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Münster

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    • Mantikor wrote:

      Abstecher in die Buddenstraße (wohl N°10; sh. weiter oben) - nach Abriss ensteht dieser Neubau, welcher doppelt auskragend ist und offenbar nur zwei Fenster in den Obergeschossen der Straßenfassade erhalten wird.
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      Für einen Wehrbau sind die Fenster eigentlich ein wenig zu groß geraten. floet:)

      Aber die einfallsreiche und schaffenskräftige Gestaltung des Inneren verlangt eigentlich eine weitere Auszeichnung: den "Deutschen Sichtbetonpreis".

      Neubau in historischer Nachbarschaft: „Haus am Buddenturm“ ausgezeichnet - MZ

      Wohnhaus am Buddenturm, Münster - DBZ

      Deutscher Ziegelpreis 2019 - 'Sonderpreis Bauen im historischen Kontext'
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Das einzig Positive dieses Gebäudes ist, dass es sich in der Größe der Nachbarbebauung anpasst. Anderes wäre womöglich auch nicht genehmigt worden. Hinzu kommen Giebelständigkeit, das steile Dach und das gut ausgesuchte Material der Außenfassade.

      Ansonsten sind die Fenster zu wenige, und diese zu groß. Die Erdgeschosszone ist intransparent und wenig einladend. Soll das Tor die Zufahrt zu einer Tiefgarage sein? Oder ist das die Anlieferzone für einen Supermarkt?

      Hinzu kommt diese Achsenverschiebung der Obergeschosse. Das soll die nichtssagende Fassade irgendwie "interessant" machen, erhöht aber nur den Eindruck der Grobklotzigkeit und penetranten Selbstpräsentation, die sich von der Umgebungsbebauung absetzen will.

      Richtig schlimm wird es dann im Inneren. Die Frage stellt sich, wer so leben möchte? Sichtbeton. Der feuchte Traum der Architektur-Preisträger. Damit beantwortet sich die Frage auch schon. Und mir kann keiner erzählen, dass das nicht tiefenpsychologische Hintergründe hat. Da sind viele kleine verhinderte Normandie-Kämpfer dabei, die möglichenfalls unbewusst bedauern, nicht vor 100 Jahren geboren zu sein, um den authentischen Grusel live miterleben zu dürfen, sich als "Helden" in Sichtbetonwällen zu bewähren.
    • "Die strenge, eher verschlossene Straßenansicht wird durch zwei Versprünge in der mit rotbraunem Klinker verkleideten Fassade gestaffelt, die sich zwar aus drei verschiedenen Fluchten ableiten, jedoch die Anmutung von mittelalterlichen Fachwerkgiebeln aufkommen lassen."

      Da stellt sich mir schon die Frage weshalb eine Haus mit einer Klinkerfassade die Anmutung eines Fachwerkgiebels hat und auch haben soll und dies in einer Stadt, deren historische Häuser ja gerade nicht Fachwerkbauten sind.

      Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass Begründungen für Preisverleihungen einfach nur eine Aneinanderreihung irgendwelcher Sätze, die irgendwas mit Gebäuden zu tun haben, sind. So was spricht nicht unbedingt für die Kompetenz der Preisrichter und wird auch dem beurteilten Haus (das ja durchaus seine Qualitäten haben mag) in kleinster Weise gerecht.