Steyr – unterschätzteste Stadt Mitteleuropas? (Galerie)

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Das OG wohl nicht mehr.Die Fensterachsen stimmen jedenfalls nicht, wirken den Konsolen angepasst. Die Konsolen dürften in der Tat alt sein, wie ein anderes Bild beweist. Der Torso stand übrigens noch lange so.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Danke Ursus und Palantir für die Doku des Stadtplatz 14!

      Ein herber Verlust - ein typisches spätgotisches aber auch stadtbildprägendes Gebäude!

      Bisher waren mir nur diese beiden namhaften Verluste aus den Bombardments bekannt:

      Johannestor

      Aus Meldungen geht hervor, das es entweder im Feburar (war der 1. Angriff auf Steyr) oder April stark beschädigt wurde!

      Was mich stutzig macht, wenn es so stark zerstört war, warum mußte man am 23. April die Reste SPRENGEN!!!

      2. Fall ist das wuchtige Barockgebäude in der Kollergasse in Ennsdorf:
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • So weiter in unserem Rundgang

      Nach dem Alten Stadttheater mündet die Berggasse erneut beim Schloss Lamberg und dort befindet sich auch dieses wild umwucherte Haus:


      Es hat aber nicht die Anschrift Berggasse, sondern Ölberggasse 8 - eine kleine Seitengasse der Berggasse, die ich aber wegen Zeitmangels nicht ablichten konnte!

      Nur die Südfassade hab ich noch:

      Ganz links im Bild seht ihr die langgezogene Schlossfassade! Das Haus selbst stammt im Kern aus der Spätgotik und hat mit Krüppelwalmdach. Die barocke Fassade wurde selbst beim starken Umbau beibehalten und für die Neubauteile verwendet!



      Der Garten selbst nutzt ein Restaurante als Gastgarten und besitzt einen schönen Brunnen:


      Ihm gegenüber nach Süden steht das Haus Berggasse 19:

      Es stammt auch im Kern aus der Spätgotik

      hat aber 2 schöne Renaissanceerker mit Engelköpfen:


      und stimmigem Eingang


      Nach Osten führt ein geschwüngener Treppenweg zum Platz hinunter, an dessen Westseite sich dieses Haus schmiegt:



      Das Haus Schulstiege 1 hat einen auf Konsolen ruhender Flacherker

      und eine sehr unruhige Fassadenflucht:


      Das Ganze noch einmal vom Stadtplatz kommend:
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • Aber zurück zur Berggasse:

      die Ostseite wird auf weiten Strecken von einer Mauer gegrenzt:


      die aber an der einen oder anderen Stelle einen schönen Überblick üder die Dachlandschaft von Steyr preisgibt:

      hier mit dem Rathausturm

      Nach Süden mit der Dominikanerkirche:



      Nochmals mit nettem Terrassengarten an der Mauer

      Und immer wieder nette stimmige alte Türen:


      Aber wieder zu den wirklich interessanten Häusern dieser Gasse --> Berggasse 34

      spätgotische Hausanlage mit gekehlten spätgotischen Fenstergewänden

      Das Obergeschoß weißt einen schönen Erker auf breitem Segmentbogenunterzug und Kragkonsolen und Kreuzstockfenster auf:


      Das Nachbarhaus - Berggasse 36 - weißt ein ungewöhnlich steiles Satteldach auf:

      Es selbst stammt im Kern aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts

      Es besitzt eine Schulterbogentüre mit charakteristischen Oberlicht und darüber eine Darstellung des Hl. Christophorus
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • Schön. Ich kann mich gar nicht erinnern, die Berggasse abgehatscht zu sein (muss aber dort gewesen sein, anders kommt man nicht vom Schloss zur Kirche).
      Steyr ist verdammt ausgedehnt, was es auch von unseren anderen Städten unterscheidet. In Steyrdorf geht es noch endlos weiter, mit wertvollen Biedermeierensembles. Dazu ist zu bedenken, dass einiges von Ennsdorf durch die Bomben unwiederbringlich vernichtet wurde. Dadurch fehlt quasi die östliche Vorstadt (was überlebt hat, ist bis auf ein paar Häuser in der Haratzmüllerstraße kaum der Rede wert. Wo war eigentlich das Johannestor genau?)
      Es ist ja auch bemerkenswert, dass es von den bislang vier Galerieherstellern hier im Forum noch keiner bis zum Schnallentor, eines der Wahrzeichen der Stadt geschafft hat (wobei du natürlich diese Aussage noch widerlegen kannst, Schlosshof).
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ich weiß nicht, ob du die Berggasse gegangen bist - in deinem Beitrag aus 2009 hast du sie zumindest bildlich nicht eingestellt!
      Du kannst auch über die Stadtpromenade zum Schloss gehen!

      Das Problem bei Steyr ist, das man nicht in Steyr Urlaub macht, sondern es sich anschaut, wenn man daran vorbeifährt oder in der Nähe auf Urlaub ist. Und so wie du sagst, es ist doch sehr weitläufig und noch dazu ist ein Haus interessanter als das nächste! Damit vergeht die Zeit und du bist gar nicht weit gekommen!

      Steyrdorf wäre bei meinem nächsten Besuch mein Ziel (da hast du ja schon einiges eingestellt - aber trotzdem auch vieles noch nicht, was interessant wäre - dort gibt es z. B. auch einen fantastischen gotischen Innenhof) - daher auch von mir diesmal nicht das Schnallentor!! huh:)

      Das Johannestor lag in der Johannesgasse einer Querstraße zur Haratzmüllerstraße!
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • Kommen wir zum Ende dieses Spaziergangs, indem wir die Berggasse Richtung Stadtpfarrkirche gehen:


      Berggasse 38 - das Haus ganz rechts -dessen linker Gebäudeteil mit einer Achse in den Straßenraum vorspringend ist ebenfalls ein spätgotisches Bürgerhaus!



