Zwickau

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    • Traditioneller Neubau in der Zwickauer Innenstadt
      Diesen Neubau habe ich heute entdeckt. Vorher stand an dessen Stelle ein marodes gründerzeitliches 08/15 Geschäftshaus, das abgerissen wurde. Ich erinnere mich, dass nach dem Abriss monatelang ein Bauschild stand, auf dem ein wüstes Abschreibungsobjekt die Zukunft versprach. Irgendwann hat man es wieder entfernt. Wie ich per Buschfunk erfahren habe, hatten sich der Investor und die Stadt zerstritten, weshalb der Investor sich von dem Projekt zurückzog. Und nun begrüßt Eingangs zur Zwickauer Innenstadt dieses, wie ich finde, sehr schöne Gebäude. Das jahrelange Warten hat sich also gelohnt.







    • Ich fress einen Besen, wenn Portal und Erker von heute sind. ;)
      Allerdings von außen wirklich ein gelungener Bau. Mir gefällt die großzügige Geschosshöhe.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • "Antiquitus" wrote:

      Ich fress einen Besen, wenn Portal und Erker von heute sind. ;)


      Den teilen wir uns. 8)

      Der Erker und die Pforte bilden endlich mal einen wohlwollenden Kontrast zum ansonsten recht schlichten, aber schönen und wohlproportionierten Gebäude. Wie gut doch die Rundbogenfenster im EG zum positiven Gesamteindruck beitragen zeigt der Blick auf das rechte Seitengebäude, bei dem auf Rundbögen verzichtet wurde und sich gleich eine nüchterne Sachlichkeit einstellt.
    • Fei ned so der Burner

      So genial ist's ned. Die einfache Fassadengestaltung und die spärlichen Details sind regionaltypisch(wenn auch 19. Jahrhundert) und, so glaube ich, übernommen(den Erker habe ich schonmal woanders gesehen). Obersächsische (Früh)Renaissance; fast noch Spätgotik. Ausnehmend lecker, geschmackvoll und gar nicht so aufwendig - mich wundert übrigens der Standort, entlang der Grenze zur Peripherie; aber(gerade) noch im alten Stadtkern. Trotzdem, schöne Idee.

      Aber warum mußte es wieder so eine unappetitliche Dachneigung sein ? Entweder man macht, wenns denn ansonsten schon nach Historie aussehen soll; Italien, Tirol oder dt. Neigung, aber doch ned sowas. Außerdem hätte es den Vorteil, daß man die Schleppgaupen - in Einklang mit der sächs. Bautradition, über die ganze Dachfläche ziehen könnte(und nicht solche peinlichen Stummelchen) - dann sieht solch ein Gebäude gleichzeitig modern, aber auch sehr elegant und (orts)gefällig aus. Ich muß bald mal wieder in die Heimat, war viel zu lang nicht da - wie auch immer, solche Fehler können ausgebessert, Dächer verändert werden. Wichtiger ist, daß beim Osterstein kein Pfusch passiert.
      Nein, die werden gedünstet
    • Re: Fei ned so der Burner

      "Wissmut" wrote:



      Aber warum mußte es wieder so eine unappetitliche Dachneigung sein ? Entweder man macht, wenns denn ansonsten schon nach Historie aussehen soll; Italien, Tirol oder dt. Neigung, aber doch ned sowas. Außerdem hätte es den Vorteil, daß man die Schleppgaupen - in Einklang mit der sächs. Bautradition, über die ganze Dachfläche ziehen könnte(und nicht solche peinlichen Stummelchen) - dann sieht solch ein Gebäude gleichzeitig modern, aber auch sehr elegant und (orts)gefällig aus.


      Genau, das war nach dem ersten positiven Ahha-Effekt auch mein Eindruck. Das Dach paßt proportional nicht zum Gebäude, wirkt zu klein, wie nach hinten umfallend, zu kahl und leer. Die kleinen Gauben können das nicht retten. Auch finde ich den Sufengiebel nicht sehr passend zu dem historistischen Eckerker. Der Giebel kommt mir auch etwas zu klein vor.

      Aber für einen Neubau am Altstadtkern durchaus ein vorzeigbares Bauergebnis, das Schule machen könnte und weiterentwickelbar wäre!
    • Re: Fei ned so der Burner

      >>
      Genau, das war nach dem ersten positiven Ahha-Effekt auch mein Eindruck. Das Dach paßt proportional nicht zum Gebäude, wirkt zu klein, wie nach hinten umfallend, zu kahl und leer. Die kleinen Gauben können das nicht retten. Auch finde ich den Sufengiebel nicht sehr passend zu dem historistischen Eckerker. Der Giebel kommt mir auch etwas zu klein vor.

      Aber für einen Neubau am Altstadtkern durchaus ein vorzeigbares Bauergebnis, das Schule machen könnte und weiterentwickelbar wäre! <<


      Damit

      http://www.zum-ratskeller.de/09599_1.jpg\r
      www.zum-ratskeller.de/09599_1.jpg

      könnten sowohl Traditionalisten wie "Asketen" zufrieden sein - und für Zwigge selbst wäre es auch schön. 8)
      Nein, die werden gedünstet
    • Re: Zwickau - Umgang mit dem Bauerbe

      ....Wenn ich nicht irre, ist dies das Eckhaus direkt gegenüber dem Gewandhaus. Wie sah es denn vorher aus, komplett entstuckt?

      Als ich vor kurzem in Zwickau war, habe ich gesehen, dass hinter dem historischen Rathaus eine ganze Menge abgerissen wurde und in der Seitenstraße eine Fassade von ca. 1860 an Stahlträgern in der Luft hing. Kannst du etwas dazu sagen?
    • Re: Zwickau - Umgang mit dem Bauerbe

      Wie es vorher ausgesehen hat, kann ich nicht so recht sagen, obwohl ich ein paar mal in dem "irish pub" im Erdgeschoss gewesen war. Die oberen Stockwerke waren wohl leer. Ich habe leider auch keine Vorherbilder gefunden aber eine Entstuckung war, soweit ich mich erinnern kann, nicht vorhanden. Was ich herausgefunden habe, dass es sich bei diesem Haus wohl um den "Goldenen Anker" handelt. Die Sanierung umfasst sowohl den "Goldenen Anker" als auch das "Dünnebierhaus", welches am Tag des offenen Denkmals 09 auch besichtigt werden kann.

      ....Als größeres Problem des komplexen Sanierungsvorhabens erwies sich Feustel zufolge der direkt benachbarte "Goldene Anker". Der lange Leerstand zahlreicher Räume hatte der Bausubstanz stark zugesetzt - sie war in deutlich schlechterem Zustand als die des Dünnebierhauses. So mussten zum Beispiel die Zimmerdecken komplett neu aufgebaut werden, was zu Bauverzug geführt habe. Voraussichtlich im ersten Quartal 2010 rechnet Feustel nach momentanem Sachstand mit der Fertigstellung des "Goldenen Ankers". Der Rohbau des Treppenhauses ist inzwischen fertig, die Eindeckung des neu errichteten Dachstuhls ebenfalls fast beendet. Zurzeit läuft der Innenausbau des dem Neuberinplatz zugewandten Flügels....


      Quelle: FreiePresse vom 27.08.09

      Hinterm Rathaus hat man einiges weggerissen aber was ?

      ...Nach dem Umzug sollen dann ab Oktober bzw. November erste vorbereitende Arbeiten beginnen. Zu diesen zählen insbesondere die Entkernung des Gebäudes und das Freimachen des Baufeldes. Der Abbruch großer Gebäudeteile zwischen Gewandhaus- und Innerer Schneeberger Straße ist schließlich für Anfang des kommenden Jahres geplant. Dieser späte Zeitpunkt wurde bewusst gewählt, um Beeinträchtigungen für Besucher, Einzelhandel und den Weihnachtsmarkt zu minimieren.

      Das Rathaus soll bis zum 4. Quartal 2010 komplett umgebaut werden. Neben der Sanierung des historischen Gebäudeteils am Hauptmarkt ist ein Neubauteil, unter Aufrechterhaltung der historischen Fassade entlang der Inneren Schneeberger Straße, hinter dem historischen "Kopfbau" geplant. Das künftige Rathaus soll dann nicht nur Sitz der Verwaltungsspitze sein: Neben dem Bau eines neuen Bürgersaals im 1. Obergeschoss , der bis zu 250 Besucher fasst, soll im historischen Gebäudeteil im Erdgeschoss Gastronomie und ein Bürgerservicebereich untergebracht werden. Im Neubau zwischen Gewandhausstraße und Innerer Schneeberger Straße soll im Erdgeschoss außerdem Einzelhandel angesiedelt werden. Das Investitionsvolumen liegt insgesamt bei etwa 18 Millionen Euro....


