Las Vegas 2009 - Allgemeines

  • Nachdem ein von mir eingestelltes Testfoto aus Las Vegas in diesem Forum einstimmig gefeiert wurde ("Venedig für Japaner", "wasissn das"), möchte ich doch einige weitere Bilder einstellen. Ich war diesen Sommer zum zweiten Mal dort, ich finde LV absolut sehenswert. Ich möchte vorwegschicken, dass ich absolsut kein Gambler bin, die armen Schweine, die morgens um 10.00 vor den Automaten hängen, tun mir einfach leid.
    Ich habe mal igendwo gelesen, LV wäre für Amerikaner einfach toll. Sie könnten dort spielen, sich anziehen, wie sie wollen, hätten den Eindruck, in Europa zu sein, und niemand würde sie dumm angucken, wenn sie Eis in Ihren Cognac verlangen. Dem kann ich nichts hinzufügen.
    Neben den verrückten Leuten gefällt mir in LV die Architektur der Kasinos/Hotel, vor allem die derjenigen, die europäische Städte nachbilden. Selbstverständlich rede ich von Kopien, aber die Kopien in LV sind schon verdammt gut, und mir ist eine gute Venedig-Kopie lieber als ein Original-Bauhaus oder ein Original-Plastik-Schloss wie in Ludwigslust.
    Los geht es mit einem Blick auf das New-York-Kasino, in dem ich nun zum zweiten Mal übernachtet habe. Das Thema des Kasinos ist offensichtlich. Das angegliederte Hotel ist eines der größten der Welt und gigantisch, der Weg vom Parkdeck zum Zimmer ist eine Weltreise. Ich fühlte mich in den Hotelgängen wie der kleine Junge auf seinem Dreirad in "Shining", noch ein Abzweig und noch einer und noch einer. Leider habe ich keine Innenaufnahmen der Anlage, es werden, wie ich finde, gelungen, verschiedene Stadtteile von New York verarbeitet. Links neben meinem Foto ist noch die Freiheits-Statue. Um das Hotel fährt eine Achterbahn. Verrückt.




    Auf dem nächsten Bild stehe ich auf der Brücke zwischen dem New York Hotel und dem MGM Grand und schaue den Las Vegas Boulevard, vulgo "strip", hinunter in Richtung Osten. Die Kreuzung hinter mir soll die verkehrsreichste der USA sein, die Fahrt von der nahen Interstate zum Parkdeck war trotz Ortskenntnis ein Abenteuer. Ich habe in LV eine Postkarte gesehen, die diese Kreuzung in den späten 70ern zeigte. Dort war eine breite Straße, das Tropicana war eine Baustelle, das Sands war wohl schon da, sonst nichts. Kein Zweifel: Die Amis haben hier in den letzten 30 Jahren einiges gerissen.



    Das nächste Bild zeigt die Baustelle des City Center, den größten aktuellen Neubau. Hier werden in einem Mix aus Hotel, Kasino und Wohnanlage acht Milliarden Dollar verbaut. http://www.buecherundbilder.de/aktuelles/neubauboom-in-las-vegas.html\r
    http://www.buecherundbilder.de/aktuelle ... vegas.html



    Hier sehen wir das "Bellagio" mit seinem künstlichen See, der abends mit Fontänen, Lichtspielen und klassischer Musik in Szene gesetzt wird. Dahinter ist das Caesars Palace mit seinem Hotel in Gestalt eines riesigen römischen Phantasie-Tempels. Ich war vor drei Jahren am Comer See und habe mir das Original-Bellagio angeschaut, wobei ich natürlich weiß, das der Kasino-Nachbau nicht den Original-Ort, sondern mehr eine mediterane Grundstimmung einfangen soll. Ich muss sagen: Ich finde die Kopie interessanter als das Original, auch wenn das Original wirklich nett ist.





    Gegenüber ist das "Paris". In der Front ist rechts die Pariser Oper, links ein Teil der Louvre, das markante Gebäude in der Mitte setze ich als bekannt voraus. Das Hotel in Gestalt eines riesigen Haussmannn-Baus ist für mich der absolute Hammer.






