Plauen

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    Gründung des Berliner Ortsverbandes am 11. Mai - Bitte Kalender beachten
    • Wenn Plauener Bürger, offensichtlich mehrheitlich, den Nachbau des Rathauseingangsbereichs favorisieren, bleibt unbegreiflich, warum die gewählten "Vertreter" den Volkswillen arrogant negieren.

      Alle Gegen - "argumente" sind mehr als fadenscheinig, hilflos - sogar albern, halten selbst einer nur flüchtigen Prüfung nicht stand.

      Es scheint, dass die Stadtverwaltung Freiraum zur Profilierung von Architekten bereithält, die "das Rad neu erfinden wollen".

      Herauskommen wird dabei eine gruselige, gleichwohl "transparente", wunderhübsche Glaskiste, die mittels Metallgestänge irgendwelche
      "Brüche " andeutet und ( fast ) nix "koscht".

      Es steht fest, dass ein Neubau, von wem auch immer, "einladend offen" konzipiert, n i e m a l s die Qualität des
      zerstörten Vorgängerbaus erreichen kann.
      Man darf sich nun in Plauen auf eine neue "Geisterbahn", selbstverständlich "transparent - bürgernah", vorbereiten. S C H L I M M !

      Die große Chance für die Heilung von Kriegswunden ist damit in Plauen offensichtlich vertan. Gratulation allen d a f ü r Verantwortlichen.

      VERGIB IHNEN OH HERR - DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN . . . !

      Möglich, dass die Plauener ihre, s o l c h e Entscheidungsträger bei der nächsten Wahl "belohnen" werden.
    • Man sollte den Teufel natürlich nicht an die Wand malen bevor man die Entwürfe noch nicht gesehen hat aber die Logik nach der hier vorgegangen wurde stimmt schon bedenklich. Wenn man den Herrn Lux so reden hört kann man als Außenstehender auch glatt zu dem Schluss kommen, es soll hier ein neues Haus errichtet werden. Dabei geht es lediglich darum ein in weiten Teilen noch bestehendes Gebäude sinnvoll zu ergänzen bzw. eine Kriegslücke wiederherzustellen.
    • Die Aufgabe besteht in der inneren und äußeren Neugestaltung des Nord-West-Gebäudeflügels. Es werden auf die Bedürfnisse Plauens ausgerichtete optimale Entwurfsergebnisse gesucht hinsichtlich der Funktionalität, der Wirtschaftlichkeit, der Energieoptimierung und der Nachhaltigkeit. Die (auch teilweise) Verwendung der bestehenden Tragstruktur aus Stahl und die sinnvolle Einbeziehung sonstiger bestehender Bausubstanz oder Strukturen ist wünschenswert und hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.
      In Vorbereitung des Wettbewerbs wurde in der Bürgerschaft kontrovers diskutiert, ob die Baumaßnahmen für den Gebäudeflügel einem Entwurf für einen völligen Neubau folgen sollen, ob die Hülle des zerstörten Gebäudeflügels von 1922 originalgetreu nachgebaut werden soll oder ob das vorhandene Gebäude zur Beseitigung baukonstruktiver und funktioneller Mängel umgebaut werden soll. Das Ergebnis der Meinungsbildung führte zu einem eindeutigen Beschluss des Stadtrates.[...]

      Der neue Gebäudeflügel soll sich ästhetisch zwischen die vorhandenen historischen Gebäudeflügel einfügen und gleichzeitig eigene Kraft besitzen. In ihr sollen sich Selbstbewusstsein, Zukunftsgewandtheit und Verantwortung ausdrücken. Die Architektur soll angemessen gestalterischformuliert sein. Die Wahl der gestalterischen Mittel soll ein in sich stimmiges Werk und ein harmonisches Ensemble mit dem Bestand ergeben in Form, Proportion, Rhythmus und Material. Das Ziel ist eine ästhetisch anspruchsvolle, einfache, funktionale, nachhaltige und dauerhafte Architektur. [...]

      So lauteten ausgewählte Passagen des Ausschreibungsunterlagen für einen nichtoffenen Wettbewerb, welchen der Rat nächste Woche beschließen wird;die ersten Teilnehmer sowie Preisrichter stehen natürlich auch schon fest. Der "eindeutige" Beschluss des Rats zum Neubau entspricht offenkundig der gleichzeitigen Ablehnung einer Bürgerbefragung - dafür soll der Neubau dann aber transparent und maximal lichtdurchlässig sein. :wie:
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Saxonia schrieb:

      Man sollte den Teufel natürlich nicht an die Wand malen bevor man die Entwürfe noch nicht gesehen hat... (...)
      Das ist sicher richtig. Doch die Erfahrung mit etlichen Architekturwettbewerben der letzten Zeit lässt nichts Gutes erahnen. Ein Minimum wäre ein wohlproportionierter Anbau aus traditionellen Materialien. Eben passend zum bestehenden Bauwerk. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit kommt es ganz anders. Meine Erwartungen sind da elektronenmikroskopisch klein.
    • Der kürzlich durchgeführte Wettbewerb zur Neugestaltung der DDR-Fassade am Plauener Rathaus fand keinen Sieger, alle Teilnehmer wurden gebeten ihre Entwürfe zu überarbeiten. Am ehesten sagt mir der Entwurf von atelier st zu, die Jury sagt dazu:



      „Ein eigenständiger Baukörper fügt sich souverän zwischen die beiden historischen Seitenflügel ein. Die unerwartete Giebelständigkeit überrascht zunächst, überzeugt aber im nächsten Moment sowohl im Modell wie auch in der perspektivischen Darstellung. Noch verständlicher wird diese bewusst gewählte Form in Kontext mit der historischen Giebelfassade im Südflügel.
      Der Neubau schiebt sich entsprechend des historischen Bestandes so in den öffentlichen Raum, dass der Besucher selbstverständlich vom Straßenraum über Treppen und Arkaden in das Foyer geführt werden. Trotz der historischen Bezüge wirkt die Fassade durch ihren minimalistischen Detaillierungsgrad modern.“

      baunetz.de/meldungen/Meldungen…3.html?source=google-news
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Irgendwie ist das schon lächerlich, 3x den 2. Preis zu vergeben.
      Von den drei abgebildeten, ist der von bhss der übliche Schrott. Kein Stück besser als das Aquarium. Mir persönlich gefällt der von RKW recht gut. Das Dach ist ordentlich und das Fassadenmateriel scheint angepasst. Auf dem kleinen Bild und von der ungünstigen Perspektive kann man nur leider nicht sehr viel erkennen.
    • Klar, bhss ist indisktubel, verspricht zumindest keinerlei Mehrwert für die Stadt. atelier st mag auf den ersten Blick ganz passend wirken, wenn man den Entwurf aber mit der ursprünglichen Fassade vergleicht (siehe hier: static2.akpool.de/images/cards/47/471595.jpg), wird einem deutlich, wie plump dieses Zitat wirkt. Hier müssten die Architekten enorm überarbeiten, d.h. zuerst einen dem Original angenährten Rundgiebel nehmen, dann die Fassade überhaupt erst mal strukturieren. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da das Können oder das Interesse an solch einer Arbeit nicht vorhanden ist. Zudem bleibt bei dem Entwurf offen, warum man dann nicht gleich rekonstruieren will. Das von den Rekonstruktionsgegnern - vermutlich vorgeschobene - Argument, dass man "mehr Licht" haben möchte, ist hier ins Gegenteil verkehrt. Im Vergleich zur historischen Fassade sind die Fenster kleiner, wirkt die Fassade abweisender. Bleibt nur noch der Entwurf von RKW. Der ist zwar nicht der große Wurf, aber architektonisch allemal am verträglichsten. wenn man denn absolut keine Rekonstruktion haben möchte. Vielleicht entschließen sich die Architekten ja noch zu Annäherungen an den historischen Zustand, beispielsweise einen aufgesetzten Giebel.
      Übrigens finde ich den Entwurf von Abelmann Vielain Pock Architekten (Ankauf) trotz Strichcode-Marotte gar nicht so schlecht. Die Fassadenflächen erscheinen mir sehr reich mit Bildschmuck ornamentiert. (Man kann sämtliche Entwürfe in einer XXL-Galerie anklicken)
    • In der Tat Heimdall, dein Bauchgefühl trügt nicht : K ö n n e n und Interesse sind offensichtlich nicht vorhanden. Man will in Plauen unbedingt nicht rekonstruieren. Zu den ausgemachten Vorteilen einer Reko hatte ich mich weiter oben ausführlich positioniert und die
      Bürger der Stadt denken ähnlich. Bezeichnend wie man in Plauen demokratische Mitbestimmung auszulegen beliebt.
    • Ich finde diesen Entwurf am besten baunetz.de/img/59922291_70fa9699ea.jpeg

      hat zwar nicht ganz die Kubatur des Ursprungsbaus aber ich finde die angedachte (Glas?) Kunst an der Fassade sehr interessant. Den Eingang könnte man vlt noch in die Mitte verlegen. Wirkt am Rand bisschen komisch. Das Teil von bhss ist indiskutabel, ein besserer Discounter- höchstens. Ein Faustschlag für alle Plauener, wenn sowas gebaut wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Saxonia ()

    • Schön, dass es das Thema Plauener Rathaus-Neugestaltung hierher geschafft hat! Anlass für mich als (Neo-)Plauener hier wieder mal etwas los zu werden:

      Die drei "preisgekrönten" Arbeiten sind natürlich alles andere als der große Wurf. Mir persönlich gefällt von den dreien jener von "atelier st" noch am besten -er verfügt über einen ansprechenden Gestus, der Giebel ist grundsätzlich eine gute Idee, ebenso der Arkaden-Eingang. Allerdings ist der Vorwurf des Getreidespeicher-Designs nicht ganz unbegründet, die Fassade gehört noch überarbeitet. "RKW" ist angepasst, aber das ist auch schon alles, der dürftige und eher banale Ersatz für den leider abgewürgten Wunsch nach einer echten Rekonstruktion. "bhss" ist - wie von einem Vor-schreiber schon gesagt - indiskutabel, völlig bezuglos zur Umgebung (und dabei war das ja eine Bedingung in der Ausschreibung, trotzdem ein Gewinner...)

      Begeistert sind die Plauener selbst auch von keinem der drei Entwürfe, am ehesten freunden sich viele noch mit dem RKW-Entwurf an, zumindest führt der eindeutig bei einer Facebook-Umfrage. Am 3. Januar gibt´s eine Bürgerforum-Veranstaltung - an der kann ich leider aus Zeitgründen nicht teilnehmen - hoffe aber auf Bericht aus erster Hand.

      Grüsse in die Runde!
    • Der Entwurf von RKW hat das Rennen gemacht bei der Neubearbeitung der Rathausfassade. Meiner Ansicht nach ist das, wenn man schon keine Rekonstruktion durchführt, die beste Lösung. Der Entwurf kommt von den drei zur Auswahl stehenden Entwürfen dem historischen Vorbild strukturell am nähesten und fügt sich am harmonischten in den Altbau ein. Sicher handelt es sich bei dem RKW-Projekt nur um eine Art Füllbau, das ist aber angesichts der Situation und realen Auswahl die für das Stadtbild verträglichste Lösung.

      Plauener Rathaus: Jury einigt sich auf Favorit
      vogtland-anzeiger.de/Vogtland_…gt-sich-auf-favorit-.html
    • "Ohne zu historisierend zu wirken, passe er sich der bestehenden Bebauung besonders gut an. "Für mich ist es ein wundervoller Entwurf", so der OB."

      Wäre auch schlimm, wenn ein Neubau zu historisierend wirken würde! :augenrollen: Was da jetzt entsteht ist langweiliger Käse. Aber Hauptsache es trifft den Geschmack von Provinzbürgermeistern.
      In dubio pro reko
    • Vom Baukörper und der Einfügung in den Altbau mag der Siegerentwurf wohl der beste sein.
      Allerdings sind die langweilig glatte, vertikal-unstrukturierte Fassade, die lieblos-modernen Fenster und natürlich auch die obligatorischen, asymmetrisch gesetzten(?) Kastengauben das, was man als Zeitgemäßheit für unbedingt erforderlich hielt - Plauen ist ja schließlich eine zukunftsgerichtete Stadt und da dürfen hässliche Akzente doch nicht fehlen.

      Allein bei der umstrittenen Bürgerbefragung der Stadtverwaltung bekam der Entwurf gut 1700 der insgesamt 2800 abgegebenen Stimmen.

      Wie wäre wohl das Ergebnis gewesen, wenn auch eine Rekonstruktion zur Auswahl gestanden hätte question:)

      Sind außer den Gaubenschiebereien eigentlich irgendwelche Überarbeitungen am Siegerentwurf zu sehen, die es angeblich gegeben haben soll?
      Mal sehen, ob der Stadtrat im Sommer nicht doch weitere Überarbeitungen verlangen wird; die CDU will ja schon mal nicht zustimmen...

      Weitere offizielle Informationen jibbet hier:
      plauen.de/de/rathaus/rathaus-o…ktuell/rathaus-neubau.php
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Ich glaube man hat noch am Eingangsbereich rumgedoktert. Am wichtigsten sind aber die Gauben, gut dass man diesen Unsinn gerade gebogen hat. Den Entwurf würde ich insgesamt als noch das Beste bezeichnen was man nach der Entscheidung gegen die Rekonstruktion (und vor allem nach den Argumenten mit denen man dies begründete) erwarten konnte. Sozusagen minimal schädigend.

      In der BILD stand so meine ich mich zu erinnen übrigens auch eine Meldung, dass der Bürgermeister eine Klage am Hals hat. Irgendjemand sei der Meinung er verschwende oder veruntreue Steuergeld da eine Sanierung des Aquariums ja möglich und zudem viel billiger wäre. Glück auf Provinz...
    • Möglich ist ja fast alles. Und vielleicht wäre eine Sanierung wirklich ein paar Euro billiger. Dann hätte man die hässlichste Bausünde der Innenstadt wieder hergerichtet. Aber was wäre dadurch für das Stadtbild und die Zukunft Plauens gewonnen?
      Nein, die gefällte Entscheidung ist in meinen Augen die Richtige (wenn man denn keine Rekonstruktion will). Insofern hoffe ich auf zügige Umsetzung.
    • Zum Rathaus natürlich das obligate Geseier : " . . . er greift historische Bauformen auf ohne historisierend zu sein . . ." Es braucht alle Kraft, um solche abstrusen Wortgemengsel des Plauener OB zu verdauen.
      Das Resultat präsentiert sich als eine von den Plauener Bürgern nicht gewollte, banale, tausendfach gesehene Kiste, die sich anschickt, das vorhandene Rathaus gründlichst zu verderben.
      Grünwiesel lässt freundlich grüßen.
    • Ich finde den nun ausgewählten Entwurf besonders schrecklich. Vielleicht kann man dem Dach etwas abgewinnen, so dass ein Anblick vom Heißluftballon positiver wirkt als bei den anderen Varianten.
      Eine Fassadenrekonstruktion wäre sicher am schönsten gewesen. Ich bin normalerweise auch kein Befürworter des Kontrastes zwischen Neu und Alt als überhandnehmendes Gestaltungsmittel, aber soweit ich die Entwürfe beurteilen kann - (habe von jedem der zwei anderen Entwürfe nur ein einziges Bild gesehen) ist der jetzt ausgewählte Klotzentwurf mit Löchern nach meinem Geschmack der banalste und langweiligste. Ehrlich gesagt, wenn man sich schon gegen einen Wiederaufbau entscheidet, dann fände ich den Entwurf von bhss für den Haupteingang deutlich repräsentativer, obwohl es natürlichauch auf die Ausführung ankommt. Ich weiß, dass es auch viele gibt, die solches ganz besonders hassen, aber es gibt auch nicht zu wenige, die diesen Stil mögen. Die jetzt gewählte Lösung ist wie gesagt einfach nur "banal" und ich kann mir eigentlich niemanden vorstellen, der damit zufrieden ist, auch wenn sicher diejenigen, die jetzt dafür gestimmt haben, etwas anderes behaupten.