Synagogen in Deutschland

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    • Synagogen in Deutschland

      An der TU Darmstadt wurden in einem Projekt 15 zerstörte deutsche Synagogen virtuell rekonstruiert... wenn man die Bilder sieht merkt man erstmal, wie sehr diese Gebäude heute fehlen.

      Die Seite ist:
      cad.architektur.tu-darmstadt.d…gogen/inter/start_de.html


      Darunter sind u.a. folgende Synagogen zu sehen:

      Berlin-Charlottenburg:



      Dortmund



      Hannover:



      Kaiserslautern:



      Köln:



      München:



      Nürnberg:



      ... das waren jetzt meine Favoriten... gibt aber noch acht andere.

      Guckt euch die Seite mal an!
    • Ja, den Link kenne ich...

      Schade, dass man bei den Neubauten in München und Dresden oder die Gemeinde in Berlin lediglich einige Reste hier und da eingebaut ahben, aber sonst keinen Bezug auf die alten Formen nimmt/genommen hat...Immerhin hat in Berlin neben den "Hinterhofsyngogen" noch die markante Neue Synagoge zumindest zur Straße hin überlebt...

      Und wenn es um Rekos geht, gilt das gleiche, wie bei den Kirchen. Der Bedarf nach weiteren Synagogen und dann noch in der Größe besteht eben nicht, wodurch auch der finanzielle Aufwand nicht gerechtfertigt ist. Man ist froh, wenn man die bestehenden zu den Feiertagen überhaupt vollbekommt....
    • Und wenn es um Rekos geht, gilt das gleiche, wie bei den Kirchen. Der Bedarf nach weiteren Synagogen und dann noch in der Größe besteht eben nicht, wodurch auch der finanzielle Aufwand nicht gerechtfertigt ist. Man ist froh, wenn man die bestehenden zu den Feiertagen überhaupt vollbekommt....


      bist du sicher? ich habe anderes gehört, nämlich dass die deutsche jüdische gemeinde die schnellstwachsende (prozentual) auf der ganzen welt sei. ein beispiel: in gelsenkirchen wurde am 9. november2004 mit dem bau einer neuen synagoge begonnen, da die gemeinde zu groß für das alte gebäude geworden sei.
      und bei den kirchen bin ich mir auch nicht sicher. angeblich soll ja der trend in der gesellschaft sein, dass man sich weider kirchlich(/christlich)-bürgerlich orientiert. mal sehen, was die zukunft bringt!
    • OK, in Gelsenkirchen reicht der Platz vielleicht nicht mehr...Aber: Gibt es denn dort z.Z. eine richtige Synagoge, oder eher ein behelfsmäßges Provisorium, z.B. in einem Raum des Gemeindehauses?

      Leider greift auch sie keine hist. Formen auf...gelsenkirchen.de/images/Bild_8722.jpg

      Der größte Wachstumsfaktor sind immernoch die Zuwanderer aus der ehem. SU. Die haben mit Reli entweder gar nichts am Hut oder sie werden gleich megareligiös...Aber letztere reichen für eine neue Synagoge noch nicht...Und ob die Gemeinden ihre Vorkriegsgröße wieder erreichen werden, ist fraglich (Berlin: 175.000 => 11.000 Mitglieder)...

      In den 5 berliner Synagogen ist es eben nur zu den größeren Feiertagen richtig voll (also 3x/Jahr, aber auch meist nur am ersten Abend), sodass z.B. eine rekonstruierte Synagoge in der Fasanenstr., mit ihren fast 2000 Plätzen den Rest des Jahres genauso leer stehen würde, wie die noch existierenden kleineren.

      Allerdings könnte man ruhig ein neues Gemeindehaus bauen (wenn's Geld da wär), als "krit. Reko" der Synagoge. Das jetzige ist wirklich unattraktiv, von außen, wie von innen...Ein Nachkriegsbau eben...


      P.S. Eine Frage an die Hamburger: Gibt es in HH eine richtige Synagoge? Im Internet und im Stadtplan kann ich nichts finden...
    • Mir fällt bei manchen Synagogen (München, Hannover) auf, dass diese mehr nach Kirchen aussehen!
      Das nenne ich gute Integration. Auch die Moslems sollten sich mal überlegen, ob sie ihre Gebäude nicht eher tradtionell europäisch bauen sollten. Ich finde zwar die meisten Moscheen schöner als beispielsweise moderne Kirchen, aber sie integrieren sich nicht in das Umfeld!
    • "Booni" schrieb:

      Das größte jüdische Gotteshaus nördlich der Alpen steht noch, wenn auch äußerlich leicht ...


      Ist die alte Synagoge von Essen echt die größte nördl. der Alpen ?
      Ich bin dort vor Jahren mal drin gewesen. Wenn ich mich recht
      erinnere müsste noch ein Großteil erhalten sein - allerdings
      ist im "oberen Stockwerk" ein kleines Museum eingerichtet.
      :zwinkern:


      Ben, es wird sicher noch Synagogen in Hamburg geben.
      Ich wüsste aber im Moment nicht wo genau... :augenrollen:
    • gefällt mir gut, auch wenn mir reale gebäude lieber wären als computerbilder.
      aus welchem material ist eigentlich die s. in essen, weiß das wer?

      so eine virtuelle rekonstruktion sollte man mal von allen im krieg zerstörten schlössern machen, das wäre was. glaube aber kaum, dass es dazu ein forschungsprogramm o.ä. geben wird, da hierzu die lobby fehlt.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Zum Thema erreicht mich eine sehr interessante Meldung aus der Welt vom 17.11.04


      Potsdam bekommt eine neue Synagoge
      Vorgängerbau wurde vor 66 Jahren zerstört - Fünf Innenstadtgrundstücke in der Diskussion


      von Dieter Weirauch

      Potsdam - Die Jüdische Gemeinde in Potsdam bekommt eine neue Synagoge. Der Vorgängerbau wurde vor 66 Jahren zerstört. Fünf Grundstücke stehen derzeit zur Diskussion. Sie befinden sich alle in der Innenstadt, wie der Beauftragte des Oberbürgermeisters für die Verhandlungen, Horst-Dieter Weyrauch, bestätigte.


      Vertreter der Stadtverwaltung und der Jüdischen Gemeinde haben die möglichen Standorte bereist, zum Ergebnis aber aus Sicherheitsgründen vorläufiges Stillschweigen vereinbart. Fest steht, daß die neue Synagoge nicht am Platz der Einheit stehen wird. Am einstigen Wilhelmplatz hatte sich die 1903 erbaute Synagoge befunden, die am 9. November 1938 ausgeplündert und beim Bombenangriff im April 1945 zerstört worden war. An der Stelle wurde ein Wohnhaus errichtet, vor dem später eine Gedenktafel angebracht wurde. Die Gemeinde unterhält jetzt in einem Plattenbau an der Schloßstraße ein Zentrum. Das Haus ist jedoch für den Abriß vorgesehen.


      Derzeit zählt die Jüdische Gemeinde in Potsdam nach Angabe ihres Vorsitzenden Mikhail Shvarts 360 Mitglieder. Zur neuen Synagoge laufen zwischen ihr und der Stadtverwaltung jetzt die Gespräche über Baulichkeiten, Eigentümerschaft und Unterhaltungskosten, wie Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) bestätigte.


      Wenn es die neue Synagoge und ein neues Gemeindezentrum gebe, könnten die in Potsdam lebenden Juden die Stadt endlich als ihre Heimat ansehen, hofft Shvarts.


      Anfang kommenden Jahres soll ein Förderverein "Neue Synagoge Potsdam" gegründet werden. Bisher kamen 4000 Euro zusammen.


      In den vergangenen Jahren waren für das Vorhaben mehrere Grundstücke im Gespräch gewesen, unter anderem Am Kanal 1. Auch städtische Villen an der Puschkinallee, die seit Jahren leerstehen, standen kurzzeitig zur Diskussion. Am Ende der Puschkinallee befindet sich der Jüdische Friedhof, der als einziger im Land Brandenburg in Betrieb ist; wegen Sicherheitsbedenken werden aber Gebäude an der Peripherie der Innenstadt ausgeschlossen, hieß es. Möglich sei auch ein Neubau.


      "Eine Synagoge ist mehr als ein Symbol. Sie ist ein Fundament für die Juden in Potsdam", sagte Rabbiner Nachum Presman über die Bedeutung eines neuen Gotteshauses. Wann die Gemeinde es beziehen kann, ist noch offen. "Bisher waren alle unsere Schätzungen falsch gewesen", bedauerte Presman und hofft auf eine baldige Klärung aller Fragen. Dazu zählt auch die der Finanzierung.

      (...)

      Indes rückt der Tag der Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Jüdischer Gemeinde und Land Brandenburg, welcher auch staatliche Zuschüsse sicherstellt, näher. Er sei unterschriftsreif, verlautete aus der Landesregierung; für die finanziellen Probleme der Gemeinde, die bisher im Weg stand, sei eine Regelung gefunden worden.




      Wenn die Diskussion auf einen Neubau rausläuft, müssen wir unsere Kräfte bündeln, vor allem dann, falls es sich um ein Innenstadtgrundstück handeln sollte. Die Initiatoren könnten dann von einer neuen Synagoge in traditionellen Formen der jüdischen Kultur in Deutschland überzeugt werden. Vielleicht wird das dann unsere Feuerprobe. :boxenrot:
    • Ich habe folgende Homepage gefunden:

      synagogen.info/

      Mit diesem Archiv soll an die mehr als 2200 Synagogen Deutschlands und Österreichs erinnert werden, die in der NS-Zeit geschlossen, geschändet oder zerstört wurden. Gleichzeitig wird Auskunft gegeben, wie nach 1945 mit den noch verbliebenen Gebäuden und den ehemaligen Standorten umgegangen wurde.



      Schade, dass dort trotz der Zerstörungen niemand auf eine Reko-Idee kommt...
    • Nicht trotz, sondern wegen der Zerstörungen kommt niemand auf die Idee. Eine Synagoge, die vielleicht 1931 durch eine umgekippte Kerze abgebrannt oder wegen Baufälligkeit abgerissen worden war, würde man heute vielleicht eher rekonstruieren. Aber weil die Synagogen eben alle 1938 geschändet, abgefackelt und anschließend abgerissen worden sind, würde sich jeder, der eine rekonstruiert, dem Verdacht aussetzen, die Geschichte der Judenverfolgung damit irgendwie unter den Teppich kehren zu wollen. Daher schlägt niemand sowas ersthaft vor. Es sei denn ein solcher Vorschlag würde von Juden selbst kommen.

      Andererseits: Selbst die berühmte Berliner Synagoge in der Oranienburger Straße, die erst durch alliierte Bomben (tolle Leistung, Royal Air Force, vielen Dank auch..) teilweise zerstört wurde, wurde ja auch nur teilweise wiederhergestellt, nicht aber der zesrtörte Teil rekonstruiert. Das lag aber wahrscheinlich daran, daß Juden in der DDR nicht viel zu melden hatten, oder? Wenn die Synagoge im Westen gelegen hätte, vielleicht hätte man...aber das sind Spekulationen.
    • Wenn die Synagoge im Westen gelegen hätte


      Würde ich auch nicht unbedingt sagen...Die Synagogen in der Fasanenstr. und am Fränkelufer - beides große beeindruckende Bauten - sowie die kleineren Bezirkssynagogen wurde nicht rekonstruiert, obwohl sie im Westen staden. Dürfte wohl - wie auch bei vielen Kirchen - daran gelegen haben, dass die Gemeinde nur noch einen Bruchteil der Mitglieder zählte, wie sie es vor dem Krieg tat. Da haben die 2,5 (vom Fränkelufer wurde/wird noch der ehem. Versammlungsraum genutzt) noch existierenden wohl ausgereicht.