    Als nächstes sehen wir einige Bilder vom Venetian, das ich für sehr gelungen halte. Ich war vor gefühlten 50 Jahren zuletzt in Venedig, aber ich weiß noch, dass die Seufzer-Brücke sich an einer ähnlich versteckten Stelle befindet wie in LV. Somit würde ich wetten, dass es im Venetian jede Menge einzelner Parallelen zum Original in Italien gibt, leider gibt es in LV nirgends so etwas wie einen Reiseführer pro Kasino, das würde die Leute ja nur vom Spielen abhalten. Das Innere des Venetian ist phantastisch, auf den Kanälen fahren Gondeln mit singenden Gondolieren, man meint wirklich, man wäre draussen, dabei ist man im ersten Stock eines Kasinos. Es laufen Polizisten in der Uniform des Assistenten von Commissario Brunnetti herum. Verrückt.
    Auf dem Gelände des aktuellen Venetian befand sich bis 1996 der Kasino-Klassiker Sands, der in einigen Hollywood Filmen verewigt wurde. Die spektakuläre Sprengung des Kasinos soll in "Conair" eingebaut sein, das habe ich aber noch nicht gesehen. Die Amerikaner sind mit Ihrer Architketur nicht zimperlich, was nicht mehr optimal kommerziell zu nutzen ist, kommt weg. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Gillender Building in New York City, das 1896 als höchstes Gebäude der Welt gebaut, aber bereits 1910 wieder abgerissen wurde.http://en.wikipedia.org/wiki/Gillender_Building\r
    en.wikipedia.org/wiki/Gillender_Building












    Last but not least kommen wir zum schon aus der Ferne gezeigten Caesars Palace, einem wunderbar protzigen Klotz, der natürlich mit Römer-Gedöns vollgestopft ist. Der angeschlossene Hotelbau ist gewaltig. Der zum Strip gelegene Neubau Forum Shops, von wo die einzigen Innenaufnahmen stammen, die ich habe, ist ebenso gewaltig. Ich bin kein Bauingenieur, aber billig ist hier nun wirklich nichts, aber das gilt für die meisten großen Kasinos.















    Wem das alles noch nicht verrückt genug ist, dem empfehle ich eine Trip in das im nahen Arizona gelegene Lake Havasu City, ich war vor fünf Jahren da, nachdem ich den Namen in einem London-Reiseführer gelesen hatte. Zierde des Ortes ist die London Bridge, die im Jahr 1968 den Anforderungen in London nicht gewachsen war und so kurzerhand auf einer Auktion in Los Angeles an einen reichen Amerikaner verkauft wurde, der die Brücke am Lake Havasu wiederaufbaute. Angeblich dachte der Käufer, er kaufe die Tower Bridge.
    Das mit der Auktion halte ich übrigens für keine schlechte Idee, vermutlich fallen jedem Leser mindestens 250 Gebäude ein, bei denen eine Umsiedlung eines vom Abriss bedrohten Gebäudes besser gewesen wäre, als die endgültige Vernichtung.
    Die ganze Geschichte findet Ihr hier.
    http://www.westkueste-usa.de/2006/mn_LakeHavasu.htm\r
    http://www.westkueste-usa.de/2006/mn_LakeHavasu.htm


    Am Lake Havasu war aber nun kein geeigneter Fluß o.ä., an dem die Brücke optimal zur Geltung kommt, aber das war auch kein Problem, es wurde einfach ein künstlicher Wasserlauf angelegt, den man heute nicht mehr ahnt. Heute hat sich um die Brücke eine kleine englische Stadt mit City-of-London-Pollern, Pubs und roten Telefonzellen angesiedelt. Am nahe gelegenen Strand hat sich eine Party-Szene etabliert. Als ich vor fünf Jahren da war, stand in einem Cafe ein junges Mädchen neben mir, deren Oberkörper nur durch zwei aufgeklebte Sterne bedeckt war. Das alles war äußerst bizarr und hat in der City of London nicht wirklich etwas verloren. Und als absolute Krönung gab es noch eine Anlegestelle, an der Godeln mit singenden Godolieren im Venedig-Stil ablegten. Dass ich damals nicht herausbekommen habe, was diese Gondoliere wohl singen, werde ich mir nie verzeihen. In jedem Fall stand neben mir an der Anlegestelle ein fassungsloser Engländer, der meinen Kenntnisstand belegte, dass es in London keine singenden Gondoliere gibt.

