Alt-Cölln, Petriplatz, Spittelmarkt

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    • Hier ein naturgemäß nicht unkritischer Artikel über den neuen Kulttempel für den großen Weltenbaumeister, das höchste Wesen oder was auch immer, mit einer guten Zusammenfassung der Enstehung:

      katholisches.info/2018/02/hous…der-welteinheitsreligion/

      Das hier, was Wiki bestätigt, hab ich nicht gewusst:


      wiki schrieb:

      Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche noch in den letzten Tagen der Schlacht um Berlin zerstört. Nachdem sie die Bombenangriffe unbeschadet überstanden hatte, geriet sie im April 1945 unter Beschuss, da sich in ihr SS-Einheiten verschanzt hielten. Nach Kriegsende blieb nur noch eine Ruine übrig.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Gerade wandelte mich bei Anblick des Holz-Milchglaswürfels ein Anfall von Heimatnostalgie an - gab oder gibt es doch in meinem norddeutschen Heimatdorf ein sogenanntes 'Keimhaus' in ebendieser Bauart und Materialität, in welches die örtlichen Bauern die Kartoffelsaat zum Vorkeimen einzulagern pflegen.

      Ein Superwurf also für unsere Hauptstadt, die ja eigentlich so gerne im Reigen der europäischen Hauptstädte mitspielen will, aber die Wege dahin in ihrer höchsteigenen Keimzelle anscheinend einfach nicht mehr zu erkennen vermag. Dörfliche Impressionen hingegen scheut man nicht.
    • Was für ein dummes Geschwätz... die Humboldt-Box, die rote Box am Potsdamer Stadtschloß oder der Info-Pavillon an der Garnisonkirche sind allesamt auch keine Schönheiten. Sie sind aber 1. nicht repräsentativ für das, wofür sie werben, und 2. nur vorübergehend aufgestellt. Daraus jetzt ein Skandälchen zu machen ist lächerlich. Da wurde mit einfachen Mitteln und wenig Kosten ein Pavillon aufgestellt, der garantiert keine 5 Jahre stehen wird... ist doch gut, wenn sie dafür kein Vermögen ausgeben!
      (Ich halte übrigens von diesem "house of one" weder inhaltlich noch architektonisch was. Aber solche Kritik ist einfach unfair...)
    • Dieser Artikel nennt zwar die Funktion dieses Holzpavillons. Er soll für Veranstaltungen und als Info-Pavillon dienen. Wie das konkret aber ablaufen soll, wird nicht erläutert. Ich kann mir bislang nicht ganz vorstellen, welche Passanten den Pavillon aufsuchen sollen, zumal er ja etwas zurückgesetzt in einem umzäunten Gelände zu liegen scheint, und ob er regelmäßig mit informierenden Mitarbeitern besetzt sein soll. Ich vermute eher temporäre Werbeveranstaltungen.

      UrPotsdamer schrieb:

      Ich halte übrigens von diesem "house of one" weder inhaltlich...
      Das ganze ist eine durchaus politisch gemeinte Zeitgeist-Geschichte. Es geht um "Vielfalt" bzw. "Multikulturalität" und den Einsatz gegen jene, die "diskriminieren". Vielleicht auch gegen Islamismus (denn ich wüsste nicht, gegen welche anderen religiösen "radikalen Kräfte" es gehen sollte), allerdings wohlweislich ohne diesen auch zu benennen. (Sonst könnte vielleicht eine der Religionen schon wieder aus dem Projekt aussteigen) Nun werden dafür sogar die Atheisten mit ins Boot genommen. Also Christen, Juden, Muslime und Atheisten in einer historisch bislang einmaligen Allianz gegen die Feinde der "Vielfalt". Das gab es noch nie in der Weltgeschichte. Insofern ein einmaliges Projekt, das da in Berlins Mitte entsteht.

      Zitate:
      Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sagte bei der Pavilloneröffnung, das Drei-Religionen-Haus komme zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Am Petriplatz, wo die Wiege Berlins steht, werde gemeinsam demonstriert, dass Vielfalt die Gesellschaft bereichern kann. Er freue sich, dass das "House of One" auch Atheisten offen stehen soll, denn gegen Diskriminierung, Hass und Ressentiments vorzugehen "schaffen wir nur gemeinsam", so Lederer.
      Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, betonte, es sei "höchste Zeit" für das "House of One". "Wir dürfen den radikalen Kräften in Gesellschaft und Religionen nicht unsere Welt überlassen", sagte Parzinger, der dem Stiftungskuratorium des Projektes angehört.
      (evangelisch.de/inhalte/148457/…-one-drei-religionen-haus)

      (An die Mitdiskutanten: Ich habe zu dem Projekt bewusst keine eigene wertende Meinung geäußert. Somit bitte nicht auf eine politische Diskussion einsteigen. Sonst wachsen der Moderation graue Haare.)

      (An die Moderation: Wenn dieser Link und die daraus entnommenen Zitate bereits zu politisch für den Thread sind, einfach wieder löschen.)
    • Wenn's wirklich nur ein temporärer Info-Pavillon ist - dies hatte ich tatsächlich überlesen - dann kommt mein etwas vorschneller Kommentar tatsächlich wohl an Geschwätz heran - tut mir leid.

      Ist aber letztlich aber auch vielleicht ein Zeichen dafür, dass man dergleichen mittlerweile tatsächlich als ernst gemeinte moderne Stadtarchitektur nimmt...