Berlin - Anhalter Bahnhof

  • Wir werden das in unserem Forumsteam diskutieren, ob das Wort "glorreich" falsch oder missverständlich gedeutet werden kann. Es trägt allerdings auch nicht zur Diskussion bei und ist deshalb unglücklich gewählt.

    Das ist ja wohl nicht euer Ernst oder? :lachentuerkis:


    Ich zitier mal aus völlig anderem Zusammenhang, aber genauso gut passend:

    Wer keine Arbeit hat, schafft sich welche.

    Wo sind sie geblieben, Moderatoren, die etwas souveräner und gelassener reagiert haben und nicht gleich alles auf die Goldwaage gelegt haben, nur weil ein Nutzer politkorrekt hyperventiliert wenn ein Wörtchen wie "glorreich" im Zusammenhang mit einem Kaiserbildnis fällt... :kopfschuetteln::whistling:

  • Zumal architektonisch wie städtebaulich "glorreich" einfach nur die offensichtlichsten Tatsachen beschreibt. :rolleyes:

  • 'Glorreich ' ist ein Zitat des letzten Kaisers, der den Deutschen versprach: 'Wir gehen glorreichen Zeiten entgegen'. Hätte man das Wort mit den Apostrophi besetzt, hätte jeder das besser verstanden. :D

  • Wo sind sie geblieben, Moderatoren, die etwas souveräner und gelassener reagiert haben und nicht gleich alles auf die Goldwaage gelegt haben

    Wir sollen noch gelassener reagieren?
    Es wurde weder gedroht noch sofort gelöscht. Wir wollen auch nicht übermoderieren. Trotzdem muss man alle Parteien ernst nehmen.


    Die Diskussion ist beendet.

  • Hier noch einige Fotos zum Bahnhof und seinen Hallen in sehr guter Auflösung:






    Quelle: Architekturmuseum der TU Berlin



    Ein Rekonstruktionsprojekt wäre wirklich eine gute Sache. So ein Bahnhofsgebäude kann eine Gegend wirklich sehr positiv prägen. In Zürich beispielsweise wird die alte Bahnhofshalle des Zürich HB auch nicht mehr für Zugeinfahrten genutzt, sondern ist dem neuen Bahnhof lediglich angegliedert. Im Vergleich zu Zürich hätte man auch in der unmittelbaren Umgebung wesentlich mehr Planungsspielraum zur Verfügung und könnte das Areal um das Gebäude unter Einbeziehung des Bahnhofsgebäudes entwickeln, da dort noch viel Platz zur Verfügung steht.

  • 'Glorreich ' ist ein Zitat des letzten Kaisers, der den Deutschen versprach: 'Wir gehen glorreichen Zeiten entgegen'


    Da muss man Persönlichkeiten der Zeitgeschichte schon richtig zitieren: Kaiser Wilhelm sprach von "herrlichen Tagen" und nicht von "glorreichen Zeiten".


    Originalzitat: "Zu Großem sind wir noch bestimmt, und herrlichen Tagen führe ich Euch noch entgegen."


    Quelle: https://www.planet-wissen.de/g…elm_der_zweite/index.html


    Wer sich also an dem Wort "glorreich" stört , der sieht vielleicht das Jahr 1908 nicht als glorreiche Zeit an, kann aber dafür nicht den Kaiser zitieren.

    " Dem Wahren, Schönen, Guten "

  • es gab Anfang der Fuenfziger Jahren doch auch ein Wiederaufbau Planung fuer den Anhalter Bahnhof , und zwar des Architeckten Hans Scharouns, aber dann in moderner Form??

  • Wenn man das Gebäude rekonstruiert, dann kann das nur als Bahnhof funktionieren. Dazu müsste man dieses Event Zelt entfernen und die Gleise gen Süden zumindest teilweise wieder instand setzen bzw. neu verlegen und mit den heutigen S-Bahn Gleisen zurechtsortieren. Glücklicherweise sind zumindest über der Yorkstraße noch genügend alte Brücken vorhanden, d.h. falls diese nicht zusammenfallen, wenn ein Zug drauf steht. :--)

    Architektur ist nichts anderes als die Formensprache einer Kultur. Entweder sie lebt, oder sie ist tot.

  • Niemand wird die verlegten Gleise wieder an die Oberfläche holen, und niemand wird das Pilzkonzept der Deutschen Bahn für Berlin umwerfen, um wieder einen Sackbahnhof einzurichten. Wenn der Anhalter Bahnhof nur als Bahnhof funktioniert, dann wird er nicht wiederkommen.

  • Ein ständiger Zugbetrieb ist nicht erforderlich, außer im noch funktionierenden S-Bahnhof.
    Zwei Gleise z. B. auf der Ostseite für eine museale Verwendung wäre eine denkbare Lösung.
    So kann das Tempodrom stehen bleiben und beide bildeten einen "spannenden" Kontrast.
    Hier braucht es einen mutigen Investor, der die Hülle neu errichtet mit einem stimmigen Konzept.
    Im Prinzip ist der Anhalter ein Opfer geworden aus vielen Gründen:
    -Überdruss mit den Kriegsruinen
    -Zeitgeist und Abrisswut des damals amtierenden Bausenators Schwedler
    -Indirekt auch eine milde Fortsetzung der Germania-Planungen
    -letztendlich auch die Folge der Vier-Mächte-Situation, die nur in Wien funktionierte und dort auch schneller zu Ende war, aber in Berlin mangels eines gemeinsam verwalteten zentralen Bezirks prinzipiell nie funktionieren konnte.
    Hadern mit dem Schicksal hilft nicht. Aber aus einem zumindest teilweisen Wiederaufbau wird nur etwas wenn sich ein passender Investor findet und der Senat auch mitzieht.
    Karstadt am Hermannplatz, als bislang neuestes und größtes privat finanziertes Rekoprojekt in Berlin wird voraussichtlich was werden. Allerdings ist dort die Machbarkeit bereits in Prüfung, und ein Konzept einfacher, auch aufgrund der geklärten Besitzverhältnisse.

    Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.

  • Bei dem Wort "spannender Kontrast" sehe ich rot.


    Unter diesem Deckmantel wurde in den letzten fünfundzwanzig bis dreißig Jahren jede vollständige Rekonstruktion einer wiederaufbauwürdigen Örtlichkeit in Berlin verhindert. Erinnert Euch doch bitte, was für hirnrissige Wettbewerbe durchgeführt wurden mit teilweise sogar preisgekrönten Entwürfen, die einem die Haare haben zu Berge stehen lassen.
    Die Konstruktion einer Reichstagskuppel hat Forster schließlich auch erst beim dritten Anlauf auf Druck des Bundes zähneknirschend akzeptiert.
    Beim Schloß bekommen wir eine 3/4 Fassade und ob die Bauakademie zumindest äußerlich Schinkel wird oder doch ein "spannender Dialog" mit einem unerträglichen Mischmasch, steht doch auch in den Sternen. Es genügt schon, dass selbst bei 100%igen Rekonstruktionen aus Gründen heutiger Baugesetze (Brandschutz, etc) leichte Zugeständnisse gemacht werden müssen.
    Was nutzt uns eine prächtige Bahnhofshalle im Originalausmaß und der originalen Fassade, wenn dort kein Zugverkehr stattfindet, der das notwendige Leben hineinbringt. Einkaufstempel ist ohnehin schon jeder Großstadtbahnhof.

  • Was nutzt uns eine prächtige Bahnhofshalle im Originalausmaß und der originalen Fassade, wenn dort kein Zugverkehr stattfindet, der das notwendige Leben hineinbringt.

    Eine Wiedererrichtung des Anhalter Bahnhofs mit ursprünglicher Funktion (Sackbahnhof) ist einfach mal nicht drin. Da hilft es nichts, es sich noch so sehr zu wünschen. Diese Hoffnung laut zu äußern gibt einen lediglich der (verdienten) Lächerlichkeit preis.
    Wenn wir eine Rekonstruktion des Bahnhofs diskutieren wollen, dann müssen wir auch neue Nutzungen diskutieren. Zugverkehr wird "das notwendige Leben" nicht bringen - wie wäre es mit einem Museum (musée d'Orsay) oder eben einem Einkaufszentrum?

  • Quote

    Was nutzt uns eine prächtige Bahnhofshalle im Originalausmaß und der originalen Fassade, wenn dort kein Zugverkehr stattfindet, der das notwendige Leben hineinbringt. Einkaufstempel ist ohnehin schon jeder Großstadtbahnhof.


    Das sehe ich anders. Der Hamburger Bahnhof in Berlin zeigt doch, dass alternative Nutzungskonzepte für solche Bahnhofsgebäude durchaus möglich sind. Architektonisch sind auch Markthallen wie die Markthalle 9 sehr ähnlich und auch für die Markthalle hat man ein gutes Nutzungskonzept gefunden bzw. beibehalten, die Markthalle belebt die gesamte Gegend. Wenn das Areal unter Einbezug des Bahnhofsgebäudes entwickelt würde, könnte es eine gemischte Nutzung des Areals aus Museum (scheinbar gibt es ja Bedarf nach Fläche), Unterhaltung/Schauspiel/Theater (zusammen mit dem Tempodrom) und Gastronomie geben.

  • Um den städtebaulichen Wert dieses grandiosen Bahnhofs mal ein wenig ins rechte Licht zu rücken, hier ein Wettbewerbsentwurf von 1910 (Wettbewerb "Groß-Berlin"), der aus der Königgrätzer Straße eine "Bahnhofsprachtstraße" machen wollte. Ein bisschen schade ist es um den damals städtebaulich noch funktionierenden Askanischen Platz, aber auch mit breiterer Straße wirkt dieser Bau immens gut im Stadtgefüge, ohne irgend etwas zu erdrücken oder zu dominieren. Auch die Arkaden an der Straße finde ich schön; Kenner werden sich an die Reformarchitektur und vor allem an Leipzig erinnert fühlen...



    Quelle: Brix/Genzmer, Wettbewerb Groß-Berlin 1910. Bahnhofsprachtstraße. Architekturmuseum der TU Berlin, https://architekturmuseum.ub.t….de/index.php?p=79&POS=43, Creative Commons.

    "Die Qualität städtischen Bauens resultiert aus einer Generationen währenden, kollektiven Leistung." Hans Kollhoff

  • Hallo an alle.
    Ich bin neu hier. Ich bin ein Anhalter seit meinem 9. Lebensjahr. Da habe ich eine Postkarte vom (kompletten)Anhalter Bahnhof gesehen und seitdem läßt mich dieses Bauwerk nicht mehr los.
    Zum Thema Einkaufszentrum:
    Eine kommerzielle Nutzung für einen zumindest teilweise wiederaufgebauten Anhalter ist schwer vorstellbar.
    Und zwar, weil Unternehmen, zurecht, argumentieren würden: Ein original restauriertes Gebäude, wenn auch architektonisch hochwertig, vermittelt dem Konsumenten nicht die Lust am Konsum. Ein vorhandenes Bauwerk kann durchaus kommerziell genutzt werden. Aber der Kommerz ist nicht die Triebkraft, ein historisches Bauwerk wiederzuerrichten.
    Kann sich jemand vorstellen, das ALDI & CO den Wiederaufbau des Stadtschlosses betrieben hätten?
    Einzige Ausnahme vielleicht, wenn ein hochsolventes Unternehmen, etwa für seinen Firmensitz, ein repräsentatives Bauwerk wünscht. Dazu bedarf es aber eines gewissen kulturellen Anspruchs in der Chefetage.
    Der Wiederaufbau eines Historienbaus hat also immer mit kulturellem Anspruch zu tun.
    Einer vom Stadtschlossverein sagte mir:
    In so einen Bau muß eine kulturelle Nutzung, nur dann kann man sehr viele Bürger (und auch Unternehmen)
    für das Projekt begeistern. Die Leute wollen nun mal den mit ihren Spenden errichteten Bau auch selbst, und zwar preiswert, erleben können. Und zwar durch ein sinnliches Erlebnis, etwa ein Konzert, eine Sportveranstaltung, ein Museum etc.....
    Von daher ist nur eine kulturelle Nutzung eines wiederaufgebauten Anhalter vorstellbar.
    Es sei, die Deutsche Bahn will den repräsentativsten Bahnhof ihrer Geschichte für eigene Verwaltungs- Schulungs- oder Kommunikationszwecke nutzen.
    Und genau das ist ja nun bei der DB-AG bestimmt nicht zu erwarten.
    Schöne Grüße an alle Anhalter!
    Nur Mut. Wenn wir kreativ und ausdauernd sind und wirklich diesen Bau wiedererleben möchten - dann bekommen wir ihn auch.
    Es lebe Ahb!

