Potsdam - Quartier Barberini und Alte Fahrt

  • Beim Lelbach-Bau erkennt man die Fensterumrandungen aus Sandsteinplatten.


    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • alle Bilder sind von mir

    Jesus und Maria, dieses Ding erinnert mich an SpongeBob mit einem blauen Auge! Jetzt kennen wir wenigstens auch den zu Grunde liegenden Entwurf. Vermutlich eine "besoffene Gschicht" gewesen;-\...


    https://spongebobtv.fandom.com…Wringer?file=Wringer2.jpg


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    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

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  • Was ihr alles kennen tuts... Da ist unsereiner ganz hilflos. Aber es stimmt.

    Irgendwie gfallts mir aber trotzdem.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Je weiter man weg geht, desto schöner wird's,

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Neubauten sind nicht zu gross, gebaut von edle Materialen, sehr modern, nicht traditionel.

    Nicht misslungen, aber auch niet gerade schön oder gelungen.........

    Kontrast ist (etwas zu) gross zu Barbarini und Reko's .


    Muss es in der Wirklichheit sehen um sie definitiv urteilen zu können.

  • Ich hatte es vor ein paar Monaten schon mal erwähnt, aber dieser Meldung ist einfach immer wieder ein Knüller: Ab September bekommt das Barberini eine Dauerausstellung mit rund hundert Gemälden des Impressionismus aus dem Besitz von Hasso Plattner. :daumenoben:

    Siehe dazu die PNN und die Homepage des Barberini.

  • Schade dass die Brauerstraße im weiteren Verlauf offenbar nicht die schönen Modellleuchten wie im Vordergrund erhält sondern sogenannte "zeitgenössische" Leuchten wie in einem 0815 Neubaugebiet, zu sehen neben dem blauen Kleinlaster.

  • Es war ja nun lange bekannt, wie die Neubebauung in etwa ausfallen wird. Natürlich wäre eine Rekonstruktion besser gewesen.Ich bin aber eher positiv überrascht, da die Ausführung mir relativ wertig erscheint. Das Ensemble am Markt stört sie so gut wie nicht, da kaum sichtbar.

    Fazit: Ich kann aber mit dem Ergebnis leben. Und auf jeden Fall ist es gut, dass die Ecke städtebaulich wieder entwickelt und belebt wurde.

  • Es ist super, dass die Ecke städtebaulich entwickelt wird, ich wünsche mir auch den Blücherplatz. Allerdings wird sich die Straße nicht verschönern. Ich kenne derartige Gebäude hier aus Berlin, so etwa vom Schinkelplatz, und da kann nichts gehen.

    Ich fürchte, die Ecke wird irgendwann Ghettooptik aufweisen.

  • Ich fürchte, die Ecke wird irgendwann Ghettooptik aufweisen.

    Wie kommst Du auf eine solche, in meinen Augen absurde, Behauptung? Die Fassaden scheinen mir teilweise mit Naturstein oder Klinkern ausgeführt, die nicht so schnell versiffen. Vor allem aber ist das keine Hochhaus-Sozialsiedlung, sondern dort sind teils recht teure Wohnungen entstanden, die von einer sicherlich solventen Schicht erworben und bezogen werden. Diese Eigentümerschicht hat mit Sicherheit kein Interesse daran, dort ein "Ghetto" entstehen zu lassen. Auch die Stadt hat das zwei Steinwürfe vom Landtags-Schloss nicht. Dazu ist die Lage viel zu prominent, nur wenige Meter vom Barberini aus.

    Ich betone es nochmals, wir wussten seit Jahren, was dort gebaut wird. Das Jammern über eine fehlende Rekonstruktion der ja eher schlichten Vorgängerbebauung kommt viele Jahre zu spät. Stattdessen sollte die Freude vorherrschen, dass endlich mal eine Baugrube in Schneckentempo-Potsdam ihrem Ende entgegen sieht. Was werden sich erst die Blöcke III und IV zeitlich hinziehen, wenn sie denn realisiert werden. Und da wird es wieder Grund zum Mosern geben, denn es sind viele Nicht-Rekonstruktionen darunter.

  • Die Bauten erinnern mich an die Berliner Townhäuser (vom Aussehen sehr "unberlinerisch"). Die Bauten in der Brauerstrasse zeigen zwar guten Materialen aber sehen viel zu "blockig" und monoton aus, genau wie fast 80% der moderne Bauten. Backstein war mehr angemessen gewesen und mehr filigranen Fassaden.....

  • Klassiker hat völlig Recht, die Gebäude erinnern an Townhäuser hier in Berlin. Auch dort hat sich eine furchtbar unästhetische Optik herangebildet. Hier ist es ähnlich, grob monoton lieblos.

    I am not amused.

  • Monoton? Lieblos? Furchbar unästhetisch? Ghettooptik? Im Ernst???


    Ich kann diese Kritik überhaupt nicht nachvollziehen.


    Soweit ich das anhand der Fotos beurteilen kann, empfinde ich diese Bebauung als so ziemlich das Beste, was dieser Ecke passieren konnte: echte Kleinteiligkeit, maßstäblich, hochwertige Materialien, plastische Fassaden mit Gesimsen und Lisenen, stehende Fensterformate, abwechslungsreiche Formgebung, warme Farben, schöne Ensemblewirkung - einfach wunderbare, moderne, selbstbewusste Architektur, die sich trotzdem hinter den Prunkbauten am Platz zurücknimmt. Was wollt ihr denn mehr? Mir scheint, als sei man in Berlin und Potsdam etwas verwöhnt - im Rest der Republik findet man so etwas nämlich durchaus selten.


    Wie hätte eurer Meinung denn eine bessere Alternative aussehen sollen? Irgendein Pseudo-Neo-Neoklassizismus, bei dem womöglich die Proportionen nicht passen? Oder gar barocker Russen-Kitsch? Das hätte hier m. M. n. viel weniger gepasst. Ich bin eigentlich von dem, was hier entstanden ist, ziemlich begeistert.