Berlin - Anhalter Bahnhof

  • Vor allem die Bilder 2 und 3 evozieren einen Eindruck wie in Gottfried Benns Berlin-Gedicht aus dem Jahr 1948 (vielleicht wird da sogar der Anblick des Anhalter Bahnhofs geschildert):


    Wenn die Brücken, wenn die Bogen
    von der Steppe aufgesogen
    und die Burg im Sand verrinnt,
    wenn die Häuser leer geworden,
    wenn die Heere und die Horden
    über unseren Gräbern sind,

    Eines kann man nicht vertreiben:
    dieser Steine Male bleiben
    Löwen noch im Wüstensand,
    Wenn die Mauern niederbrechen,
    Werden noch die Trümmer sprechen
    Von dem großen Abendland.

  • Ich denke, wir sollten nun selbst Aktiv werden und uns für eine Rekonstruktion stark machen! Wenn es uns gelingt, gemeinsam mit der Gesellschaft Historisches Berlin und dem Förderverein Berliner Schloss könnte es schon gelingen, in der Debatte, wie es auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs künftig aussieht, ein Wort mitzureden.


    Ich habe mal eine Facebook-Gruppe gegründet, auf der sich alle zusammenfinden können, die die Idee einer Rekonstruktion unterstützen möchten.
    https://www.facebook.com/group…7258085113/?ref=bookmarks

  • Es ist faszinierend dieses Gebäude in seinem ruinösen zustand zu sehen und wie fiel würde und foralem aufbau potenzial es hatte wenn nicht als Bahnhof Dan halt als mehrzweck halle,oder generell ein platz für etwas großes.Auch so wird mir dank dieser Bilder und dem was danach kam bewusst wie sich die Leute in den folge Jahren des Zusammenbruchs des römischen Reichs gefühlt haben müssen über all die alte bracht,aber nun wusste man nichts mehr damit anzufangen,wir werden hoffentlich nicht nochmal 1000 Jahre brauchen um zu verstehen was Kunst ist.Wie ich darauf komme ? nun ja.....


    Zerstört frühes Mittelalter


    Zerstört frühe Moderne


    ... wenn man die beiden vergleicht und die zeit anschaut... Finde den Fehler :koenig:


  • Die Antwort ist einfach bis unglaublich. Man hat sieben mal (glaube ich) versucht das Gebaeude abzureissen!!!
    Das ist jedesmal gescheitert, weil das Haus so stabil gebaut worden war (typisch Gruenderzeit) das alle Kostenvoranschlaege zur Makulatur wurden. Fuenf private Abrissfirmen hat man verheizt! Manche gingen Pleite, andere warfen das Handtuch. Die Pioniere haben dann den Rest gemacht, aber entweder aus Geldgruenden oder aus Protest das in Laendern wie Italien sowas stehen bleibt und in D. alles sauber sein muss gestopt.

  • Der Architekt Franz Heinrich Schwechten hatte auch das Romanische Forum rund um die und mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche konzipiert.


    Statt diese Könner zu studieren, nötigen deutsche Professoren und Dozenten ihre Studenten immer noch, gescheiterten Utopisten und Nihilisten wie Le Corbusier & Co. zu huldigen.

  • Statt diese Könner zu studieren, nötigen deutsche Professoren und Dozenten ihre Studenten immer noch, gescheiterten Utopisten und Nihilisten wie Le Corbusier & Co. zu huldigen.

    Nicht nur dass nicht - die wenigen erhaltenen Bauten Franz von Schwechtens werden auch weiter abgerissen, wie 2015 das Bahnhofsgebäude der Lutterstadt Wittenberg

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Der Anhalter Bahnhof in glorreichen Zeiten!


    Architektur ist nichts anderes als die Formensprache einer Kultur. Entweder sie lebt, oder sie ist tot.

  • Der Anhalter Bahnhof in glorreichen Zeiten!

