Furchtbar, diese Notdurftarchitektur. Jegliches Gefühl für Form, Farbe und Ästhetik ist verloren gegangen. Vielleicht haben diese Architekten als Kinder zu wenig mit Lego gespielt?

Kandidaten für "das hässlichste Gebäude"
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Wow! Zum Glück kann ich sowas alles recht entspannt anschauen ohne physische und seelische Schmerzen, da ich in ähnlicher Umgebung aufgewachsen bin. Auch jetzt in Berlin gibt's viele sehr fiese Straßenzüge. Man lernt mit dem Leid umzugehen.
Richtig fies fand ich auch Wolfsburg und Heilbronn. Da könnte man fast jedes Gebäude als Kandidaten nehmen.
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Rohbau, Bunker und (für die Asterix-Liebhaber) Numerobis - dass man damit in Deutschland so leicht einen ganzen Strang füllen kann, ist schon bedenklich...
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Das sind aber sehr harmlose Beispiele, wenn man sich einige der darüber gezeigten Fälle betrachtet.
Ich habe mich ja gerade erst "eingearbeitet", Heimdall. Es drängen sich in Bremen viele Gebäude auf für einen "Schönheitswettbewerb" in Sachen Hässlichkeit. Ich hoffe, diese kommen Deinen strengen Kriterien in Sachen Hässlichkeit etwas näher.
Studentenwohnheim
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Das ist nun wirklich ein würdiger Kandidat
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Man sieht vor allem wie unwürdig diese ganzen modernen Bauten altern. Ein Gebäude von vor 150 Jahren sieht selbst ruiniert noch irgendwo kunstvoll aus, wenn es nicht ein ganz schlichtes Armeleutehaus war, Das hier dagegen ist einfach nur scheußlich und man will es nicht retten und weg haben.
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findorffer Fahr doch mal an die Uni Bremen - da kannst Du fast jedes Gebäude fotografieren und hier einstellen... Wobei die letzten von Dir gezeigten Bilder auch absolut dieses Stranges würdig sind...
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Man sieht vor allem wie unwürdig diese ganzen modernen Bauten altern. Ein Gebäude von vor 150 Jahren sieht selbst ruiniert noch irgendwo kunstvoll aus
Oh ja!
Ich find's auch amüsant, wie die Bauwelt sich ihre Vorliebe für schlecht alternde, monofunktionale, kaum umnutzbare, kurzsichtig gebaute modernistische Bauwerke des Erdölzeitalters zurecht redet:
"Denkmale der Moderne altern oft anders als wir es wünschen oder erwarten. Oft anders, als es der öffentlichen Meinung gefällt. Sie verlieren an Jugend und Schönheit, an Ausstrahlung und Erkennbarkeit der Idee ihres Verfassers. Manchmal wird empfunden, sie seien niemals schön gewesen und ihr Verlust biete Chancen auf Verbesserung der gebauten Umwelt.
Nicht selten nimmt die Zeit Denkmalen ihre sinnvolle Nutzung. Neue Anforderungen an ihre Funktionalität und ihre energetischen oder sicherheitstechnischen Eigenschaften legen ihnen oft unerträgliche Lasten auf. Und zu allem Übel können in der Nutzungsgeschichte neue Qualitäten entstehen, die wiederum eigenen Wert haben, den es zu bewahren gilt.
Die Wüstenrot Stiftung kümmert sich auch deshalb mit Ausdauer und Leidenschaft um diese Denkmale."
Denkmalpflege der Moderne – Wüstenrot StiftungEin Beitrag der Wüstenrot Stiftung, Schlagwort(e): .wuestenrot-stiftung.de -
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Hier ein toller Kandidat, der einen ganzen Straßenzug in der Altstadt von Baden Baden zerstört:
OMG, das ist ja ein ganz, ganz heißer Kandidat! Kannst du mehr Infos dazu teilen? Und gern auch weitere Bilder.
