Potsdam - Quartier Synagoge und Acht-Ecken-Kreuzung

  • Auch wenn ich selbst gar nicht religiös bin: Ich finde es gut, dass innerhalb weniger Jahre schon die zweite Synagoge in Potsdam gebaut und damit die seit vielen Jahrhunderten bestehende christlich-jüdische Kulturtradition weiter gepflegt wird.

    An der Stelle ein modernes Gebäude vergleichsweise hoher Qualität zu errichten kann ich auch tolerieren. Das einzige, was mich daran wirklich stört ist die Gebäudehöhe, die die an der Stelle übliche deutlich überschreitet.

    Somit sieht man nun vom Lustgarten aus einen modernen Klotz den Marstall überragen, was den Gesamteindruck des Platzes erheblich stört. Die Höhe der Bestandsgebäude in der Schloßstr. wurde ja nicht zufällig so gewählt wie sie ist. Schade, dass die Architekten der Synagoge das ignoriert haben.

    Synagoge 7.6.23

  • Der Potsdamer Tagesspiegel / Potsdamer Neuste Nachrichten, berichtet in seiner Ausgabe vom 14.06.2023 dass die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) in das "Haus Einsiedel" eingezogen ist.

    Haus Einsiedel bezogen: Sparkasse zieht vom Potsdamer Staudenhof in Neubau
    Im Mittelpunkt der Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) steht die Beratung Block II der Potsdamer Mitte ist damit in Teilen fertiggestellt.
    www.tagesspiegel.de

    Ich finde das neue Haus "Einsiedler" nicht schlecht, auch wenn mir das Relief "Dionges in der Tonne" fehlt und der Schriftzug "Einsiedler". Wenn man sich alte Bilder anschaut, war dieser auch an verschiedenen Stellen am Gebäude angebracht.

  • Das habe ich mir schon fast gedacht. Bloß gut, dass wir in Potsdam die Denkmalpflege haben, die sich für solche wichtigen Details einsetzt.

  • Auszug aus der Denkmalsatzung für den Stadtkern, die der ehem. Stadtkonservator Kalesse durchsetzte. Das wäre heute kaum mehr möglich.

    § 2

    Sachlicher Geltungsbereich

    Im Geltungsbereich dieser Satzung sind geschützt:

    - die auf das Mittelalter zurückgehende, insbesondere im 18. Jh. in mehre-

    ren Phasen erweiterte städtebauliche Grundstruktur mit ihrer Hierarchisie-

    rung der Gebäude, Straßen, Plätze, Wege und Zufahrten mit den dazu-

    gehörigen Parzellen und Hofstrukturen,

    - die in Resten erhaltene Akzisemauer des 18. Jahrhunderts mit ihren be-

    deutenden Torbauten,

    - die auf besondere Fern- und Wechselwirkung hin komponierten baulichen

    Dominanten im Stadtgebiet,

    - die städtebauliche Prägnanz einzelner Quartiere wie des Holländischen

    Viertels oder des ehemaligen Schlossbezirks trotz ihrer teilweise durch

    Kriegszerstörungen beeinträchtigten Charakteristik,

    - die insbesondere in der Zweiten Barocken Stadterweiterung einschließlich

    des Holländischen Viertels weitgehend erhaltene Gliederung und Gestal-

    tung der Straßenzüge durch Achsenbildung, Rhythmisierung sowie Spie-

    gelung in Grund- und Aufriss sowie deren Hervorhebung durch individuel-

    le Bauzier

    Seite 2

    - alle die Straßenzüge und Uferlinien begleitenden baulichen Anlagen mit

    ihren Nebengebäuden, einschließlich der Hinterhäuser, Quergebäude,

    Seitenflügel, Remisen usw., insbesondere der im folgenden angeführten

    37 Straßen, Straßenabschnitte und Plätze,

    - die das historische Erscheinungsbild tragende, umfangreich erhaltene

    Bausubstanz, charakterisiert durch Höhe, Anordnung, Proportion, Material

    der baulichen Anlagen und die Verteilung der Öffnungen darin sowie

    - die Maßstäblichkeit der Bebauung im Verhältnis von öffentlichen Regie-

    rungs-, Verwaltungs-, Versorgungs- und Fürsorgebauten, sakralen und

    militärischen Bauten, Wohn-, Geschäfts- und Wirtschaftsgebäuden,

    - die Straßen-, Platz- und Gehwegpflasterungen und die Oberflächenbefes-

    tigungen der Zufahrten und Zuwegungen in ihren reichen Variationen,

    - die historische Möblierung und Begrünung der Straßenzüge, Plätze und

    Uferlinien sowie die Einfriedungen, Vorgärten, Gartenbereiche und Frei-

    räume in den rückwärtigen Grundstücken.

    Vom sachlichen Geltungsbereich ausgenommen sind die Regionen innerhalb des

    Satzungsgebietes welche in der DDR Zeit beräumt und neu bebaut wurden. Da-

    zu gehören insbesondere:

    - das Hotel „Mercure“ mit Freiraum

    - der Innenbereich des Gebiets zwischen der Hoffbauerstraße, der Hen-

    ning-von-Tresckow-Straße und der Schloßstraße am Lustgartenwall

    - das Wohngebiet „Zentrum Süd“ zwischen den Straßen Am Alten Markt,

    Am Kanal und Burgstraße

    - das Wohngebiet zwischen dem Platz der Einheit, der Charlottenstraße

    und der Französischen Straße

    - das Rechenzentrum Ecke Dortu-/Breite Straße

    - der Gebäudekomplex des ehemaligen Instituts für Lehrerbildung (heute

    Fachhochschule Potsdam), Friedrich-Ebert-Straße

    - das Wohnhaus am Staudenhof

    - das ehemalige Gebäude der Feuerwehr, Werner-Seelenbinder-Straße

    - die Laubengang- und Punkthochhäuser in der Breiten Straße

    - das Punkthochhaus Ecke Charlotten-/Berliner Straße

  • Warum baut man eigendlich noch Schneefanggitter? Verpflichtend ist das nicht und notwenig ist es wegen des Klimawandels in Potsdam ohnehin nicht mehr.

  • Die Niederschläge mögen seltener werden, gleichzeitig steigt die Menge des Einzelereignisses. Und bei Plusgraden rutscht der Schnee noch schneller vom Dach.

    Wer möchte da schon haften, wenn vorbeikommene Passanten verschüttet werden, und man nicht nachweisen kann, auch nur das Geringste unternommen zu haben?

    Lediglich fragt sich, ob Schneegitter überhaupt noch ausreichen.

  • Die Niederschläge mögen seltener werden, gleichzeitig steigt die Menge des Einzelereignisses. Und bei Plusgraden rutscht der Schnee noch schneller vom Dach.

    Wer möchte da schon haften, wenn vorbeikommene Passanten verschüttet werden, und man nicht nachweisen kann, auch nur das Geringste unternommen zu haben?

    Lediglich fragt sich, ob Schneegitter überhaupt noch ausreichen.

    Welcher Schnee? In Potsdam hatten wir in den letzten Wintern keinen. Und für die Starkregenereignisse nützen die Gitter nix...

  • Noch aus der letzten Woche einige Aufnahmen des Synagogen-Neubaus.

    dsc01151dwifo.jpg

    Verziegelte Brandwand-Überstände (auf beiden Seiten).

    dsc01152gecbp.jpg

    Fenster sind drin.

    dsc01153jgex9.jpg

    dsc01154wafua.jpg

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Es bleiben zu vielen Kompromiss Lösingen und Neuinterpretationen, wie Haus Einsiedel. Die Gauben sind klotzig und unproportioniert gross. Alles muss unbedingt "Nutzbar" sein. In Budapest wird aber sehr genau und richtig rekonstruiert: Fein und Filigran.