London (GB) (Galerie)

  • Hallo liebe Forumsmitglieder. Mir ist aufgefallen, dass es im Forum relativ wenig von der britischen Hauptstadt zu sehen gibt. Da ich letztes Jahr drei Monate dort gelebt habe, hatte ich natürlich Zeit etwas herumzustreifen. Hier die ersten Bilder.






    http://www.flickr.com/photos/35696245@N03/3303337081/
    Am Picadilly Circus




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    Das südliche Ende der Regent Street




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    Richtung Leicester Square




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    Cambridge Circus, eines der Zentren des Nachtlebens




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    Trafalgar Square, wer für irgendetwas demonstrieren bzw. werben will, kann es hier tun, es gilt "Freedom of speech" (ähnlich speakers' corner)




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    Strasse, auf Trafalgar Square zulaufend




    http://www.flickr.com/photos/3…303322007/in/photostream/
    Strasse im Nobelstadtteil Knightsbridge, rechts im Bild ist das berühmte "Harrods" zu erkennen.




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    Little Russell Street, eher London-untypische Fassaden.




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    Häuser an der Oxford Street. Sie ist zwar die Haupteinkaufsstrasse Londons, hat aber keine wirkliche Grandeur wie z.B. die Champs-Elysées.




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    Die Marylebone Houses




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    Nobles Viertel südlich des Hyde Parks.




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    Verschiedene Neo-Stile, zusammengeklaubt im Stadtteil Mayfair.




    http://www.flickr.com/photos/3…303339897/in/photostream/




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    Hier mal eine Kostprobe britischer Nachkriegsarchitektur(links) im Eastend. Normalerweise wurden in Grossbritannien die Bombenlücken jedoch nicht kleinteilig gefüllt sondern Hochhaussiedlungen inkl. Parkplätze verdrängten die alten Arbeiterreihenhäuschen.Grossbritannien hatte mitunter den unästhetischsten Wiederaufbau in Europa ( wenn die Innenstadtbereiche überhaupt wieder bebaut wurden. In ehemals stolzen Industriestädten wie Sheffield, Bradford, Liverpool oder Birmingham hiess es: ab in die Vororte, ins Einfamilienhaus, so wie es die Amerikaner schliesslich auch getan haben! :boese: ) Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Städtebomber Nr.1 viele ihrer eigenen Städte durch die Nachkriegsmodernisierung schliesslich auch in den Abgrund geritten haben.

  • gute Bilder, die mir schöner vorkommen, als London in meiner Erinnerung eigentlich ist, merci vielmals.
    Die Stadt kam mir in ihren Bauten ungeheuerlich provinziell, ja beinahe kleinstädtisch vor. Auf deinen Bildern hingegen ist viel vom Flair einer Weltstadt spürbar.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Naja es ist extrem vom viertel abhängig, wie der eindruck letztendlich ausfällt. was ich stets als komisch empfand, war, dass es keinen einzigen grosszügigen statplatz gab, selbst der trafalgar square ist letztlich zu 50% eine strassenkreuzung. es gibt gerade mal zwei grosszügige boulevards, die allerdings von der bebauung her nicht faszinieren, zu uninspiriert wurde der stil meist von paris übernommen.

  • Also mir hat London besser gefallen als Paris. *rätsel*
    Ich spürte dort ein enorm weltstädtisches Flair und auch fantastische Platzanlagen habe ich überquert. *rätsel deftiger*
    Ich finde, Deine Bilder zeigen eher wenig von der weltstädtischen Größe dieser Stadt. *rätsel am deftigsten*
    Allerdings sieht es im Moloch der Londoner Vorstädte manchmal aus wie in der dritten Welt. Paris war mir deutlich zu monoton-grau.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ist jetzt nicht so meine Lieblingsstadt. Positiv war mir allerdings bei einem London-Besuch aufgefallen dass selbst im Innenstadtbereich es noch viele "ursprüngliche" Strassen gibt, die zwar etwas verwahrlost, aber optisch wenig verändert so schon 80-100 Jahre überdauert haben. Diese deutsche Krankheit alles auf Hochglanz zu sanieren und lieber mal schnell abzureissen anstatt auf eine neue Nutzung zu warten gibt es dort nicht so extrem. Ich hatte den Eindruck dass zwar London auch Abrisswellen in der Nachkriegszeit erlebt hat, aber wesentlich geringer als in jeder deutschen Stadt.

  • Nette Bilder, vielen Dank.


    London scheint ein ziemlich abwechslungsreiches Stadtbild zu bieten. Mein bisher einziger Besuch dort ist leider vor langer Zeit gewesen, als ich noch kein richtiges Auge für Architektur hatte.

  • @ youngwoerth
    hmmmm, ich weiss nicht genau über was du rätselst. mit gefällt london( extremer wirrwarr an stilen, gebäudegrössen) auch besser als paris( hochwertige einheitlichkeit des stadtbilds). natürlich gibt es fantastische platzanlagen, aber so grosszügig und weitläufig wie in anderen metropolen sind sie nicht. sehr grosszügig sind aber die parkanlagen.


    Wikos
    london hatte insofern "glück" als dass vor allem die arbeiterviertel südlich und östlich der city of london(heutiger finanzdistrikt) zerstört wurden. die dortige bebauung war eher bescheiden und in kurzer zeit heraufgezogen. londons grösster verlust waren einige alte strassenzüge und kirchen in der city of london. die finanzindustrie hat dort die lücken jedoch oft sehr originell geschlossen. die heutige mischung und sogar die kontraste :P sind durchaus spannend.

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    ein paar interessante kontraste in der city of london und das picadilly areal



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    der neubau rechts im bild würde sich IMO mit seiner hochwertigen grüngrauen marmorverkleidung auch relativ gut in die gründerzeitviertel kontinentaleuropas einfügen.




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    die londoner börse



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    ich finde gerade klassizistische bauten vertragen sich noch gut mit glasfassaden. fachwerk dagegen gar nicht.




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    das gebäude im hintergrund ist tatsächlich kein kraftwerk. :schockiert:




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    wieder ein netter kontrast. kann einer der experten unter euch erkennen ob es sich beim gebäude in der mitte um etwas postmodernes oder um ein werk des frühen 20ten jahrhunderts handelt? ich tippe auf postmodern.




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    fosters gurke (wenn doch nur alle hochhäuser einen solchen wiedererkennungswert hätten...)




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    was von fern wie ein märchenschloss aussieht, ist tatsächlich, saint pancras, der prächtigste bahnhof londons. weitere bilder von ihm werden folgen.




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    strasse vom picadilly-circus gen nordosten. stimmungsvolles nachgewitterlicht.




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    für dieses bild wäre ich beinahe überfahren worden :lachen:

  • Quote from "alpha"

    london hatte insofern "glück" als dass vor allem die arbeiterviertel südlich und östlich der city of london(heutiger finanzdistrikt) zerstört wurden. die dortige bebauung war eher bescheiden und in kurzer zeit heraufgezogen. / die finanzindustrie hat dort die lücken jedoch oft sehr originell geschlossen


    Beides ist in Deutschland bekanntlich meist genau anders herum!
    Ja, Deine neuen Bilder gefallen mir schon besser... :D

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Schönen Dank. Nur mit den "Kontrasten" kann ich nichts anfangen. Ich brauche keine Mitesser in einem schönen Gesicht.

  • Britische Architektur ist nicht so mein Geschmack,ziemlich grau.


    Paris ist noch schlimmer. ;)

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ich hatte im Herbst 2003 auch mal die Ehre, insgesamt 4 Monate in London zu leben. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, als ich das erste Mal in Kings Cross aus der U-Bahn vom Flughafen in den nach Nordosten fahrenden schönen alten Doppeldecker (Linie 73, mittlerweile ein bendy bus (Gelenkbus) zu meinem 4-qm-WG-Zimmer (kein Witz) in Stoke Newington fuhr: Sobald wir am Beginn von Islington (Tube: Angel) die Ring Road verlassen hatten, fanden wir uns in sich kilometerweit hinziehenden alten Reihenhaussiedlungen wieder, in denen tlw. der Bus höher wirkte, als die Bebauung der nicht wenig befahrenen Straße... hin und wieder wurde das Bild durch die näher an der Straße stehende und zumindest 2-3-stöckige Bebauung mit Läden im Erdgeschoss an den High Streets eines der durchfahrenen ehemaligen Dörfer unterbrochen. Unheimlich interessant und so völlig anders als kontinentaleuropäische Städte - mit Ausnahme vielleicht einiger holländischer und - Ihr werdets ahnen - Bremen.


