Am Wildpark - Kaiserbahnhof und Bürgerbahnhof

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Am Wildpark - Kaiserbahnhof und Bürgerbahnhof

      Verweis zum letzten Beitrag im alten Forum:
      naanoo.com/freeboard/board/sho…3224&forumid=16288&page=2


      Neues vom Kaiserbahnhof:
      welt.de/data/2005/02/21/517659.htm
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Scheiße, nun das auch noch!

      Da hatte ich die Bahn schon gelobt dafür, daß sie den Kaiserbahnhof saniert und nutzt, und dafür wollen sie diesen schönen Bahnhof abreißen!

      Dieser Laden DB ist irgendwie janusköpfig: Zum einen renovieren sie schöne alte Bahnhöfe mit Millionenaufwand wie jüngst bei uns in Wiesbaden, aber andererseits reißen sie andere munter ab, wie etwa in Berlin den Lehrter S-Bahnhof. Immer wenn ein Gebäud eim Weg steht, dann wird kurzer Prozeß gemacht. Aber hier in Potsdam sind die Argumente für den Abriß ja besonders faul! Hat die Stadt denn nicht schon durch Bomben und SED-Abrißbirne mehr als genug verloren???
    • Bei der Morgenpost erschien derselbe Artikel:

      morgenpost.berlin1.de/content/…1/brandenburg/736453.html

      Allerdings mit dieser Ergänzung:

      "Bleibt die Bahn bei ihrem Ansinnen, ist ein langer Weg durch die Instanzen angesagt. Um eine Streichung von der Denkmalliste zu ermöglichen, müssen unter anderem Landeskonservator Detlef Karg und Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) zustimmen. Auch der von der Bahn bisher kaum beachtete Förderverein für den Kaiserbahnhof meldete gestern Protest an."


      Das hört sich ja schon etwas positiver an.
    • zumal die lage vor ort so ist, dass es eigentlich genug platz gibt (der bahnhof liegt in der pampa). deshalb ist mir unverständlich, warum er ohne not abgerissen werden soll. schön und dann noch potsdams ältester. das darf nicht sein.
      er lässt sich sicher sinnvoll nutzen, da gibt es ja tausend möglichkeiten.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Potsdam - Rekonstruktion Kaiserbahnhof und Bahnhof Wildpark

      Hier nun ein Projekt ,dass sich seiner Fertigstellung zuneigt!

      DB Führungskräfteakademie

      Rekonstruktion des alten Kaiserbahnhofes in Potsdam ( 1909), Ausbau zur Führungskräfteakademie der Deutschen Bahn AG, Neubau eines unterirdischen Seminar-, Auditorium- und ICE-Simulator - Bereiches

      Bauherr / Auftraggeber:
      DB Akademie GmbH / Deutsche Bahn Station & Service AG

      Fertigstellung:
      Mai 2005

      Fläche (BGF):
      ca. 5.130 m²

      Baukosten:
      ca. 19.0 Mio. Euro

      Schnitte:


      Visualisierungen:




      Baustellenbilder



      alle Bilder von den BDS-Architekten
      Ein m.E. großartiges Projekt, was beispielhaft zeigt, wieviel Geld man zu viel haben kann;)

      weitere Informationen und Bilder:
      bdsarchitekten.de/
    • Ah, wieder in Stück Potsdam gerettet -
      positiv ist daran, dass der Bahnhof nicht weiter verrottet oder abgerissen wurde - und das ist besonders beim Eigentümer Bahn AG besonders bemerkenswert. Ein sehr seltenes Exemplar eines neugotischen Bahnhofs aus der Zeit um 1870 verrottet in Nordstemmen bei Hannover - wahrscheinlich, bis er nicht mehr zu retten ist...echt ein Jammer. Dabei sind kleine Bahnhöfe gut umnutzbar (kleines Kulturzentrum, Jugendtreff, Gasthof, oder auch Wohnungen - alles verkehrsgünstig erreichbar, in 20 min. ist man in Hannover)
      Nachteil in Potsdam: das Gebäude ist wieder einmal nur einer handverlesenen Elite zugänglich, und der "Normalbürger" kann sich einmal weniger ein Bild davon machen, wie gut heutige Ansprüche auch in historischen Bauten unterbringen lassen. Oder ist Publikumsverkehr vorgesehen?
    • Kaiserbahnhof und Bürgerbahnhof Potsdam Wildpark - Sanssouci

      Nachdem der Kaiserbahnhof ja inzwischen als Bahnakademie saniert ist, kommt jetzt endlich der dazu gehörende Bürgerbahnhof dran.

      Der Berliner "Über-Gastronom" Josef Laggner will den Bahnhof als Gaststätte sanieren.