  • Willkommen hier im Forum, Reschbanner!
    Für den Anhalter Bahnhof sehe ich leider in naher Zukunft keine Chance, da ich keinen (kulturellen) Verwendungszweck erkennen kann. Es wäre aber wunderbar wenn man irgendwann einen solchen finden könnte...

  • Von daher ist nur eine kulturelle Nutzung eines wiederaufgebauten Anhalter vorstellbar.
    Es sei, die Deutsche Bahn will den repräsentativsten Bahnhof ihrer Geschichte für eigene Verwaltungs- Schulungs- oder Kommunikationszwecke nutzen.
    Und genau das ist ja nun bei der DB-AG bestimmt nicht zu erwarten.


    Schoen, dass Sie auch im Forum sind!
    Doch, die DB macht dies bereits. Man denke an den Kaiserbahnhof in Potsdam. Der wird
    als Verwaltungs- Schulungs- und fuer Kommunikationszwecke genutzt. Wir haben auch Bilder davon hier
    im Forum.


    Mal zurueck, als Sporthalle waere es super und moeglich. Die Groesse koennte genau fuer Fussball passen.
    Auch will man ja immer noch in Berlin eine Zentral-Bibiliotek bauen.
    Vielleicht baut man "nur" leicht?
    Haben Sie Kontakte zu Politikern in der Gegend?!

  • Nein, derzeit habe ich noch keine Kontakte zu Politikern. Das ist auch erst sinnvoll, wenn ein "Förderverein Ahb" entstanden ist. Und dieser Verein muß ein nachvollziehbares Konzept für das Gelände Ahb parat haben. Politikkontakte sind noch zu früh.
    Vielleicht kann aber die in diesem thread erwähnte Facebook-Gruppe "Initiative Anhalter Bahnhof"die Keimzelle eines solchen Fördervereins sein.
    Ein Forum,oder, wenn man so will, ein "think-tank" für den Anhalter der Zukunft.
    Ich wünsche mir das und bin auch dieser Gruppe beigetreten.


    Zurück zum kulturellen Aspekt des Anhalter.
    Der kriegsbeschädigte Bau weckt starke Assoziationen zum Kolloseum in Rom, also dem größten Amphitheater der Antike.
    Man stelle sich vor, der Bau wäre in dieser Form heute noch präsent. Es wäre das Kolloseum von Berlin. Dieses Bauwerk würde auch große Beachtung im Ausland finden. Natürlich würden die vielen internationalen Touristen, die jährlich Berlin besuchen auch hierher kommen.
    Das Tempodrom befindet sich bereits auf dem Gelände.
    Warum also nicht eine Musikarena, etwa mit einem Hallendach in Planenform. Mit fahrbaren Bindern, damit die Plane zusammengefaltet werden kann. Im Sommer eine Freiluftarena. Ob Sport, Konzerte, vielleicht auch demokratische politische Veranstaltungen ähnlich dem antiken Forum, meinetwegen der Kirchentag - vieles ist dort möglich. Und das wahlweise unter freiem Himmel oder eben bei schlechtem Wetter mit geschlossener Plane.
    "Was macht Ihr heute abend?" - "Wir gehen in den Anhalter, die "Ärzte" treten auf."
    Die Deutschlandhalle, die viele verschiedene Veranstaltungen gesehen hat und an die viele Berliner viele gute Erinnerungen haben ist auch schon geschliffen worden.
    Zufällig hat die Halle des Anhalter fast die gleichen Ausmaße, wie der große Saal des ICC. Also sind auch Kongresse denkbar...
    Der Kopfbau mit seinen Seitenflügeln bietet Platz für Museen, meinetwegen auch eine Zentralbibliothek oder ein Exilmuseum...
    Selbst ein (gute) Discothek könnte ich mir in einem Teils des Bauwerks vorstellen.
    Das "Sound" oder "Aladin" im wiederaufgebauten Fürstensaal?
    Und wie wäre es mit einem Cafe in der nördlichen zweischaligen Hallenstirnwand. Ein architektonisches Erlebnis besonderer Art mit besonderer Aussicht.
    Eigentlich sind alle Anhalter aufgerufen, sich mit anderen Anhaltern zusammenzutun und ganz demokratisch ein Ideenwettbewerb für den ehemaligen Bahnhof "Ahb" zu beginnen.
    Für einen "Bürgerbahnhof".
    Diese großartige Architektur kann nur mit einem großartigen Inhalt gefüllt werden.
    Und dieser Inhalt kann gelebte Demokratie im weitesten Sinne sein.


    Schöne Grüße an alle Anhalter!

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  • Für ICC-Ersatzzwecke wäre der Bahnhof viel zu klein. Und für Konzert- und sonstige Veranstaltungen ist gerade erst neben der bestehenden Mercedes-Benz-Arena die Verti-Music-Hall nur entstanden - zusätzlich zum reichen, bisherigen Angebot. So rechten - wirtschaftlich tragenden - Bedarf sehe ich da leider nicht. Fest steht allerdings, das sich dort etwas ändern muss - die Platzfront zum Askanischen (zuerst wäre die schlimme Nachkriegszerstörung des Portikus rückgängig zu machen) peu à peu wiederherzustellen wäre schon mal ein guter Anfang.


    Noch ein paar Bilder, welche schon einige Jahre alt sind.









    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Das Berliner Nordsüd-Tunnelprojekt hätte man auch etwas historischer gestalten können: Wiederaufbau von Lehrter Bahnhof und Anhalter Bahnhof und dann den Tunnel genau unter den Bahnhöfen her mit einer Lösung wie z.B. in Antwerpen: Bahnsteige unten und oben drüber geöffnet die große Halle. Nunja. Das hat sich ja leider erstmal erledigt.



    Zum Anhalter: ich habe ja im Prinzip nichts gegen das Tempodrom, jedoch stört mich der Standort gewaltig weil es mitten auf dem alten Gleisvorfeld des Anhalters steht. Haltet ihr einen Umbau für realistisch? Es würde ja bei einem rekonstruierten Anhalter Bahnhof ziemlich unschön vor der Halle stehen. Ist das Tempodrom ein aufwendiger Bau?



    Weiterhin könnte ich mir eine stufenweise Rekonstruktion vorstellen. Mit dem Kopfgebäude sollte man anfangen. Es wäre wirklich interessant, zu wissen, was noch alles im Boden ist. Vielleicht sind ja noch Fundamente da, auf denen man aufbauen kann oder haben sie damals beim Abriss alles ausgegraben? Es war ja ein sehr massiver Bau.



    Ein Wiederaufbau wäre auch eine in diesem Viertel unbedingt erforderliche Stadtreparatur. Der ganze Askanische Platz ist eine Katastrophe, verglichen mit Früher. Nicht unwesentlich dazu bei trägt das Hochhaus genau gegenüber des Anhalters. Das Excelsior-Hotel war wesentlich ansehnlicher vor allem im Bezug auf die Raumkante zur Stresemannstraße hin.