Speicherstadt und Brauhausberg

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    • Das Minsk ist so richtig echte 70er-Jahre-Architektur. Insofern zu den neuen Klötzen (Bad, Hotel) als Vorläufer durchaus passend. Die Terrasse ist zum sommerlichen Promenieren schön angelegt, aber ob das dort nochmal so ein Massenausflugspunkt wird, daß da so ein großes Restaurant überleben kann? Vielleicht gehts als eine Art Biergarten mit Selbstbedienung, aber die großen Außenanlagen dürften in Unterhalt und Pflege nicht gerade billig sein.
    • Dass das Minsk als Bau a) zu sanieren und b) mit unterschiedlichen Nutzungen weiterzunutzen ist steht doch völlig ausser Frage. Wirtschaftlich ist zwar wahrscheinlich kaum, aber es geht.

      Das Problem für die kommunalen Behörden besteht doch darin, dass sie die Einnahmen aus einem leergeräumten Areal schon zur Finanzierung des neuen Stadtbades eingeplant haben, ihnen somit bei einem Erhalt (also einem Verkauf des Areals mit Bestand statt als freies Baugrundstück) etwa 10 Millionen in der Kasse fehlen. Dieser Betrag müsste bei einem Erhalt den Stadtwerken zusätzlich zu Verfügung gestellt werden oder die Stadtwerke müssten diese Summe anderweitig erlösen.

      Der Brauhausberg wird jedenfalls ein Fanal des schiefgegangenen Städtebaus, Elefantenfriedhof der Moderne. Hauptbahnhof, Stadtbad, Riesenhotel: alle Fehler der Städtebaus der letzten 70 Jahre in kurzer Zeit wiederholt. Das muss man erstmal hinbekommen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) berichtet in Ihrer Ausgabe vom 29.03.2018 das der Filmcampus- und Heilstätten-Investor Kretzschmar sich um den Brauhausberg beworben. Der Investor setzt sich dafür ein, das das Terassenrestaurant "Minsk" gerettet werden soll. cclap:)

      pnn.de/potsdam/1270866/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 29.03.2018)

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…am-Potsdamer-Brauhausberg
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 29.03.2018)
    • Zum Minsk ist es hier im Forum auffällig still,obwohl ein Beitrag den anderen in der Lokalpresse in den letzten beiden Wochen zu dem aktuellen Thema jagt.
      Was mich an der Sache wundert,-jetzt wo mit dem Minsk etwas passieren soll,melden sich plötzlich Fachleute,Rechtsexperten,Architekten,Historiker .......und fordern in einem offenen Brief an die Stadtverw.
      den Erhalt des Minsk.
      Da Frage ich mich,ja wo waren diese Fachleute all die letzten Jahre die sich jetzt plötzlich in der Öffentlichkeit so vehement für das Minsk stark machen.
      Hätten diese Experten sich schon vor 10,15 Jahren für das Minsk so wie jetzt eingesetzt ,wäre es heute sicher keine Ruine.Hier wird wieder ein DDR Bau aufgebauscht ähnlich wie von den Mitteneudenkern mit der FH,nur mit dem Unterschied das auf einmal "alle"ins selbe Horn blasen und nach Erhalt rufen.
      Meine Meinung zum Minsk,-wenn es Erhalten wird ist es ok,wenn es abgerissen wird ist es auch ok.
      Wenn neutrale Aussenstehende diese städtebaulichen Diskussionen und"Streitereien" in Potdam so verfolgen,werden sie den Eindruck haben,Potsdam muss es gut gehen.
    • Die Fachleute haben sich vorher genauso eingesetzt, nur nicht im APH Forum, weil das für eine Entscheidung der Potsdamer Stadteverwaltung nicht relevant ist. Und wahrscheinlich hat Meister Lampe die Artikel in der Lokalpresse übersehen. Selbst der Stadtkonservator hat sich für den Erhalt eingesetzt.

      Das Problem ist, dass es einen russischen Investor gibt, der gut 10 Millionen Euro mehr für die Grundstücke zahlen will, wenn das Minsk weg ist. Da die Stadt für die Refinanzierung ihres GMP-Monsters "Blu" Geld braucht ist sie geneigt, das Angebot anzunehmen. Die Öffentlichkeit kennt jedoch weder den Namen noch die Pläne des Investors.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Hauptbahnhof, Blu und das neue Hotel an der Speicherstadt ergeben einen sechstklassigen Elefantenfriedhof der Moderne. Ich finde jetzt kann man am Hang des Brauhausberges auch eine Schnellstraße langführen, wenn dann der Lustgarten wieder autofrei wird. Da ist nichts mehr zu machen. Dereinst werden alle sagen, dass das der Ostfriese verbrochen hat.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Die Entscheidung zum ehemaligen Terrassenrestaurant "Minsk" wurde erstmal verschoben. Die Anträge von Linken, Die Andere und den Grünen zum Minsk wurden heute mit knapper Mehrheit an den Bauausschuss und den Hauptausschuss verwiesen. Mit einem nächsten Schritt ist frühestens Anfang Mai zu rechnen.

      pnn.de/potsdam/1274535/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 11.04.2018)

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…-die-lange-Bank-geschoben
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 11.04.2018)

      Hier eine interessante Aussage der parteilosen Oberbürgermeisterkanditatin Trauth: dass Minsk müsse als öffentlicher Ort erhalten bleiben, weil es für Potsdams kulturelles Erbe stehe. „Wir dürfen nicht weiterhin die letzten Perlen der DDR-Baukultur vernichten.

      Seht Ihr das Terrassenrestaurant "Minsk" eine als Perle der DDR- Baukultur?
    • nö, ne Pele ist es nicht. Aber auch nicht so störend und deplazierend wie das Ex-Interhotel, die Ex-FH
      und all die weiteren DDR-Bauten, die bewusst wieder dem Stadtgrundriss gesetzt wurden.

      Vielmehr versucht sich dieses Gebäude mal mit der Topografie Potsdams in Einklang zu bringen, nimmt sich dabei zurück und will nicht dominieren. Ein Wesenszug, der sonst so gänzlich untypisch für alle DDR-Bauten in Potsdam ist und war. Alle anderen Bauten sollten statt dessen etwas bestehendes auslöschen, ersetzen oder wenigstens marginalisieren oder verdecken.

      Mit einer weiteren Ausnahme: die Seerose.

      Mit anderen Worten: das Gebäude ist nicht besonders gut, will aber auch nicht besonders schädlich sein. Es ist selten unaufgeregt.

      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • stimmt erbse, die 45er bis 6Oer Bauten sind allesamt im Bewusstsein der alten Stadt verantwortungsvoll angepasst errichtet worden. Daher möchte ich meine Aussage von oben präzisieren: der Beton-Brutalismus der DDR - Bauten ab den späten 60er Jahren will das Stadtbild negieren.

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • Es ist schon bald etwas lächerlich,übertrieben und unverständlich wie hier in Potsdam seit einigen Wochen über ein eigentlich einfaches ruinöses Gebäude(Minsk)sich auf einmal so vehement für dessen Erhalt eingesetzt wird. :kopfschuetteln:
      Jahrelang lag diese"architektonische Perle der DDR" weitestgehend unbeachtet im Dornröschenschlaf,gammelte vor sich hin.Wo waren all die vergangenen Jahre diese Leute die sich heute für diese"Perle" plötzlich so aktiv einsetzen.?Bei dieser jetzigen vereinten Kollektiven Erhaltungseuphorie für das Minsk braucht derjenige schon viel Mut und Nerven wenn er sich öffentlich gegen den Erhalt des Minsk äußert.(gegen den Strom der allgemein vorherrschenden Meinung schwimmt)Die Presse trägt auch einen großen Teil zur Meinungsmache beim Bürger Bzw.Leser bei.( Siehe Maz/Pnn) Zum Thema Minsk)
      Zitat: "Leider hängt die öffentliche Meinung mehr als man glaubt von den Journalen ab" Heinrich Heine
    • Beim Dachrestaurant "Minsk" wird eine ähnliche emotionale Diskussion geführt wie beim ehemaligen Interhotel (Hotel Mercure). Auch die beiden Tageszeitungen haben sich mit der Zukunft des Dachrestaurant "Minsk" beschäftigt.

