetseite würde ich mir keine Meinung über eine Stadt bilden ...


      Mainz ist wohl die einzige deutsche Großstadt, in der ich noch nicht gewesen bin, das gebe ich zu.
      Allerdings habe ich mir das Mainzer Stadtzentrum sehr genau auf dem Satellitenbild von Google Earth einverleibt, und eindeutig festgestellt,
      dass eben mal wieder nur ein für Touristen geographisch ungeschickt gelegener Bereich überlebt hat.


      Anders als Du behauptest ist es aber gerade nicht so, dass die alten zentralen Teile der Stadt wie in anderen Städten komplett fehlen.


      Anhand Deiner Ausführungen erkenne ich, dass wir einen zentralen Bereich unterschiedlich definieren.
      Genau das finde ich nämlich schade, dass die Bereiche, die nach Deiner Beschreibung damals noch nicht bebaut waren, heute fehlen.
      Weil diese Viertel auf Grund ihrer späteren Entstehungszeit eben einen anderen --> großstädtischeren Charakter hatten.
      Und deswegen auch mein Hinweis darauf, dass ich nicht finde, man könne am Mainzer Stadtbild eine ehemalige deutsche Großstadt nachempfinden.
      Eher vielleicht ein Stück Altstadt -
      so wie in Berlin einmal Cölln, das zwar Gründungsgebiet war, aber mit dem großstädtischen Berlin nichst zu tun hatte.
      Bereiche wie die Mainzer Altstadt finde ich auch heute noch, soweit ich das von den Fotos her beurteilen kann,
      in vielen kleineren deutschen Städten.
      Aber großstädtische Geschäfts- und Bürgerhäuser, die standen wohl eher im zerbombten Mainz.
      Der Marktplatz wirkte früher ja völlig anders, da er in einem wundervollen Bogen in die Ludwigsstraße überging.
      Auf den Luftbildern erschließt sich mir hier ein völlig anderer Charakter - der eines zusammenhängenden Prachtzentrums,
      und nicht der eines kleinen Marktplatzabschnitts, umgeben von diversen Betonensembles.

      Und das größte Problem ist, dass diese zentrale Linie vom Hauptbahnhof zum Marktplatz das eigentliche Geschäftszentrum von Mainz ist -
      wie üblich in Deutschland - und die Altstadt der exklusive Filialgeschäfts + Kneipenbereich für die selteneren,
      besonderen, alternativeren Wünsche. Auch das ist deutschlandüblich.
      Der tägliche Gang zu Karstadt und C&A bleibt versaut.
      Und auch die Touristen müssen ihren Führer dabei haben, um in historische Bereiche zu gelangen.

      Ich könnte mich auch darüber aufregen, dass die glanzlose Innenstadt von Wiesbaden größtenteils erhalten blieb,
      und das prächtige, bedeutende Zentrum mit einem Dom von Welt auf der anderen Rheinseite, zerstört wurde.
      Habt Ihr mal wieder gut ausgesucht, Rächer der Welt.
    • Genau! ;) Und wenn Du dann (irgendwann) mal auf dem Schillerplatz stehst, marschier unbedingt noch die 100 m den Berg hoch bis zur Stefanskirche mit den Chagallfenstern. Die sind unbedingt empfehlenswert ...
      Und noch ein Tipp: Die Austinerkirche in der Augustinerstraße ... Eine wunderschön in die alte Häuserfront eingestelle barocke Schaufront und darin eine entzückende Rokokokirche, die man da gar nich so vermutet ...

      Jetzt reicht's aber mit der Lobhudelei ... Du hast schon recht: Es gibt noch genug Ecken in Mainz, wo einen schlicht das Grausen packen könnte ... (neben dem Brand und den beiden Betonburgen beim Bahnhof z.B. diese städtebauliche Wüste Ludwigsstraße, die direkt auf den Dom zuführt ... brrrr ....)
    • Moguntia-Bau soll im Oktober starten

      Ausschuss berät morgen über 129 stadtnahe Wohnungen auf dem Areal der Gewürzmühle


      Im kommenden Monat will die PLB auf dem Areal der Gewürzmühle mit dem Bau von 129 Wohnungen beginnen.

      Spätestens im Oktober sollen die Arbeiten an einem der großen Mainzer Stadtentwicklungsprojekte beginnen. Sobald der Bauantrag genehmigt ist, will die Düsseldorfer Provinzial-Leben-Baubetreuungs-GmbH (PLB) auf dem Gelände der Moguntia-Werke Wohnungen errichten. ...

      allgemeine-zeitung.de/region/objekt.php3?artikel_id=2512489

      Hintergrundinfo: Die Moguntia-Mühle ist denkmalgeschützt. Das Projekt ist umstritten; die Bauträger setzen sich wohl durch. Ein Alternativvorschlag scheint gescheitert:

      moguntia-projekt.de/
      http://www.baukunst-nuernberg.de/ - Architektur in Nürnberg vom Mittelalter bis zur Gegenwart
      Nürnberger Bauernhausfreunde e. V.
    • Re: Periphere Meldungen aus dem Westen

      Wo Licht ist, gibt es natürlich auch mal wieder Schatten in Mainz...
      Für sein neu geplantes archäologisches Zentrum (Baukosten mind. 45 Mio. Euro) soll in der Nähe des römischen Theaters die denkmalgeschützete Neutorschule (Baujahr 1926) abgerissen werden. Eine Bürgerinitiative die für den Erhalt kämpfte wurde abgeschmettert. Beistand für den Abriss kam ausgerechnet vom Landeskonservator Glatz, der den Abriss des gut erhalten Baudenkmals befürwortete, weil u.a. das ursprüngliche Dach nicht mehr da sei. Siehe Artikel in der MZ Allg. Ztg. v. 27.07.09: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/7156564.htm\r
      www.allgemeine-zeitung.de/region ... 156564.htm
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