      „Mehrere Tausend Fahrgäste, die täglich durch den Bahnhof laufen, sind doch toll“, sagte Großgastronom Josef Laggner im Gespräch mit der MAZ lachend. „Von ihnen und den Touristen lebe ich ja schließlich.“ An beide denkt der Unternehmer, bekannt durch die „Fischerhütte“ am Schlachtensee und „Lutter & Wegner“ am Gendarmenmarkt, aber auch. Zusätzlich zu einem kleinen Restaurant samt Biergarten sollen vor allem ein Andenkenladen und ein Zeitungsgeschäft das Innere des Bürgerbahnhofs schmücken, wenn er planmäßig im Frühjahr 2011 komplett fertig ist.


      maerkischeallgemeine.de/cms/be…eine-Million-Euro-in.html

      Laggner hat auch das Krongut gekauft und läßt dort eine 1A-Reko errichten:

      In vier Wochen soll der neue Bau, das Federviehaus nach historischer Vorlage, fertig sein. Allein in seine Errichtung wird Unternehmer Josef Laggner dann fast 400 000 Euro investiert haben. Weitere 150 000 Euro kommen für die Ausstattung hinzu.


      maerkischeallgemeine.de/cms/be…ongut-in-drei-Jahren.html

      Das Krongut ist wirklich eine schöne Einrichtung direkt am Park Sanssouci geworden.

      krongut-bornstedt.de/level9_cms/index.php


      Und wer in Potsdam eine schöne und günstige Unterkunft sucht, findet sie gleich gegenüber:

      potsdam-hostel.com/
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große
    • Re: Potsdam - Rekonstruktion Kaiserbahnhof und Bahnhof Wildpark

      Anlässlich seines 100. Geburtstags ist eine Führung durch den Kaiserbahnhof möglich / Nur begrenztes Platzkontingent
      POTSDAM / POTSDAM-WEST - 100 Jahre wird der Kaiserbahnhof Anfang November – Anlass genug für die Deutsche Bahn, dem Drängen der Öffentlichkeit nachzugeben und deshalb den kunsthistorisch bedeutsamen Bahnhof, der heute die Führungskräfte-Akademie des Konzerns beheimatet, ausnahmsweise zu öffnen. Am Sonntag, dem 8. November, haben 380 Interessierte die Möglichkeit, sich durch die Räume führen zu lassen.

      Der letzte Kaiser, Wilhelm II., auch als „Reisekaiser“ bekannt, überzog das Land mit Kaiserbahnhöfen. Der Potsdamer spielte dabei eine besondere Rolle, verband er doch das Berliner Stadtschloss mit Sanssouci. Schon baulich bildet er die preußische Ständegesellschaft ab: Der größte Eingang diente allein dem Kaiser, die Gefolgschaft hatte einen eigenen, die Dienerschaft ebenfalls. Gleiches findet sich auch auf dem Bahnsteig: Ein Tor für den Kaiser und seine Familie, eine Tür fürs Gefolge, eine Pforte für die Diener. Heute dürfen hingegen alle jede Tür benutzen, auch die Besucher am 8. November werden mit den zeitgleich tagenden Führungskräften gleichgestellt, versichert die Bahn nachdrücklich und nicht ohne Ironie.

      1906 begann der Bau des mit 88 Metern Länge imposanten Gebäudes, 1909 war er abgeschlossen. Auch wenn der Bahnhof nur bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 seinem Namen nach benutzt wurde, sah er doch viel Geschichte vorbeiziehen: Der russische Zar stolzierte ebenso über das Parkett wie US-Präsident Theodore Roosevelt. Die letzte Kaiserin Auguste Viktoria floh von hier ins holländische Exil – es war quasi die letzte Amtshandlung des Kaiserbahnhofs.

      Im Zweiten Weltkrieg stellte Hermann Göring dort seinen Befehlszug aufs Gleis, nach 1945 verkehrte der „Blaue Express“, der russische Offiziere in die Heimat brachte, von dieser Station. Auch Stalin entstieg an dieser Stelle dem Zug, als er zur Potsdamer Konferenz kam. Zu DDR-Zeiten verfiel das Gebäude dann, bis die Bahn es von 2003 bis 2005 für ihre Akademie luxuriös sanieren ließ. Offizielle Zahlen gibt es nicht, hinter vorgehaltener Hand wird aber von mindestens 25 Millionen Euro Sanierungskosten gesprochen. Das glaubt gern, wer in die beeindruckende Gleishalle tritt, in der zwei aufwändig restaurierte historische Wagen stehen: Auguste Viktorias Salonwagen, gebaut 1901, und ein Waggon des Modells, mit dem Lenin 1917, aus dem Schweizer Exil kommend, über Deutschland nach Russland zurückfuhr. Die Wagen dienen heute als Seminarräume für die obersten Bahnmanager, weitere gläserne Seminarwürfel stehen auf dem Bahnsteig. Aus Platzgründen zog die Bahn AG bei der Sanierung eine „nullte Etage“ in den Boden ein, die durch großzügige Glasdächer mit ausreichend Tageslicht versorgt wird. Ebenfalls unter Glas, aber in der Gleishalle, sind die historischen Schienen von 1900 bis heute erhalten, über die Besucher – wenn auch mit mulmigem Gefühl – schreiten dürfen.

      Die Transparenz und Offenheit im Inneren ist es auch, die die Bahn zu einer von vielen Potsdamern bedauerten Abschirmung nach außen bewog: Alle Seminarräume sind einsehbar, der Begriff „Geschäftsgeheimnis“ wird da schnell relativ, die Öffnung zum 100. Geburtstag dürfte wohl die Ausnahme bleiben.

      Eine Anmeldung für die einstündige Führung ist mit Angabe der Postadresse ist bis 26. Oktober an mailto:kaiserbahnhof-potsdam@deutschebahn.com">kaiserbahnhof-potsdam@deutschebahn.com nötig. Die Bahn teilt die Zeiten zu. Jeder Teilnehmer darf eine Begleitperson mitbringen, wenn deren Name und Anschrift ebenfalls genannt sind. Der Bahnhof ist nicht barrierefrei.



      maerkischeallgemeine.de/cms/be…e-Fuehrung-durch-den.html
      "Nichts zeichnet eine Regierung mehr aus als die Künste, die unter ihrem Schutze gedeihen."
      Friedrich der Große
    • Re: Potsdam - Rekonstruktion Kaiserbahnhof und Bahnhof Wildpark

      Bildquelle: Wikipedia

      Bahn öffnet Potsdamer Kaiserbahnhof

      Die Deutsche Bahn öffnet eines ihrer schönsten Gebäude in der Region erstmals für die Öffentlichkeit. An zwei Wochenenden im November können Besucher den so genannten Kaiserbahnhof am Wildpark in Potsdam besichtigen.

      Die Bahn nutzt den Kaiserbahnhof seit 2005 als Akademie für Führungskräfte. Zuvor wurde das 1905 bis 1909 als Hofstation für Kaiser Wilhelm II. errichtete Ensemble aufwendig saniert. Die Kosten sollen etwa 25 Millionen Euro betragen haben. Die Spitzenmanager der Bahn bleiben seitdem unter sich im Kaiserbahnhof. Für die Brandenburger bleibt nur ein Blick über den Zaun. Seit Jahren schon setzen sich das Land und die Stadt dafür ein, Potsdamern, Berlinern und Touristen zumindest an einigen Tagen im Jahr Gelegenheit zu geben, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Areal zu besichtigen. Bislang lehnte die Bahn mit Verweis auf den sensiblen Ausbildungsbetrieb ab.

      Jetzt haben sich Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) und Bahnchef Rüdiger Grube darauf verständigt, das Areal an zwei Wochenenden zu öffnen. Die genauen Termine will die Bahn in Kürze bekannt geben. Weil das Gelände mit dem Bahnhof im englischen Landhausstil seit vier Jahren streng abgeschottet ist, erwarten Bahn und Ministerium einen großen Besucheransturm. Führungen sollen den Andrang kanalisieren.

      „Der 100. Geburtstag ist ein idealer Anlass, interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in das Bauwerk zu ermöglichen“, sagt Dellmann. Auch im Potsdamer Rathaus wird die Nachricht positiv aufgenommen. „Es gibt ein großes Bedürfnis bei den Potsdamern, den Bahnhof endlich entdecken zu können“, sagt Stadtsprecherin Regina Thielemann.

      Stadt und Land hoffen, dass die Öffnung im November nur der Auftakt sein wird. Regelmäßige Führungen – etwa am Tag des offenen Denkmals im September – sind das gemeinsame Ziel. Die Bahn will weitere Möglichkeiten für eine Öffnung des Kaiserbahnhofs prüfen, wie ein Sprecher bestätigt. [...]

      Quelle und Volltext: Berliner Morgenpost

      Kleine Bildstrecke
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Hallo zusammen,

      zum Kaiser-Bahnhof, der im frühen 20ten Jahrhundert errichtet wurde, und nur der Königsfamilie vorbehalten war, gab es noch den sogenannten "Bürgerbahnhof". Dieser "Bürgerbahnhof" ist das ehemalige Empfangsgebäude des Kaiserbahnhofs, bevor der neue Bau errichtet wurde. Dieser Altbau befindet sich noch auf Straßenniveau, während sich der heutige Schienenstrang auf einer Ebene Höher befindet, wurde um 1860 herum errichtet und ist heute das älteste Eisenbahndenkmal in Potsdam.

