Potsdam - Quartier Synagoge und Acht-Ecken-Kreuzung

  • Das SW-Achteckenhaus über die FH-Brache gesehen.


    Die Rückseite von der Schloßstraße über das Synagogengrundstück gesehen.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ein schoenes Hallo!


    Ich war in September in Potsdam und habe diese Bilder von der Acht Ecken Kreutzung gemacht:


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    Um die Ecke herum;
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    Ein bisschen weiter weg;
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    Die noch vorhandenen Haeuser;
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    Bilder sind meine

  • Es gab nie Einigkeit zwischen den jüdischen Gemeinden auf der einen Seite und dem Architekten Haberland auf der anderen.


    Da aber die Landesregierung Auftraggeber und Bauherr der Synagoge ist, und sich in deren Wettbewerb Jost Haberland als Sieger durchgesetzt hat ist das rechtlich irrelevant. Das Land Brandenburg baut eine Synagoge unter Beratung der jüdischen Gemeinden. Danke für Ihre Meinung, aber wir machen es anders.


    Haberland interessiert sich nicht für die traditionalistischen Ansichten der jüdischem Gemeindemitglieder (aus deren Umfeld die Entwürfen stammen, die auch in den Medien sind). Er will einen modernen, kubischen, ineinander verschachtelten Bau und das Land will auch auf Biegen und Brechen etwas abstrakt-modernes.


    Die jüdischen Gemeinden können das Schachtel-Ungetum dann nur weitervermieten und von der Pacht eine vernnftige Synagoge bauen.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Ergo wäre es dann doch eigentlich Aufgabe des Bauherren die guten und richtigen Argumente des späteren Nutzers Jüdische Gemeinde aufzunehmen und dem Auftragnehmer Architekt Haberland zur Verbesserung aufzutragen?


    Der Architekt ist doch nur der Auftragnehmer, der sich an die Vorgaben seines Auftraggebers zu halten hat - das würde mir zumindest mein Hausverstand sagen, aber der ist in D derzeit glaublich nicht mehr immer gefragt. Dann kommt leider auch so ein Schlamassel dabei heraus.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Richtig. Hier die richtige Adresse:


    Martin Gorholt, Chef der Staatskanzlei
    Staatskanzlei Brandenburg
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam
    Telefon: (0331) 866 - 0
    Telefax: (0331) 866 - 1418
    E-Mail: Poststelle@stk.brandenburg.de

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • richtig, nicht die Jüdischen Gemeinden sind Auftraggeber, sondern das Land Brandenburg.


    /ironie anfang
    Die Jüdischen Gemeinden sollen sich dann da nur hineinbegeben und gefälligst wohlfühlen. Ist ja schließlich für lau für sie. Dann darf es auch hässlich, unpraktisch und entgegen den Religionsanforderungen gebaut sein.
    /ironie ende

    Ich wurde angewiesen meine Signatur zu ändern.

    Seis drum.

  • Gefühlt ist da seit 6 Wochen nix passiert. Es kommt ja eine Vormauerschale an den Rohbau.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Warum rüsten die denn die Brandwand nach Süden mit ein? Der nächste Bau ist doch auch ein Bürgerstadt-AG-Projekt und der übernächste auch.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Na wenn das auch wieder >10 Jahre dauert, bis die beginnen, macht es schon Sinn, die Brandwand zu verputzen.

    Ich wurde angewiesen meine Signatur zu ändern.

    Seis drum.

  • Ich konnte jüngst das Achtecken-Vorbild der Quattro Canti in Palermo betrachten.







    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Danke, Snork, endlich mal jemand, der das sizialianische Vorbild kennt und nicht auf die angebliche Referenz in Rom mit den geraden Ecken rekurriert. Die Vier Ecken (Quattro Canti) waren den Zeitgenossen wohlbekannt und die konkave Form ist für die Kreuzung wichtig.


    Entscheidend wird sein, ob die städtebauliche Klammer der acht Ecken die Verwässerung des architektonischen Konzeptes durch "Interpretationen" einerseits und das Herausrücken der Ostseite um sieben Meter andererseits übersteht. Ich bin davon noch nicht überzeugt. Gottlob wird die Westseite recht anständig.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Doch wohl Mantikor! Ehre, wem Ehre gebührt! Danke an Selbigem, dem richtigen, auch von mir, hier war ich leider noch nie, obwohl ich dieses Ensemble mal in einem Vortrag über Potsam verwendet habe.

  • Ja potsdam-fan,hier geht es offensichtlich nur seeehr schleppend voran.:sad:Der Aussenbau müsste eigentlich schon längst fertig sein.Warum es dort nicht so recht weitergeht -vielleicht weiß Konstantin näheres?