Auch wenns im Auge schmerzt... -
Leider nein. Das war im letzten Sommer bei einem Besuch in Baden Baden. Eigentlich fotografiere ich nur schöne Gebäude, aber dieses war so abstoßend, dass ich es einfach festhalten musste
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Wobei der Gründerzeitler rechts im Bild auch sehr schäbig rüber kommt und mich beinahe mehr stört als das 70er Jahre Ungetüm auf der Linken.
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Ok, danke! Vielleicht kann Badner ja etwas dazu sagen. Baden-Baden ist nun immerhin Weltkulturerbe.
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Diese Gebäude ist nicht zu toppen
Dieses Gebäude hat hier allerdings hier nichts zu suchen, es ist ganz originell, wie auch ein paar von finndorfer verlinkte Gebäude. Es kommt doch um Himmelswillen auch auf die Umgebung an, um den Hässlichkeitsgrad eines Gebäudes würdigen zu können. Diese Post-Expressionismen sind doch nicht per se hassenswürdig wie Kaiser Karls Beispiel.
Ich hätt da was anderes zu bieten, allerdings etwas Künftiges:
Das kriegen wir in Wien in ein nobles Gründerquartier hingeknallt, sozusagen ins Botschaftsviertel. Dreimal dürft ihr raten, von wem.
Früher hatte sie das, aber das ham sie 1958 abgerissen angeblich wegen schwerer Bombenschäden, von denen die Wikipedia allerdings nichts zu berichten weiß:
Von 1938 bis 1945 wurde das Gebäude nach Plänen des Wiener Architekten Josef Hoffmann umgebaut und als Außenstelle des Auswärtigen Amtes sowie als „Haus der Wehrmacht“ und Offizierskasino genutzt. Von 1945 bis 1955 (besetztes Nachkriegsösterreich) verfügte das Vereinigte Königreich über das Gebäude. Nach der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages am 15. Mai 1955 ging die Verfügungsgewalt an Österreich über. Am 22. März 1957 übereignete Österreich das Gebäude an die Bundesrepublik Deutschland, die es 1958 wegen ‚schwerer Bombenschäden‘ abreißen ließ.
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Es drängen sich in Bremen viele Gebäude auf für einen "Schönheitswettbewerb" in Sachen Hässlichkeit. Ich hoffe, diese kommen Deinen strengen Kriterien in Sachen Hässlichkeit etwas näher.
Die ersten beiden Beispiele auf jeden Fall. Da hast Du Volltreffer gelandet.
Beispiel 3 und 4 finde ich harmloser. Vor allem Beispiel 4, dieses kleine Rote-Kreuz-Gebäude offenbar in einer Nachkriegssiedlung, stört doch nun wirklich kaum jemanden.
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Ich hätte noch dieses kommende Ungetüm zu bieten:
Siegerentwurf steht fest: So soll der Umbau der Komischen Oper in Berlin aussehenDer Siegerentwurf ist ein "vielfältiges Chamäleon": Gewonnen hat das Architekturbüro kadawittfeldarchitektur aus Aachen.www.tagesspiegel.de -
Von 1938 bis 1945 wurde das Gebäude nach Plänen des Wiener Architekten Josef Hoffmann umgebaut und als Außenstelle des Auswärtigen Amtes sowie als „Haus der Wehrmacht“ und Offizierskasino genutzt. Von 1945 bis 1955 (besetztes Nachkriegsösterreich) verfügte das Vereinigte Königreich über das Gebäude. Nach der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages am 15. Mai 1955 ging die Verfügungsgewalt an Österreich über. Am 22. März 1957 übereignete Österreich das Gebäude an die Bundesrepublik Deutschland, die es 1958 wegen ‚schwerer Bombenschäden‘ abreißen ließ.
Ein in der Tat gutes Beispiel! Ein Cousin wohnt genau vis-a-vis in der Metternichgasse mit Blick auf das Grundstück der Deutschen Botschaft und davor haben seine Eltern bereits dort gewohnt. Das Gründerzeitpalais wurde durch ein Bomberl im Krieg tatsächlich getroffen, aber man hat den Schaden relativ schnell nach dem Krieg wurde behoben und das Gebäude wurde auch bis zum Abriss wieder benutzt! Der Grund für den Abriss lag ganz woanders, nämlich dass Deutschland zeigen wollte, dass es „modern“ und „ganz neu entstanden ist“! Man hat das wunderschöne Palais nur deswegen abgerissen! Das hat ihnen damals sogar der deutsche Botschafter, der quasi deren Nachbar war so erzählt. Der Blick aus dem Fenster war Jahrzehnte lang und bis zum Abriss der vergammelten neuen Deutschen Botschaft katastrophal entstellt! Der momentane Zustand der Nichtbebauung ist wunderbar, aber leider kommt nun eine neuerliche Kontaminierung durch den progressiven zweiten Neubau. Mein Cousin scherzt und hofft schon, dass dieser Neubau noch schlechter gebaut wird als der unmittelbare Vorgänger. Die 2. neue Deutsche Botschaft wird jedenfalls wieder ein Spiegelbild ihrer Zeit verkörpern und steht auf wundersame Weise für das, wofür dieses Land halt einmal steht - vollkommene Beliebigkeit und totale Entwurzelung. Rundherum stehen weitere Botschaften (GB, I usw), allesamt in Gründerzeitpalais!
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Sowjetistan an der Weser.
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Am häßlichsten finde ich die Uni Regensburg, eine Campus-Universität am südlichen Rand von Regensburg, eigentlich sehr schön gelegen, nur leider eine gigantische Betonkonstruktion, die (Flachdächer ...) schon nach wenigen Jahrzehnten umfassend renoviert/saniert werden mußte.
Der Hauptplatz:
Verwaltung und Arbeitsagentur:
In den Block ganz hinten hat man Jura und BWL verfrachtet:
Bemerkenswert schlecht gealtert:
Unter der Uni führt eine Straße hindurch, von der aus man in Tiefgaragen und Anlieferungsbereiche fahren kann, das wirkt dann schon sehr bunkerartig (habe ich leider nicht fotografiert).
Auch sehr häßlich: Der überwiegend unterirdische Audimax, ein Betonwürfel, innen wie außen aus nacktem Sichtbeton.
Schlagt mich, aber das finde ich ganz schick. Wenn daran jetzt nicht zuviel rumgepfuscht wird (cremefarbene Betonanstriche, neue Außengestaltung, innen Sichtbeton überstreichen und neue Beleuchtung) dann könnte ich Denkmalschutz für solche Gebäude befürworten.
Sowas hat sehr wohl das Zeug zum Klassiker zu werden, durchdachtes Konzept, großes Ensemble, in überwiegend bauzeitigem Zustand (außen). Ein gutes Beispiel für 70er-Jahre-Hochschularchitektur. Solche Bereiche werden mittlerweile vielerorts bis zur Unkenntlichkeit kaputtsaniert und sehen dann fast immer noch viel schlimmer aus als vorher.
Das ist meiner Meinung nach NICHT unser Problem, am Stadtrand ein solches Ensemble. Viel schlimmer sind diese in Altstädte gequetschten Biester mit noch geringerem Charme, die weiter oben gezeigt wurden.
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Das sehe ich ähnlich wie "Heinzer".
Das gezeigte Beispiel ist nun überhaupt nicht die von mir bevorzugte Architektur. Aber als Zeitzeugnis finde ich den Komplex interessant. In seiner Größe ist er auch nicht völlig menschenfeindlich. Zudem wirkt das Areal immerhin großzügig komponiert und recht gepflegt.
Also, kein Vorbild für Architektur der Zukunft, aber auch kein zwingender Abrisskandidat. Da gibt es weit schlimmeres (siehe oben), und leider kommt in unserer Zeit ständig schlimmeres hinzu.