      Quelle:Stadt Zwickau

      XFlipX
    • Re: Zwickau - Umgang mit dem Bauerbe

      Und was hältst Du als Ortskundiger von dieser durchaus bedenklichen Meldung, xFlipx?

      Zwickau beweist Mut zur Lücke

      Stadt hat Liste mit 95 baufälligen Gebäuden erarbeitet, die in den nächsten Jahren verschwinden sollen.

      Kennst Du die im u.g. Artikel genannten Gebäude oder ist diese Liste in Zwickau bekanntgemacht/veröffentlicht?

      [...] Denn es habe Beschwerden darüber gegeben, dass die Stadt damit neue Lücken reißt. So sollen im kommenden Jahr vornehmlich zusammenhängende Objekte abgerissen werden (Volker Lippmann, Leiter des Bauordnungsamtes).

      Das ist doch wohl genauso dümmlich bzw. zynisch wie die Überschrift des Artikels - die Brache wird so groß, dass man sie gar nicht mehr als Lücke wahrnimmt?

      Quelle: freiepresse.de/NACHRICHTEN/REG…CKAU/ZWICKAU/1593454.html
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Re: Zwickau - Umgang mit dem Bauerbe

      Naja, Ortskundiger ist etwas zu viel gesagt. Ich bin kein Zwickauer aber dennoch öfters mal dort. Ob die Liste veröffentlicht wurde, kann ich nicht sagen. Würde mich ebenfalls interessieren.

      Die Reichenbacher Straße ist ne stark befahrene Straße, da steht etliches leer - vergleichbar mit der Leipziger Straße in Chemnitz. Die Häuser sind ziemlich weit draußen, vielleicht kann ich die Woche mal ein paar Bilder machen.

      Bei der Kolpingstraße weiß ich auch vage, um was für Häuser es sich handelt. Da werde ich auch mal ein paar Bilder machen - gleiches gilt für das Klubhaus in Zwickau-Crossen.

      Hier ein Foto von Kulturhaus in Planitz (Foto ist nicht von mir)
      Kulturhaus Planitz

      Ich dachte immer Zwickau wäre schlauer als Chemnitz, leider scheinen die noch krasser zu sein.

      XFlipX
    • Re: Zwickau

      Auf Bing habe ich in der Luftbildperspektive gesehen dass zwischen Altstadt und Flusslauf (Zwickauer Mulde?) fast nur Plattenbauten stehen und offensichtlich nun auch noch ein Bauprojekt (Uferstraße?) am Fluß gebaut wird. Wie sah diese Ecke früher aus? Ging die historische Bebauund der Stadt Zwickau Richtung Fluß oder war dieses Plattenbautengebiet früher Ufer-/Wiesenlandschaft?
    • Re: Zwickau

      Hallo,

      "Wikos" wrote:

      Auf Bing habe ich in der Luftbildperspektive gesehen dass zwischen Altstadt und Flusslauf (Zwickauer Mulde?) fast nur Plattenbauten stehen und offensichtlich nun auch noch ein Bauprojekt (Uferstraße?) am Fluß gebaut wird. Wie sah diese Ecke früher aus? Ging die historische Bebauund der Stadt Zwickau Richtung Fluß oder war dieses Plattenbautengebiet früher Ufer-/Wiesenlandschaft?


      ..das Bauprojekt, was du dort siehst, war die Tunnelung der Bundestraße B93. Die war vorher oberirdisch und vom Verkehr und Lärm her eine Zumutung. Jetzt spürt man von alldem garnichts mehr und es hat dem Gebiet wahrlich mehr als geholfen, gerade vor dem Hintergrund -> (angrenzend) Altenheim(Schloss Osterstein) + katholischer Kindergarten + die Leute, die dort in den Platten wohnen.

      Derzeit läuft das Bauprojekt "Mulde-Paradies" - also die Überbauung des B93 Tunnels. Ich zitiere:

      In Zwickau entsteht mit dem Mulde-Paradies auf dem Tunnel der B 93 ein neuer, einzigartiger Freizeit- und Erlebnisbereich.


      Hier gibt es mehr Informationen zum Projekt: Muldeparadies-Zwickau


      Bezuglich der vorherigen Bebauung kann ich wenig sagen, auf meinen Streifzugen durch das Internet habe ich diese historische Ansicht aus dem Anfang des 20Jh. gefunden. Sie zeigt die Ansicht über die Paradiesbrücke Richtung stadteinwärts, also genau die Richtung, wo heute der Plattenbauriegel steht.

      Ansicht

      Tschüss, XFlipX