Anhalter Bahnhof

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    • Oberbaumbrücke schrieb:

      So herrlich, ja prächtig und berühmt sie waren, was hätte gerechtfertigt, sie stehen zu lassen?
      Und auch heute durch die Neuordnung des Eisenbahnverkehrs in Berlin mit Stadtbahn, Hauptbahnhof und Tiergartentunnel wären sie obsolet, so traurig das auch ist.
      Naja, dass wäre dann aber eine Rechtfertigung für flächendeckende Abrisse, die ich so nicht stehen lassen kann. Gleiches würde dann ja auch für unzählige Industriedenkmäler gelten, auch deren Funktion ist mittlerweile erloschen, trotzdem sieht man in Leipzig, was man dann daraus machen kann.

      Und ich denke, das wäre auch hier möglich gewesen. Wenn man die Außenfassaden, aber zumindest die beiden Köpfe stehen gelassen hätte und die Bahnhofshalle totel entkernt hätte und anschließend um einen Innenhof Wohnungen gruppiert hätte, ich sage voraus, die Wohnungen am Anhalter Bahnhof gingen heute weg wie geschnitten Brot.

      Gerade aktuell ist die Nachfrage nach erstklassigem Wohnraum , der aber trotzdem individuell ist, so groß wie noch nie. Gerade deshalb werden in Leipzig ja auch die ganzen alten Fabrikgebäude umgenutzt.

      Daher ist die Funktionslosigkeit nicht wirklich ein Grund, dass man ein Gebäude abreißen muss, die Wahrheit ist doch, dass man früher um jeden Grund dankbar war, sich insbesondere von der Bauten aus der Gründerzeit und der wilhelminischen Zeit zu trennen. Der Kopf des Anhalter Bahnhofs war ein unfassabr schönes Gebäude aus dem man so viel hätte machen können. Leider leider kam es nicht dazu. Eine nachträgliche Legitimation für diese Kulturbarbarei, egal ob in Ost oder West, werde ich daher nie erteilen. Es wäre alles gegangen, wenn man gewollt hätte.
      APH - am Puls der Zeit
    • predator schrieb:

      Auf den Anhalter Bahnhof war ich am Wochenende beim Besuch des Deutschen Technikmuseums aufmerksam geworden. Dort sind das Fürstenportal sowie die Originale der Skulpturen ausgestellt.




      Ein Modell des Anhalter Bahnhofs ist auch noch ausgestellt (vermute ich mal - die Bilder sind vier Jahre alt).


      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • predator schrieb:

      Wie von Wissen.de anfangs geschrieben hätte man den Bahnhof durchaus einer anderen Nutzung zuführen können
      Diese andere Nutzng, etwa in Gestalt eines Verkehrsmuseums, wurde damals auch hartnäckig verfochten. Aber die maßgeblichen politischen Kreise waren so sehr auf die Moderne eingeschworen, dass es hieß: "Wir brauchen ein modernes Museum." Der Kunsthistoriker Goerd Peschken (glaube ich) erwiderte sinngemäß: "Nach dieser Logik dürfen wir in einem solchen modernen Museum auch immer nur die neusten Jets und Kampflugzeuge ausstellen."
    • Wissen.de schrieb:

      Daher ist die Funktionslosigkeit nicht wirklich ein Grund, dass man ein Gebäude abreißen muss, die Wahrheit ist doch, dass man früher um jeden Grund dankbar war, sich insbesondere von der Bauten aus der Gründerzeit und der wilhelminischen Zeit zu trennen. Der Kopf des Anhalter Bahnhofs war ein unfassabr schönes Gebäude aus dem man so viel hätte machen können. Leider leider kam es nicht dazu. Eine nachträgliche Legitimation für diese Kulturbarbarei, egal ob in Ost oder West, werde ich daher nie erteilen. Es wäre alles gegangen, wenn man gewollt hätte.
      Das Unfassbare an der Geschichte der Zerstörung der Berliner Kopfbahnhöfe ist ja, dass dies noch nicht mal aus Platzmangel oder für eine Nachnutzung geschah sondern aus reiner Vernichtungswut. Man hat einfach ohne Not riesige Brachflächen geschaffen unter denen das Stadtbild bis heute leidet. Die Gegend um den Anhalter Bahnhof ist doch noch immer ziemlich trostlos. Bei den Kopfbahnhöfen wurde ähnlich wie beim Schloss jeweils der wichtigste Bau, auf den sich alles bezogen hat, herausgenommen. Besonders gut beim Anhalter, Görlitzer und Stettiner Bahnhof zu erkennen. Drumherum waren früher jeweils Bahnhofsviertel mit entsprechendem Leben. Und heute?

      Ich will nicht leugnen, dass die heutigen Parks auf den weiten Bahnflächen wie Görlitzer Park, Mauerpark und Südgelände auch ihre Qualitäten haben, trotzdem hätte man diese wundervollen Bahnhöfe integrieren können. Ich denke sogar, dass bestimmte Kopfbahnhöfe selbst heute trotz Tunnelkonzept auch noch bahntechnisch sinnvoll sein würden. Vor allem im Vorortverkehr aus Norden und Osten. Der Trend in den großen europäischen Städten geht zwar zu zentralen Durchgangsbahnhöfen kommen diese nicht an das Flair der Kopfbahnhöfe heran.
    • Märker schrieb:

      Besonders gut beim Anhalter, Görlitzer und Stettiner Bahnhof zu erkennen. Drumherum waren früher jeweils Bahnhofsviertel mit entsprechendem Leben. Und heute?
      Zumindest beim nicht mehr existierenden Görlitzer Bahnhof hat sich das typische Bahnhofsumfeld mit einem umfassenden Konsumangebot und nächtlichem Unortcharakter doch auch ohne Gebäude prächtig entfaltet. Es steht den Hauptbahnhöfen von Bremen, Frankfurt, Hamburg etc. in nichts nach - im Gegenteil. :lockerrot: Ansonsten hast du natürlich recht.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Das kann ich mir fast nicht vorstellen, es sei denn, das wird jetzt laut und öffentlich gefordert...
      Der Portikus läd eigentlich ein, daran weiterzubauen. Durch die Verwendung neuer gelber Ziegel könnte man leicht der häufig geforderten Sichtbarkeit von alt und neu nachkommen.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • predator schrieb:

      [...] Der Neubau wird doch sicher ein Rekonstruktion...

      Booni schrieb:

      Das kann ich mir fast nicht vorstellen, es sei denn, das wird jetzt laut und öffentlich gefordert... [...]

      Nein, das kann ich mir nicht nur fast, sondern absolut nicht vorstellen. Das wird eher eine Erziehungsstätte:


      Berliner Morgenpost schrieb:

      [...] Im Zentrum der Ausstellung sollen die Schicksale einzelner Menschen stehen. Das Exil nach der Machtübernahme durch die Nazis 1933 soll exemplarisch in den Mittelpunkt gestellt, zugleich der Blick für die Fluchtschicksale heutiger Zeit geweitet werden.[...]


      [...] Der Standort am Anhalter Bahnhof sei ideal, sagte Schultz der Berliner Morgenpost. Er besitze eine Aura und sei authentisch. Von diesem Zentralbahnhof aus seien in der Zeit des Nationalsozialismus Zehntausende ins Exil gegangen und ins Ungewisse aufgebrochen. Diesen Aufbruch symbolisiere die Portalruine. [...]
      Eine (Teil-)Rekonstruktion des Anhalter Bahnhofes würde aus dieser Sicht die Symbolik kaputt machen (Das die Portalruine erst durch die Sprengung 1959 entstanden ist, unterschlagen wir mal). Außerdem wird es, wie im Artikel steht, einen Architektur-Wettbewerb geben. Die Chancen das einer davon einen Entwurf Richtung Reko einreicht und dann auch noch gewinnt sind gering. Aber vielleicht passiert ja ein Wunder. :engel:
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

