Potsdam - Quartier Barberini und Alte Fahrt

  • Ich fand die drei fertigen Fassaden zur Brauerstrasse in ihrer unmittelbaren Wirkung im Ensemble etwas unharmonisch und holperig. Das hat vermutlich damit zu tun, dass alle drei Fassaden eine ganz unterschiedliche Komposition haben: links Schüttelfenster und das für Potsdam untypische Natursteinmaterial, in der Mitte eine eher vertikale Gliederung, rechts (direkt neben dem Barberini) eine horizontale Gliederung.
    Aber das ist freilich Jammern auf hohem Niveau. Ist schon ganz schick geworden. Auch die Wasserseite ist ja noch nicht fertig, da kommt noch Grün rein etc.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Hier sieht man die Brauerstraße 1-3 im Zusammenhang

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Hier ein paar aktuelle Bilder der Brauerstraße 1 (Architektur: Dietz/Joppien):


    Die Marktfassade



    Der Eingang mit der eigenartigen Rundung, die ich nur aus den Sozialbauten der 80er-Jahre kenne.



    Der Gegenschuß:


    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Dieser Würfelbau fällt ja stark aus dem Rahmen.(Muss man sich dran gewöhnen).Und die anderen Gebäude in der Brauerstraße sind architektonisch nun nichts besonderes.Ist aber OK.Sind eben sachlich moderne Durchnittsbauten.So ähnlich muss man sich bis auf die Leitfassaden die modernen Gebäude am neu zu entstehenden Quartier alter Markt vorstellen.

  • Rundung, die ich nur aus den Sozialbauten der 80er-Jahre kenne

    Ich vermute mal stark, dass solche Rundungen nicht auf Sozialbauten beschränkt waren, aber sie sind sicherlich eines der Stilelemente der Postmoderne gewesen.


    Ansonsten, die Häuser sind ja seit längerem bekannt. Ich kann mit ihnen leben, die Potsdamer werden mit ihnen leben müssen, auch wenn sie vielleicht Rekonstruktionen der schlichten Vorgängerbauten gewünscht haben. Einzig die Bauzeit kam mir lang und zäh vor, zumal das Ensemble ja immer noch nicht fertig gestellt ist. Aber das mag ein subjektiver Eindruck sein.

  • Obwohl Potsdam zu den wenigen "Traditionsinseln" in D gehört, sind zu vielen Neubauten im klassischer Still mich doch zu "plump", klotzig" und zu wenig ansprechend was die Dächer (die Bekrönung eines Hauses) betrifft. Ist zwar ok, aber bin niemals wirklich angenehm überrrascht.

  • Nun, ich vermute, "Klassiker" meint z.B. den oben zu sehenden Stella-Entwurf. Oder z.B. den Bankneubau an Stelle der Ungerschen Post.

  • Klassiker argumentiert durchgehend nach dem Motto "Alles sch..., alles Mist, wenn man nicht besoffen ist." Ich habe noch keinen Kommentar von ihm gelesen, in dem er sich glücklich oder auch nur zufrieden geäußert hätte. Man nehme seine Kritik also cum grano salis...

  • Zumal ja fraglich ist, was mit "klassischem Stil" gemeint sein könnte.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand