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Das alte Köln

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    • Der Bahnhof wäre in Köln relativ leicht wiederherzustellen. Denn sowohl die gesamte Gleishalle wie auch der historische Wartesaal sind ja erhalten. Es fehlt praktisch nur die Fassade zum Platz. Und diese könnte theoretisch bei einer anstehenden Sanierung relativ leicht vorgeblendet werden.
      Jetzt aber das große Aber: nirgendwo anders sehr ich ein solchen Szenario aktuell als unrealistischer an wie in Köln. Es gibt überhaupt keine Anzeichen in Politik oder Bevölkerung, dass das aktuell gewollt ist. Zudem handelt es sich um ein Gebäude der Gründerzeit was das ganze nochmal unrealistischer macht. Man hätte mit dem Bahnhof, dem Domhotel und der kompletten Neuordnung des Roncalliplatzes einen wesentlichen Teil des alten Kölns wieder erlebbar machen können. Aber man wird diese Großchance bedauerlicherweise komplett verstreichen lassen. ;(
      APH - am Puls der Zeit
    • Langfristig gesehen wird bei einer Neugestaltung des Domumfeldes auch die Rekonstruktion des Centralbahnhofs ;) zwingend notwendig sein. Vor allen Dingen, da er in meinen Augen historisch eine Art Dreiklang bildet mit der Fertigstellung des Doms und der Errichtung der Hohenzollernbrücke. Die aktuelle Eingangshalle ist einer Stadt wie Köln meiner Meinung nach jedenfalls nicht würdig.
      Das Argument, der Glaskasten würde doch einen so tollen Blick auf den Dom bieten, noch bevor man den Bahnhof verlassen hat, kann man insofern entkräften, als dass auch der alte Bahnhof eine große Glasfront hatte, durch die man den Dom wohl auch schon recht gut sehen konnte.

      Bedauerlicherweise hat @Apollo aber auch Recht, wenn er schreibt, aktuell sei das praktisch unmöglich durchzusetzen. In Köln müssten erstmal ganz andere Rekonstruktions-Projekte realisiert werden, bevor überhaupt die Möglichkeit bestünde, so etwas wie den Hauptbahnhof anzugehen.

      So einfach wie hier beschrieben würde das aber leider nicht, betrachten wir einmal den ursprünglichen Bahnhof:

      Man beachte links neben dem Eingangsportal die langgestreckte Halle. Im Wiederaufbau nach dem Krieg hat man dort angebaut:



      Man sieht, wie eingequetscht die alte Eingangshalle plötzlich wirkt und die stolze Wirkung des trotz Notdachs immer noch imposanten Eingangsportals von einem sich in den Vordergrund drängenden Fünfziger-Jahre-Klotz eingeschränkt wird.

      Der Fünfziger-Jahre-Klotz steht heute noch und beinhaltet Gastronomie und Hotelzimmer, was in der Lage natürlich schwer wieder wegzudenken wäre:



      Eine Umgestaltung müsste also die gesamte Front mit einbeziehen, um eine gelungene Gesamtwirkung zu erzielen. Ob es möglich wäre, den historischen Bahnhof so umzugestalten, dass er ebenfalls die vorhandenen Räumlichkeiten beinhaltet (im passenden Stil natürlich, dieses Fünfziger-Jahre-Gebilde muss dann weg), ohne aber seine Proportionen zu verlieren, bezweifle ich. Wäre eine interessante Aufgabe für einen begabten Architekten, da eine Lösung zu finden.

      Aber wie gesagt, das sind alles Überlegungen, die in weiter Ferne sind. Aktuell sollte es eher darum gehen, den nächsten modernen Klotz im direkten Domumfeld zu verhindern.