  • Danke für die Galerie. Las Vegas ist echt krass.... sowas gibt's wohl auch auf der Welt nur einmal. Diese ganzen Phantasiehotels sind schon witzig... und Lake Havasu City klingt auch interessant, vielleicht schaff ich's irgendwann mal dahin.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Danke für die Eindrücke. Der kunsthistorische Wert mag sich um den absoluten Nullpunkt bewegen, aber bei aller Lästerei sollte man nicht vergessen, dass das hier zu sehende eigentlich ziemlich das Motto des Forums trifft – Architektur für Menschen. So ist das hier zu sehende auf jeden Fall ein ästhetischerer Anblick als die menschenfeindlichen, architekturpreisgewürdigten Meisterwerke eines Chipperfield oder Coop Himmelb(l)au. Etwas unverständlich finde ich, wieso soviel kopiert werden muss – ist das tatsächlich die Erwartungshaltung des amerikanischen Publikums? Fährt man dafür nicht nach "Old Europe", wenn man Venedig sehen will? Bei den Geldern, die hier verbaut werden, müsste doch eigenständige "neohistoristische" und trotzdem geschmackvolle Kreationen möglich sein...


    Für die vorbildliche Betextung der Bilder übrigens mein besondererer Dank, Erpel.

  • Quote from "RMA"

    Bei den Geldern, die hier verbaut werden, müsste doch eigenständige "neohistoristische" und trotzdem geschmackvolle Kreationen möglich sein...


    Genau so sehe ich das auch - Vegas wäre DER Ort für experimentelle Weiterentwicklung. Stattdessen wird auf unsere Kosten fleißig kopiert und Europas Kulturlandschaft in ihrer Einmaligkeit geschwächt. Wozu noch ins echte Venedig fahren...

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Moment!


    Ich war bereits in Vegas und ja es hat mir gut gefallen, weil man so etwas Kurioses sonst nicht zu sehen bekommt.


    Aber hochwertig ist dort wirklich nichts! Das ganze ich aus Pappe und Plastikformteilen sowie ein bisserl Kunststein. Hier wurden keine Handwerker (so wie wir sie in Europa kennen) beschäftigt und auch keine Steinmetze eingeladen!!! In Wahrheit billiger Schund, der sich innerhalb einiger Jahre rechnen muss und anschließend durch neue Attraktionen ersetzt wird.


    Erpel


    Danke für die schönen Bilder aus Nevada! Ich bin seinerzeit mit dem Auto nach Vegas…halben Tage durch die Wüste. Wenn einem der Tank ausgegangen wäre…


    Wo hast Du gewohnt? Ich war eine Nacht im Monte Carlo und eine in der Pyramide, die mich ziemlich fasziniert hat. Die Casinos selber fand ich eher eintönig. Am Besten waren noch die 1 Dollar Casinos. Da hat das Verlieren wenigstens nicht weh getan.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Zum Thema Kulturkonsum der Amerikaner kann ich ein von mir schon genutztes Zitat erneut zitieren:
    "Ich habe mal igendwo gelesen, LV wäre für Amerikaner einfach toll. Sie könnten dort spielen, sich anziehen, wie sie wollen, hätten den Eindruck, in Europa zu sein, und niemand würde sie dumm angucken, wenn sie Eis in Ihren Cognac verlangen."
    Viele Amerikaner haben es gerne bequem und fahren lieber aus dem Ballungsraum LA eben schnell mit dem Wagen nach LV als nach Europa, dazu sind Inlandsflüge spottbillig. Außerdem haben Amerikaner nur wenig Urlaub und in LV ist nun mal alles sehr komprimiert.