      Gegenüber steht das Haus Berggasse 55:

      Das sogenannte ehem. Scharfrichterhaus - im Kern spätgotisches Gebäude mit Krüppelwalmdach. Die Fenstergewände des ersten Obergeschoßes weisen gedrehte Taustäben auf und die ehem. Speicheraufzugsgaupe ist heute Wohnraum!

      Darauf folgt wieder auf der Gegenseite das Haus Berggasse 40:

      Ebenfalls eine spätgotische Hausanlage mit abgefastem Schulterbogenportal und Oberlicht in einem trichterförmigen Rechteckgewände

      Stilistisch fällt das Haus Berggase 44 aus dem gewohnten Rahmen --> biedermeierlich:

      Doch der äußere Schein trügt --> ursprünglich war es einmal ein Getreidespeicher aus dem 16. Jahrhundert, der 1840 in ein biedermeierliches Wohngebäude umgebaut wurde.

      Die nächsten sind Berggasse 73 und 75:

      Nr. 73 mit auffällig wuchtigem Schornstein!

      Dieses Haus wird auch das Grüntaller Benefiziatenhaus genannt. Es ist ein spätgotisches Giebelhaus aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts mit Rundbogenportal und biedermeierlichem Tor:


      Sein angrenzender Nachbar ist ebenfalls spätgotisch - mit steinernem Renaissance Rundbogenportal und ehem. mittiger Aufzugstüre:


      Den Abschluß bildet Berggasse 48:

      das sogennatte Haimbergerisches Benefiziatenhaus ist mit "1586" datierte und weißt eigentlich reichen Sgraffitoschmuckauf, der derzeit aber unter dem starken Bewuchs nicht ersichtlich ist!

      So das wars fast --> will man von der Berggasse auf den Stadtplatz kann man auch über die sogenannte Mayr-Stiege:


      Aufnahme Richtung Stadtplatz mit den hohen Schornsteinen des Bummerlhauses

      und noch einmal mit Blick zum Aufgang in die Berggasse:


      so das was jetzt wirklich von dieser Tour - mit dem Hinweis --> es warten noch genug Details, die es lohnt abzulichten! (und ein Besuch der Stadt sowieso!!)
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • Danke für die Darstellung der Berggasse. Ich hab überhaupt keine Erinnerungen dran, obwohl ich mehrfach in Steyr war.
      Die Berggasse scheint séhr interessant zu sein - auf der Ostseite einen teilweise freien Ausblick bietend, auf der Westseite sehr ansprechend bebaut, mit der Pfarrkirche in der Gassenflucht. Zweifellos gibt es in den Stiegen und Innenhöfen viel zu entdecken, aber das zeichnet eine charaktervolle Stadt aus - dass man nicht so schnell mit ihr fertig wird.

      Unserer Galerie fehlt jetzt eigentlich - neben den eingemeindeten Vororten - noch das äußere Steyrdorf. Sierninger Straße und Mittlere Gasse sollten noch ansprechenden Althausbestand bieten, und am Wieserfeldplatz und Umgebung sind noch viel Empirefassaden erhalten - ein bisher hier noch nicht dokumentierter Aspekt für die Vielfalt dieser Stadt. Dazu könnte auch noch der Taborberg mit seinen Anlagen und der Standardblick auf die Stadt kommen. Steyr besticht ja auch noch durch seine Lage, landsachaftliche Einbettung und seine turmreiche Silhouette, was bisher noch wenig gezeigt wurde (was vielleicht auch zum Rothenburgvergleich anstiftete). Immerhin ist es dieser Galerie gelungen, schon mindestens zwei Forumer zum Besuch dieser schönen Stadt zu bringen!
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    • Die ehemalige Styrapurch, heute Schloss Lamberg









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    • Obere Altstadt



      Eines der typischen charaktervollen Häuser - das erzsteyrersche Mesnerhaus.



      Durchgang Stadtpromenade - Berggasse:






      Die Berggasse selbst hat Freund Schlosshof schon vorgestellt. sodass hier nur einige Ergänzungen erfolgen.

      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Zur Unterbrechung der Galerie etwas Skurriles:


      khs.info/de/staedte/uebersicht.html

      Was hat die Stadtväter wohl dazu bewogen, sich auf diese inferiore Liste setzen zu lassen?
      Passt irgendwie zum Strangtitel.
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    • Rust und Radkersburg sind zwar winzig, aber immerhin schön. Wenn man sich aber Kaliber wie Radstadt, Lienz, Bludenz, Bad Ischl und Maria Zell (!) anschaut...
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    • Berggasse (2)

      Keine geschlossene Altstadtgasse, da die Ostseite unbebaut ist. Heute wird sie für Garagen genützt.










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    • Laut vorbarocken Stichen ja. Darin liegt wahrscheinlich die nationale Bedeutung von Steyr, dass hier die "österreichische Stadt" konserviert wurde.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Schön, dass einmal wieder jemand Bilder von dieser herrlichen Stadt beisteyrt. Da geht einem ja das Herz auf. Die Stadt hat so etwas urtümliches, märchenhaftes an sich wie keine andere, die ich kenne. Das Wetter zum Zeitpunkt des Fotografierens war ja perfekt - durch die Bewölkung kommt dieser Charakter irgendwie noch mehr zum Vorschein.