    Solche zweifelhaften politischen Aussagen hinterlassen nicht nur einen seltsamen reaktionären Eindruck, sondern machen zukünftige Rekonstruktionsprojekte leider auch immer schwieriger.
    Schreib doch stattdessen einfach unpolitisch: Anhalter Bahnhof im Jahre 1908.

  • Der Benutzername Caesar mit einer Historienmalerei selbiger Person als Avatar wirkt aber auch nicht so fortschrittlich...


    PS: Aus architektonischer Sicht und vom Stellenwert der Eisenbahn her (was sich natürlich auch in der Architektur zeigt) war es schon glorreicher damals. Ob man alles auf dem Bild toll finden muss, ist freilich eine andere Frage.

  • Da muss ich Wangener recht geben.
    Ich finde gerade in diesem Forum sollte man sich einen modernen Namen und ein modernes Avatar zulegen.

    Nur um das klarzustellen: Ich fordere weder einen modernen Namen noch einen modernen Avatar. Ich finde es nur ausgesprochen lustig, wenn sich jemand mit Namen »Caesar« über etwas angeblich Reaktionäres beschwert, da frage ich mich eben, ob er nicht sich selbst für reaktionär halten müsste.

  • @Wangener, mein Kommentar war nichts als ein nett gemeinter Rat zum Wohle und Ansehen des Forums.
    Und nein, ein Avatarbild mit einem Historienbild zu füllen und den Profilnamen nach einer zwei Jahrtausende alten historischen Figur zu benennen ist nicht reaktionär und das solltest du hoffentlich auch wissen ;)

  • Naja, der Totengräber der Römischen Republik (historisch etwas verkürzt) ist bei hier auch noch auf dem Kriegsfeld, während Wilhelm nur aus dem Zug aussteigt. Da darf man schon von doppelten Maßstäben ausgehen, zumindest was die Einordnung und Bewertung von historischen Persönlichkeiten betrifft.


    Denn an dem echten Caesar könnte sich auch so manch' Auswärtiger stören, womit wiederum - nach der eigenen Lesart - der Ruf des Forums gefährdet wäre.

  • Profilnamen nach einer zwei Jahrtausende alten historischen Figur


    Einer historischen Figur, die nicht demokratisch handelte, militaristische Tendenzen zeigte, Angriffskriege gegen benachbarte Länder leitete. Ein Avatarname samt Bild, der also bedenkliche politische Sympathien offenbart, die dem Forum großen Schaden zufügen könnten.


    Am besten deshalb bei der Moderation eine Änderung beantragen. (z.B. nach diesem Vorschlag) ;)


    P.S.: "Philipp" kam mir zuvor. :love:

  • Es ist schon lächerlich darauf antworten zu müssen, aber: Ich beziehe keine positive Haltung zu Caesar, falls ihr darauf hinaus wollt. Ihn als Profilbild/name zu haben, sagt nichts über meine persönliche Haltung zu diesem aus. So habe ich ihn weder als "glorreich" betitelt, noch erachte ich ihn als positive Persönlichkeit.


    Und natürlich (das lernt man in der Schule) muss man das Handeln historischer Personen in ihrem historischen Kontext betrachten. Leicht für Philipp und dich erklärt: Das Handeln von Personen von vor mehr als 2000 Jahren ist nicht zu vergleichen mit Aktionen von vor 100 Jahren.


    Und jetzt bitte zurück zum Thema.

  • Ja bitte zurück zum Thema.


    Wir werden das in unserem Forumsteam diskutieren, ob das Wort "glorreich" falsch oder missverständlich gedeutet werden kann. Es trägt allerdings auch nicht zur Diskussion bei und ist deshalb unglücklich gewählt.



    Die Meinungen, die hier vertreten werden, spiegeln nicht die Meinung des Vereins wieder. Ich habe Zutrauen zum Leser, dies zu berücksichtigen.