Würzburg - Marktplatz 13

  • Ja, stimmt! Den Würfel an der Zeche Zollverein kenne ich. :gg:


    Aber wenn ich mich richtig erinnere, steht der da so ziemlich einsam rum und stört niemanden.
    Das Petrini-Haus in Würzburg dagegen ist schon der Hammer. Wenn man wenigstens bei der Materialauswahl etwas Feingefühl bewiesen hätte,...
    So wirkt das Haus viel zu dunkel und klotzig.


    Klar sehen die Gründerzeitler auch irgendwie alle gleich aus. Aber durch die künstlerische Gestaltung der Fassaden, findet man diese auch heute noch sehenswert. Ich kann mir nicht vorstellen, daß in 20-30 Jahren ein Petrini-Haus als besonderes Schmuckstück gesehen wird. Das ist dann wohl eher ein Abrisskandidat.

  • Quote from "youngwoerth"

    Ich finds jetzt auch nicht sooo fürchterlich...


    Sehen wir das gleiche Bild? :augenkrummblau:

  • Erbärmlich, aber keine städtebauliche Verschlechterung, sondern eher Stagnation. Legen Städte wie Augsburg, Ulm oder eben Würzburg ihr Selbstbild von der Stadt, die bereits genug Wiederaufbauarbeit geleistet hat, nicht ab, wird ein Neubau nach dem anderen im Altstadtgebiet so aussehen.

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • RMA, das war darauf bezogen, dass dieses Gebäude die Situation verschlechtern würde. Und dieser Meinung bin ich nun wirklich nicht. Der Neubau wird zumindest schon mal farblich weniger 70er-trist, das hässliche Glas des Vorgängers fällt weg, und auch das Material macht einen recht steinernen Eindruck. Der größte Negativpunkt ist hier für mich wieder der völlig fehlende Bezug zur regionalen Baukultur in Würzburg bzw. Unterfranken.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Quote

    „Wenn man solange fragt, bis es allen gefällt, kommt am Ende nichts heraus“


    Das sagt eigentlich mal wieder alles. :schlaechter:

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  • Der hier:http://www.keicherring.de/index.php?article_id=126 gezeigte Entwurf ist erheblich schlimmer, als er am Anfang geplant war und noch in dem oben zitierten Zeitungsartikel zu sehen ist.
    Auauauau! Was für ein hässlichster grauer Bunker! In der Tat die entgültige Zerstörung des oberen Marktes.
    Kann man da wirklich nichts mehr machen?

  • Oh ja, warum so dunkel? Warum diese überdimensionierten Fenster? Und vor allem: Warum werden, zum Beispiel in Dresden und in Würzburg, die Ursprungsentwürfe so oft in der Nachbearbeitung weitaus verschlechtert?

  • Quote from "Heimdall"

    Warum werden, zum Beispiel in Dresden und in Würzburg, die Ursprungsentwürfe so oft in der Nachbearbeitung weitaus verschlechtert?


    Es darf halt nicht zu harmonisch aussehen. Nachbearbeitungen sollen das Selbstbewußtsein eines Entwurfs stärken. Mit anderen Worten dessen Kontrast zur umgebenden Bebauung.

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  • Quote from "Brandmauer"

    Der hier:http://www.keicherring.de/index.php?article_id=126 gezeigte Entwurf ist erheblich schlimmer, als er am Anfang geplant war und noch in dem oben zitierten Zeitungsartikel zu sehen ist.
    Auauauau! Was für ein hässlichster grauer Bunker! In der Tat die entgültige Zerstörung des oberen Marktes.
    Kann man da wirklich nichts mehr machen?


    Erst dieser Glaskasten und jetzt noch dieser graue Bunker an sehr wichtiger Stelle in Würzburg- den Würzburgern ist es wohl egal...sehr schade! :kopfschuetteln:

  • Quote

    Danach sollen vor Baubeginn Computersimulationen am Bauzaun zu sehen gewesen sein, die nicht der Realität entsprachen oder zumindest erheblich irreführend waren.


    Diese irreführenden Simulationen hat es nicht nur am Bauzaun gegeben, sondern auch auf der Internetseite der Stadtverwaltung http://www.wuerzburg.de!! Dort war eine Sandsteinverkleidung zu sehen, sandfarbig gelb, und nicht diese metallfarbenen Lamellen!

  • ist hier jemand aus würzburg?


    meines erachtens zeigt der erste link in zenos beitrag den wettbewerbsbeitrag und der zweite link dessen jetzt umzusetzende überarbeitung (stichwort: "schmälerer monitor").

  • Da hast Du wohl recht, der Zeitungsartikel ist vom 3. 6. dJ. und das andere, schlimmere Bild ist der Wettbewerbsbeitrag :peinlich:


    Bleibt aber doch die Frage, wie man so einen Entwurf auswählen konnte- und weshalb der Monitor im verbesserten Entwurf beibehalten wurde. Er bleibt die entscheidende Schwäche am Entwurf.

  • Zurück zum Thema Marktplatzneubau in Würzburg:


    der graue Bunker - im Petrini-strang gezeigt, war ein ganz anderer Entwurf - ähnlich wie diesen:


    http://img530.imageshack.us/im…971xioimage47f4dbflf8.jpg


    Es blieb uns also noch schlimmeres erpart. Der modifizierte Entwurf sieht so aus (Fensterteilung, kleinere Gauben):


    http://img98.imageshack.us/img…361xioimage4842c40mk4.jpg


    Der alte Entwurf:


    http://img98.imageshack.us/img…031xioimage47ed161cm8.jpg


    Quelle: Mainpost.de



    Moderationshinweis (Zeno): Drei direkt eingebundene Bilder wegen Urheberrechts durch Link ersetzt

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Der blöde Monitor bleibt, man muss sich ja dem hässlichen Nachbarn in der Schönbornstraße anpassen..

  • Kann jemand die Bilder der vorkriegs Häuser in der Schönbornstraße zeigen, so dass wir wissen wie es aussehen hätten können wenn die Strasse wieder rekonstruiert wäre!!! Aber dann natürlich auf der NEUMARKTER Weise.

  • Hallo,


    Verzeihung. War etwas kurz. Meinte das eine Rekonstruktion der ehemalige Schönbornerstrasse wahrscheinleich auf diesselbe WEISE verlaufen wird wie das Prozess am neumarkt in Dresden. Es fängt dann an mit einer heiss umkämpfter Reko, die dann halb modern/ halb alt aussehen würde, aber das alte dann auch nicht so wie es am Ende 1944 war.


    Das nächste Haus könnte dann doch rekonstruiert werden und das dritte bekommt dann wieder doch einen "modernen" Fassade. U.s.w.


    Das Endresultat ist dann eine frische bunte Misschung aus alle Zeiten und stilen, Mischstilen. Gewiss aber nicht die Strasse wie es am Ende 1944 aussah.

  • Däne


    Auweia!
    Sorry, um die von dir verlangten Abstufungen von Nachkriegsarschitektur vornehmen zu können, fehlt mir einfach ein hinreichend sensibles Organ
    Dieser Würzburger Hang zur Hässlichkeit ist schon wieder phänomenal. Man kann sagen, was man will: diese Stadt bleibt ihrer Linie treu.
    Und diese Feinfühligkeit: genau an der Stelle, wo noch ein Hauch der alten Herrlichkeit aufkam, wo Rokoko auf Hochgotik trifft.
    Kann denn Schwachsinn Sünde sein...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.