• Hier einige Informationen zu Magdeburgischen Treppenhäusern des 18. Jh., hier Große Münzstraße 13 und Domplatz 9:



  • Letzter leerstehender Altbau nahe Hasselbachplatz wird saniert.

    Der 7-geschossige Historismus-Bau wurde schon kurz nach der Wende oberflächlich saniert, aber nie wirklich genutzt.


    https://www.kolbripke.de/index.php?id=238

    Es empfiehlt sich, für die Suchfunktion des Forums und zum späteren Auffinden zusammengehöriger Beiträge das Gebäude genau zu bezeichnen. Es handelt sich um das Haus Breiter Weg 232.


    Breiter Weg 232 (Foto: Ajepbah, 14. September 2014, CC-BY-SA-3.0)


    Ein herrliches Haus! Sowas sieht man nicht alle Tage. Historismus vom Feinsten. Man weiß zwar nicht genau, was für ein Stil das sein soll - Renaissancegotik? -, aber solche Gebäude machen einfach Spaß. (Über den Bildlink könnt ihr zu einer Vergrößerung gelangen.)

  • Weiß eigentlich jemand mehr zum Haus in der Bölschestraße ? Das Nachbarhaus von der Nr. 1A, an dem die bröckelnde Fassade durch ein Netz abgehängt, geschützt ist?


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  • In Magdeburg wurde im vergangenen Jahr ein bedeutendes Jubiläum gefeiert: 500 Jahre Vollendung des Domes. MDR Sachsen-Anhalt widmete dem mehrere sehenswerte Fernsehbeiträge.


    Vier Kurzbeiträge zum Domjubiläum aus dem Regionalmagazin (verfügbar bis September 2025)

    Teil 1

    Teil 2

    Teil 3

    Teil 4


    MDR vor Ort . . . feiert 500 Jahre der Fertigstellung des Magdeburger Doms (25 Minuten, verfügbar bis 5. Juni 2021)


    In den Fernsehbeiträgen werden auch die derzeit laufenden Restaurierungsprojekte angesprochen.


    Luftbild des Domes von Süden. Die barocke Häuserzeile dahinter ist Sitz des Landtages von Sachsen-Anhalt, dahinter rechts dann das Kloster Unser Lieben Frauen, links die Grüne Zitadelle am Breiten Weg (Foto: Gregor Rom, 2. Dezember 2020, CC-BY-SA-4.0)


    Luftbild des Domes von Norden. Die markante Straße dahinter ist die Hegelstraße, das rote Gebäude links an ihrem Anfang das Palais am Fürstenwall, der Amtssitz des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: Gregor Rom, 4. Dezember 2020, CC-BY-SA-4.0)


    Auf den beiden Luftbildern ist die aktuelle Einrüstung des Hohen Chores gut zu sehen. Die Arbeiten zur Fassadenrestaurierung werden 2021 fortgesetzt. Das Gerüst setzt auf dem Bischofsgang auf. An dem Emporengeschoss über dem Chorumgang (in Magdeburg Bischofsgang genannt) wurde 2019 gearbeitet. Auf dem folgenden Bild, das im September 2019 von einem Fenster des Landtags aus aufgenommen wurde, ist der Bischofsgang eingerüstet. Ob im Rahmen der laufenden Restaurierungskampagne bereits am Kapellenkranz gearbeitet wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Der 1209 nach französischem Vorbild begonnene Chor sichert dem Magdeburger Dom den Rang des frühesten gotischen Kirchenbaus auf deutschem Boden.


    Blick vom Landtag über den Domplatz zum Dom (Foto: Olaf Meister, 12. September 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Der frühgotische Umgangschor mit Kapellenkranz, gesehen vom Hof der Möllenvogtei (Foto: Jwaller, 27. März 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Im Innern wird derzeit an der Restaurierung des Arnstedtschen Epitaphs gearbeitet. Das Projekt wurde hier bereits im Oktober 2019 vorgestellt.

    Nähere Informationen: domverein-magdeburg.de/spendenprojekte/arnstedtsches-epitaph


    Magdeburger Dom, Epitaph für den Domherrn Friedrich von Arnstedt im südlichen Seitenschiff, entstanden 1610, Zustand vor der Restaurierung (Foto: Clemensfranz, 1. April 2018, CC-BY-SA-4.0)

  • Anhand dieser Luftbilder könnte man gut diskutieren, ob der DDR-Wiederaufbau wirklich um so viel schlechter war als jener beispielsweise zu Köln. Zumindest von oben hat das doch mehr Gesicht als dieses:


    Süd-Westlicher Blick auf den Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und auf das Museum Ludwig, Köln, Luftaufnahme


    natürlich abgesehen von den abgerissenen Kirchen, das ist klar.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ich würde sagen,der Wiederaufbau zwischen Köln und MD unterscheidet sich nur von der Baudichte.Die Stadtmitte von MD wird stark von reinen Wohnblöcken und Stadtbrachen(die man schon teilweise nach der Wende mit modernen EKZ verdichtet hat) geprägt.Hingegen Köln der Wiederaufbau wenigstens in dichtere Bauquartiere erfolgte.Architektonisch war der Neuaufbau aber in beiden Städten lieblos und ein Desaster.

  • Es gibt aber schon einen Unterschied zwischen Köln und Magdeburg: In Köln wurde die kleinteilige Stadtstruktur beibehalten. In Magdeburg siegte das Diktat der Kranbahnschienen.

