Potsdam - Wiederaufbau der Matrosenstation Kongsnaes

  • Ich finde das Küchen- und Toilettelgebäude ganz gräßlich. Offenbar gibt es noch Diskussionen über eine dunkelere Farbe der Holzpaneele - eine angepasste Architektur wäre aber in jedem Fall besser gewesen. So zerschlägt der grobe Klatz das ganze Projekt. Der Blick durch das Tor ist auch grausam - warum hat das bloß niemand gesen...

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Ja Konstantin,auf der einen Seite rekonstruiert man aufwendig die Kongsnaes auf der anderen Seite verdrängt dieser unangenehm sehr ins Auge fallende Neubau sie optisch wieder.
    Ich dachte es wirken Fachleute an diesem Projekt wie Architekten und Bauingenieure die einen geschulten Blick dafür haben müssten.So etwas dürfte eigentlich nicht passieren in einem Kultur Welterbegebiet)
    Beim König wäre so ein Kasten nicht durchgekommen.Da hat man streng auf Sichtachsen und zueinander passenden Architekturformen geachtet,wovon Potsdam heute noch profitiert,was anscheinend den heutigen"Fachleuten"Wurscht ist. Schade!
    Aber bis auf den architektonisch missratenen Neubau eine tolle Reko der Matrosenstation.

  • Das Tor wird doch wohl hoffentlich versetzt, wenn das Gebäude fertig gestellt ist, sonst läuft man vom Neuen Garten direkt auf das Wirtschaftsgebäude zu und die Sicht auf die Matrosenstation ist verdeckt.


    Wahrscheinlich ist das Grundstück zu klein, um den Küchen- und Bedürfnisbau ein wenig weiter von der Ventehalle abzurücken?


    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Man hätte den Neubau einfach in der Form des historischen Bootsschuppens machen sollen. Der war recht geräumig und schön. Zugeschüttet ist der alte Hafen ja schon längst.

  • Kongnaes entwickelt sich weiter. Neben der Wartehalle kann man auch Veränderungen an den Wohnhäusern beobachten.


    Hier werden gerade Brunnenringe versenkt.



    Die endgültige Farbfassung hat man nun wohl gefunden.


    Rechts liegen Balken und Bretter für die Wohnhäuser.


    Bootshaus mit Kamera


    Bootshaus, daneben Dämm-Material


    Kapitänshaus


    Kapitänshaus




    Fotos: Autor, 30.08.2017

  • Kleines Baustellenupdate zur Matrosenstation
    Auch an den Matrosenhäusern wird eifrig gewerkelt, leider sind die Arbeiten hinter einer Plane.
    Kongsnaes
    Der moderne Nachbarbau ist wirklich extrem störend und sollte sofort wieder weg!


    Kongsnaes


    Kongsnaes


    Kongsnaes


    Kongsnaes

  • Soweit ich gehört habe will die Denkmapflege die Holzpaneele farblich angleichen lassen. Hhm.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Sollte die Paneele nicht farblich angeglichen werden, dann kann man hoffe, dass in der Nacht jemand jemand "Vandale" spielt und mit der selben Farbe anmalt ;-). Alle sind gluecklich.


    In Nachbarstadt Berlin ist das mode, dass jedes Haus angeschiert mit Graffiti wird. Dann soll das in Kongsnaes keine Problem sein :-)))

  • Ich für ochsenblut, die gleiche Farbe wie das wiederaufgebaute Denkmal. Das lehnt vermutlich die Denkmalpflege wegen der Unterscheidbarkeit ab. Dann wird's grün. Alles besser als jetzt.


    Eigentlich aber müsste man für den Küchen- und Toilettentrakt eine neue Fassade entwerfen, die sich in den norwegischen Holzbaustil einfügt.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Ich für ochsenblut, die gleiche Farbe wie das wiederaufgebaute Denkmal. Das lehnt vermutlich die Denkmalpflege wegen der Unterscheidbarkeit ab. Dann wird's grün. Alles besser als jetzt.


    Eigentlich aber müsste man für den Küchen- und Toilettentrakt eine neue Fassade entwerfen, die sich in den norwegischen Holzbaustil einfügt.

    Das mit der Denkmaldokrtrin ist doch wirklich ideologischer Vollholler! Ist doch die Matrosenstation auch ein Neubau, wie dieser olle Nutzbau daneben. Ich wäre ja noch weitergegangen und hätte auch das Nutzgebäude mit Drachen und Satteldach ausgeführt :D !


    An solchen Bauvorhaben merkt man, wie überfällig es ist, die verstaubte Denkmaldoktrin endlich einzumotten und an die heutigen Bedürfnisse anzupassen!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Dann wird's grün. Alles besser als jetzt.

    Grün ist doch noch absurder. Dadurch wird dieser störende Küchentrakt ja noch mehr gegenüber der Ventehalle hervorgehoben und betont.


    Und was hat denn die Denkmalpflege mit diesem Projekt zu tun? Einerseits werden Häuser abgerissen, weil sie nicht mehr 100% Originalsubstanz aufweisen, andererseits bestimmt offenbar die Denkmalpflege, welches Farbkonzept bei Neubauten anzuwenden ist? huh:)

  • Die Fundamente/bzw. die Ufermauer ist doch noch alt, auf der der Neubau z.T. steht. Und das Matrosenhaus ist auch alt. Also ein Teil des Ensembles ist erhalten. Aber ja, ich seh' schon die Absurdität des Denkmalsschutzbegehrens.
    Grün hätte den Vorteil, daß der Kasten sommers im Laub der Bäume verschwindet. In Ochsenblutbraun wäre aber die Verschmelzung mit der Halle auch im Winter gegeben. Oder schnell noch'n Satteldach oben drauf, dann hätten sie auch Stauraum für den Räucherfisch,... :daumenoben:

  • In Potsdam muss jeder Investor, der von der Stadt ein Areal zum Wiederaufbau eines historischen Gebäudes unterschreibt einen "Beratungsvertrag" mit der Denkmalpflege im Kaufvertrag billigen. Daher die Einflußnahme. Soviel zur rechtlichen Grundlage.

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    Richard David Precht

  • ...gilt dieser Vertrag auch fuer Rechtsnachfolger ;-)


    Wuerde gleich dann an Kinder uebertragen und harmonisch anmalen :-))))


    Verstehe aber nicht: Haeuser mit Denkmalschutz werden illegal und ohne Konsequenze abgerissen, aber Neubau darf nicht harmonisch angemalt werden...wuerde diese dumme Vertrag ignorieren oder kommt dann Herr Denkmalaufpasser und malt selbst haesslich darueber?

  • Ja, zumal es sich ja bei dem Anbau nicht um das wieder aufgebaute historische Gebäude handelt, sondern nur um einen reinen Neubau. Aber vermutlich hat die Denkmalpflege dann für das komplette Bauvorhaben eine beratende Funktion.

  • Unter dieser Überschrift berichten die PNN von heute.


    "Wiedererrichtete Ventehalle in der Beliner Vorstadt soll Ende Januar öffnen. Doch bis dahin gibt es für den Investor noch paar Hindernisse."


    "Mit der Firma [eine Spezialfirma aus Danzig] arbeitet er auch bei der Restaurierung der historischen Gebäude auf der anderen Seite der Schwanenallee: Das Kapitänshaus und die sogenannte Matrosenkaserne sind bereits eingerüstet. Bei der Restaurierung soll unter anderem das Holz, das zu DDR-Zeiten unter unsachgemäßer Pflege gelitten hat, aufwendig aufgearbeitet werden. „Das wird alles 1:1 restauriert – ich darf und will nichts anderes machen“, sagt Linckersdorff"

  • Der unglaubliche häßliche Kuchen- und Toilettentrakt, der direkt in der Sicht des Hauptportals steht, soll jetzt von holz- zu dunkelgrün umgestrichen werden.


    Hier sind die Varianten zu sehen. Realisiert wird wohl 1 oder 2. Ob das die Sache erträglicher macht?

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    Richard David Precht