    Exilwiener


    Ich bin, wie gesagt, kein Bauingenieur, aber halte die Bauqualität in LV, zumindest in den neueren Kasinos (im etwas älteren Excalibur z.B. nicht, im Luxor auch nur bedingt), für sehr gut bis phantastisch. Das Wynn ist irre exquisit (vielleicht wirklich eher in der Qualität der verarbeiteten Materialien als in der Handwerkskunst), dort war ich nah dran, das Herren-WC zu photographieren, so etwas habe ich noch nicht gesehen. Ich habe zum zweiten Mal im New York, New York übernachtet, das für die Qualität der Zimmer sehr günstig ist. Ich würde gerne mal im Caesars Palace übernachten, aber das ist sauteuer.

  • Quote from "Erpel"

    sie hätten den Eindruck, in Europa zu sein / Viele Amerikaner haben es gerne bequem und fahren lieber aus dem Ballungsraum LA eben schnell mit dem Wagen nach LV als nach Europa


    Damit hätten wir die Problematik ja ganz gut zusammengefasst.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • das halte ich für Quatsch. Wer Casinos, Nachtleben usw. sehen will, fährt nach Las Vegas, auch von Europa aus. Wer europäische Kultur kennenlernen will, fährt nach Europa. Ich glaube kaum, das kulturinteressierte Menschen die Hotels aus Las Vegas als Ersatz für die echten europäischen Städte. Und wer mir jetzt kommen will mit in Amerika gäbe es nicht viele kulturinteressierte Menschen, den bitte ich zu reflektieren, ob er ernsthaft glaubt, hier sei es so viel besser.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Quote from "Booni"

    Und wer mir jetzt kommen will mit in Amerika gäbe es nicht viele kulturinteressierte Menschen, den bitte ich zu reflektieren, ob er ernsthaft glaubt, hier sei es so viel besser.


    Ach, dann komme ich damit. :zwinkern: Ich finde, daß es hier immer noch besser ist (vielleicht mit fallender Tendenz, ich weiß es nicht). Als ich mal meinen angeheirateten Onkel aus den Staaten vor Jahren ein wenig durchs Rhein-Main-Gebiet führte und ihm vor einem Schloß ein wenig zur Historie des Gebäudes erzählte, nickte er am Ende meiner Ausführungen und fragte dann nur: "It´s very old?". Ich konnte perplex nur "Yes" antworten. Worauf er ein Foto schoß. Das war´s. In Vegas hätte er auch ein Foto geschossen. Das wär´s auch gewesen. Ähnliches habe ich auch von anderweitiger US-Verwandtschaft vernommen. pars pro toto?


    Doch zu Vegas: Für ein paar Partyabende vielleicht lustig. Zum Leben nichts für mich. Das ganze ist für mich nur ein kitschiger Vergnügungspark, ein "Disneyland" für Erwachsene, in dem diese etwas an Automaten zocken und sich ansonsten durch Themenwelten schieben können. Selten so eine unzusammenhängende Ansammlung von Kitsch und Schmodder auf kleinstem Raum gesehen. Allenfalls die Hotellobby des Caesars Palace gefällt mir als relativ gelungene Historismus-Adaption. So etwas könnte ich mir für manches hiesige Kaufhaus vorstellen. Ansonsten möchte ich nicht zu lange in diesem Rummel weilen. Aber das gilt ja eigentlich für ganz Amerika.

  • Quote from "Booni"

    das halte ich für Quatsch. Wer Casinos, Nachtleben usw. sehen will, fährt nach Las Vegas, auch von Europa aus. Wer europäische Kultur kennenlernen will, fährt nach Europa. Ich glaube kaum, das kulturinteressierte Menschen die Hotels aus Las Vegas als Ersatz für die echten europäischen Städte. Und wer mir jetzt kommen will mit in Amerika gäbe es nicht viele kulturinteressierte Menschen, den bitte ich zu reflektieren, ob er ernsthaft glaubt, hier sei es so viel besser.


    Sehe ich auch so. Las Vegas ist mit seinen Nachbauten nie ein gleichwertiger Ersatz für das "echte Venedig" oder "echte New York". Es ist halt mehr eine Art Disneyland, das auf ein erwachsenes Publikum ausgerichtet ist.

  • LV ist ein Spielplatz. Eine Bühne. Ein einziges Casino. Ein Vergnügungsort eben. Warum sollte man da allen Ernstes kunsthistorische Ansprüche stellen? Tut auf dem Oktoberfest ja auch niemand.