    Diese unglaublich weiträumigen und vom Charakter variierenden Stadtviertel faszinieren mich bis heute. Plötzlich bist Du auf einem kleinen Spaziergang in einem Bereich, wo nur orthodoxe Juden wohnen, deren Jiddisch du an der Supermarktkasse stehend sogar tlw. verstehst! Ein paar Straßen weiter sind über die Hälfte der Läden (tlw. drei direkt nebeneinander) Hairdressers für schwarze Frauen... noch etwas weiter, plötzlich kommen Dir Frauen in Burka entgegen, natürlich 5m hinter ihrem Ehemann.


    Das einmalige an London ist aus meiner Sicht nicht die Innenstadt (bevor alle auf mich eindreschen: die ist natürlich auch sehr interessant), sondern es sind seine Myriaden von Wohngebieten mit eigener lokaler Infrastruktur (in Berlin würde man sagen Kieze), die alle ähnlich und doch verschieden sind. Ich glaube sowieso, dass man eine Stadt erst in ihren Wohngebieten wirklich "verstehen" lernt, auch wenn das jetzt vielleicht ein etwas großer Satz ist. Ich hätte jedenfalls wochenlang täglich mehrstündige Spaziergänge durch Londons Norden machen können und wäre nicht satt geworden.


    Faszinierend ist auch das Alter dieser letztlich "gründerzeitlichen" Erweiterungen, teilweise datieren sie noch aus dem 18. Jhdt., einfach weil die Industrialisierung in Großbritannien locker 50-70 Jahre früher durchstartete. Als London schon eine (allerdings noch dampfbetriebene) U-Bahn hatte, hatte Berlin gerade mal einen Gleisanschluss ans entstehende Überlandbahnnetz! Von innerstädtischem mass transit waren alle deutschen Städte zu diesem Zeitpunkt Jahrzehnte entfernt.


    Für mich vielleicht die interessanteste Stadt der Welt.

  • Da es bemerkenswerterweise kaum Bilder zu London im APH gibt, werde ich die Galerie in den nächsten Tagen mal etwas auffüllen.
    Ich war eine Woche in der Stadt und muss sagen, dass die Stadt es verdient hat, präsentiert zu werden.


    Ich habe schon viele Metropolen gesehen, aber London sprengt doch so manch mir bisher bekannte Dimension. Die Stadt ist unglaublich groß, unglaublich vielfältig und bemerkenswert heterogen. Es gibt Stadtteile, da stockt einem der Atem, hier seien Kensington, Soho und auch Covent Garden zu nennen. Andere wie die City selbst oder Southwark oder Lambeth sind absolute Totalausfälle und stehen Köln in Sachen fehlender Altbausubstanz und problematischem Städtebau in nichts nach.


    Ich muss sagen, das selbst eine Woche nicht gereicht hat, um sich einen vollumfänglichen Überblick zu verschaffen. Ich versuche dennoch, so viel wie möglich abzubilden.
    Aus organisatorischen Gründen stelle ich die Galerie wieder chronologisch als Tour ein, so kann es passieren, das einzelne Dinge mehrmals auftauchen, aber dies lässt sich nicht vermeiden, weil der Einstellaufwand sich dann nochmals extrem verlägern würde, ich hoffe, dies ist okay.


    Die Tour startet am Tower







    Blick die Themse runter Richtung Osten






    Tower Bridge



  • Tower Bridge (welche in Real dann doch größer ist wie ich erwartet hatte)




    Durchgang zum Tower





    Skyline mit The Shard und den Neubauten der Stadt London (ich fand es für moderne Architektur sehr gelungen)



    Nochmal die Brücke von der anderen Seite



  • Der Tower von Süden aus




    Blick in den Graben




    Eingangsbereich und im Hindergrund die Skyline der City of London



    Blick nach Süden





  • Es geht in den Tower



    Innenräume







    Hier werden die Kronjuwelen gelagert



    Innenhof



    Toller Blick zur Brücke




  • Blick von der Tower Bridge zurück zum Tower



    Mit der anderen Themseseite geht es dann später weiter!