Waldshut

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Waldshut, Kaiserstraße (ehemaliges Volksbank-Gebäude)

      Der Erker ist zwar futsch, aber der Neubau ist m. E. dennoch eine absolute Verbesserung. Solche Neubauten sind vorbildlich.

      Abgerissener Bau und 4,5 Mio. €-Neubau

      Bilder: Gerard

      Presseberichte:

      Der Neubau in der Altstadt

      Neues Kaufhaus von C & A ist fertiggestellt
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Ich bin auch begeistert. Die Details der Front sind überzeugend und begeistern mich.
      Ein Wehmutstropfen bleibt: Hier wurde historische Bausubstanz geopfert, die zwar zur Schauseite stark modernisiert war, übrigens auch der Erker scheint ein Element dieser Maßnahme gewesen zu sein, aber bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass hier ursprünglich zwei Parzellen vorhanden gewesen sein müssen und zusammengelegt wurden.
      Ein Fehler, der mit dem Neubau nicht wieder gut gemacht, sondern zementiert wurde. In der weiteren Fassadenabwicklung nach links sind diese schmalen Parzellen mit vier(!)geschossigen Gebäude noch erhalten. Genau darin liegt auch die Problematik des Neubaus. Die Wuchtigkeit seiner Dimension, bei Einhaltung der Proportion. In der Tat wirkt der Neubau wie ein hochskaliertes drei(!)geschossiges Gebäude neben den anschließenden. Der Grund dafür dürften die heutigen Bestimmungen zur Geschosshöhe von Gewerbebauten sein. Was erinnert beim Neubau an das ehemalige Haus "Krone"? Zumindest dieser Erinnerung wurde am Bankgebäude Rechnung getragen. Mir geht es aber nicht darum den Neubau schlecht zu reden, doch ich denke, diese Aspekte sind auch mit zu berücksichtigen wie die rückwärtige Bebauung des Schuhhauses Böhler, das mit zwei Gebäuden ebenfalls für den Neubau weichen musste! Ob das Detail (nicht Hans Sachs) der Giebelseite sowie deren Dachausbildung beim Neubau berücksichtigt bzw. mit auf genommen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Wäre für eine abschließende Beurteilung sicher interessant zu wissen.

      img262.imageshack.us/img262/6336/wrb148.jpg
      (Modernisierte) Front zur Kaiserstraße, bestehend aus ehemals zwei Parzellen (hier noch ablesbar)

      img262.imageshack.us/img262/2583/wrb157.jpg
      Rückwärtige Bebauung Schuhhaus Böhler, vor dem Abbruch

      Die Bilder entstanden im Oktober 2004

      Vielleicht macht es Sinn diese Inhalte in die Rubrik Waldshut zu verschieben?


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Ausmaß des Abbruchs/Dimension des Neubaus
      img504.imageshack.us/img504/4199/cawt1.jpg

      Die rückwärtige Bebauung des Neubaus im Rohbau
      werne-gruppe.de/tl_files/press…/2009/20090116_sk_cua.pdf

      Ein Zeitungsartikel zum Projekt:
      werne-gruppe.de/tl_files/press…/2009/20090116_sk_cua.pdf


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Abbruch des Waldschlosses vor knapp 30 Jahren

      "Seit 25 Jahren arbeitet die Kreisbehörde in ihrem Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des ehemaligen Waldschlosses. 40 Millionen DM kostete der Bau, der nach den Plänen des Waldshuter Architekten Otto Thoss verwirklicht wurde. Trotz massiver Proteste wurde das Waldschloss im Oktober 1980 abgerissen. Am 3. Mai 1984 wurde der Neubau des Landratsamtes eingeweiht."

      Waldshut-Tiengen: Landratsamt: Eine schwere Geburt | SÜDKURIER Online

      Warum erinnert einen das Prozedere an die vielfach festzustellende Vorgehensweise zahlreicher, "repräsentativer" Politiker und jüngst entfernt, dafür im großen Stil, an Stuttgart 21? :boese:


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Nun, zumindest die Straßenseite ist doch - trotz Punktabzügen wg. des Erdgeschosses - für einen Neubau recht gelungen. Wie einfach anständiges Bauen sein kann...

      Da, wo einst in der Waldshuter Rheinstraße neben der Spitalkapelle das „Grüne Haus“ stand, erstrahlt jetzt die Fassade des neuen Gebäudes in dezentem Blau. Ein Jahr nach dem Abriss des über 400 Jahre alten Gebäudes ist der Neubau mit vier Wohnungen, insgesamt 530 Quadratmetern Wohnfläche, fertig. Damit ist in der Rheinstraße 51 ein Haus mit zwei Gesichtern entstanden. [...]
      Waldshut-Tiengen: Neues Haus mit zwei Gesichtern | SÜDKURIER Online
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Das "grüne Haus" einst...

      img7.imagebanana.com/img/fmnwddpx/Unbenannt1.jpg
      img6.imagebanana.com/img/3isedwls/Unbenannt2.jpg

      In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich dieses Eckhaus, das seinerzeit für den Neubau von C&A abgebrochen wurde:
      img6.imagebanana.com/img/qefe8abi/wrb157.jpg

      Bildquellen: eigene (Oktober 2004)

      Das Vorgehen in Waldshut hat vergleichbare Züge mit den Vorgängen in Landshut. Wenngleich ich nicht jedem Hausbesitzer unterstellen möchte, dass er den Bestand lediglich aus dem Weg räumen möchte, habe ich auf Grund der Erfahrungen des Denkmalschutzes in Baden-Württemberg Bedenken hinsichtlich von Entscheidungskompetenzen und Abwägungskriterien der Landesdenkmalpflege. Dass die Ergebnisse allemal besser sind als irgendeine modernistische Altstadtinterpretation oder ein mit Gestaltungsunvermögen gedämmter Zweckbau, darüber besteht wohl kein Zweifel.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

      The post was edited 1 time, last by zeitlos ().

    • Eisenbahnstraße 1, Rheinschloss

      Wer von Südosten nach Waldshut kommt, bemerkt als das erste Haus der Stadt ein hochragendes Gebäude von 1900, das den hochtrabenden Namen "Rheinschloss" trägt. Das Grundstück ist extrem steil und liegt eingezwängt zwischen der Bundesstraße B 34 und dem Rhein, ist aber 7400 m² groß. Die Ausssicht zum Rhein und in den Aargau (mit dem Atomkraftwerk Leibstadt im Hintergrund) ist sagenhaft.


      Blick auf den Rhein bei Waldshut [CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], by Buchstapler (Own work), from Wikimedia Commons
      (Rheinschloss links im Bild)

      panoramio.com/photo/114994517
      flickr.com/photos/53966803@N02/

      Der Eigentümer möchte anstelle des Rheinschlosses ein modernes Wohnhochhaus errichten.

      2010: suedkurier.de/region/hochrhein…Haenden;art372623,4502422
      panoramio.com/photo_explorer#v…er=date_desc&user=7457866

      Brand am 11.11.14:
      suedkurier.de/region/hochrhein…uf-B-34;art372623,7396782
      suedkurier.de/region/Waldshut-…00-Euro;art372623,7396930

      aargauerzeitung.ch/aargau/zurz…chloss-aussehen-128050268

      rheinschloss.de/wp/

      und sicherlich weitere Seiten:
      google.de/search?q=Waldshut+%2…h&q=Waldshut+Rheinschloss
    • Warum nennt man den geplanten Neubau eigentlich auch noch "Rheinschloss"? Mit einem Schloss hat das ja nicht ansatzweise etwas zu tun. Man könnte es, wenn die Namensgebung schon so beliebig ist, auch "Die neue Pyramide von Gizeh" oder "Petersdom" nennen. Allenfalls der Name "Rheinblock" würde halbwegs das ausdrücken, was auch real geplant ist.
      (Zum Glück ist es ein Solitärbau, der allenfalls die Landschaft beeinträchtigt, aber kein Stadtbild verschandelt.)
    • Das Rheinschloss ist in der Tat keine Schönheit, jedoch aufgrund der herausstechenden Größe doch irgendwie einzigartig. Warum nur wurde damals dort so ein großes Gebäude errichtet? Ist dies aufgrund der Einzigartigkeit vielleicht sogar ein Grund für den Denkmalschutz? Wenn das Gebäude an sich nichts mehr wert ist und es abgerissen werden kann, wäre ich jedoch dafür, an dieser Stelle kein weiteres Hochhaus zu errichten. Wenn man die Lage und den Blick will, dann soll man gefälligst den Altbau erhalten. Man kann ja nach hinten hin Balkone anbauen.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Booni wrote:

      Das Rheinschloss ist in der Tat keine Schönheit, jedoch aufgrund der herausstechenden Größe doch irgendwie einzigartig. Warum nur wurde damals dort so ein großes Gebäude errichtet? Ist dies aufgrund der Einzigartigkeit vielleicht sogar ein Grund für den Denkmalschutz? Wenn das Gebäude an sich nichts mehr wert ist und es abgerissen werden kann, wäre ich jedoch dafür, an dieser Stelle kein weiteres Hochhaus zu errichten. Wenn man die Lage und den Blick will, dann soll man gefälligst den Altbau erhalten. Man kann ja nach hinten hin Balkone anbauen.
      Es war als normales Mietshaus in einer Reihe mit anderen Häusern geplant, ich versteh auch nicht warum das alte Haus "Schloß" heißt...

      rheinschloss.de/wp/die-geschichte/
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Booni wrote:

      Warum nur wurde damals dort so ein großes Gebäude errichtet?
      Man hat vorgehabt, den ganzen Bereich zwischen der Altstadt und der Schmittenau zusammenhängend zu bebauen. Das hätte 1 km Gründerzeitbebauung bedeutet. Glücklicherweise ist das nicht gekommen, sonst wäre der Zugang zum Rhein in Großstadtmanier zugebaut worden. Das einzige verwirklichte Gebäude aber wird doch wohl noch erhalten werden dürfen.
    • Hahaha, das "Rheinschloß"... im Gebäude drin war ich nie, kenne es nur von der Straße und vom Rhein aus.
      Da ich in der Gegend aufgewachsen bin, erinnere ich mich an die Gerüchte im Laufe der Jahrzehnte:

      (in den 1970ern) - dort sind die Wände der unteren Wohnungen, die an den Berg gebaut sind, ständig feucht und schimmlig.
      (1980er) - die Wohnqualität ist so mies, man findet keine Mieter.
      (1990er, 2000er) - man findet keine regulären Mieter, ein Anwalt, der den Bau übernimmt, läßt Asylanten einziehen.

      Das Weitere entnehme ich Zenos Links.

      Wer die Leute sind, die da einen Block hinbauen wollen, weiß ich nicht.
      Er wird aber die selben Feuchtigkeitsprobleme haben an dem steilen Hang wie das Vorgängerhaus.

      Grundsätzlich bin ich in diesem Fall nicht unbedingt für Erhaltung, denn es steht völlig solitär und seine Nicht-Anbindung für Autos neben der vielbefahrenen Bundesstraße macht es zu einem immerwährenden Armenhaus.
      Es hat schon seinen guten Grund, warum man in der expansionsfreudigen Gründerzeit von einer weiteren Bebauung der Rheinhalde abkam.
      "Rheinschloß" hieß das Gebäude wohl schon in den 1970ern, und der Name war immer halb-spöttisch. Ich meine, es hatte damals noch gründerzeitliche Gesimse und (verhältnismäßig sparsame) Verzierungen, daher kam auch der Übername. Gleichzeitig war es für seine Feuchtigkeit berüchtigt, es galt als Paradebeispiel für "außen hui, innen pfui".
      Die Fassade wurde wohl in den 1990ern ruiniert.
      Ich meine, die Bäume davor waren in den 1970ern nicht oder nicht so hoch. Man hat das Haus wohl aus Scham so zuwachsen lassen.

      Was ich heute noch tief betrauere, ist der Verlust des Waldshuter Waldschlößchens in den frühen 1980ern.
      Da wurde das scheußliche Landratsamt hingeklotzt.
      Das Waldschlößchen war eine ehemalige Brauerei und ein wunderhübsches Jugendstilgebäude, das auf der Westseite an der Einfahrt nach Waldshut einen freundlichen Willkommensakzent setzte.
      Meiner Meinung nach hätte man das durchaus zum Amtsgebäude umbauen können, aber man wollte ums Verrecken nicht. Leider gab es auch zuwenig Leute, eine längere Hausbesetzung durchzuhalten.
      Im Fall eines anderen sehr schönen Hauses - das gegenüber der Albbote-Druckerei, in dem jetzt lange (oder ist noch?) eine chinesische Wirtschaft residierte, gelang es, dieses mittels Hausbesetzung zu retten.

      Das Kornhaus zu erhalten war auch immer ein Problem und ist es noch.

      Die östliche Zufahrt zum Tor vom Bahnhof ab steht immer unter Druck; mir mißfällt sehr der 1960er-Neubau des neuen Amtsgerichtsgebäudes und die weiteren Neubauten von Volksbank und Juwelier Jäger. Da gehören mMn "traditionellere" Formen hin, mit Steinfassaden und geteilten Lochfenstern und Sattel- oder Walmdächern und evt. Rundbogen. Sie dürfen dort schon so hoch sein, wie sie sind, aber die Fassaden- und Dachgestaltung müßte anders aussehen, weil eigentlich vom Bahnhof ab die Altstadt beginnt.

      Nun nochmal zum Stand der Dinge beim "Rheinschloß"...
      Der Entwurf für den Neubau gefällt mir nicht. Diese alberne "Welle" in der Fassade macht nichts besser.
      Die Idee, bis zum Ufer runter zu bauen und dort einen Bootssteg anzulegen und im Haus eine Gastronomie mit Rheinblick zu haben, gefällt mir jedoch sehr gut, evt. könnte man noch einen Uferweg bis zur Altstadt anlegen, so daß der Neubau dann ein Ausflugspunkt für Rheinspaziergänge werden könnte bzw. ein weiterer Fußweg zum Freibad. Gegen eine sinnvolle Autoanbindung und Tiefgarage ist nichts zu sagen, das ist teuer, aber nötig und wird einige Pfund Gehirnschmalz brauchen.
      Grundsätzlich bin ich sehr für Balkone, Terrassen, Loggien an Neubauten, aber solche ungegliederten einfältigen Bänder ringsum bringens auch nicht. Das gehört anders gemacht. Auch der streifenförmige Vorbau am Hang gehört irgendwie anders, das ist Waldshut und nicht Thera.
      Daß der Neubau höher werden soll als der Altbau, finde ich dort an dieser Stelle nicht schlimm bzw. durchaus passend, wenn/weil es ein Solitär bleibt.
      Aber ich hätte gern ein Walmdach mit Fenstern à la belle epoque drauf und eine gegliederte Fassade, nicht so ein Modernistenquark.
    • @zeitlos: Nein, ich habe leider keinerlei tiefergehende Informationen, kenne auch niemanden, der aktuell in WT wohnt.
      Ich bin auf den Südkurier und gelegentliche Staumeldungen meiner Mutter angewiesen.

      Habe mir die rheinschloss.de-Website vom Herrn Stärck noch genauer angeschaut.
      Von der Schmittenau her (Ostfassade) sieht der Neubauentwurf doch nicht so schlecht aus. Die Ansicht von WT Richtung Schmittenau (Westfassade) hat mir ziemlich mißfallen, von der anderen Seite sieht es auf der schwarz-weiß-Zeichnung recht gegliedert aus, wenn auch modernistisch.
      Es ist halt so, was an dem Gründerzeit-"Rheinschloß" jederzeit mißfallen hat, sind die sichtbaren Brandmauern, die einen von der Straße her in jede Richtung anglotzen, weil die Nachbarhäuser eben nie gebaut worden sind.

      Das tiefere Problem, warum Herr Stärck trotz zumindest anfangs begeistertem Gemeinderat wohl noch nicht bauen darf, dürfte auf den Namen "B34" hören, ist jedenfalls meine Einschätzung von außen.
      Die ist seit mind. 10 Jahren ein Nadelöhr mit ständigen Staus.
      Vermutlich überlegt man sich auf der Ebene Kreis/Land, ob man die nicht verbreitern sollte - dann müßte das "Rheinschloß" sowieso weg, ein Neubau wäre dann nur zum Rhein hin versetzt möglich.
      Und ob man dann dort eine Einfahrt genehmigen wollte, ist ziemlich fraglich...
      Auf der anderen Seite den Hang hoch kann man die Straße nicht verbreitern, weil dort die Bahngleise sind.
      Wo man die Autobahntrasse hinquetschen will, ist mir auch nicht klar. Die Hochrheinautobahn ist ja so ein Flickwerk, das u.a. an Waldshut nicht vorbeikommt.
      Die Zollabfertigung haben sie jetzt aufs ehemalige Lonzagelände verlegt, und es ist immer noch Stau um den Zoll, das Fährhaus (ein sehr gutes Restaurant, ich habe viele Familienfeiern dort erlebt) soll abgerissen werden oder ist schon abgerissen, ich bin schon eine Weile nicht mehr dort gewesen.
      Kurz gesagt, man weiß nicht recht, wie man das Verkehrsaufkommen bändigen soll und kann.
      Das halte ich für zu erwartende Veränderungen und Eingriffe in die Gebäudesubstanz für ein wichtiges Movens.
    • Für meine Begriffe ist die gegenwärtige Situation beim Rheinschloss der Beweis dafür, dass an diese Stelle einfach überhaupt nichts hingehört. Der Bau des Rheinschlosses ist imgrunde eine Fehlinvestition gewesen und das rächt sich jetzt eben. Andererseits hat das markante Gebäude stadtbildprägende Wirkung. Meines Erachtens sollte man es nach Möglichkeit erhalten. Ansonsten ersatzlos abbrechen, aber dann eben nichts mehr hinbauen. Und schon gar nicht ein modernistisches Hochhaus, das alle Maßstäbe sprengt.