      Nun wird es also Saniert: Teilabriss. Als ich vor ca. 4 Wochen am Gebäude vorbei fuhr, waren die Gefachen des Fachwerks auf der rechten Hälfte bereits heraus gebrochen. Können Ziegel faulen? Zumindest ist das die Begründung, warum die Ziegelausmauerung verschwand. Jetzt, einige Wochen später, fehlt nun auch die Fachwerkstruktur. Die gesamte rechte Hälfte des Gebäudes ist nunmehr abgerissen. In der Märkischen Volksstimme, sorry Allgemeinen, wird natürlich nur von einem "Drittel" gesprochen. Zitat: "Saniert wurde zunächst aber nicht, stattdessen kam ein Abrisstrupp. Das Rathaus bestätigte im Februar dieses Jahres auf Anfrage der Stadtverordneten Maike Dencker (CDU), dass der Investor in diesem Winter „rund ein Drittel des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes abgerissen hat“." Noch besser wird dann der nächste Absatz: "Nach Freilegung des Fachwerks, so die Verwaltung, das „massiv durch holzzerstörende Insekten und Pilze zerstört war, des brüchigen Mauerwerks und der stark korrodierten Träger der Kappendecke“ sei „in Abstimmung mit Ämtern und Prüfstatikern der Abbruch und die Neuerrichtung vereinbart“ worden. Teile des Abrisses seien schon in der Baugenehmigung vom Mai 2011 berücksichtigt worden, weil „bereits ersichtlich“ war, dass es „zu erheblichem Austausch von Bausubstanz kommen muss“. So sei das Dach „teilweise durch den jahrelangen Leerstand eingestürzt und Fach- und Mauerwerk durch Feuchtigkeit und Pilzbefall stark geschädigt“ gewesen." Seltsam, ein eingebrochenes Dach konnte ich bis zuletzt nicht beobachten...

      Dafür kann man hier sich ein Bild vom Zustand des Gebäudes vor der "Sanierung" machen: runter Scrollen bis zum Abschnitt "Potsdam Park Sanssouci".

      Aktueller Zustand hier aus der PNN.

      bürgerliche Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Nun ja, seien wir doch froh, dass durch einen erheblichen Austausch von Bausubstanz der Bürgerbahnhof für kommende Generationen ertüchtigt wird. Wenn man es jetzt nicht macht, müsste man in zehn Jahren Balken und Backsteine ersetzen. Das gehört nun mal zu einem sachgemäßen Umgang mit Architektur. Es geht uns ja gerade darum, der Substanzhuberei der Denkmalpflege, die faktisch zu einer schleichenden Entwertung von Baudenkmälern bis hin zum Verlust führt, eine sachgemäße Pflege von historischen Bauten entgegenzusetzen, bei der immer nur die vom Erbauer intendierte Gestaltidee maßgeblich ist, so dass Erneuerung und selbst Rekonstruktion legitim und selbstverständlich sind.
    • ... ähm... Also was, wenn nicht das beschriebene machen die denn da jetzt? Die eine Hälfte des Original-Gebäudes ist abgerissen und soll "wiedererrichtet" werden. Was auch immer dabei "wiedererrichtet" bedeutet. Und über den qualitätsvollen Umgang, die originale Rekonstruktion oder auch die intendierte Gestaltungsidee der anderen Hälfte, steht da garnichts. Nur dass aus dem ehemaligen Bahnhofsgebäude ein Restaurant werden soll. Wobei auch das Wort Restaurant nicht fällt. Vielmehr Gastronomie, was auch Pommesbude beinhaltet...

      frittierte Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • So sieht es da aus:

      Kaiserbahnhof POTSDAM Bürgerbahnhof
      - YouTube


      Ich bin da fast täglich und bin eigentlich nur froh, daß überhaupt noch etwas passiert und das Gebäude nicht abgerissen wird (wie es die BAHN ja wollte). Das Dach war schon sehr kaputt, sieht man, wenn man oben auf dem ostwärtigen Bahnsteig steht. Herr Laggner (der Besitzer, hat auf dem Krongut Bornstedt sogar eine gute Reko gebaut) steht ja für Qualität:

      LaggnerGroup

      Ich bin guter Hoffnung, daß der Schandfleck bald ein Glanzstück wird.
      "Wie schön ist es doch zu leben." Pippi Langstrumpf