  • Frage: ist noch etwas vom Nordfront übrig gebieben? War vor 1940 ein wunderbarer Viertel......Auf Luftbilder des 2. WK ist auch gut zu sehen das Magdeburg ausgedehnte (moderne) Industriegebieten hatte nordlich der Stadt. MD lag in der Mitte und wurde deswegen stark ausgebaut.

  • In Magdeburg siegte das Diktat der Kranbahnschienen.

    Nicht vergessen sollte man, wofür die breiten Straßen

    gebraucht

    wurden und dass die einiges

    aushalten

    mussten.


    Die Veteranen der "Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland" schwelgen ( ... Es ist schade, dass bereits alles geebnet wurde ... Ich wollte meine Jugend besuchen...) noch immer in ihren guten

    Erinnerungen

    an den "Gottesdienst" in Deutschland.


    Das Zentrum von

    Magdeburg

    soll ein beliebtes Motiv für Erinnerungsfotos gewesen sein. Im russischen Forum findet man auch einige ältere Stadtaufnahmen von Magdeburg und vom

    einnehmenden Wesen

    der russischen Besatzungstruppen.

  • Die Stadtmitte von MD sah in der DDR Zeit wie Kaliningrad aus ,zu großen Teilen Städtebaulich auch heute noch so trostlos und verwechselbar ist.:sad:Das einzige sind die wenigen noch erhaltenen Kirchen (ua.MD Dom) an dem man erkennt, das es die MD Stadtmitte sein muss.

  • Also ich bin doch überrascht wie sehr Magdeburg fertig gemacht wird.

    Ich war kürzlich da gewesen und hatte schon schlimmstes erwartet, ob der Beschreibungen hier im Forum.

    Aber ich war sehr positiv überrascht - fast schon überwältigt. Könnte natürlich an der Erwartungshaltung liegen, wenn man nichts erwartet kanns nur gut werden. Aber eine derartige Wucht an Historismus Gebäuden - die Größe allein, wenn man sich vom Hasselbachplatz Kreisel der Innenstadt nähert, mega!

    Und der Blick von der Hegelstraße Richtung Dom ist ein Motiv das jede Postkarte aus dem 19. Jahrhundert nicht besser wieder geben könnte.

    Nun muss man dazu sagen, ich bin über Magdeburg wenig informiert gewesen und wenn man sich ansieht welche Verluste der Breite Weg erlitten hat blutet einem natürlich das Herz. Auch war mein Aufenthalt so kurz, dass ich es nicht mal bis zum Alten Markt schaffte. Aber ich fand es zumindest interessant genug, dass ich auf jeden Fall wieder kommen würde.


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    Magdeburg

  • Da kann ich mich nur anschließen! Die Hegelstraße ist mit die schönste Prachtstraße der Gründerzeit die sich in Deutschland erhalten hat finde ich :applaus:

  • Puh, also da hattest du dann ja Glück, dass du nur in der südlichen Altstadt warst. Ab Dom Richtung Norden kommt nicht mehr viel, natürlich abgesehen von den bekannten historischen Gebäuden wie Altem Rathaus, Johanniskirche oder Wallonenkirche. Das ist wirklich eine Katastrophe. Meiner Meinung nach. :wink:

  • Da kann ich mich nur anschließen! Die Hegelstraße ist mit die schönste Prachtstraße der Gründerzeit die sich in Deutschland erhalten hat finde ich :applaus:

    Dabei sind die Mehrzahl der Häuser immer noch in keinem guten Zustand. Sie sind zwar saniert, aber gegenüber dem originalen Zustand oft entstellend verändert, was den Gesamtwert der Straße doch leider erheblich schmälert. Dazu stehen noch zwei sehr minderwertige Nachkriegsbauten im Bestand und werten die Qualität der Straße ab.
    Also aus der Straße könnte man noch richtig viel rausholen, wenn man denn wollte.

  • Frage: ist noch etwas vom Nordfront übrig gebieben? War vor 1940 ein wunderbarer Viertel......Auf Luftbilder des 2. WK ist auch gut zu sehen das Magdeburg ausgedehnte (moderne) Industriegebieten hatte nordlich der Stadt. MD lag in der Mitte und wurde deswegen stark ausgebaut.

    Nein, die Nordfront (Bereich Walter-Rathenau-Straße) ist leider im Krieg zerstört, ja vollkommen ausradiert worden.


    https://www.google.de/maps/@52…,314m/data=!3m1!1e3?hl=de

  • Aber ich fand es zumindest interessant genug, dass ich auf jeden Fall wieder kommen würde.

    Gestern war ich in Magdeburg und habe ein Paar aus Belgien getroffen. Die waren schwer begeistert von Magdeburg, kommen gerne dort hin. Magdeburg sei angenehmer und nicht so kommerziell wie z.B. Nürnberg oder Köln. meinte die Belgierin.

  • Die Stadtmitte von MD sah in der DDR Zeit wie Kaliningrad aus ,zu großen Teilen Städtebaulich auch heute noch so trostlos und verwechselbar ist.:sad:Das einzige sind die wenigen noch erhaltenen Kirchen (ua.MD Dom) an dem man erkennt, das es die MD Stadtmitte sein muss.

    So wenige sind nicht erhalten (auch wenn etliche fehlen): Dom, Kloster, Johannis-, Petri- und Wallonerkirche im Zentrum an der Elbfront:


    https://www.google.de/maps/@52…fo100!7i6912!8i3456?hl=de