Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Nordhausen

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    • Nordhausen (psv) Für drei Grundstücke in der Nordhäuser Altstadt konnte jetzt Bau- und
      Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan die Baugenehmigung übergeben. Die Eigentümerin der
      Grundstücke Altendorf 44, 45 und 46, Monika Schott aus Erfurt, freute sich über die schnelle
      Bearbeitung der Genehmigung.

      „Die mehrfach überformten Fachwerkhäuser sind kulturhistorisch für Nordhausen sehr interessant und aufschlussreich. Sie weisen zum Teil noch Bausubstanzen aus dem 16. Jahrhundert auf, die Kellergewölbe teilweise sogar aus dem 14. Jahrhundert“, erklärte die ehemalige Denkmalpflegerin Schott. Deshalb sei sie motiviert, durch eine denkmalgerechte Sanierung, den historischen Stadtkern wieder aufzuwerten.

      In den drei Häusern sollen nach Schotts Plänen insgesamt sechs Wohnungen, ein Café und ein
      Ladengeschäft entstehen. In diesem Jahr wolle sie mit der Kellersanierung beginnen. Die Bauzeit schätzt sie mit zwei bis drei Jahren ein.


      Quelle: nordhausen.de/news_termine/news_lang.php4?ArtNr=9068



      maps.google.dk/maps?hl=da&sour…0.004812&t=h&z=18&iwloc=A
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Ja, schlecht aber zu erwarten.

      Die Oberbürgermeisterin Rinke (SPD) regiert die Stadt seit Jahr und Tag und wird immer wieder gewählt.
      Neustes Bonmot: in der noch zu DDR-Zeit abgerissenen nördlichen Bäckerstrasse soll nicht etwa Wohnbebauung entstehen (das Thema wird seit 20 Jahren ignoriert) sondern Frau Rinke will sich endlich ihren "Traum von einem Generationenspielplatz"(!) erfüllen, denn, und jetzt kommt es: "auch in Altstädten muss es Freiräume geben, kleine grüne Lungen sozusagen". Die Ignoranz kennt also keine Grenzen. In Nordhausen wo sowieso nur noch rudimentäre Reste einer prächtigen und sehr wohlhabenden Reichsstadt existieren, müssen "Freiräume" geschaffen werden.

      Eine Verdichtung wäre der einzig gangbare Weg um soetwas wie Leben in das Zentrum zu bekommen, stattdessen werden immer neue Baugebiete auf der grünen Wiese für Einfamilienhaustristess ausgewiesen. Hier wird bis zum heutigen Tag Politik aus der Mottenkiste der Neunziger durchgezogen wo andere Städte schon längst umgeschwenkt haben. Man hört ja so oft von einem Rückzug von der grünen Wiese in die Städte, hier passiert das Gegenteil. Jemand mit etwas Geld in der Tasche kann im Prinzip mangels Alternativen nur JWD bauen da die Stadt Nordhausen Bereiche wie die Bäckerstrasse aufkauft und als Brache belässt.

      Aussicht auf Änderung? Nein. Die Stadt will eigentlich nur ihre Städtische Wohnungsbaugesellschaft im Spiel halten. Wo würde man denn hinkommen wenn die Leute aus ihren Blöcken ausziehen weil es angenehmere und urbanere Alternativen gibt?
      Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.

      The post was edited 2 times, last by Stutzen ().

    • Seh ich genauso, leider haben die Verantwortlichen eine ganz eigene, andersartige Auffassung der Realitäten. In einer Festrede der werten Frau Oberbürgermeisterin im Vorfeld der Landesgartenschau 2004 lautet es etwa:

      Am Ende dieser Umbauphase stehen neue Stadtbilder. Wir wissen, dass eine Stadt nur dann Heimat ist, wenn sie charakteristisch bleibt. Wir haben den Versuch unternommen, mit historischer Aufrichtigkeit das Stadtzentrum aus der Einförmigkeit zur einem unverwechselbaren bunten Bild zurückzuführen.

      Nicht historische Unversehrtheit und nobler Glanz machen eine Stadt liebenswert, sondern Vielfalt pulsierendes Leben und das Erlebnis von Gemeinschaft. Dem wollen wir mehr Raum geben. Dazu sollen die neu gestalteten Wege und Plätze und Treppen, der Stadtrundgang, das Frauenberger Kloster, die Aussichtsplattformen, die kleinen Gärten und die großen Spiel- und Erlebnisflächen beitragen. Die Stadtmauer, vor deren Kulisse das Neue entsteht, soll dabei als Gedächtnisspeicher dienen.

      Komischerweise will trotz der eigens dazu ersonnenen Politik einfach kein "pulsierendes Leben" Einzug halten, naja was solls, ist halt so.
      Von der Verwaltung wird die Zerstörung durch Bomberverbände und DDR-Irrsinn in kongenialer Weise fortgeführt.
      Falls nicht gesondert erwähnt: die Bilder sind selbst erstellt.

      The post was edited 1 time, last by Stutzen ().

    • Stutzen wrote:

      leider haben die Verantwortlichen eine ganz eigene, andersartige Auffassung der Realitäten.

      Das haben Modernisten immer und hat nichts mit Nordhausen zu tun. Die Ideologien sind nicht aus den Köpfen zu bekommen, da haben Gehirnwäsche im Studium und das alltägliche Wiederkäuen unter Seinesgleichen zumeist ganze Arbeit geleistet. Diese Herrschaften leben in einer komplett anderen Welt und es ist so gut wie unmöglich, ihnen unsere Denkansätze nahezubringen. Die Bürgerinitiativen, die allerorten entstehen, sind rührend, können aber mit sehr viel Energie nur sehr wenig bewirken. Und der Großteil der Gesellschaft hat sowieso andere Interessen. Ich sehe keinen Ausweg aus dem Teufelskreis, unser Hobby ist ein tragisches Hobby.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Zeno wrote:

      Dieser Neubau einer Bibliothek ist einfach nur der totale Horror. Diesen Bau empfinde ich als wesentlich brutaler als das, was der Brutalismus hervorgebracht hat.


      Das sehe ich nicht ganz so, obwohl ich ja kein expliziter Anhänger der Baumoderne bin. Mit hochwertigen Materialien (Naturstein) ausgeführt hat der Bau durchaus seine Eleganz, seinen Charme. Ein wenig 60er Jahre-Retro der besseren Art schimmert da durch. Auch in den Dimensionen scheint er mir noch überschaubar. Also, im Vergleich finde ich sicherlich die Mehrzahl des hiesigen derzeitigen modernistischen Bauvolumens brutaler und inakzeptabler.

      Allerdings, und da gebe ich meinen Vorrednern natürlich recht, kann die Lösung für eine gebeutelte Stadt wie Nordhausen nicht sein, modernistische Gebäude in ihr Zentrum zu setzen, Brachflächen zu fördern und das dann noch mit den verqueren Kaugummi-Begriffen der "Buntheit" oder "Vielfalt" zu verklären. Ganz klar ist in einer solchen Stadt die stilitisch angepasste innerstädtische Verdichtung das Gebot der Stunde. Dazu die Sanierung bedrohter Substanz. Und eventuell auch die ein oder andere Rekonstruktion eines wertvollen Gebäudes - obwohl man davon dort wohl gedanklich noch sehr weit entfernt ist. Nichts spricht natürlich dagegen, für die Zwischenzeit die bestehenden Brachflächen gärtnerisch herzurichten.

      youngwoerth wrote:

      Die Ideologien sind nicht aus den Köpfen zu bekommen, da haben Gehirnwäsche im Studium und das alltägliche Wiederkäuen unter Seinesgleichen zumeist ganze Arbeit geleistet. Diese Herrschaften leben in einer komplett anderen Welt und es ist so gut wie unmöglich, ihnen unsere Denkansätze nahezubringen.


      Gut formuliert.
    • Vielen Dank, Stutzen. Diese unerträgliche Zeit kann wirklich nur als Hölle bezeichnet werden. Bitter, zu was der Mensch fähig ist. Da erscheinen einem unsere hier diskutierten Probleme vollkommen nichtig.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Der Verein "Südharzer Fachwerkzentrum Nordhausen e.V." hat das Gebäude Altendorf 48 erworben und bereits erste Gelder aus Lottomitteln und Spenden der Lesser-Stiftung eingenommen, natürlich können auch alle Anderen etwas beitragen. Sehr tolles Projekt in einer ignorierten Rest-Altstadt.

      Link zum Verein: Südharzer Fachwerkzentrum Nordhausen e.V.

      Unter anderem sollen die Bohlenstube mit Bemalungen, Brunnen und Backstube wiederhergestellt werden. Später werden Teile vermietet sowie ein Fachwerk-Dokumentationszentrum eingerichtet.

      TA-Video: "Altendorf 48": Verein rettet Nordhäuser Fachwerk-Juwel.

