Stuttgart (Galerie, Bilder gelöscht)

  • Eine Bildergalerie der schönen Seiten Stuttgarts, bewußt sind hier einmal jegliche Bausünden ausgeblendet. Nur so wird die Atmosphäre der historischen Residenzstadt spürbar. Viel Vergnügen :)



    Innenhof des Alten Schlosses



    Aussenansicht



    Karlsplatz



    Das ehemalige Hotel Marquardt am Schloßplatz



    Metropol Kino im früheren Hauptbahnhof



    Königsbau




    Fassaden in der Calwer Straße



    Die Alte Staatsgalerie



    Uhlandstraße




    Charlottenstraße






    Die Eberhardstraße im Zentrum



    Altes Schauspielhaus



    Torstraße



    Hauptstätter Straße



    Die Stiftskirche




    Am Eugensplatz



    Fassade in der Friedrichstraße




    Das Haus der Wirtschaft




    Die Lusthaus-Ruine




    Gebäude in der Olgastraße




    Pfarrstraße




    Im Bohnenviertel



    Der Rotebühlbau, eine ehemalige Kaserne




    Stuttgarter Staatstheater Großes Haus



    Gebäude der Technischen Oberschule




    Geschäftshäuser in der Tübinger Straße



    Hugendubel-Haus



    Altstadt



    Eberhardbau in der Altstadt



    Der mittelalterliche Schellenturm



    Marienkirche



    Am Marienplatz





    Redselige Fassaden



    Villen in der Mörikestraße




    Marienhospital



    Fassade in der Silberburgstraße




    Feuersee mit Johanneskirche




    Johann Sebastian Bach Platz



    Johannesstraße





    Altbau der Allianz Versicherung






    Schloß Solitude




    Birkenkopf ("Monte Scherbelino") mit Trümmerschutt



    Schloßgarten



    Schloßplatz und Neues Schloß

  • Schönen Dank für die netten Bilder !
    Ich bin vor etwa einem halben Jahr in Stuttgart und
    Umgebung gewesen. Die Stadt hat zwar auch viele neue
    Häuser, hat aber auch viele schöne Ecken.
    Das schöne ist ja überhaupt die Lage von Stuttgart.
    Mitten im Tal gelegen, hat man eine grandiose Aussicht
    von den Hügeln ringsum.
    Gibt es schon Neuigkeiten zu Stuttgart 21 ?

  • schöne bilder - doch leider spiegeln sie die bauliche wirklichkeit kaum wider. aber ansehliche einzelobjekte gibt es noch einige.


    sag mal, das haus hugendubel ist doch ein kompletter nachkriegsneubau, oder?

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Am Sonntag machte ich einen Ausflug zum Weißenburgpark, natürlich nicht ohne meine Kamera.
    Hier ein paar Bilder und Informationen dazu, es ist gleichzeitig auch eine "Bausituation Stuttgart",
    da ein Teil der Anlage derzeit wieder in den Originalzustand versetzt wird:






    Das Teehaus (ein kleiner Jugendstil-Pavillon mit einer großen
    Gartenterrasse) wurde 1913 im Auftrag des Industriellen und
    Antikenforschers Ernst von Sieglin von dem Architekten Heinrich Henes
    im Park der Villa Weißenburg errichtet.
    Die Aussichtsplattform über der Terrasse bietet einen schönen Blick
    über die Dächer von Stuttgart.





    Der Marmorsaal unterhalb des Teehauses mit seiner einzigartigen
    Architektur wurde für rein private Zwecke erbaut. Eigentlich wollten
    die Kinder des Industriellen und Antikenforschers Ernst Sieglin, der
    mit "Dr. Thomsons Waschpulver Marke Schwan" sein Vermögen
    verdiente, nur einen Tennisplatz. 1912 bis 1913 lies Sieglin das Teehaus,
    einen Tennisplatz und den Marmorsaal bauen. Die Zeitschrift "Kunst und
    Dekoration" kommentierte im Jahr 1914: "Grundlegend für die ganze
    Anlage war das Bedürfnis nach einem Tennisplatz und nach einer
    Gelegenheit, des Sommers im Garten den Tee zu nehmen und zugleich
    das Leben auf dem Spielplatz zu überblicken. Das gab den Gedanken ein,
    den entstehenden Raum unter dem Tennisplatze zu einem festlichen
    Gartensaale auszunutzen, und dieser wieder erforderte als Ausgang und
    Vorbereitung die vorgelegte Terrasse. Was so entstand, sei
    schlechthin "mustergültig in der Ausnützung des Terrains und in der
    Anschmiegung an die landschaftlichen Elemente", so der Autor des
    Artikels weiter.
    Sieglin holte sich für sein Kleinod diejenigen, die er für die Besten hielt.
    Architekt Heinrich Henes - Professor an der damaligen Schule für
    Hochbauwesen und Julius Mössel, einer der gefragtesten
    Dekorationsmaler jener Zeit, aus dessen Hand auch der Sternenhimmel
    der Stuttgarter Oper stammt.



    http://www.marmorsaal.org
    Blick in den Saal mit Konche



    http://www.marmorsaal.org
    Blick in den Saal mit seitlichen Brunnen



    Die Aussenanlage mit Spalierzaun und Pavillion wird derzeit rekonstruiert





    Wer in Stuttgart wohnt oder die Stadt besucht, sollte sich den
    Weißenburgpark nicht entgehen lassen. :)


    http://www.teehaus-stuttgart.de


    http://www.marmorsaal.org

  • Antiquitus
    Nein, das Hugendubel Haus ist ein Vorkriegsbau, er wurde nur gering beschädigt, über Baujahr und Geschichte weiß ich ansonsten bisher auch nichts.

  • Hallo,


    tolle Fotos Dirk! Für ein paar Wochen bin ich in Stuttgart und ich bin positiv überrascht. Bei früheren kurzen Aufenthalten sah ich immer nur das Zentrum und mein Eindruck von der Stadt war dementsprechend negativ. Aber in S-West stehen noch haufenweise alte Straßenzüge. Da fallen sogar Nachkriegsbauten nicht so negativ auf. Wie es in anderen Gegenden so aussieht, habe ich noch nicht ausgekundschaftet.


    Es würde mir in Stuttgart eigentlich reichen, wenn man im unmittelbaren Zentrum ein paar Straßenzüge und Plätze rekonstruieren würde. Am Marktplatz etwa. Was aus dem 19.Jhd. eine Rekonstruktion wert wäre, weiss ich nicht. Was würdet Ihr vorschlagen? Schön wäre es, wenn die Rekonstruktionen in einem einigermaßen zusammenhängenden Gebiet lägen. Drumherum kann sich die zeitgenössische Architektur gerne entwickeln wohin sie will.


    Was haltet Ihr z.B. vom Bosch-Areal? Ich halte es summa summarum für sehr gelungen. Wichtige historische Bauten wurden erhalten. Es gibt eher kleine Parzellen und viele Winkel. Beim Durchlaufen bietet sich dem Auge jedenfalls viel Abwechslung.


    Gruß Steinbeisser

  • Hallo Steinbeisser,


    i

    Quote

    Es würde mir in Stuttgart eigentlich reichen, wenn man im unmittelbaren Zentrum ein paar Straßenzüge und Plätze rekonstruieren würde. Am Marktplatz etwa. Was aus dem 19.Jhd. eine Rekonstruktion wert wäre, weiss ich nicht. Was würdet Ihr vorschlagen? Schön wäre es, wenn die Rekonstruktionen in einem einigermaßen zusammenhängenden Gebiet lägen. Drumherum kann sich die zeitgenössische Architektur gerne entwickeln wohin sie will.


    Tatsächlich ist ein Teil des Marktplatzes in seiner Parzellierung auf dem Vorkriegsstand, will heißen die Besitzer sind dieselben und die Grundstücke sind dieselben. Vorallendingen das Hauflerhaus (immerhin das erste bürgerliche Rathaus von 1400irgendwas), und seine direkten Nachbarn sind interessant. Auch die Häuserreihe Kurtz, Koch usw könnten nach meinem Verständnis rekonstruiert werden. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht es dagegen eher düster aus.
    Wenn Ihr noch etwa zwei Wochen wartet, werde ich Bilderaus dem Stadtarchiv Stuttgart hier hereinstellen (falls dies rechtlich möglich ist). Es gibt dort massenhaft Fotomaterial vom alten Stuttgart. Ich hoffe nur, daß ich die für Euch interessanten Fotos auch herauspicke. (bin ja leider kein Architekt(enanwärter))


    Gruß,
    Mozart

  • Hier einige weitere Bilder vom Sommer 2005, es kommt immer auf den Blickwinkel an, ich habe dabei gezielt nach den schönen Seiten der Stadt gesucht:



    Blick von der Neuen Weinsteige



    Olgastraße



    Heusteigstraße



    Tübinger Straße beim Marienplatz



    Hasenbergsteige



    Augustenstraße



    Johannesstraße



    Urbanstraße



    Wilhelmsplatz


    Wenn gewünscht, folgen noch weitere Bilder. :)

  • Ich fände es auch toll, wenn zwischen Schloßplatz, Schillerplatz und Rathausplatz die Innenstadt rekonstruiert würde. Die ersten beiden Plätze sind ja recht ansprechend erhalten, und dazwischen liegt ja die Markthalle, die Rückseite des Rathauses ist erhalten, und das Gaisplatzviertel ist auch nicht weit weg. Letztlich müßten nur ungefähr 300 m zwischen Schillerplatz und Rathausplatz überbrückt werden, um wieder ein durchgängig schönes (wenn auch kleines) Zentrum zu gestalten.


    Ich habe inzwischen noch ein paar Panoramaaufnahmen gefunden, die ich im Juli 2003 von chinesischen Pavillon aus aufgenommen habe (oberhalb Hauptbahnhof in nördlicher Richtung).


    Hier der Blick auf das ehemalige Gelände des Güterbahnhofs. Dort entsteht eine ganze Reihe von modernen Verwaltungsbauten (schließt sich gleich nördlich an den Bahnhof an).



    Etwas weiter westlich - Blick auf das Zentrum (links das Bahnhofsgebäude, ganz rechts die beiden Türme sind die Universität).



    Noch etwas weiter westlich - in der Grünanlage in der Mitte liegt die Fachhochschule.


  • Danke @Dirk, für die vielen schönen, detailreichen Bilder von teils weniger bekannten Gebäuden :)
    Von allen denkbaren Rekonstruktionen dürfte die Marquardt-Bau-Entschlichtung die zunächst naheliegendste sein, was meinst Du?


    Quote from "GanskeStortSett"

    Ich fände es auch toll, wenn zwischen Schloßplatz, Schillerplatz und Rathausplatz die Innenstadt rekonstruiert würde. Die ersten beiden Plätze sind ja recht ansprechend erhalten, und dazwischen liegt ja die Markthalle, die Rückseite des Rathauses ist erhalten, und das Gaisplatzviertel ist auch nicht weit weg. Letztlich müßten nur ungefähr 300 m zwischen Schillerplatz und Rathausplatz überbrückt werden, um wieder ein durchgängig schönes (wenn auch kleines) Zentrum zu gestalten.


    Ich hatte dazu einmal einen Rundweg vorgeschlagen
    ( Antiquitus war davon übrigens nicht allzu begeistert)


    Etwas erweitert nochmal:
    Vom wunderschönen
    -> Schlossplatz über das fast vollständige
    -> Renaissanceensemble Schillerplatz, die
    -> Markthalle im Jugendstil zum heute
    -> schrecklichen Marktplatz, der natürlich endlich zu rekonstruieren wäre.


    Von diesem absoluten Tiefpunkt aus über das
    -> Altstadtviertel Geißstraße in die
    -> quirlig-urbane Tübinger Straße bzw. Gerberviertel, um dann über vielleicht eine
    -> zu bauende imposante Fußgängerbrücke über die Hauptstätter Straße ins
    -> Heusteig-, Leonhards- und Bohnenviertel zu gelangen.
    Wahlweise setzt man erst weiter südwestlich über, nachdem man einen Abstecher zur
    -> südlichen Karlshöhe mit ihren prachtvollen Gründerzeitbauten gemacht hat. Zurück dann über
    -> Silberburg- und/oder Heusteigstraße wiederum ins Bohnenviertel.
    Kreisschluß dann via der eines Tages überdeckelten
    -> Kulturmeile.


    Wer aus dem Spaziergang eine Wanderung machen möchte, geht durch die
    -> Schloßgartenanlagen weiter zum
    -> Schloss Rosenstein und bei Bedarf nochüber die
    -> lange Holzbrücke mit Blick auf
    -> Wilhelma in die
    -> Cannstatter Altstadt.


    Geschichte und Abwechslung pur, alles zu Fuß, bis auf den reichlich diskutierten Marktplatz so gut wie keine (großflächigen) Bausünden unterwegs.



