Brandenburg an der Havel

  • Wow, Brandenburg scheint eine schöne Stadt zu sein. Besonders schön finde ich die St.-Jakobus-Kapelle auf dem letzten Bild. Die sollte unbedingt mal jemand restaurieren. Kann doch nicht so teuer sein, bei so einem kleinen Kirchlein.


    Faszinierend finde ich die Innenansicht der Nikolaikirche. Wirkt die Backsteingotik bei Sakralbauten irgendwie monumental, erinnert mich diese romanische Backsteinbasilika eher an eine U-Bahn-Haltestelle oder einen Industriebau.

  • Quote from "Sebaldt"


    Brandenburg, Roland (ursprünglich in der Neustadt)


    Ist Euch eigentlich beim Roland das Gewächs auf dessen Kopf aufgefallen? Weiß jemand was es damit auf sich hat? Unkraut ist es nicht, sondern es soll einen praktischen Sinn erfüllen.

    Für weniger Ideologie!

  • Quote from "Schloßgespenst"

    ... Schade, daß in so vielen Städten der Bahnhof im Stadtteil "Würg!" liegt und man kaum ahnt, daß da noch was sehenswertes kommt. In Heidelberg ... ist das ja auch so ...


    Ja, definitiv! Wenn man Bergheim sieht, weiß man, dass man im Rhein-Neckar-Raum ist und nicht im Voralpenland.


    Quote from "Sebaldt"

    ... Lediglich südlich des Zentrums gibt es im Innenstadtbereich sowie am Neustädtischen Markt einige DDR-Bauten, die sich jedoch architektonisch in Grenzen halten, da sie gut renoviert wurden und nicht wirklich etwas zerstören. ...


    Dieser Bereich beidseits der St.-Annen-Straße ist der erste Eindruck für den, der von Süden kommt:
    http://maps.live.de/LiveSearch…ne=10840584&style=b&lvl=1


    Wo ist eigentlich die Jakobuskapelle - in welcher Straße? Hier in der Denkmalliste steht's auch nicht:
    http://preview.bldam-brandenbu…7/01BRB_2007_Internet.pdf

  • Quote

    Ist Euch eigentlich beim Roland das Gewächs auf dessen Kopf aufgefallen? Weiß jemand was es damit auf sich hat? Unkraut ist es nicht, sondern es soll einen praktischen Sinn erfüllen.


    "Sebaldt" fragt ja Dinge, die für die 500.000 Euro-Frage bei "Wer wird Millionär?" geeignet wären.
    Ich bin nach Recherche fündig geworden: Es ist ein Büschel Donnerbart.


    http://www.stadt-brandenburg.d…andenburg/index.php?id=84
    "Auffallend das Standbild des Roland mit seiner Plattenrüstung, das Schwert mit der Rechten senkrecht in die Höhe, die Linke am Dolch, in einer Mulde auf dem Kopf das Büschel Donnerbart. Der Legende nach soll die Pflanze den Roland vor Blitzschlag schützen."


    Donnerbart wird wohl auch Dach-Hauswurz oder "Sempervivum" genannt. Ein Kraut, das gegen Verbrennungen, Geschwüre und Warzen dienen soll. Einst wurde daraus wohl auch Hexensalbe gefertigt.
    http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Semperv%C4%ABvum


    Wer allerdings dieses Büschel pflegt und hegt, ist mir nicht bekannt. Vielleicht die Heinzelmännchen?

    Edited once, last by Heimdall ().

  • So, Sie meinen also es schützt vor Blitzschlag? Hmmm... Sicher? Sie können auch zu Hause mitraten.... ;-)


    Richtig! Ich frag mich jetzt nur wo ich die 500.000,- her nehmen soll. :?


    ------


    Am Neustädtischen Markt zu Brandenburg plant man die Errichtung einer Einkaufspassage. Was haltet ihr von dem Bau:


    http://www.sanktannengalerie.de/

    Für weniger Ideologie!


  • ( http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=67402#p67402">viewtopic.php?p=67402#p67402)



    Hmmm. Sieht aus wie ein Mini-Alexa (Alexanderplatz). Nicht gerade mein Geschmack. Allerdings ist der ist-Zustand unerträglich:


    http://maps.live.de/LiveSearch…ne=10840605&style=b&lvl=1


    Eine Reko des Neustädter Rathauses ist offenbar nicht geplant (dort stand der Roland bis 1945).



    Moderationshinweis (Zeno):
    Fundstelle des Zitats aufgenommen, um infolge der Umordnung von Beiträgen verlorengegangene Bezüge wiederherzustellen

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Quote from "Däne"

    Nicht gerade mein Geschmack.


    Ich find's Klasse! Noch besser wäre es natürlich gewesen, die Front auch harmonisch in den Dachbereich überzuleiten - aber in Anbetracht der üblichen ECE-Center eine wohltuende und erstaunlich historisierende Abwechslung.


    Ich empfehle übrigens einen dringenden Blick in das Video von der Grundsteinlegung auf der Startseite! Ein ungefähres Zitat aus dem Video lautet:

    Quote

    Im Vergleich zu anderen Einkaufszentren kehrt mit dieser Architektur ein Stück Warenhauskultur des 19. Jahrhunderts zurück.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Dafür ist es dann doch wieder zu billig- es erinnert eher an das "Friedrichstadtpalast" der DDR in Berlin.
    Es hat aber anscheinend interessante archäologische Grabungen gegeben.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Mir gefällt die Warenhaus-Galerie eigentlich ganz gut. Sie fasst die Straße wieder ein und ist auf jeden Fall an dieser Stelle eine städtebauliche Verbesserung.

  • Das die Kriegslücke im Stadtzentrum geschlossen wird, ist natürlich sehr positiv. Dennoch wirkt es ziemlich billig wie ein grosser weisser Schuhkarton mit ein paar drauf geklebten historisierenden Fassadenelementen.
    Besonders auffällig, das (so ein grosser) Bau bereits nach einem Jahr fertiggestellt sein soll...

  • Quote from "Hildi"

    Das die Kriegslücke im Stadtzentrum geschlossen wird, ist natürlich sehr positiv. Dennoch wirkt es ziemlich billig wie ein grosser weisser Schuhkarton mit ein paar drauf geklebten historisierenden Fassadenelementen.
    Besonders auffällig, das (so ein grosser) Bau bereits nach einem Jahr fertiggestellt sein soll...


    Viele ostdeutsche Städte schrumpfen und versuchen den Handel wieder von der grünen Wiese in die Stadt zu bekommen. Wenn man einen Investor findet der, bei einem Überangebot an Verkaufsfläche und schrumpfender Nachfrage, gewillt ist eine solche Investition in der Innenstadt zu tätigen dann geht man mit dem um wie mit einem rohen Ei. Nur nicht verschrecken.

  • Quote from "Karasek"

    Wenn man einen Investor findet der, bei einem Überangebot an Verkaufsfläche und schrumpfender Nachfrage, gewillt ist eine solche Investition in der Innenstadt zu tätigen dann geht man mit dem um wie mit einem rohen Ei. Nur nicht verschrecken.


    Und wenn er dann noch so historisierend baut, und zudem noch historischen Altbestand integriert und nicht wie in Schweinfurt oder Fürth abreißt, dann ist das für mich ein absoluter Grund zur Freude und ich danke dem Investor für seinen Versuch, alte Stile aufzugreifen und dem Bedarf und Investitionsvolumen anzupassen, anstatt sich selbst zu rühmen mit modernistischen Phrasen.

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    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Quote

    und zudem noch historischen Altbestand integriert


    Das dürfte bei dieser Einkaufsgalerie die Frage sein... Es wäre zumindest schöner anzusehen, wenn man nicht die 08/15 Grundzüge vom "weissen Schuhkarton" erkennen könnte.

  • Hildi - nix versteh :?:


    Was hat jetzt der Schuhkarton mit dem Bürgerhaus am Markt zu tun, das in das Projekt integriert wird?

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  • Brandenburg sieht in der Tat sehr nett aus, beinahe großartig. War erst gerade dort. Eine Art altes Breslau in Mittelstadtformat.
    Hier wäre allerdings dringend auf unbedingte Rekos des Neustädter Marktes hinzuweisen, vor allem auf das Neustädter Rathaus und das (fälschlicherweise so genannte) Kurfüstenhaus.
    Bedauerlicherweise fehlt Brandenburgs Neustadt derzeit jegliche Mitte, und die derzeit in Bau befindliche albern- anbiedernde Einkaufspassage wird das Kraut auch nicht fett machen...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "ursus carpaticus"

    albern- anbiedernde Einkaufspassage


    Besser Bauhaus Alpinaweißputz-Glas-Stahl? Ich bin mit dieser Passage in Anbetracht der Möglichkeiten sehr zufrieden.

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  • Ja, schon, aber ich mein, das bringt doch nichts. So wird nie eine den Anforderungen einer Stadt wie Brandenburg adäquate Mitte entstehen. Hier hilft nur Abriss der bestehenen Neubauten, Reko des Rathauses sowie hochwertige neue Architektur (zumal man, leider, die komplette Reko des Platzes als unrealistisch ansehen muss).
    Anpassungsarchitektur ist sinnlos, wenn es nichts mehr gibt, dem man sich anpassen könnte.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ansichtssache ... Architektur ist naturbedingt immer von längerer Dauer. Wenn ich da wählen kann zwischen einem potthässlichen Betonklotz oder aber einer zumindest halbwegs an organische Formen angelehnten Konstruktion, würde ich mich für letzteres entscheiden. Klar - besser wäre natürlich ein Reko aber solange ich nicht das alleinige Sagen habe, wird da wohl nix draus. :zwinkern: