Haus Cumberland - Kurfürstendamm

  • Habt ihr schon die "Bourne-Verschwörung" im Kino gesehen? Kann es sein, dass das Hotel Brecker aus dem Film in Wirklichkeit das Haus Cumberland ist?

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • ....hey coooler Tip. wollte das so wieso rein gehen, dann werd ich da mal drauf achten!!!! wäre ja ziemlich coool!

  • Quote

    Grünes Licht für neue eine Nobel-Herberge


    "Bauamt nicht grundsätzlich gegen Zufahrt vom Kurfürstendamm zum Haus Cumberland"


    "Das meiste soll erhalten bleiben, nur der Südteil der Anlage - das Gebäude an der Lietzenburger Straße - abgerissen und neu gebaut werden. Neu entstehen soll auch ein zweigeschossiger Anbau, der den Konferenzbereich des Hotels aufnimmt."


    Die Liezenburger Str. ist doch schon versaut genug! Muss man ihr dann noch eines ihrer wenigen Glanzstücke nehmen!?!?! Ein Konferenzraum ließe sich doch bestimm auch mit einer Entkernung bauen... :boese:


    http://www.welt.de/data/2005/01/07/384934.html



    Quote

    Durchbruch am Kudamm
    "Das Jahr 2005 könnte für den Verkauf des Hauses Cumberland am Kurfürstendamm den lang ersehnten Durchbruch bringen."


    http://morgenpost.berlin1.de/c…/01/07/berlin/726902.html

  • Ach ja, an diese Möglichkeit habe ich noch gar nicht gedacht...Das kann natürlich auch sein...

  • Wenn Oberfinanzdirektionen Immobilien veräussern...


    In Rostock wurde ein barockes Stadtpalais ohne Ausschreibung für einen symbolischen Euro verkauft. Da muss im Vorfeld schon gut gemauschelt worden sein...

    "... es allen Recht zu machen, ist eine Kunst, die niemand kann..." (Goethe)

  • Ohje, noch ein Nobelhotel...

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Am Ku'damm kann ein neues Luxushotel nicht schaden. Das Kempinsky ist ja schließlich auch nicht mjehr das, was es vor 20 Jahren war. Und dann steht es auch noch in der richtigen Ecke, mit den ganzen Edel-Designern um die Ecke. Das einzige was fehlt ist die U-Bahn vor der Tür, sodass man auch Mal schneller wegkommt, nach Mitte oder so...Da hat das swissotel einen Vorteil.

  • Es gibt gute Neuigkeiten...


    http://www.welt.de/berlin/arti…nd_wird_wieder_nobel.html


    ...wenn auch mit bitterem Beigeschmack:


    "Um großflächige und moderne Konferenzräume (...) unterbringen zu können, darf Orco den Anbau an der Lietzenburger Straße, der erst nach dem Krieg errichtet wurde und nicht unter Denkmalschutz steht, abreißen."


    Aber dass das ein Nachkriegsbau ist, hätte ich echt nicht erwartet. Trotzdem find eich das nicht OK. Die Lietzenburger Str. ist an dieser Ecke noch halbwegs erhalten und ansehnlich (abgesehen von dem einen Nachbarhaus). Reicht es denn nicht, den Teil des Hauses zu entkernen und den Hof zu überbauen, statt es abzureißen und ne Glasfassade hinzubauen...??? Mal schauen, vielleicht tut sich ja noch was.

  • hier mal besagter Anbau bei Virtual Earth:


    Cumberland: Anbau, Straßenseite


    obwohl ich das Haus nur aus der Vogelperspektive kenne, mag ich nicht so recht glauben, daß es sich um einen Nachkriegsbau handelt. Man denke da bloß an die mit dem Nachbarhaus aus der Gründerzeit identische Stockwerkshöhe + die Sprossenfenster.
    Die Häuser des Berliner Wiederaufbauprogramms sehen da z.B. vollkommen anders aus.

  • Quote from "Benni"

    ...wenn auch mit bitterem Beigeschmack:


    "Um großflächige und moderne Konferenzräume (...) unterbringen zu können, darf Orco den Anbau an der Lietzenburger Straße, der erst nach dem Krieg errichtet wurde und nicht unter Denkmalschutz steht, abreißen."


    Ich will denen ja nix unterstellen...aber es handelt sich hier definitiv nicht um einem Nachkriegsbau! In einem der Posts hier, etwas früher, stand noch folgendes:
    "Das edle Interieur mit reich verzierten Stuckdecken, Deckengemälden, Edelholzvertäflungen etc. ist teilweise erhalten, so in dem an der Lietzenburger Straße gelegenen Festsaal das neobarocke Deckengemälde, sowie die lindgrüne Wandbespannung aus den 1950ern, als dieser als Kino diente."


    Und...kommt schon, das sieht doch jeder Blinde mit Krückstock, dass das kein 50er Jahre Bau ist. :boese: Da wurde dieser Teil vielleicht wieder aufgebaut/grundlegend restauriert aber mehr nicht...

  • Also hier eine Vorkriegsaufnahme aus dem Bildindex. Es fehlen wohl die Erker und die relativ schlichte Fassadengliederung.



    --> größere Version
    zum Vergleich nochmal die Virtual-Earth-Aufnahme


    Innenhofaufnahme:

    -->größere Version


    Schade, daß der Investor nicht eher darum bemüht ist, das Haus in seiner Vollständigkeit zu erhalten/ zu ergänzen. So ensteht an der Stelle zur Lietzenburger hin wohl nur ein weiterer Neubau.
    Was mag wohl die Zeitung geritten haben, dabei von Nachkriegsanbau zu sprechen. Wenn das Argumentationstaktik des Investors und Blauäugigkeit seitens der restlichen Entscheidungsträger gewesen ist, wär das schon sehr traurig.


    Der Teil zur Lietzenburger ist aber offenbar nach dem Krieg zum Kino umgebaut worden, wie hier zu lesen ist:


    Quelle:Bildindex.de

  • Ja die Vorkriegszustand ist so treffend für Berlin.


    Diese Gegend ist noch am besten erhaltene von alle "erhoben" Viertels Berlins. Kreuzberg & Prenzlauerberg sind weitgehend besser erhalten aber sind auch weniger "erhoben".


    Die Argumenten lassen schon Schlimmes befürchten.


    Mit die nicht Reko des ehemalige schöne Gebäude wird Berlin weiter "modernisiert" und verliert also noch mehr von seine ehemalige Pracht.


    Schade. Ich hoffte so sehr das die Entwicklungen in Leipzig und Dresden auch mal in Berlin anfangen könnten......aber kein schöne Sanierungen, kein zweites Nikolaiviertel.....nur (schlichtes) Modernes.

  • Besser spät als niemand - daher diese außerordentlich gute Nachricht der Vollständigkeit halber auch hier:


    Quelle: cash-online.de


    Ausführlicher: Berliner Morgenpost

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Hier eine keine Bildliche Ergänzung:




    Die Bilder zeigen den Ist-Zustand der Fassade zur Lietzenburger Straße am 21.07.2010


    (Eigene Fotos)