    Der Faszination dieses Ortes und anderer "Spielhöllen" (Macau, Monte Carlo und Co.) kann sich kaum ein Jemand entziehen. Einfach mal die Sau rauslassen, Etikette vergessen, Spaß haben.
    Ein Ventil. Sowas braucht der Mensch. Früher waren es die Adelshöfe mit Gauklern, Spielmannszügen und Kostümen, heute ist es eben Las Vegas.



    Quote

    mir ist eine gute Venedig-Kopie lieber als ein Original-Bauhaus oder ein Original-Plastik-Schloss wie in Ludwigslust.


    :?:
    Das erkläre mal bitte etwas genauer.

  • @ erbsenzaehler: Ich war vor ca. 3 Jahren in LWL, hatte mich vorher in einem Reiseführer schlaugemacht, der auswies, dass der Fürst, der das dortige Schloss gebaut hat, nicht sonderlich gut betucht war und so enorm viel mit Pappmachee (schreibt man das so?) gebaut hat. Ich bin kein Bauprofi, konnte das aber durch Beklopfen bestätigen, ganze Säulen, bzw. Säulenverkleidungen, im Innenraum sind aus Pappe. Von hochwertiger Ausstattung konnte ich nichts erkennen und war so deutlich enttäuscht.


    Ich habe gestern nochmal meine USA-Bilder Paroli laufen lassen und bin noch auf ein Schmankerl gestoßen, das Original wird bekannt sein. Ich war erst vor einem Jahr in München, fand mich im Inneren des LV-Hofbräuhaus sofort heimisch, der große Innenraum ist ziemlich gleich. Es gibt natürlich deutsche kulinarische Spezialitäten, es fand die US-Championship im Bierkrugstemmen statt, ein deutscher Musiker betätigte ein Alphorn. Das Äußere in LV unterscheidet sich deutlich von München, aber der Erker ist ziemlich identisch. Vielleicht haben sie den irgendwo in Deutschland abgebaut, aber das weiß ich nicht. Vielleicht ist es auch ein Beutestück aus dem Krieg. Leider steht das LV-Hofbräuhaus abseits des "strip" und ist eigentlich nur per Taxi zu erreichen, deswegen (aber wir waren auch ziemlich früh da) war nicht viel los. Direkt am strip würde der Laden laufen wie die Hölle, aber da wäre vermutlich jeder Laden bumsvoll.


    http://www.hofbrauhauslasvegas.com/\r
    http://www.hofbrauhauslasvegas.com/ (Kurz laufen lassen, es laufen ein paar Bilder durch)


  • :staunenblau:


    :verrueckteaugengelb:
    :schreckgrau: :kinnlade: :schlaechter:

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Mein LV-Besuch ist leider schon über 10 Jahre her, aber es hat mich doch sehr fasziniert. Natürlich ist LV keine Stadt zum Leben, sondern, wie hier schon gesagt wurde, ein riesiges Disney-Land für Erwachsene. Ich glaube auch nicht, dass jemand (zumindest kein Europäer) dies mit Kultur in herkömmlichen Sinne gleichsetzt, sondern schon als das, was es ist: eine gut gemachte Illusion, die unterhalten soll. Dabei ist es auch nicht so schlimm, wenn Marmorsäulen aus Pappmachee sind.


    Andererseits sind auch in echten europäischen Barockschlössern die Marmorsäulen schon mal nicht aus echtem Marmor, auch nicht in der (wieder aufgebauten) Dresdner Semperoper. Und das Beeindruckende und Gewaltige der LV-Hotels kann man ihnen auch nicht absprechen: man darf ja nicht vergessen, dass Hotels wie das Caesar's Palace und das Bellagio knapp 4.000 Zimmer haben, das MGM Grand sogar über 5.000 und z. T. mehrere Milliarden US-Dollar gekostet haben. Und der Eiffelturm beim "Paris Las Vegas" ist immerhin im Maßstab 1:2, d. h. ca. 150 m hoch (obwohl er auf den Bildern wirkt, wie ein Spielzeug).

  • Snork

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