Pirna

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    • "spacecowboy" wrote:

      Um damit kurz einen Schwenk zur geplanten Denkmalschutzlockerung in Sachsen machen zu dürfen (woran ich nicht glaube, dass sie so umgesetzt wird): Ohne das bestehende sächsische Regelwerk sähe es in Pirna und in vielen anderen sächsischen Kleinstädten heute ganz anders aus. Es ist letztendlich ein nicht zu unterschätztender Pluspunkt in Sachen Tourismus, ohnehin der einzige größerer Wirtschaftsfaktor vieler sächsischer Städte. Das, was die FDP plant, wird in allen westdeutschen Bundesländern bereits seit eh und jeh in die Praxis umgesetzt.


      Ja...so ist es und das sollte Markus Ulbig, sächs. Innenminister als ehemaliger OB von Pirna (!) eigentlich wissen.

      "Karasek" wrote:

      Sehr interessantes Update. In Pirna wird wohl von allen sächsischen Kleinstädten derzeit am meisten gebaut. Bin richtig erstaunt über den Umfang. Da merkt man den positiven Einfluß der Autobahn.


      Ergänzen sollte ich, dass auch die Gewerbegebiete in Pirna sich rasant füllen. Ich kann dir jedenfalls hier nur zustimmen, dass die Autobahn Pirna viel genützt hat bisher. Mit der regen Bautätigkeit wird es dennoch bald vorbei sein, denn die Fördertöpfe leeren sich zusehends.

      Gruß DV
      "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

      "Why not reinventing something from the past, something combining, nature and art." Lebanon Hanover - Fall Industrial WallLebanon Hanover - Fall Industrial Wall
    • Pirna wird schöner und schöner....

      Nein.
      Mich überzeugt es nicht so besonders. Viel zu grell und postmodern. Nicht mehr das alte Pirna, das mich so bezaubert hat...
      Segen der Autobahn :kopfschuetteln:
      So was traut sich bei uns nicht einmal die ÖVP in halbwegs intellektuellem Rahmen mehr zu verzapfen.
      Da kann man, wenn der die Fördertöpfe leer sind, besser gleich auf den Weihnachtsmann hoffen...
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Na ja- wer meckert, meckert auf hohem Niveau. -- Aber auch ich muss sagen, dass ich einige der Straßen von Pirna noch etwas schöner in Erinnerung habe als sie die letzten aktuellen Fotos zeigen. In Bautzen ist es ja ähnlich, da wird auch viel "schön gemacht" aber oftmals bleibt die Frage, ob man das nicht auch noch etwas besser hätte hinbekommen können. Oft sind es wirklich schon fast Neubauten auf Alt gemacht. Ich wette wenn die mal wieder so verfallen sollten (wie die nächsten Jahrzehnte aussehen kann noch niemand mit Sicherheit sagen), ist das Niveau schlechter als das was man jetzt vorgefunden hat. Der zuletzt gezeigte Dreiseitenhof des früheren Bauhofs an der B172 z.B. hat für mich auf dem gezeigten Foto überhaupt keinen Charm - finde ich in dem Zustand (zumindest aus der Perspektive) kaum besser als wenn jemand einen 08/15-Einfamilienhaus-Neubau hingesetzt hätte (und wenigstens auf Alpenstil und Kitschtürmchen verzichtet hätte) - ich habe allerdings jetzt kein Bild im Kopf wie er vorher aussah - vielleicht macht es auch etwas die Perspektive und die Lichtstimmung.

      -- Aber die Entwicklungen um Schloss Sonnenstein sind ja als enorm positiv zu begrüßen. So ein hoher Investitionsaufwand, der da betrieben wird - das ist schon allererste Sahne und wird das Stadtbild Pirnas ganz entscheidend aufwerten - denn ich hätte eher damit gerechnet, dass Teile des Schlosskomplexes früher oder später verschwinden werden. Sicher auch da hätte man irgendwie anders herangehen können, aber das wäre bei der noch erhaltenen Bausubstanz wirklich unter dem finanziellen Gesichtspunkt vermessen gewesen. Die Anlage ist ja wirklich riesig - etwas Vergleichbares fällt mir jetzt bei keiner sächsischen Mittelstadt ein.
    • "ursus carpaticus" wrote:

      Pirna wird schöner und schöner....

      Segen der Autobahn :kopfschuetteln:
      So was traut sich bei uns nicht einmal die ÖVP in halbwegs intellektuellem Rahmen mehr zu verzapfen.
      Da kann man, wenn der die Fördertöpfe leer sind, besser gleich auf den Weihnachtsmann hoffen...


