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Bielefeld

  • Zeno
  • February 8, 2010 at 7:23 PM
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  • Zeno
    Diamantenes Mitglied
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    • February 8, 2010 at 7:23 PM
    • #1

    Wertherstraße 101

    Bielefeld Wertherstraße 101 - Google Maps

    Quote from "Leipziger"

    In der ehemaligen Feldmark der Stadt (Zone um die Altstadt herum, größtenteils seit ca. 1900 komplett überformt) stehen heute noch ca. 10 Fachwerkgebäude aus der Zeit vor 1850. Eines davon, von 1781 (Wertherstr. 101) , stand unter Denkmalschutz und wurde von einem Arzt bewohnt. Irgendwann wollte der Arzt verkaufen. Aufgrund der hohen Grundstückspreise fand sich nur ein Bauunternehmer, der die Bude schließlich gekauft hat. Was passierte? Denkmalschutz aufgehoben, Haus kaputt geschlagen, es sollen jetzt Eigentumswohnungen oder so was gebaut werden. Alles still und leise hinter den Kulissen. Ich habe erst davon erfahren, als der geschnitzte Torbogen, den man aus dem Schutt rausgezogen hat, dem Museum der Stadt angeboten wurde. Ist ja lobenswert, das die wenigstens den Torbogen gerettet haben, aber was glaubt ihr, in dem Magazin des Museums liegen schon etliche solcher Torbögen, was soll ein Museum mit dem xten Torbogen? -Anders als im Osten der Republik, wo die Nutzer für solche Gebäude schlicht und einfach fehlen, ist es hier die geringe Ausnutzung der "teuren" Grundstücksfläche, die dem an sich bewohnbarem Baudenkmal zum Verhängnis wurde.


    ( http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=103699#p103699">viewtopic.php?p=103699#p103699)

  • Maxileen
    Goldenes Mitglied
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    Lübeck
    • February 16, 2010 at 11:37 PM
    • #2

    Echt schade um das schöne Haus. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele alte Bauernhäuser von der wachsenden Großstadt "verschlungen" wurden. Da sollte man doch um jedes erhaltene Exemplar kämpfen. Ich frag mich ja auch, was die Aufhebung des Denkmalschutzes gerechtfertigt hat. Sonderlich verwahrlost sieht es auf den Fotos nicht aus. Ich hab jedenfalls schon Häuser in schlechteren Zuständen gesehen, bei denen eine Abbruchgenehmigung verweigert wurde.

  • Löbenichter
    Diamantenes Mitglied
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    Luzern
    • August 14, 2010 at 1:11 PM
    • #3

    Habe mir gerade den CityTrip Bielefeld gekauft. Anhand der Bilder muss ich sagen, dass es eine recht interessante
    (Hanse)Stadt ist. Im Vergleich zu den Ekelpaketen Kassel, Pforzheim, Ludwigshafen und Heilbronn ist Bielefeld ein Juwel.
    Siehe das Rathaus, Theater, die Stadtkirchen, also ich kann mir einen CityTrip nach Bielefeld sehr gut vorstellen.

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Brandmauer
    Goldenes Mitglied
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    Leiden/Holland
    • August 15, 2010 at 1:25 AM
    • #4
    Quote

    Im Vergleich zu den Ekelpaketen Kassel, Pforzheim, Ludwigshafen und Heilbronn ist Bielefeld ein Juwel.
    Siehe das Rathaus, Theater, die Stadtkirchen, also ich kann mir einen CityTrip nach Bielefeld sehr gut vorstellen.

    Wobei mir Heilbronn doch noch erheblich besser erscheint als Kassel, Pforzheim und Ludwigshafen. Heilbronn braucht eigentlich nur einigen Rekonstruktionen mehr, sonst geht es eigentlich. Das Kanzleigebäude neben dem Rathaus und ein paar Patrizierhäuser könnten die Stadt schon aus dem Elendsniveau heben. In den 3 anderen Städten ist viel mehr nötig.
    Bielefeld scheint vor allem durch seine Provinzialität gerettet zu sein, wodurch es für Modernisten uninteressant war. So wurde ganz beiläufig der Marktplatz besser (denn historischer) als in Münster der Prinzipalmarkt wieder aufgebaut, und Füllbauten scheinen irgendwie selbstverständlich angepaßt gewesen zu sein.
    Aber große Bausünden gibt es natürlich auch, am Schlimmsten der Turm der Stadtkirche.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Löbenichter
    Diamantenes Mitglied
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    • August 15, 2010 at 9:52 AM
    • #5
    Quote

    Aber große Bausünden gibt es natürlich auch, am Schlimmsten der Turm der Stadtkirche.

    Also da muss ich widersprechen. Ich glaube der Turm ist das geringste Problem. Ich denke dabei an die Lücke neben dem Crüwellhaus, die geschlossen werden muss. Oder die Umgebung des Spiegelhofs.

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Klassiker
    Diamantenes Mitglied
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    • August 15, 2010 at 6:09 PM
    • #6

    Heimdall: einig. In Magdeburg ist wenig von der einheitlichen Vorkriegspracht noch zu staunen. Magdeburg hat kein "Neustadt". Die Deutsche Architektur Verlusten sind in Berlin (obwohl noch viel stehen geblieben ist), Magdeburg, Dresden und Kassel am sclimmsten und schmerzlichsten. Heilbronn, Halberstadt und Pforzheim kommen danach.

    Eigentlich soll jeder jeder von diese 7 am starksten betroffen Städte (und Potsdam dazu) ein Wiederaufbauprogramm veranstalten, um jedes Jahr ein Berühmtes Gebäude zu rekonstruieren und daneben wenigstens 50 verschwunden Vorkriegs Wohn oder Geschäftshäuser der Gründerzeit oder anlehnend und zwar im alten Pracht und im Wettbewerb, wie das schönste Ensemble hergerichtet hat. Dresden hat dan in 2010 gewonnen mit dem British Hotel, obwohl leider keine 50 Wohnungen die hässliche Lücken der ehemalige Viertel um die Stadtmitte wieder füllen..........

    Stellt euch vor: nach 10 Jahren in jeder Stadt wieder einige Strassen mit rund 500 Bauten wieder da!! Nach 50 Jahren dann wirklich wieder schöne Städte.....statt billige Moderne Sauerei oder Wüste.

  • Brandmauer
    Goldenes Mitglied
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    Leiden/Holland
    • August 15, 2010 at 7:54 PM
    • #7
    Quote

    Ich denke dabei an die Lücke neben dem Crüwellhaus, die geschlossen werden muss. Oder die Umgebung des Spiegelhofs.

    An diesen Stellen fehlt es einfach an Bauten. Ich sehe auf den Bildern vom Sparrenburg aus aber auch mehrere große Betonbauten und kleine Hochhäuser selbst in der Altstadt, die scheinen mir das größte Problem zu sein.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Anonymous
    Guest
    • August 15, 2010 at 8:19 PM
    • #8

    In Bielefeld gibt es aber wirklich noch viele interessante Ecken, so wird der Siegfriedplatz die Herzen aller Gründerzeitler höher schlagen lassen, das Ensemble hat wirklich Flair.
    Unweit, im Nordpark, steht ein wundervoller klassizistischer Pavillion, der noch Herrn Schinkel im Grabe zu Tränen rühren könnte; er war vor dem Kriege lediglich ein Teehäuschen im Park einer wesentlich größeren Villa; letztere wurde zerbombt, während der Pavillion, über dem auch schon die Fallbirne schwebe, ab- und im Park, den er nun dominiert, wieder aufgebaut wurde (im Sommer wird dort ein Cafe mit herrlichem Ausblick in den Park betrieben, dahinter gibts eine niedliche Minigolfbahn).
    Das Villenviertel rings um den Botanischen Garten (Lönsstraße, pp.) ist sehenswert, ebenso dasjenige, das zum Tierpark und zum Bauernhofmuseum hinausführt; die ehemaligen Spinnereigebäude im Ravensburger Park atmen Geschichte, der Theater- und Opernbesucher darf sich über ein elegant wiederaufgebautes Haus freuen, das drinnen den kühl- eleganten Schwung der 50ger Jahre atmet (nicht ironisch, sondern im Wortsinne gemeint).
    Bielefeld hat einen nichtssagenden Ruf, aber wenn man sich mit der Stadt Mühe gibt, wird man auf manche Kostbarkeit stoßen, dasselbe gilt für ebenfalls seinerzeit arg ramponierten Nachbarstädte Gütersloh und Herford.

  • Kapitell
    Goldenes Mitglied
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    • August 16, 2010 at 9:30 AM
    • #9

    Zwei Ergänzungen zu dem letzten Post:

    Der angesprochene Pavillon im Nordpark (Bünder Str. 25b)
    http://bielepedia.de/upload/d/d4/Cafe_im_Nordpark.jpg\r
    bielepedia.de/upload/d/d4/Cafe_im_Nordpark.jpg
    stand ursprünglich als Gartenhaus eines reichen Bürgers in der locker bebauten Feldmark (Detmolder Str.).

    Das Jugendstil-Stadttheater (Niederwall 27, früher Schillerplatz)
    http://drop-a-line.de/wp-content/uploads/2009/05/Stadttheater_Bielefeld_2006.jpg\r
    drop-a-line.de/wp-content/upload ... d_2006.jpg
    mit Innenaussattung übrigens nicht der 50er Jahre, sondern von 1938 wurde leider vor ca. 5 Jahren von innen komplett modernisiert.
    http://www.theaterstiftung-bielefeld.de/theatersanierung.php\r
    Theaterstiftung Bielefeld ... ierung.php
    Dabei ist (alles oder ein Großteil?) dieser bemerkenswerten Ausstattung diskussionslos verschwunden. Theater-Menschen sind kompromisslose Sanierer, denen moderne Technik wichtiger ist als eine dauerhafte, solide Raumaussattung. Das 1904 von dem Charlottenburger Architekten Bernhard Sehring erbaute Gebäude war im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt geblieben.
    Der ehemalige Schillerplatz wurde um 1990 durch den Bau einer Rampe für die U-Bahn in seiner Wirkung extrem beeinträchtigt.

    Edited once, last by Leipziger (May 16, 2011 at 8:55 PM).

  • Mantikor
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    • August 26, 2010 at 10:35 PM
    • #10

    Ein sehr schönes Album mit 32 alten Bielefeld-Aufnahmen aus den 30er-Jahren findet sich: Hier

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Philon
    Moderator
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    • August 27, 2010 at 12:25 AM
    • #11
    Quote from "Palantir"

    Ein sehr schönes Album mit 32 alten Bielefeld-Aufnahmen aus den 30er-Jahren findet sich: Hier

    Unglaublich; ich hätte kaum gedacht, daß Bielefeld vor den Kriegszerstörungen noch soviel mittelalterliche und frühneuzeitliche Bausubstanz aufgewiesen hat. Vor allem eine solche Ansicht könnte einen zum Heulen bringen, wenn man bedenkt, daß das Areal heute eine heruntergekommene Mischung aus 60'iger und 90'iger Jahre-Bauten ist:
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3645308735/in/set-72157619711020254/\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 711020254/
    Ein großer Teil des Viertels war offenbar bis Mitte der 90'iger Jahre nicht bebaut und wurde dann mit Stahl-Glas-Bürohäusern von der minderwertigsten Sorte zugpeflastert ... das passiert halt, wenn in der Innenstadt heuzutage eine Brache existiert.
    An Rekonstruktion hat offenbar keiner gedacht (und alleine das zeigt wieder, daß in Deutschland etwas grundlegend schief läuft. In Polen oder Frankreich hätte man da ohne großes Nachdenken rekonstruiert).

  • Maxileen
    Goldenes Mitglied
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    • August 27, 2010 at 7:42 AM
    • #12

    Die Bielefelder Alt- und Neustadt war bis zum Krieg offenbar ein richtig schönes kleinstädtisch anmutendes Idyll - was sicher auch daran lag, dass die Citybildung das Zentrum aus dem historischen Kern heraus in Richtung Bahnhofsviertel verschob (wo es ja bis heute liegt), sodass die Altstadt mit Ausnahme von Obern- und Niedernstraße größtenteils unangetastet von gründerzeitlicher Überformung blieb.

  • Kapitell
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    • August 27, 2010 at 2:41 PM
    • #13

    Sehr schöne Bilder von Alt-Bielefeld.
    Anbei noch ein paar Infos dazu, und vergleiche mit der heutigen Situation, soweit ich im Netz fündig wurde.