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    • Ich fänds vielleicht ganz cool, wenn man es macht, wie beim Ostflügel des Naturkundemuseums. Ist zwar Beton, aber das Ergebnis entspräche immer noch mehr dem Original, als irgendwas von Chippy. Aber ob das Museum eine so große Fläche bräuchte, die eine Reko in welcher Weise auch immer rechtfertigen würde...? Es geht ja schon nur 1/4 der ehem. Grundfläche.
    • Also eine Rekonstruktion des Anhalter Bahnhofs könnte ich mir schon vorstellen, wenn es mit einer ordentlichen Nutzung verbunden wäre. Etwa als eine Multifunktionshalle für Veranstaltungen aller art.
      Auch eine Museale Nutzung könnte ich mir in einem Rekonstruierten oder in diesem fall wohl bestenfalls Teilrekonstruierten Anhalter Bahnhof vorstellen.
      Das Problem ist, dass dort sehr wahrscheinlich ein moderner Neubau hin soll. Damit würde der Ort etwas von seiner Authentizität verlieren. Denn momentan ist der Portikus mit dem Ascheplatz ein gutes Mahnmal für die Zerstörungswut in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Vielleicht sollte man am Alter Bahnhof ein Museum eröffnen, dass sich mit diesem Thema auseinander setzt, denn der Standort hat ja "eine Aura und ist authentisch".
    • ^
      Eine Erinnerungsstätte für Exilanten, warum nicht!
      Als Teil einer Gesamtrekonstruktion, sehr gerne!
      Mögliche Nutzungsperspektiven:
      -Schaffung mehrerer Nutzungsebenen im ehemaligen Hallenbereich (Einkaufszentrum, Hotel und Appartements)
      -Kindertagestätte, Sportbereich und Kleingewerbe unter oder neben der Hallenebene
      -Exilmuseum im Bereich der ehemaligen Zugangsbereiche in Kombination mit einer Teilrekonstruktion eines
      Bahnsteigbereiches mit Doppelgleis als Ausstellungsbereich für Schienenfahrzeuge des
      Deutschen Technikmuseums mit Verbindungsrampe zum Tempodrom und ehemaligem Betriebswerk Anhalter Bahnhof.
      Die Machbarkeit ist gegeben, da der Baugrund bis auf den Sportplatz und den Randbereich des Tempodroms frei und tragfähig ist. Zudem wäre trotz weitestgehender Rekonstruktion des Gebäudes, auch unter Berücksichtigung energetischer Gesichtspunkte, eine filigranere Konstruktion der tragenden Strukturen möglich.
      Die Wirtschaftlichkeit dürfte auch gegeben sein, da bei zentraler Lage und durch jetzt neu entstandene und in Planung befindliche Wohngebiete ausreichend Kaufkraft generiert wird. Der öffentliche Nahverkehr steht bereits unter dem Areal und ist sogar noch weiter ausbaufähig.
      Kostenansatz: incl. Infrastruktur ca. 500 Mio Euro
      Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Berkowitz ()

    • Ich sehe das Problem der fehlenden Nutzung. Aber der bei weitem wichtigere Bauteil ist ja der Kopfbau - vielleicht wäre es zu verschmerzen, wenn die Halle nur zum Teil wiederaufgebaut würde. Mglw mit der Option der Vervollständigung, sobald ein entsprechender sinnvoller Zweck vorhanden ist.

      Was ich mir auch toll vorstellen kann: eine Rekonstruktion der Aussenmauern der Halle , ohne Dach, und darin dann eine Ausstellung von Großobjekten. Oder ein "hortus conclusus" , ein geschlossener Garten.
    • UrPotsdamer schrieb:

      Ich sehe das Problem der fehlenden Nutzung. Aber der bei weitem wichtigere Bauteil ist ja der Kopfbau - vielleicht wäre es zu verschmerzen, wenn die Halle nur zum Teil wiederaufgebaut würde. Mglw mit der Option der Vervollständigung, sobald ein entsprechender sinnvoller Zweck vorhanden ist.
      Ja, vielleicht könnte man das Museum in einem rekonstruiertem Kopfbau unterbringen? Das wäre doch eine tolle Lösung...
    • predator schrieb:

      UrPotsdamer schrieb:

      Ich sehe das Problem der fehlenden Nutzung. Aber der bei weitem wichtigere Bauteil ist ja der Kopfbau - vielleicht wäre es zu verschmerzen, wenn die Halle nur zum Teil wiederaufgebaut würde. Mglw mit der Option der Vervollständigung, sobald ein entsprechender sinnvoller Zweck vorhanden ist.
      Ja, vielleicht könnte man das Museum in einem rekonstruiertem Kopfbau unterbringen? Das wäre doch eine tolle Lösung...
      Dies wäre wirklich eine tolle Lösung, mit der ich sehr gut leben könnte. Ob sie aber realistisch ist, ist wiederum eine andere frage.

      Wenn man ein gutes Gesamtkonzept entwickelt, könnte man den gesamten Anhalter Bahnhof rekonstruieren. Mit Exilmuseum im Kopfbau und einer Mehrzweckhalle, Einkaufszentrum, Markthalle oder einem vergrößerten Technikmuseum in der ehemaligen Bahnhofshalle.

      Angesichts der Bedeutung des Anhalter Bahnhofs käme für mich an dieser Stelle auch kein moderner Neubau in Betracht, sondern nur eine (Teil)Rekonstruktion.
    • wrocky83 schrieb:

      Dies wäre wirklich eine tolle Lösung, mit der ich sehr gut leben könnte. Ob sie aber realistisch ist, ist wiederum eine andere frage.
      Wenn man ein gutes Gesamtkonzept entwickelt, könnte man den gesamten Anhalter Bahnhof rekonstruieren. Mit Exilmuseum im Kopfbau und einer Mehrzweckhalle, Einkaufszentrum, Markthalle oder einem vergrößerten Technikmuseum in der ehemaligen Bahnhofshalle.

      Angesichts der Bedeutung des Anhalter Bahnhofs käme für mich an dieser Stelle auch kein moderner Neubau in Betracht, sondern nur eine (Teil)Rekonstruktion.

      Genau deshalb muss man hier aktiv werden denke ich....sonst steht an der Stelle bald ein moderner Klotz und eine Reko ist für die nächsten 100 Jahre abgehakt...

      Nur der Kopfbau wäre doch ein realistischer Vorschlag? Ich habe keine Idee ob das von der Fläche her passen würde ("5000 Quadratmeter Geschossfläche") und wie es mit den Kosten verglichen mit einem Neubau aussehen würde.
    • Allgemein:
      Der Abriss der alten Kopfbahnhöfe war ein absolutes Verbrechen an der Stadt Berlin in der Nachkriegszeit. Vergleichbar mit der Beseitigung von Hotels und Kaufhäusern. Mit diesem Wahnsinn hat man einen Großteil des Charakters der Weltstadt Berlin der 20er Jahre und der Kaiserzeit vernichtet. Man hat damit auch ganze Stadträume komplett ihrem städtebaulichen Kontext entzogen. An einem Bahnhof wie dem Anhalter Bahnhof hängt ja eine Menge dran: Hotels, Post, Geschäfte, Reisebedarf, Güteranlagen. Aus belebten Gegenden Bahnhofsvierteln wurden tote und leere Gegenden. Die Gründe für das Ganze sind vielschichtig. Von der Teilung Deutschlands mit dem ausbleibenden Verkehr auf vielen Stationen (Ableitung über den Außenring) bis zur Abrissplanung des Nachkriegsberlin mit autogerechter Verkehrsplanung und modernen Hochhäusern. Auch wenn Deutschland und Berlin nicht geteilt worden wären, wären die Kopfbahnhöfe vermutlich irgendwann ersetzt worden. Es gab schon in der Kaiserzeit Planungen für einen Durchgangsbahnhof und im Dritten Reich ziemlich konkrete Planungen: Germaniaplanung mit Nord- und Südbahnhof. Allerdings wurde dieser Kreuzungsbahnhof erst nach der Wende auf dem Gelände des Lehrter Bahnhofs als Berliner Hauptbahnhof errichtet. Andererseits sind in vielen anderen europäischen Metropolen auch heute noch große Kopfbahnhöfe völlig normal: Paris, Budapest, London und Moskau zum Beispiel. Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre würden heute unter Umständen ICE3-Züge aus dem Anhalter Bahnhof in Richtung München fahren.

      Nichtsdestotrotz war es aus städtebaulicher Sicht katastrophal, diese Bahnhöfe abzureißen. Neben dem Verlust der Bauwerke an sicht kommt noch der Aspekt hinzu, dass meist nichts neues dorthin kam. Der Lehrter Bahnhof wurde in den 50er Jahren abgerissen und der Platz bis zum Bau des neuen Hauptbahnhofs ab den späten 90er Jahren nicht genutzt. Das gleiche gilt für Anhalter, Stettiner und Potsdamer Bahnhof. Teilweise lag es auch an der Lage im Grenzbereich aber nicht bei allen Bahnhöfen. Nur beim Görlitzer Bahnhof folgte der Abriss erst später und eine Nachnutzung von Teilen des Geländes früher.

      Da diese Bauwerke für mich einen Elementaren Bestandteil des alten Berlins darstellen, bin ich absolut für eine Rekonstruktion. Es ärgert mich schon sehr, dass man beim Stettiner Bahnhof die Chance bei der Wiederbebauung des Geländes nicht genutzt hat, zumindest die stadtbildprägende Front vor die DB-Bauten zu setzen. Das hätte eine wunderbare Lounge/Empfangshalle mit Cafés werden können. Stattdessen überall langweilige Kästen. Beim Potsdamer Bahnhof würde eine Rekonstruktion als Eingangspforte in den heutigen Park fungieren können.

      Zum Anhalter Bahnhof:
      Eine Rekonstruktion dieses Bauwerkes wäre absolut erstrebenswert, da er schon damals der wichtigste Bahnhofs Berlin war und allein schon durch seine Größe auch der Stadtraum in diesem Viertel wieder neu definiert würde. Der Askanische Platz ist ja heute als urbaner Platz nicht wirklich vorhanden. Es fehlen einfach die Gebäudekanten. Aufgrund der großen Halle wäre dieses Gebäude sicherlich multifunktional nutzbar. Die zentrale und gut angebundene Lage trägt auch dazu bei. Interessant wäre, was heute noch unterirdisch vom alten Anhalter Bahnhof vorhanden ist und ob man darauf aufbauen könnte. Ich bin mir nicht sicher ob beim Abriss sämtliche Fundamente oder unterirdische Anlagen (Tunnel usw.) entfernt wurden.
    • Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn das grandiose Bahnhofsgebäude rekonstruiert werden würde. Bei den heutigen Politikern sehe ich aber ehrlich gesagt schwarz! Selbst bei der bedeutenden Bauakademie von Schinkel tut man sich sehr schwer und seit Jahrzehnten steht nur eine Ecke.
      Hätte man 1961 gegen den Abriß protestiert und Druck gemacht, dass der Abriß erst einmal verschoben worden wäre, hätte das womöglich den Bahnhof gerettet.
      Man hätte ihn erst mal als eindrucksvolle Ruine oder Kulisse für Veranstaltungen nutzen können. Er wäre dann immer beliebter geworden. Irgendwann hätte man dann das Dach wieder aufgebaut und er wäre als riesige Veranstaltungshalle heute im Stadtbild integriert.

      1954:


      folgende Bilder sind kurz vor der Sprengung entstanden,1961












      Man hätte das Gebäude besetzen sollen als die Sprengkommandos anrückten: