Würzburg - Bronnbachergasse 1, ehem. Bronnbacher Hof

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    • Tja, das ist Minimalismus mit Primitivismus kombiniert. Wenn ich mir die Referenzobjekte anschaue, haben die sich bisher nur mit kostengünstiger Vorstadtarchitektur beschäftigt. Worin bestand also die Empfehlung für die Aufstockung eines mittelalterlichen Baus?

      Und wieder die üble, schmarotzende Werbung mit dem historischen, altstädtischen Umfeld, welches man mit dem beworbenen Bau derbe beeinträchtigt:

      "Reinhart Immobilien Marketing" schrieb:

      Hier verbinden sich zeitlosen Charme aus vergangenen Tagen mit der klaren Ästhetik der modernen Architektur.
      Mal abgesehen von der Grammatik: :irrer:

      Wer zudem darauf kommt, dem historischen Erdgeschoss als einzigem Gebäude in der Nachbarschaft einen Flachdachbau im Stil eines Industrieverwaltungsbaus aufsetzen zu müssen, gehört :aufdenkopf:

      Allerdings hätte die Stadt Würzburg durchaus auch bauplanungsrechtliche Vorgaben machen können/müssen. Wer keine Qualität fordert, wird halt selbige nicht fördern...
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die Nachkriegslösung war hier doch eigentlich in ordnung und wirkte wie eine alte Scheune. Bei einer Aufstockung des historischen Gebäudes in dieser Lage müßten doch passende Fenster, ein Mansarddach und ein Verbot von Balkonen Pflicht sein. Noch besser wäre aber die Rekonstruktion des Vorkriegszustandes.
      Die heutigen Plänen sehen aus wie die für das Karlshospital in Kassel. Wie kommt man doch auf die Idee, solche schwerstgetroffenen Städte gerade heute die letzten heilen Ecken zu nehmen?
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • Ha, da war Zeno schneller.

      Das wollte ich auch zeigen.

      Also, die Bauarbeiten sind dort eingestellt und es wird dort erstmal eine Grabung stattfinden. Das sind dort sehr sehr alte Mauerreste. Man hat angenommen, dass man in Würzburg nichts mehr aus dem 12. Jhdt. findet.

      Beteiligt an der Grabung ist mein Bruder. Er ist Früh- und Vorgeschichtler. Ich bin gespannt, was er so erzählen wird.

      Er erzählte neulich auch, dass es in Würzburg so gut wie kein Interesse gibt, Altes irgendwie zu erhalten. Man kann in dem Fall eigentlich nur froh sein, dass Steidle sofort eingegriffen hat.

      LG Christine
    • Der einstöckige Bau sollte abgerissen werden und die Fassade dann dem Neubau vorgeblendet werden.

      Das Bild von Dir, Zeno, zeigt übrigens die im Krieg nicht zerstörten Häuser, zumindest das Barockhaus ist auf jeden Fall historisch.

      Ich war neulich mit den Kindern in der Residenz. Die Restauration ist ja nun abgeschlossen und ich konnte so das Deckenfresco, den weißen Saal und den Kaisersaal in ihrer vollen Pracht bewundern. Obwohl diese Führungen immer zuwenig Zeit lassen, das alles zu betrachten.

      Im Moment befindet sich in der Resi noch die Landesaufstellung "Wiederaufbau und Wirtschaftswunder". Dort haben sie als Bodenbelag eine Luftaufnahme Würzburgs verlegt. Die eine Hälfte zeigt das unzerstörte Würzburg vor dem Angriff und die andere das Würzburg nach dem Angriff. Man steht sozusagen auf Würzburg drauf, das ist sehr interessant. Alleine deswegen werde ich die Ausstellung nochmal (ohne Kinder) besuchen.
    • Ein durch und durch garstiger Bau. Allein schon diese überdachten Dach-Eckterrassen!
      "Herzlichen Glückwunsch zur einfühlsamen Stadtreparatur!", kann man da nur aus der Ferne wünschen. :daumenunten:



      @Zeno (bzgl. obigem Bild "562":
      Eine alte Ansicht des Schweinfurter Schopper-Hauses (vormals Kastner Hof) nebst Beschreibung findest Du hier
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Ich kann mich nur anschließen: Ein fürchterliches Machwerk, das die Bezeichnung "Architektur" gar nicht verdient. Auf das historische Mauerwerk wird überhaupt kein Bezug genommen, außerdem hat das Haus - wie heute leider fast jeder größere Neubau - natürlich ein Flachdach.

      Gibt es in Würzburg für diesen Bereich eigentlich keine Gestaltungssatzung?

      Die Bauten der Nachkriegszeit jedenfalls, scheinen sich wesentlich besser in das Straßenbild einzufügen, als dieser Klotz. Man wollte offenbar so viel Nutzfläche wie möglich, da wäre ein Sattel- oder Mansarddach nur hinderlich gewesen.