      An was liegt es wohl dann, dass Leben zur selben Zeit einzog als die Autobahn fertig wurde? Ich kenne Pirna auch noch aus der Zeit als eine in meiner Erinnerung ständig verstopfte Straße die einzige Verbindung nach Dresden war. Da machte Pirna stellenweise einen recht verschlafenen und durchschnittlichen EIndruck. Das jetzige Bauvolumen allerdings sehe ich in sonst keiner sächsischen Kleinstadt. Also woran liegt es? Nicht zufällig doch daran, dass die Stadt nun eine attraktive Wohnalternative für wohlhabende Dresdener geworden ist, weil sie jetzt stressfrei erreichbar ist?
    • Ohje...ja...möge niemand verletzt worden sein, um den Bau an sich trauere ich aber nicht.

      "Stefan" wrote:

      "Darkvision" wrote:



      Deutet dieser Türbogen und die farbliche Absetzung den Verlauf einer ehemaligen Stadtmauer an?


      Wäre gut möglich, denn links (in der Lücke links durchscheinend)befindet sich am Dr.-Külz-Ring vornehmlich und teils (früh-)gründerzeitliche Bebauung, zudem folgt zuvor ein breiter Grünstreifen.

      Gruß DV
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    • Leider hat es bei dem Brand ein Todesopfer gegeben :(

      http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2498790\r
      www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=2498790

      Der sanierte 17-Geschösser hatte erst vor wenigen Tagen feierlich den Namen Haus "Pfaffenstein" erhalten
      Der Filmbeitrag hierüber gibt ein bißchen Einblick in die aktuelle ostdeutsche Plattenbaukultur:
      http://www.youtube.com/watch?v=5MJddf5U0YI\r
      www.youtube.com/watch?v=5MJddf5U0YI
    • "Miwori" wrote:

      Leider hat es bei dem Brand ein Todesopfer gegeben :(

      http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2498790\r
      www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=2498790




      Dieser Artikel ist typisch für die halbverblödete Art und Weise, in der uns die Gazetten heutzutage genieren:

      man erfährt nicht einmal, ob es sich um eine 80-jährige im Rollstuhl handelte oder um eine zwanzigjährige Hartz-Laufbahnkandidatin.
      Dafür aber der hochintelligente Hinweis, daß über die "genaue Ursache" noch nichts bekannt sie.
      Es ist ja noch nicht einmal etwas über eine Ursache schlechthin gesagt und zweitens stellt sich die Frage, ob es auch "ungenaue" Ursachen geben kann.
      Verschleiern, verwischen, so tun als ob, das sind Zeitungen heute.

      Moderationshinweis (Pilaster): Für diesen Beitrag wurde am 30. Juni.2010 eine Verwarnung ausgesprochen.
    • "Miwori" wrote:


      Der Filmbeitrag hierüber gibt Einblick in die aktuelle mitteldeutsche Plattenbaukultur:
      http://www.youtube.com/watch?v=5MJddf5U0YI\r
      www.youtube.com/watch?v=5MJddf5U0YI


      Der Film ist erfrischend, da sieht man, was ein klein wenig gelebte Demokratie für Begeisterung auslösen kann:

      die Leute bekommen weder eine mondäne Villa, noch ein Schloß als Quartier angeboten, aber einen aufgehübschten Plattenriesen, der nicht nur ein Gesicht, sondern auch einen Namen trägt und den haben die Bewohner selbst ausgesucht.

      Was wäre das erst für ein Klima im Lande, wenn wir den Bundespräsidenten direkt wählen dürften oder ob wir den Euro goutieren oder ob wir gern die Grenzkontrollen wieder hätten, oder, oder...
    • Vor allen Dingen widerlegt der Film das Vorurteil vom Ghetto, das vielen dieser Plattenbaubezirke anhaftet.

      In diesen Hochhaus-Landmarken auf dem Sonnenstein, die 50km weit zu sehen sind, lässt sich's im Prinzip gut wohnen mit Traum-Aussicht auf die Sächsische Schweiz.

      Dabei sind die Mieten bei der WGP noch ein ganzes Stück niedriger als bei der privatisierten Dresdner Gagfah.
    • "Miwori" wrote:

      Vor allen Dingen wiederlegt der Film das Vorurteil vom Ghetto, das vielen dieser Plattenbaubezirke anhaftet.


      Als ich gestern mal wieder in Dresden-Gorbitz, einem der größten Plattenbaugebiete der Stadt, war , kam mir just ein recht ähnlicher Gedanke. Die Häuser sind saniert und das Wohnumfeld ist grün und gepflegt. Einkaufsmöglichkeiten und der ÖPNV sind leicht fußläufig zu erreichen und die Gegend ist frei von jeglichem Durchgangsverkehr. So gesehen sind die Wohnverhältnisse gar nicht so schlecht.
      Letztlich ist es illusorisch zu denken, dass man die Plattengebiete vollständig abreißen könnte um sterbende Altstädte wie Weißenfels retten zu können. Zuviele Argumente sprechen eben auch oft für die funktionierenden DDR-Siedlungen.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Zu DDR-Zeiten war 'die Platte' ein Muster an Trostlosigkeit, zumindest von außen.
      Ich habe viele dieser Wohnungen von innen kennengelernt und war immer wieder überrascht, wie liebevoll sie oft zurechtgestaltet waren!
      Außerdem sollte man nicht vergessen, wie viele grauenhafte Großsiedlungen es im Westen gibt, ob Köln-Chorweiler, Hamburg-Mümmelmannsberg, Hannover-Mühlenberg, Bremen-Achim,
      Müchen_NeuPerlach, Frankfurt_Nordweststadt und wie sie alle heißen.
      Die oft recht ansprechend aufgehübschten Platten in Mitteldeutschland könnten den "West"-Siedlungen heute als Beispiel dienen, wie man solche Massenquartiere ein wenig erträglicher machen könnte und wie man die Identifikation der Bewohner mit ihnen stärken kann.
      Insofern ein doppelt und dreifach gelungenes Beispiel.
      Leider wird das in den Feuilletons der überregionalen Zeitungen kein Echo finden. :(
    • Es mag sein, wenn Plattenbauwohnungen schön eingerichtet sind oder mal hier und da aus drei Etagen ein geiles Appartment kreiert wurde. Dennoch sind es von aussen betrachtet Plattenbauten, die unförmig aussehen, jegliche Ästhetik bekämpfen und, das allerschlimmste, die Landschaft extrem stören. Oben auf dem Foto von dem Brand sieht man es mal wieder ganz deutlich.

      Und um auf das Thema des Bildes umzuschwenken: Hätten die Opfer in einer dreigeschössigen Stadtvilla einfachster Bauart gewohnt, wären Rettungskräfte eher bei ihnen gewesen? hätten sie sich einfacher in Sicherheit bringen können? Generell hab ich immer ein unwohles Gefühl, sobald es irgendwo in so einen dünnen Plattenbau mit 10 Etagen geht. Oder diese Würfel … Dabei habe ich keine Höhenangst, bin gern gesehener Gast auf bergigen Wanderrouten mit Klippen. Nunja … Mein Beileid den Opfern.

      Ich hoffe, man bricht alle Plattenbaumonstren ab, in meiner Heimatstadt, in Dresden, in Pirna, überall im Osten. Mei, wär das geil!
    • ...Bei 35°C im Schatten war ich heute wieder in Pirna unterwegs....

      ...In der Töpfergasse geht es nun los mit der Sanierung...diese Ecke wird ihr Gesicht wirklich deutlich verändern...





      ...Am Peter-Ulrich schreiten unterdessen die Arbeiten voran. Schaut man genau hin, stellt man fest: Das Dach ist neu gedeckt und die Fassade neu verputzt. Ich hoffe auch, dass man das Wetterschutzdach nun abbaut, damit man etwas besser neugierige Blicke befriedigen kann ;) ...die Fassadenfarbe soll auch schon feststehen und sie wird unserem YW (falls er mitlesen sollte) nicht gefallen, nämlich grau mit rot umrahmten Fenstern...





      ...Nochmal die neu aufgesetzte Turmhaube...



      ...Dieses Haus in der Badergasse wird auch nicht mehr lange darben. Laut städtischer Planung einer DER Sanierungskandidaten in den nächsten 1,5 Jahren....



      ...In der Schuhgasse ein Haus, dass lange Zeit fast eine Ruine war...nun nach langer Sanierung fast fertig, aber mit übergroßen modernen Dachgaupen....





      ...gegenüber auch 2 gerade erst fertiggestellte Sanierungen....



      ...In der Dohnaischen Straße Sanierung und neuer Ladeneinbau....



      ...das gerade erst eingeweihte Denkmal "Grauer Bus". Er soll die Busse symbolisieren mit denen Behinderte im 2. WK auf den Sonnenstein deportiert und dort vergast wurden....



      ...die Freifläche an der Grohmannstraße, auf der vorher die beiden Abrisshäuser standen...



      Viele Grüße

      DV
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    • Kurzes Update mit Bildern vom Donnerstag







      Peter-Ulrich-Haus: Die Grundierung ist dran, das Dach neu gedeckt. Nun noch die endgültige Farbe dran, Fenster rein und äußerlich ist alles paletti :)



      In der Barbiergasse sind die Entrümpelungsaktionen auf der Zielgeraden, hier geht es also auch bald richtig los. (Durch aufgezogenen Regenguss kein Bild davon)

      Gruß DV
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