      pnn.de/potsdam/1276132/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 17.04.2018)

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/Wann-ist-das-Minsk-verloren
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 17.04.2018)
    • Wenn "Linke" und "Andere" für einen Verzicht auf das Höchstgebot eintreten, könnte man ihnen auf die gleiche linkspopulistische Art antworten, die sie sonst selbst anwenden: "Aber, das ist doch Geld, das hier für Kindergärten und die Renovierung unserer Schulen fehlt. Wie erklären wir das den Eltern und Kindern unserer Stadt?"

      Abgesehen davon interessiert mich persönlich als Außenstehenden dieses Thema eher peripher. Ich bin aber interessiert, zu erfahren, wie es ausgeht.
    • Kaum jemand interessierts ich in Potsdam für einen Erhalt des Minsk. Der Brauhausberg, das kann man ja selbst besichtigen, ist ohnehin verpfuscht. Den Panoramablick über die Altstadt, den man früher hatte, wird man auch bei erhalt des Minsk nicht mehr erleben können.

      Dass die Sozialisten trotzdem für einen Erhalt kämpfen ist klar, aber deren Klientel ist klein. Aus rein architeknischer Sicht wäre es auch schön wenn es erhalten bliebe. Es störte ja dort auch nicht. Wenn es aber wie bei der Bibliothek darauf hinausläuft, dass das Minsk bei einem "Erhalt" vollständig überformt wird ist die Diskussion sinnlos.

      Die Frage ist, ob es das Gebot für 27 Millionen wirklich gibt. Das sind 1500 Euro pro qm Nutzfläche. Die Neubebauung auf halber Höhe, die jetzt geplant ist, wird recht früh am Tage schattig sein, zur Straße am Brauhausberg kommt eine Schallschutzwand und das Foto zeigt den Ausblick aus den Gärten. Ist da im Schnitt wirklich über 5.000 Euro zu erlösen?

      Meine 10 Cent: entweder muss einer Schwarzgeld unterbringen oder er hat einen Nutzer, der höhere Kaufpreise verspricht. Mit normalem Wohnungbau sind 1500 Euro auf das Grundstück nicht zu rechtfertigen. Oder die Stadt muss mit der Baufeldfreimachung" nicht nur das Minsk vorher abreißen sondern auch den Parteileitungsbunker unter dem Minsk entfernen. So könnte sich die Differenz erklären...

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Die Stadtratfraktion "Die Andere" das Zünglein an der Waage?

      Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) berichtet in Ihrer Ausgabe vom 18.04.2018, dass die Stadtratfraktion "die Andere" bei der Entscheidung ob das "Minsk" erhalten oder zum Verkauf freigegeben wird, das Zünglein an der Waage sein kann.

      "Nach einer einstündigen Redeschlacht im Hauptausschuss haben die Befürworter des ehemaligen Terrassenrestaurants Minsk die Galgenfrist für den DDR-Bau verlängert. Mit den Stimmen von Linken, Grünen, Bürgerbündnis/FDP und Die Andere stimmten am Mittwochabend acht Stadtverordnete für den Vorschlag, das Thema zunächst in der kommenden Woche im Bauausschuss weiter zu behandeln – und explizit keinen Beschluss im Hauptausschuss zu fällen. Dagegen stimmten die Fraktionen von SPD und CDU – allerdings hatten diese zu wenige Stimmen, auch weil sich der SPD-Stadtverordnete Uwe Adler enthielt. Auch die AfD positionierte sich in keine Richtung."

      pnn.de/potsdam/1276744/