      Mich wundert aber, dass sich in diesem Forum von Gründerzeitanbetern sonst niemand zu finden scheint, der für den Weiterbestand des stadtbildprägenden, gründerzeitlichen Gebäudes eintritt.


      Ein schwerwiegender Verlust aber wäre es, wenn das Fährhaus abgebrochen würde. Es steht schon noch. M. E. sollte nach Möglichkeit im Bereich der Wutachmündung eine neue Rheinbrücke errichtet werden, so dass die jetzigen Brückenköpfe entlastet werden, auch der in Koblenz.
    • Gründerzeitbauten sind super, wenn sie Blockbebauung bilden und ordentliche Eckhäuser haben. Ein einzelnes Gründerzeithaus mit nackten Brandwänden links und rechts ist eine Bauruine oder Nachkriegskrankheit. Man kann diese Krankheit normalerweise ganz einfach heilen, indem man angrenzende Häuser baut.
      Aber wie will man das beim "Rheinschloß" machen, wo das in mehr als 100 Jahren keiner gewagt hat?
      (Hier in Charlottenburg in der Nähe gibt es auch ein falsch gestelltes Gründerzeithaus, wo ein Bauunternehmer schneller war als die Straßenplanung. Leider habe ich keine Kamera, sonst würde ich mal Fotos davon machen).

      "Einfach gar nicht bebauen".
      Das wäre wahrscheinlich das Einfachste, was den Straßenplanern am liebsten wäre.
      Indes... es liegt natürlich auch daran, daß ich vor kurzem am Lago Maggiore Urlaub machen konnte, und so ein auf der Halde zwischen Wasserzugang und Straße eingequetschtes Haus hat einfach einen enormen Charme, kann ich nur sagen... ich kann schon verstehen, daß man die Lage nicht so einfach aufgeben will, auch wenn man im unteren Bereich des Hauses sich womöglich Rheuma zuzieht, weil da im Winter gern mal der Nebel draufsteht. Es ist halt schon so ein bißchen der Tucholsky-Traum "vorne die Ostsee, hinten die Friedrichstraße".

      Etwas weniger von fern Assoziiertes, mehr aus der Erinnerung geholtes, nenne ich mal "Waldshuter Stadteingang".
      In meiner Kindheit und Jugendzeit war der Anblick, auf der B34 aus Richtung Schmittenau kommend, stets: Stellwerk, Rheinschloß, Schopf, ein bißchen Grün, und dann fing Waldshut an.
      Stellwerk und Rheinschloß waren gewissermaßen das äußere Tor, die äußere Stadtmarkierung.
      Das Stellwerk ist weg, der Schopf wurde angekokelt, das Rheinschloß kränkelt ohne Gesimse und mit seinen ewig unfertigen Brandwänden vor sich hin.
      Wenn das nun auch noch weg wäre, finge Waldshut gewissermaßen weiter oben an, ohne ein solches Ausrufezeichen "jetzt kommt Stadt!".
      Fände ich jetzt irgendwie auch nicht so gut, so einen "schleichenden" Anfang.

      "Neue Rheinbrücke Nähe Wutachmündung"
      wäre wahrscheinlich wegen dem Zoll, der bei der Lonza endlich genügend Platz hat, nicht verkehrt - aber ein paar Tränchen darf ich schon verdrücken über das Idyll der Wutachmündung, wo stets die Angler standen und der Schilf wuchs und die Wasserschlösser stehen (das war so selbst als die Lonza noch in vollem Betrieb war), wenn die mit einer Brücke belärmt wird?