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    • Domstrasse 12



      Die Städtische Wohnbaugesellschaft (SWG) wird eines der ältesten Gebäude Nordhausens sanieren und damit wieder beleben - das Haus Domstraße 12 in der Nordhäuser Altstadt. Wann die Sanierung beginnt, hängt von der Freigabe der beantragten Städtebau-Fördermittel ab. Wahrscheinlich ist der Baustart im nächsten Jahr. Nordhausen. Nach der Sanierung soll hier die Nordhäuser Jugendkunstschule einziehen. Bei den Voruntersuchungen am Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, wurde zudem im ersten Obergeschoss eine komplett erhaltene Bohlenstube gefunden. Sie stammt aus dem 15./16. Jahrhundert.


      Erfreuliche Nachricht! Mehr Infos und Bilder: Belebung für Nordhäuser Altstadt: SWG saniert historisches Haus – Nordhausen | Thüringer Allgemeine

      Wie oben erwähnt wird Altendorf 48 auch saniert: Nordhausen: Ein Dachziegel für Altendorf 48 – Nordhausen | Thüringer Allgemeine
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

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    • Das Kriegerdenkmal aus den 20er Jahren am Nordhäuser Geiersberg ist fertig saniert.

      thueringer-allgemeine.de/start…iert-uebergeben-709886064
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Schärfgasse

      Die maroden Häuser an der Schärfgasse (Abbildung im Jahr 2011) werden in Kürze endlich saniert und instandgesetzt.


      Bis Ende nächsten Jahres soll ein Teil der Altstadt in neuem Glanz entstehen. Heute wurde in der Schärfgasse der Startschuss gegeben. Und auch ein altes Nordhäuser Wahrzeichen könnte bald seine Wiederauferstehung feiern...


      Neue alte Altstadt - NNZ Online

      Oberbürgermeister: SWG plant Wohnviertel in der Schärfgasse und investiert 2,5 Millionen -
      nordhausen.de

      Sanierung Schärfgasse , Nordhausen - Architekten Graf und Partner
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Bei der Pfaffengasse 9 hat es offenbar keine gute Wendung genommen - die Fotos habe ich vergangenes Wochenende aufgenommen. Schräg gegenüber steht der Walkenrieder Hof, eine Niederlassung des Klosters, die wohl bis ins 13. Jh. zurückreicht. Inwieweit die Baulichkeiten so alt sind, ist mir allerdings nicht klar. Nebenan ein wunderschönes klassizistisches Gebäude, hervorragend saniert, bis auf eine häßliche Klimaanlage mitten auf der einen Fassade.

      Die Domstraße 12 hat andere Fenster und der rechte Teil sieht auch gut aus. Der linke Teil war in der engen Gasse nicht gut zu fotografieren, aber die Zimmermannsarbeiten dort haben mich nicht so recht überzeugt, die sahen nicht so professionell aus. Da schien auch vorher viel kaputt gewesen zu sein, viele neue Hölzer. Die Rosetten an der Fassade kenne ich sonst eher aus der Weserrenaissance, und das ist dann doch ne Ecke weg. Die Schiebeflügelfenster mit Bleirutenverglasung machen einen guten Eindruck.

      Fotos von mir - ein paar mehr habe ich noch, und ich bin im Sommer nochmal in Nordhausen.
    • Ein kleiner Tipp: Wenn die Fotos zu groß sind, wird automatisch der Vorschaumodus aktiviert. Wenn Du die Fotos vor dem Einbinden verkleinerst (wenn ich mich recht entsinne, liegt das Limit bei 800 Pixeln Breite), werden sie in voller Größe angezeigt.

      Ideal wäre das Hosten in unserer Galerie (siehe Hochladen von Fotos in die Galerie - schrittweise Anleitung) oder natürlich auch die Nutzung von Flickr oder anderen Diensten.
    • In Nordhausen gibt es Überlegungen, die 1945 zerstörte Sonnenuhr am Rathaus bis zum Stadtgeburtstag 2017 zu rekonstruieren.

      "Bis zum Brand des Rathauses im April 1945 hatte der Rathausturm eine Sonnenuhr. Diese möchte ich nachbauen. Sie wurde beim Neuaufbau des Rathauses in den 1950er nicht wieder hergestellt", sagte Peters beim Treffen, zu dem er erste Pläne und Entwurfsskizzen mitgebracht hatte. Er würde sich freuen, so Peters, wenn sein Vorhaben evtl. durch Nordhäuser Bürger und Unternehmen unterstütz werde.


      thueringer-allgemeine.de/start…r-wiederbeleben-829818025
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.