Potsdam - Quartier Barberini und Alte Fahrt

  • Nochmals ein paar Bilder von der Freundschaftsinsel über die Alte Fahrt.







    Und die Brauerstraße.



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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die formale Idee der Auflösung regelmäßiger traditioneller Fassadenraster kommt eigentlich recht gut zur Geltung, wobei man das mittlere (dritte) Haus eventuell ganz nach hinten hätte reihen können.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Hasso Plattners ebenso einzigartige wie reichhaltige Sammlung zum Impressionismus (darunter 34 Monets) ist seit wenigen Tagen in einer Dauerausstellung im Barberini zu sehen. Einfach fantastisch! cclap:)



    Einen Gesamtüberblick über alle ausgestellten Bilder gibt es hier.

  • Lelbach baut aber auch schon ewig und drei Tage.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Nur etwas gestalterischer Mehraufwand? Das linke ist ein Prachtbau eines renommierten Architekten, das rechte sind Füllsel, auf dass halt so etwas wie eine Gasse entsteht und die ganze Sache nicht jäh mit dem Barberini endet. Das ist schon ein gewisser Unterschied. Damit muss man diese Bauten nicht verteufeln. Sie erfüllen ihren Zweck und begnügen sich damit. Sozusagen Braten und Sauce.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Widerspruch? Natürlich stehen sie qualitativ turmhoch über "Würzburg", ganz ohne Frage, das sieht man doch!

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nur etwas gestalterischer Mehraufwand? Das linke ist ein Prachtbau eines renommierten Architekten, das rechte sind Füllsel, auf dass halt so etwas wie eine Gasse entsteht und die ganze Sache nicht jäh mit dem Barberini endet. Das ist schon ein gewisser Unterschied. Damit muss man diese Bauten nicht verteufeln. Sie erfüllen ihren Zweck und begnügen sich damit. Sozusagen Braten und Sauce.

    Jain.


    Mit etwas mehr stilistischer Annäherung an die Vorkriegsbauten hätte man ohne finanziellen Mehraufwand ein erheblich besseres Resultat erreichen können. "Man" (= Potsdamer Lokalpolitik") hätte halt nur wollen müssen. Was soll's. Im Vergleich zu dem, was sonst so im Lande entsteht, ist das schon ziemlich gut.


    Nachtrag:

    Man denke sich die Straße einmal asphaltiert - meiner Meinung nach wäre der Gesamteindruck dann deutlich weniger wertig als jetzt. Ich glaube, der optische Effekt des Straßenbelages wird notorisch unterschätzt. Ich hoffe entsprechend ja auch inständig, dass man sich in Dresden die Gestaltung der Landhausstraße noch mal überlegen wird.

  • Naja, das Barberini ist eine Prachtfassade von Gian Lorenzo Bernini (1598-1680), die Carl von Gorntard (1731-98) etwas skaliert hat. Aber die bauafgabe bestand gerade darin, sich gegenüber den Leitbauten zurückzunehmen. Das ehem. Hotel Stadt Königsberg, das dort vorher stand, war ebenfalls ein zurückhaltender Bau.


    Das Ergebnis ist das, was die zeitgenössiche Architektur unter der Maßgabe der Zurückhaltung zustande bringt. Mit einer anders formulierten Asschreibung hätte man auch lauter glitzernde, hinterleuchtete Glasfassaden bekommen können, aber das war explizit nicht gewünscht. Die Potsdamer machen sich keine Illusionen über den Stand der Baukunst in Europa und haben diese schlichten, zurückhaltenden Fassaden einer expressiven Gestaltung vorgezogen. So kommen wenigstens die Leitbauten- und Leitfassaden zur Geldtung, die ja die anderen Bauten ästhetisch leiten sollen, sonst hiessen sie so nicht.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • HelgeK hat es genau richtig gesagt: "


    Mit etwas mehr stilistischer Annäherung an die Vorkriegsbauten hätte man (= Bauherren & Politiker) ohne finanziellen Mehraufwand ein erheblich besseres Resultat erreichen können".


    So sollte das Credo doch überall in D. sein müssen.....in Dresden (Johannstadt), in Leipzig, In ganz Berlin, in Magdeburg. in Kassel, in Köln, in Wuppertal und in Hamburgs bombardierte Viertel wie Hamm, Hammerbrook, Barmbeck usw.


    Schluss mit Rasterfassaden, Kuben, Klotzen, Staffelgeschossen, Townhäuser und alle sonstige Ungetümen der "Modernen".


  • die bauafgabe bestand gerade darin, sich gegenüber den Leitbauten zurückzunehmen.


    So kommen wenigstens die Leitbauten- und Leitfassaden zur Geldtung, die ja die anderen Bauten ästhetisch leiten sollen, sonst hiessen sie so nicht.

    Genau das ist jene Qualität, von welcher unzählige Wiederaufbaustädte nur träumen können: die Kunst der Zurücknahme, ohne banal und belanglos zu wirken.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nachtrag:

    Man denke sich die Straße einmal asphaltiert - meiner Meinung nach wäre der Gesamteindruck dann deutlich weniger wertig als jetzt. Ich glaube, der optische Effekt des Straßenbelages wird notorisch unterschätzt.

    Da stimme ich Dir 100% zu, das betrifft nicht nur den Belag sondern auch die Straßenmöbel. Hier spielen vor allem die Laternen eine Rolle. Leider sind im Verlauf der Brauerstraße die langweiligen 0815 Lampen stehen geblieben, wie die letzten Fotos zeigen. Als ob es hier nicht auch für die paar Mark teurere, historische Stilleuchte, wie Richtung Barberini gereicht hätte. Einfach schade. Oder ist das wieder so ein wichtiger "Bruch"?

  • Bautradition,passende Laternen kommen auch noch in die Brauerstraße.Die jetzigen sind nur Temporär.Ich vermute mal die gleichen wie am Alten Markt.

  • Auch wenn diese Gebäude den vorläufigen Abschluss der Straße darstellen, hätte ich mir gewünscht das auch dieses Gebäudeensemble sich dem Stadtschloss und dem Barberini annähert.


    So sind es Gebäude mit Bauklötzchen auf dem Dach die überall stehen könnten. Das einzige was mir an dem Ensemble gefällt ist das Farbenspiel. Auch sind aus dieser seitlichen Position die Giebel der Dächer nicht erkennbar.


    Ich hoffe ja das in Zukunft es wieder einen Durchgang geben wird, zur Seniorenresidenz Heilig- Geist- Park.

  • Meister Lampe,den Durchgang wird es weiterhin von der Brauerstraße bis zur Seniorenresidenz geben. Er ist nur am Ende der Brauerstr.durch die noch Baustelleneinrichtung versperrt.Es dauert nicht mehr lange und man kann wieder ungehindert bis zum Heilig-Geist-Park spazieren.

  • Vom Alten Markt kommt man schon seit dem Sommer wieder durch die Parkanlage zur Burgstraße, sogar mit dem Fahrrad. Ich fahre da täglich durch.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Auch wenn diese Gebäude den vorläufigen Abschluss der Straße darstellen, hätte ich mir gewünscht das auch dieses Gebäudeensemble sich dem Stadtschloss und dem Barberini annähert.

    Aber Stadtschloß (Knobelsdorff) und das Barbrini (Gian Lorenzo Bernini) sehen doch ganz unetrschiedlich aus und stammen ja ästehtisch aus ganz unterschiedlichen Epochen (Barock und Renaissance).

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand