Bremerhaven

    • Auch in Lehe geht es voran, wie in meinen Bildbeiträgen dokumentiert zwar langsamer, als erhofft, aber immerhin. Nun ist endlich die "Goethe 45" wiedereröffnet worden nach zweijähriger Sanierung:

      Link zu butenunbinnen-Beitrag.

      Und so sah das Haus vor zwei Wochen aus:



      In dem Beitrag ist auch die Rede davon, dass es bei immerhin 6 von 8 verbliebenen Leher "Schrottimmobilien" nun Kaufinteressenten gebe, so dass weitere Renovierungen wahrscheinlich und Abrisse unwahrscheinlicher geworden sind.

      Leider wird aber nicht überall qualitativ ansprechend saniert, hier zum Beispiel verschwindet ein Gründerzeitler hinter WDVS:



      Bei diesem schönen Gebäude in der Hafenstraße, 2012 von mir als "Sorgenkind" bezeichnet, ist mit einer Sanierung begonnen worden, das Erdgeschoss/Ladenlokal hat neue ansprechende bodentiefe Fenster bekommen (vorher war das so eine ziemlich verbaute Angelegenheit):



      Es tut sich was, wenngleich ich mir irgendwie einen größeren Ruck gewünscht hätte. Das läuft da alles sehr gemächlich ab, zumindest optisch ist von der in vielen Artikeln beschriebenen Aufbruchstimmung noch nicht so viel zu spüren. Allerdings muss man sich auch vor Augen halten, aus welchen Abgründen das Viertel kommt. Es ist weiterhin Deutschlands ärmstes Stadtviertel mit extrem hoher Überschuldungsrate und Sozialhilfeabhängigkeit. Eine solche sich über mehrere Jahrzehnte entwickelt habende soziale Verwahrlosung wird man natürlich nicht in 5 oder 10 Jahren beseitigen können. Trotzdem scheinen zumindest in den Hauptachsen des Quartiers nun langsam tatsächlich Studenten und Künstler Einzug zu halten, die bei Erreichen einer kritischen Masse dann zu einer selbsttragenden Entwicklung führen können.

      Ich bleibe dran!