    Jahnplatz, Blick in die Niedernstr., um 1938
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3621403408/in/set-72157619711020254/\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 711020254/
    Man sieht links vorn Kaufhaus Opitz (ehemals Alsberg, jüdisches Eigentum), das nach 1945 an dieser Stelle zurückgesetzt einen heute noch stehenden Neubau erhielt, in den nach Schließung von Opitz in den 80er/90er Jahren Sport-Check einzog.
    Die Gründerzeitgebäude ganz im Hintergrund stehen noch, aber völlig verändert (Rossmann Drogeriemarkt in Niederstr. 26).
    Rechts vorn Ecke des Kaufhaus Mertens, dessen Ruine 1955 abgebrochen wurde und die Fläche dem Platz zugeschlagen wurde. Dadurch rückte das dahinter liegende Gebäude aus den 20er Jahren (Art-Deko-Fassade) direkt an den Jahnplatz.

    So sieht es heute aus:
    http://Bielefeld-Blog.de/wp-content/uploads/2009/07/p1040310.JPG\r
    Bielefeld-Blog.de/wp-content/upl ... 040310.JPG
    http://www.carrotmobbielefeld.de/wp-content/uploads/4169299190_368d5f87be.jpg\r
    http://www.carrotmobbielefeld.de/wp-con ... 5f87be.jpg


    Obernstr. 51 um 1900
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3621403314/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Das 1485 erbaute Kaufmannshaus wurde 1592 um den Speicherstock aufgestockt und erhielt eine neue Sandsteinfassade (Jahreszahl 1592 über der Tür).
    Das reich geschnitzte Fachwerk-Giebeldreieck des 16. Jhs. wurde im 19. Jh. erneuert, die Ständer aber gedreht wiederverwendet.
    Bis 1990 befand das Haus im Besitz der Familie Müller (Bäckerei) und wurde dann saniert und zu Eigentumswohnungen aufgeteilt bis ins Dach.
    Dabei wurden die Reste des Kamins in die Diele freigelegt und sichtbar belassen. Ansonsten wurde viel rausgerissen.

    heute
    http://www.flickr.com/photos/thomasbecker/2813658579/in/photostream/\r
    http://www.flickr.com/photos/thomasbeck ... otostream/


    Oberntor - Blick in die Obernstr.
    Um 1900
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3620585017/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254

    Links großes klasssizistisches Wohnhaus (Obernstr. 44, um 1840), das 1929 als Verkehrshindernis abgebrochen wurde.
    Um 1990 wurde hier ein Neubau in alten Proportionen mit Walmdach gebaut.
    Mitte: wieder Haus Müller, Obernstr. 51, rechts das Hotel Deutsches Haus, erbaut in zwei Bauetappen 1897 und um 1901, Dach nach Brand um 1970 vereinfacht, zuletzt um 1990 saniert. Die damals vorgesehene Rekonstruktion der Ecktürme als Spitztürme nicht ausgeführt.

    Heute
    http://farm4.static.flickr.com/3118/2813617689_13c865f898.jpg\r
    farm4.static.flickr.com/3118/281 ... 65f898.jpg


    Oetkerhalle, Stapenhorststraße, außerhalb der Altstadt
    Unverändert erhaltener Bau der Moderne, um 1927 von Tietmann + Haake aus Düsseldorf.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3583551611/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    heute
    http://www.bielefeld.de/ftp/bilder/bauen_wohnen/immobilien/ROH_545.jpg\r
    http://www.bielefeld.de/ftp/bilder/baue ... OH_545.jpg


    Neustädter Str., um 1930
    Hier sieht man die bereits aufgeweitete Rosenstr., die rechts auf die Breite Straße trifft. Im Mittelgrund die Rückgiebel der Renaissance-Häuser (um 1550-1600) an der Breiten Straße, Nr. 33, 35, 37ff.
    Alle Gebäude wurden im Krieg zerstört, die aufrecht stehenen Giebel an der Breiten Str. in den 40er Jahren gesprengt.

    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3583551609/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254

    So sieht das Eckgebäude Breite Str. 33/Neustädter Straße heute aus (andere Blickrichtung)
    http://www.diabolo-freizeitsport.de/images/content/einblick6.jpg\r
    http://www.diabolo-freizeitsport.de/ima ... blick6.jpg


    Welle
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3645308735/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Blick aus der Brinkstraße in Richtung Süden, vorn kreuzt die Welle.
    Das Steinhaus links vorn (16. Jh. mit klassizistischen Fenstern) und das "runde" Fachwerkhaus links (um 1550) wurden im Krieg zerstört. Das kleine Haus im Hintergurnd (um 1880) blieb erhalten, ebenso das Fachwerkhaus rechts vorn. Die erhaltenen Gebäude wurden in den 50ern abgebrochen.
    Das Gelände war lange ein wilder Parkplatz, und wurde um 1987 mit dem "Altstadtcarre" und dem Hotel Mercure bebaut.

    Folgendes Bild zeigt das Mercure-Hotel, das sich auf dem Grundstück des "runden" Fachwerkhauses befindet (andere Blickrichtung).
    http://www.rundherum.info/hotelpic/tsl-tslull.jpg\r
    http://www.rundherum.info/hotelpic/tsl-tslull.jpg


    Goldstr. früher Kleine Kesselstr
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3645308615/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Das Bild zeigt die Kleine Kasselstr., heute auch Goldstraße. Vorn kreuzt die Hagenbruchstr. Die Häuser links wurden 1925 abgebrochen. Das Haus im Hintergrund (Goldstr. 9) mit dem Steingiebel und der Fiale auf der Giebelspitze war 1547 bezeichnet, überlebte die Zerstörung der übrigen Fachwerkhäuser 1944 und wurde 1957 abgebrochen.

    Dies Bild von heute zeigt rechts die Stelle, an der das Steinhaus von 1547 stand.
    http://Bielefeld-Blog.de/wp-content/uploads/2010/07/boulangerie.jpg\r
    Bielefeld-Blog.de/wp-content/upl ... ngerie.jpg


    Am Bach
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3646116688/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254

    Das Bild zeigt die Straße am Bach mit Fachwerkhäusern vorwiegend der 1.H. 19.Jh. Links mündet die verlängerte Piggenstr. (hieß vor dem Krieg anders). Alle Gebäude im Krieg durch den Feuersturm zerstört. Bis ca. 2000 Parkplatz, dann Ausgrabung der Fläche (auch dieser Hausgrundstücke) und Neubau des Wellehauses (viel zu großes Investorenprojekt).

    So sieht diese Stelle heute aus:
    http://www.proeinzelhandel-owl.de/fileadmin/user_upload/Parkhaeuser/Tiefgarage_Wellehaus_ZufahrtAlfred-Bozi-Str.jpg\r
    http://www.proeinzelhandel-owl.de/filea ... zi-Str.jpg


    Am Damm 16
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3731508933/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Dieses 1664 (Inschrift) erbaute Haus wurde 1930 von der Handwerkskammer gekauft und auf deren Drängen 1932 abgebrochen (Begründung laut Bauakte: unmögliche Wohnverhältnisse).

    Der folgende Bild zeigt genau diesen Straßenabschnitt. Das verputzte Gebäude links ist das um 1930 gebaute Haus des Handwerks (heute zum Papenmarkt gehörig). Nach Zerstörung der übrigen Fachwerkgebäude im Krieg wurde die Straße aufgehoben, etwa in der alten Bauflucht rechts eine Schule gebaut (Baving-Gymnasium), die Bebauung links ist heute Grünfläche.
    Vor wenigen Jahren wurde hier ein Bachlauf angelegt, der sich aus Wasser der verrohrten Lutter speisst.
    http://www.lutter-leben.de/assets/images/Lutter_gesamt3.jpg\r
    http://www.lutter-leben.de/assets/image ... esamt3.jpg


    Am Damm 3, 5, 7 folgende
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3731508929/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Diese Straße fraß der Feuersturm. Fachwerkhäuser teilweise mit Barockportalen, bez. 1705 und 1707.

    Ziemlich genau der gleiche Standort, rechts wieder die Schule von 1953
    http://www.lutter-leben.de/assets/images/Lutter_gesamt1.jpg\r
    http://www.lutter-leben.de/assets/image ... esamt1.jpg

    Brücke über den Burggraben der Sparrenburg
    Die Brücke des 18./19. Jhs. wurde im Krieg zerstört und durch eine Standard-Brücke (Beton) aus dem Straßenbau ersetzt. Das Torhaus des 16. Jhs. mit Zinnenkranz des 19. Jhs. wurde ebenfalls zerstört und nicht wieder aufgebaut (überwachsene Ruine).
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3731508925/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254


    Leineweberdenkmal
    Das 1909 von Hans Perathoner geschaffene Denkmal stand bis 1944 in einer kleinen Grünanlage links neben der Altstädte Kirche (Niedernstr. 4/Altstädter Kirchplatz). Die Kirche des 14. Jhs. wurde im Krieg zerstört und stark verändert wieder aufgebaut.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3750782711/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254

    In den 50er Jahren wurde die Grünfläche um die Grundstück des zerstörten Niemannschen Hauses (klassizistisch, um 1830) und den Grafenhof (Steinhaus des 14. Jhs.) erweitert und das Denkmal hinter die Kirche versetzt.
    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Leineweberdenkmal-Bielefeld.JPG\r
    commons.wikimedia.org/wiki/File: ... lefeld.JPG


    Klosterplatz
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3751574032/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Diese Platzansicht ist erhalten geblieben. Links der Hof der Familie von Schmising zu Tatenhausen (um 1600?), später Kaufmann Willmann, Wörmann, seit 1901 Klosterschule.
    Im Hintergrund Gründerzeitbauten der Klosterschule 1886 und 19..., ein Haus an der Obernstr. und rechts das Franziskanerkloster (um 1515).

    http://bielefeld-blog.de/wp-content/klostetrplatz_ShiftN.jpg\r
    bielefeld-blog.de/wp-content/klo ... ShiftN.jpg


    Altstädter Kirchstr. vom Niederwall (Schillerplatz) aus, um 1935
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3751574162/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Alle Gebäude im Krieg zerstört. Rechts vorn das um 1930 erbaute "Bismarkeck".

    Gleiche Ansicht heute
    http://euxus.eu/bielefeld/a800/74130006-bielefeld-niederwall.jpg\r
    euxus.eu/bielefeld/a800/74130006 ... erwall.jpg

  • Kapitell
    Goldenes Mitglied
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    707
    • August 27, 2010 at 3:14 PM
    • #14

    Burgstr. nach Norden, links Nr. 17. Nr. 15 schon vor dem Krieg abgebrochen (danach Baulücke), alle übrigen 1944 abgebrannt, Straßenfront von Nr. 17 erhalten und später abgebrochen. Heute dort ein Umspannwerk. Von der heutigen Situation habe ich leider kein Fotos gefunden.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3751574258/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254


    Oberrealschule, Paulusstraße, außerhalb der Altstadt. Um 1890 erbaut, 1944 zerstört und abgetragen. Trümmergrundstück in den 50er Jahren als Wochenmarkt genutzt. Um 1990 wurde dort das Amerikahaus gebaut, eine Immobilien, die sich jahrelang nicht vermieten ließ, ehe es dem Investor gelang, die Stadt als Dauermieter zu bekommen.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3824774801/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Amerikahaus (etwas anderer Standort)
    http://bielefeld-blog.de/wp-content/uploads/2007/01/hpim0792_shiftn.jpg\r
    bielefeld-blog.de/wp-content/upl ... shiftn.jpg


    Spiegelshof, Kreuzstr. 20
    Adelshof bez. 1540 mit Treppenturm von 1680. Blieb im Krieg unbeschädigt.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3824774701/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Heute
    http://www.bielefeld.de/ftp/bilder/sehenswuerdigkeiten/denkmal/naturkundemuseum_1_435.jpg\r
    http://www.bielefeld.de/ftp/bilder/sehe ... _1_435.jpg


    Kesselstr. - erhalten bis 1944, dann total zerstört und mit freistehenden Wohnhäusern neu bebaut.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3825576088/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254


    Torhaus Sparrenburg, ein Bau des 16. Jhs. mit Zinnenkranz des 19. Jhs.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3825575944/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Heute, nach Kriegszerstörung
    http://www.meine-ritterburg.de/mittelalterpfad-bielefeld/images/sparrenturmbasti.jpg\r
    http://www.meine-ritterburg.de/mittelal ... mbasti.jpg


    Rosenhof, Kreuzstr. 21, bezeichnet 1709 und 1711, Erbauer: von Horn/von Bussche. Im Krieg zerstört.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3906277210/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Neubau des Lutherstifts von 1955 unter gleicher Hausnummer etwas versetzt nach Westen mit erhaltenem Wappenstein von 1711
    http://www.johanneswerk.de/uploads/pics/Lutherstift1955.jpg\r
    http://www.johanneswerk.de/uploads/pics ... ft1955.jpg


    Kreuzstr. nach Westen, alle Gebäude zerstört. Heute stark verbreitert und neu bebaut.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3905497791/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254


    Haus der Gesellschaft Eintracht, Ritterstr. 37, ehem. Hof der Familie von Wendt zu Crassenstein. Bez. 1655 (Kamin), im Krieg zerstört.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3979423430/in/set-72157619711020254/\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 711020254/
    Neubau eines pavillonartigen Gebäudes um 1950, dies nach Brand um 1990 abgebrochen und durch den heutigen Bau ersetzt:
    http://farm4.static.flickr.com/3548/3347908992_a611dc9fc0.jpg?v=0\r
    farm4.static.flickr.com/3548/334 ... c0.jpg?v=0


    Kreuzstr. 37. Fachwerkhaus mit Halbrosetten, bez. 1633. Abgebrochen für den Ausbau der Kreuzstr. um 1955.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3979423428/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Kreuzstr. heute, Nr. 37 hätte links im Bild gestanden, fast gegenüber von Spiegels Hof.
    http://lh3.ggpht.com/_cdhtp0aQ6j8/RsA61zZTlrI/AAAAAAAAAz8/QFmUDS3wlvA/Adenauerplatz+mit+Blick+auf+den+Johannisberg+Bielefeld-IMG_1974.jpg\r
    lh3.ggpht.com/_cdhtp0aQ6j8/RsA61 ... G_1974.jpg


    Kesselbrink vor der Zerstörung. Das Jugendstil-Bankgebäude nach 1950 abgebrochen. Im Dachbereich im Krieg beschädigt.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/3979423420/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Kesselbrink heute, gleiche Ansicht, nach Umbau zu Busbahnhof um 1960.
    http://www.nw-news.de/_em_daten/_nw/2009/05/20/090520_2135_bi2.jpg\r
    http://www.nw-news.de/_em_daten/_nw/200 ... 35_bi2.jpg


    Auguste-Vikoria-Schule, Vikoriastr., ZIegelbau von ca. 1880/90. Im Krieg zerstört.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/4198559079/in/set-72157619711020254\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 9711020254
    Heute überbaut mit dem Neuen Rathaus, um 1985 von Gerkan Marg und Partner Hamburg, Niederwall 23
    http://www.neue-arbeit-chemnitz.de/IMG_0806.JPG\r
    http://www.neue-arbeit-chemnitz.de/IMG_0806.JPG


    Niedernstr. 12. Renaissancehaus der Zeit um 1600, 1927 für den Neubau eines Lichtspielhauses abgebrochen (Arch. Wilh. Kreis), der heute noch verändert steht.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/4198576811/in/set-72157619711020254/\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 711020254/


    Westfälische Zeitung, Niedernstr. 27, Neo-Gotische Fassade von ca. 1870. Im Krieg zerstört.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/4198576607/in/set-72157619711020254/\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 711020254/
    Heute ist dort eine Volksbank-Zweigstelle.
    http://Bielefeld-Blog.de/wp-content/uploads/2008/06/ost1.jpg\r
    Bielefeld-Blog.de/wp-content/upl ... 6/ost1.jpg


    Schützenhaus Johannisberg, Am Johannisberg 5, Neo-Gotischer Ziegelbau, um 1895. Malerische Lage über Stadt. Im Krieg ausgebrannt, Fassade erhalten, Erdgeschoss provisorisch ausgebaut, 1969 abgebrochen.
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N07/4198576733/in/set-72157619711020254/\r
    http://www.flickr.com/photos/27556454@N ... 711020254/
    Neubau Park-Inn-Hotel von ca. 1970, heute gut hinter Bäumen versteckt.
    http://wac.0e13.edgecastcdn.net/800E13/www.sleepandmeet.com/d//portal/mod_pukkaPortalHotels/itemImage_31.jpg\r
    wac.0e13.edgecastcdn.net/800E13/ ... age_31.jpg

  • Zeno
    Diamantenes Mitglied
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    • September 9, 2010 at 7:11 PM
    • #15
    Quote from "Leipziger ( http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=113299#p113299">viewtopic.php?p=113299#p113299)"


    Vor älteren Gebäuden wird aber auch nicht halt gemacht, ich kenne eine kleine Innenstadtgemeinde (in Bielefeld), die bereits ihr ehem. zweites Pfarrhaus (Baujahr 1908) und ihr Gemeindehaus (auch ca.1900) an Investoren verkaufen musste, die dann beide Gebäude mangels Denkmalschutz abgerissen haben, angeblich ging es nicht anders. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis das andere Gemeindehaus (Baujahr ca. 1550 - kein Denkmalschutz) auch verkauft wird. Danach käme die Kirche (15. Jh.) dran. :augenrollen:


    @ Leipziger:
    Um welche Kirche und welches Gemeindehaus handelt es sich?

    1550, kein Denkmalschutz - ist ja wieder typisch. Aber Hauptsache das Aachener Klinikum bleibt uns auf ewig erhalten. Und wohl auch das Unigebäude in Bielefeld.

  • Kapitell
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    • September 10, 2010 at 10:00 AM
    • #16

    Gemeint ist die reformierte Gemeinde:
    Süsterplatz/Ritterstr./Güsenstr.
    Kirche ehem. Augustinerkirche, Kernbau mit Netzgewölbe um/nach 1492, Westturm 1861 (Arch. Christian Heyden), Osterweiterung 1892.
    http://de.wikipedia.org/wiki/S\r
    de.wikipedia.org/wiki/Süsterkirche

    Süsterplatz 2 - heutiges Gemeindehaus
    Rest des Augustinerklosters, kleines Steinhaus des 16. Jhs., Fassade um 1890
    http://bielefeld-blog.de/wp-content/uploads/2009/09/p1040566.JPG\r
    bielefeld-blog.de/wp-content/upl ... 040566.JPG

    Neben der Kirche stand in der Güsenstr. 16-18 bis vor 2-3 Jahren ein um 1909 erbautes Gemeindehaus, das als einziges Gebäude der Straße (außer der Kirche) auch nach 1945 stehen blieb.
    Auf diesem Foto sieht man den Zustand um 1950/55. Die Ruine vorne rechts wurde bald darauf abgebrochen, und ein neuer sehr schlichter und wenig bemerkenswerter Gemeindesaal gebaut. Das eigentliche Gemeindehaus ist der Bau mit den zwei Stufengiebeln in der Mitte (den man leider sehr schlecht erkennen kann).
    http://www.reformiert-bi.de/images/kirche08.jpg\r
    http://www.reformiert-bi.de/images/kirche08.jpg
    Der Neubau (unter maßgeblicher Beteiligung eines Investors) sieht so aus:
    http://www.crayen-bergedieck.de/projekte/wohnen/suesterkirche-wohnen.html\r
    http://www.crayen-bergedieck.de/projekt ... ohnen.html

    Edited once, last by Leipziger (May 16, 2011 at 8:53 PM).

  • Däne
    Guest
    • September 10, 2010 at 10:52 AM
    • #17

    @ Philon

    Abgesehen von Saint-Malo (50er Jahre) kenne ich keine Rekos von Profanbauten in Frankreich nach 1945. Könntest du einige Beispiele nennen? Ich habe übrigens 1 Jahr in Bi gewohnt und fand die Innenstadt eigentlich ok.

  • Zeno
    Diamantenes Mitglied
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    • September 10, 2010 at 4:43 PM
    • #18

    Danke, Leipziger, für die genaue Benennung der Objekte!

    Das Pfarrhaus Süsterplatz 2 sollte natürlich unbedingt erhalten bleiben.

  • Wikos
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    Frankfurt am Main
    • January 25, 2011 at 9:44 AM
    • #19

    Der historische Schloßhof soll in Bielefeld für ein Bau-Projekt einer Gastro-Kette abgerissen werden. Statt dem Schloßhof soll dort eine "Finca" entstehen. Das Denkmalschutzamt hat dem Erlebnisgastronomieprojekt schon zugestimmt. Eine Bürgerinitiative kämpft nun um die historischen Mauern (u.a. erhaltener Baukasten von 1686): http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/westen/kneipenwelt_parties/4115777_Historisch_relevant.html\r
    http://www.nw-news.de/lokale_news/biele ... evant.html

  • Heimdall
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    Hessen
    • January 25, 2011 at 3:24 PM
    • #20

    Die städtischen Verantwortlichen sollten bedenken, daß die Gastro-Karawane schnell weiterziehen kann. In ein paar Jahren haben die Finca-Betreiber womöglich einen gewinnträchtigeren Standort entdeckt und sind wieder weg. Ein historisches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert für solch eine kurzfristige Investition abreißen zu lassen zeugt indes von wenig Weitblick. Wollen wir hoffen, daß das recht intakt aussehende Gebäude in die Gastro-Planungen einbezogen wird. Es sollte dann als stilvolles Gemäuer durchaus auch den Finca-Betreibern und deren Gästen athmosphärisch von Nutzen sein.

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