• Das Gebäude ist zwar grausig, aber ein sehr heruntergekommener Altbau auf der Ecke wird saniert und unzureichende Flachdachbebeauung, die als Kirche diente, wird abgerissen.

    Könnte weitaus schlimmer sein. Vor dem Hintergrund, dass Bielefeld auch gerne Altbauten abreißt, ist das zumindest ein Minimalerfolg.

  • Du tust mir tatsächlich etwas Leid, weil man aus deiner Gegend fast ausschließlich schlimmste Abriss und Neubau Meldungen erhält. Ist Ostwestfalen sehr wohlhabend, dass man sich das leisten kann? Das ganze erinnert mich nämlich sehr an die üblichen Vorgäng in Württemberg.

    Ich glaube, die vielen Veränderungen in den örtlichen Stadtbildern liegen eher im allgemeinen Zeitwandel. Als wir Kinder waren, gab es diese alten Gebäude, egal ob 50, 100, oder 250 Jahre alt. Nun müssen sie Platz machen für neue Gebäude. Aber, war das vor 50, 100 oder 250 Jahren nicht schon genau so??? Es hat nur niemand groß kommentiert! Und, vielleicht können heutige Architekten nicht mehr so "schön" bauen wie von 100 oder 200 Jahren. Aber tragen wir immer noch Hosen mit Schlag wie in den 70igern? Perücken wie zu Zeiten Friedrichs des Großen? Kutten wie Martin Luther? Oder oder oder...

    Jeder Verlust der Vergangenheit ist traurig. Aber wir müssen lernen zu bewahren. Egal wie und wo...

  • Ja, es wurden immer schon Gebäude abgerissen, aber es gibt einen entscheidenen Unterschied zu Früher.

    Wenn vor 250 Jahren etwas abgerissen wurde, bestand eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 100%, dass das Alte durch etwas sehr ansehnliches Neues ersetzen werden würde.

    Wenn heute etwas aus der Zeit Vor-Moderne abgerissen wird, kann man umgekehrt mit fast 100%iger Sicherheit davon ausgehen, dass etwas sehr ansehnliches Altes durch etwas weit weniger schönes Modernes ersetzt wird.

    Genau hierin liegt der Grund für die Existenz dieses Forums.

  • Neuigkeiten zum Gymnasium am Waldhof und eine mögliche Rettungs des "Haus des Handwerks":

    Bielefelder Baudezernentin schafft genug Platz herbei
    Die neue Baudezernentin hat Neugier geweckt. Der Umbau und die schulische Nutzung des Hauses des Handwerks sind gar kein so großes Problem? Jetzt liefert…
    www.westfalen-blatt.de

    Umbauten, eine "zweigeschossige Holzhütte" mit 8 Klassenräumen und viel Geduld stehen wohl auf dem (neuen) Plan.

  • Neben dem Bielefelder Bahnhof wird nun das Ergebnis des neuen Apartment - Neubaus sichtbar:

    Endspurt am Appartementhaus
    Nach und nach wird an der Bahnhofstraße kurz vorm Hauptbahnhof das Gerüst an einer der größten Baustellen Bielefelds abgebaut. Damit wird sichtbar, dass das…
    www.westfalen-blatt.de

    Soweit ich mich zurückerinnere waren dort entweder alte Nachkriegsbuden, Gras - und Müllflächen.

    Der neue Riegel ist sicherlich abgrundtief hässlich und erdrückend (gerade bei Nacht!), aber besser als die letztliche Brachfläche!

    Bahnhof, Hauptbahnhof, Hauptbahnhof, Bahnhofsviertel, neues Bahnhofsviertel mit Cinemaxx, Bielefeld, Ostwestfalen-Lippe, Teutoburger Wald Stockfotografie - Alamy
    Dieses Stockfoto: Bahnhof, Hauptbahnhof, Hauptbahnhof, Bahnhofsviertel, neues Bahnhofsviertel mit Cinemaxx, Bielefeld, Ostwestfalen-Lippe, Teutoburger Wald -…
    www.alamy.de

  • Positive Neuigkeiten zum 'Haus des Handwerks' :

    Stadt Bielefeld hat Haus des Handwerks gekauft – das sind die Pläne
    Das historische Gebäude bleibt erhalten und wird nun für die Erweiterung des benachbarten Gymnasiums am Waldhof genutzt.
    www.nw.de

    Zitat aus der NW:

    „Wir beabsichtigen, die Anforderungen an eine zeitgemäße Schulentwicklung mit dem Schutz wertvoller Bausubstanz zu vereinen“, sagte Oberbürgermeisterin Bauer. Das Baudezernat werde dafür nun ein Konzept entwickeln. „Gemeinsam mit der Unteren Denkmalbehörde, dem städtischen Gebäudemanagement sowie der Schulleitung und dem Schulamt machen wir den Weg frei für eine Umgestaltung, die den Denkmalschutz bewahrt“, so Planungsdezernentin Claudia Koch.

    Stadt hat das Haus des Handwerks gekauft
    Die lange geplante Erweiterung des Gymnasiums am Waldhof ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Stadt hat das benachbarte Haus des Handwerks jetzt…
    www.westfalen-blatt.de

    Wir werden sehen was kommt.

  • Dafür droht der Innenstadt an anderer Stelle neues Ungemach: https://www.nw.de/lokal/bielefel…ltstadt-v1.html

    Wie man diesen Investorenklotz auch nur ansatzweise als Schmucktsück verkaufen kann, ist mir ziemlich schleierhaft! Das Pfarrhaus der Süsterkirche (ehemals das Nonnenhauses des Kloster zu Mariental, dessen Dachstuhl noch aus dem frühen 16. Jh. stammt!) wird von dem Neubau optisch regelrecht erschlagen! Obwohl dieser Bau zum ältesten Baubestand der Bielefelder Altstadt gehört (die Fassade wurde neugotisch überarbeitet), steht es nicht unter Denkmalschutz!

    Zitat aus dem obigen Artikel: Geplant ist ein Neubau, der sich in die vorhandene Gebäudestruktur einfügen soll. (...) Profitieren soll von dem Neubau nach den Vortellungen der Planer vor allem der Süsterplatz. Er soll künftig großzügiger wirken. Das neue Gebäude soll in den Hintergrund treten, dafür der Süsterkirche, deren Ursprünge mehr als 500 Jahre zurückreichen und dem danebenstehenden Süsterhaus mehr Raum geben. Eine Planung, die auch Bertold Becker, Pfarrer der Evangelisch-reformierten Süsterkirchengemeinde überzeugt. "Es ist, als würde die Kirche eine andere Qualität bekommen", sagt er. (...) Die Räume von "Radio Bielefeld" befinden sich bislang im alten Rotationsgebäude der früheren "Westfälischen Zeitung". Dessen Denkmalwürdigkeit sei geprüft und abschlägig beschieden worden, sagt auf Anfrage Bielefelds Baudezernentin Claudia Koch. (...) Claudia Koch sieht das Vorhaben positiv. "Dieses Projekt zeigt, wie moderne Architektur und historische Stadstruktur sich gegenseitig stärken können, bewertet sie die bislang vorliegende Planung. "Es ist ein Beispiel für Stadtentwicklung mit Fingerspitzengefühl."

    Tatsächlich? Ich finde, dass die Planung jegliches Fingerspitzengefühl vermissen lässt! Und den Süsterplatz, der umgebaut werden soll, scheint man in eine Betonwüste verwandeln zu wollen! Fallen soll dieser hübsche Giebel, der eine gute Ergänzung zu dem Nonnehaus darstellt und dafür sorgt, dass die großen Geschäftshäuser dahinter nicht zu übermächtig wirken: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…o_Bielefeld.jpg Mit passenden Sprossenfenstern versehen, könnte der Giebel ein echtes Schmuckstück sein!

  • Nächster Knaller aus Bielefeld:

    Das ehemalige Karstadt - Gebäude an der Bahnhofstraße soll nun doch abgerissen werden und einem Neubau weichen!

    Neubau ersetzt Karstadt-Komplex in Bielefeld
    Die Unternehmensgruppe Sahle Wohnen hat das Riesenareal gekauft. Geplant ist ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Dafür muss das alte Warenhaus abgerissen werden.
    www.nw.de
    Karstadt-Haus ist verkauft und wird abgerissen
    Die Planungen fürs Karstadt-Areal an der Bahnhofstraße werden komplett neu aufgerollt. Das Unternehmen Sahle aus dem münsterländischen Greven hat die Immobilie…
    www.westfalen-blatt.de
    Neue Perspektiven für Bielefeld: Sahle Wohnen erwirbt ehemaliges Karstadt-Gebäude
    Vollständige Neukonzeptionierung in Zusammenarbeit mit der Stadt Bielefeld Künftig nachhaltige Belebung der Stadtmitte mit einem modernen Mixed-Use-Konzept ...
    news.sahle-wohnen.de
  • Karstadt

    Quote

    (...) Dieser Anspruch an die städtebauliche und architektonische Qualität wird durch einen Architektenwettbewerb unterstrichen, der Anfang 2026 ausgeschrieben werden soll. (...)

    Als wäre ein Architekturwettbewerb ein Garant für qualitätvolle Bauten. Das glaubt doch kein Mensch mehr.

    Wenigstens scheint diese Sahle Wohnen ein ganzes Quartier zu planen, und nicht nur "einen" Neubau, wie es aus anderen Medien zu entnehmen ist.

  • Leider wird sich durch den Neubau auch der Süsterkirchhof massiv verändern, da das alte Druckereigebäude, dessen Außernwand mit Spitzbogenblenden verziert sind, verschwinden wird (rechts):

    Süsterkirche
    Reformierte Kirche aus dem Jahr 1491.
    www.teutoburgerwald.de

    Der unverputzte untere Teil des Gebäudes enthält noch ein älteres Mauerfragment (auf dem Foto rechts angeschnitten, unterhalb des Einbahnstraßenschildes), das noch werksteingerahmte Fensteröffnungen aufweist (wohl 16. Jh., hier nicht erkennbar).