    Was also nötig wäre: Marktplatzumgestaltung und zwar Längen mehr als gerade unter dem Stichwort Platzmöblierung usw. angedacht ist.


    Eventuell könnte man sogar mit den kleinen 50er-Bauten, die nicht das schlechteste Ensemble ihrer Zeit bilden, als Abwechslung neben Schillerplatz (Renaissance) und Schloßplatz (u.a. Barock, Klassizismus) leben. Allerdings müßte dann die Südecke (Breuninger, Breitling) passende Fassaden erhalten und die Rathausfront muß weg!


    Dummerweise ist vor kurzem erst das Rathaus teuer modernisiert worden. :(
    Trotzdem: Wie wäre es, wenn nicht die Landesministerien, sondern das Rathaus nach S21 übersiedelten und der alte Rathausturm wieder freigelegt wird, die Marktplatzfassade ansonsten wegkommt und die alten Seitenflügel samt Rückbau so belassen werden? Könnte gut wirken, wäre bezahlbar, nicht ahistorisch, es fehlte halt nur was, nämlich die alte Front. Die kann aber, wenn gewünscht und bezahlbar irgendwann nachgeholt werden ebenso wie die Dachpartie der Flügel.

  • Das schlimmste sind wirklich Rathausfassade (die ja leider die gesamte Westseite des Platzes einnimmt) und der Breuninger-Klotz. Die bunten 50er-Jahre-Häuschen wirken da fast schon sympatisch dagegen...


    Habe gerade nochmals im Buch "Damals über Stuttgart" geblättert, das Luftbildaufnahmen von den 30er bis 80er Jahren enthält und wieder mal festgestellt, daß die gesamte Innenstadt fast genauso konsequent beseitigt wurde wie in Dresden.


    Interessanterweise waren selbst in den 70er Jahren noch ganze Bereiche unbebaut (oder nur mit kleinen Holzhütten versehen) wie zwischen Breuninger und Leonhardtskirche oder zwischen Universitätshöchhäusern und Friedrichstraße, oder die damalige Bebauung wurde schon wieder komplett abgerissen (kleiner Schloßhof und angrenzende Gegend).

  • Wird Stuttgart 21 jetzt definitv gebaut? Dachte, das stünde noch immer in der Schwebe und mal ehrlich... bis auf freiwerdene Flächen im Innenstadtbereich bringt es rein gar nichts.... das bisschen dass die Züge schneller sind ist das Geld nicht wert.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • @GanskeStortSett
    Ja, auf älteren Nachkriegsbildern sieht man viele flache Baracken, meist Läden oder Werkstätten. Selbst an der unteren Königstraße.


    Quote from "Booni"

    Wird Stuttgart 21 jetzt definitv gebaut?

    Da ist nichts entschieden. Die von mir angesprochene Stuttgart 21-Fläche ist jetzt schon verfügbar (ehem. Güterbahnhof), hat also nichts mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 zu tun.

  • Stuttgart im September 1947


    Amateur-Filmaufnahmen aus Stuttgart vom
    September 1947. Das Filmaterial stammt
    aus dem Amateur-Film "Postwar Germany:
    28 Months After V-E Day" von George
    T. Fonda, Assistent des Präsidenten,
    Weirton Steel Company.



    http://www.youtube.com/watch?v=Ee81gs1n0zI

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Einige meiner Fotos wurden jetzt in den Stuttgarter Nachrichten in einem zweiteiligen Beitrag veröffentlicht:


    Zur Sache, Altbauschätzchen


    Der Krieg hat vieles von Stuttgarts alter Bausubstanz zerstört, eine manches mal unglückliche Stadtplanung hat ein Weiteres dazu getan - doch trotz Bombenhagels und Bausünden ist Stuttgart schön. Seine Altbauschätzchen müssen gerade wegen des weiter grassierenden Neubaubooms in der Stadt dringend erhalten werden.


    Teil 1:
    http://www.stuttgarter-nachric…6b-97f7-f5f550f4e5a5.html


    Teil 2:
    http://www.stuttgarter-nachric…c6-9eb0-fc7dafce31f9.html

  • Vielleicht erklären diese Bilder, wieso ich Stuttgart in meinem Herzen trage. Diese schönen Panoramen von den den vielen Anhöhen sind unvergleichlich, das bietet keine andere Stadt.




    Blick von der Uhlandshöhe



    Blick von der Wielandshöhe