Parochialkirche

  • So. Ich habe einfach nochmal beim Verein "Denk mal an Berlin" nachgefragt, was nun mit dem Baubeginn gebacken ist.


    Die Antwort:


    Quote

    (...) ...die Baustelle wurde formal am 19.6. 2015 eingerichtet. Den Turm werden Sie aber erst ab Januar 2016 wachsen sehen, wenn die Stahlbaufirma mit der Montage der vorgefertigten Bauteile beginnt. Ähnlich ist es auch mit dem Glockenspiel: der Auftrag ist erteilt, die Glocken werden in der Glockengießerei gegossen - zu sehen ist davon aber in Berlin naturgemäß noch nichts. (...)


    Bis 2017 soll ja alles fertig sein. Wir werden sehen.

  • Danke, fürs erneute Nachfragen! Jetzt ist es also auf einmal 2016... :rolleyes: Die verschieben und verschieben und verschieben seit Jahren. Ob es tatsächlich 2016 sein wird, bleibt abzuwarten.

  • Also laut der Antwort hört sich das doch schon gut an. Die Planungen laufen, Aufträge wurden erteilt und die Baustelle "formal eingerichtet". Was immer das jetzt auch heißen mag. Zusammengefasst, denke ich, kann man jetzt optimistischer sein als beim letzten mal, mit dem Baubeginn im Juni. :smile:

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Ich mag mich täuschen und die Absperrungen und die hölzerne Ablage gehören tatsächlich zur benachbarten Baustelle der Klostergärten oder gar des Podewils, aber mir scheint das doch eher auf die baldige Lieferung von Material für den Wiederaufbau des Turms hinzudeuten.





    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Soweit ich mitbekommen habe, wird der Turm als eine kombinierte Stahl-/ Holzkonstruktion wieder errichtet. Am wirtschaftlichsten und praktischsten ist dabei eine Erstellung mehrerer Segmente ("Schüsse") über mehrere Wochen und Monate am Boden und die finale Montage mittels eines monströsen mobilen Autokranes an einem Tag. So wurde es ja auch beim Hausmann/Schlossturm in Dresden, dem Petrikirchturm in Rostock sowie - in einem Stück - bei der Turmhaube der Dresdner Frauenkirche bewerkstelligt. In Tangermünde sowie in Bad Münder/Deister wurden sogar ganze vorhandene Barocklaternenhauben von den Turmschäften heruntergehoben, am Boden saniert und anschliessend samt neuer Kupferdeckung wieder nach oben befördert.
    Diese Holzfläche sieht mir jedenfalls ganz danach aus, dass dort demnächst die Segmente aufgebaut werden...

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Ich hatte irgendwo - war es hier? - gelesen, dass im Februar der Turm aufgebaut werden soll. Das würde ja passen - Aufbau/ Abbund der Segmente am Boden, Zeitreserve für Bauunterbrechungen durch schlechte Witterung im Herbst und Winter und Aufsetzen der Segmente im Februar. Eventuell wird ja sogar das Glockenspiel samt Spoielkabine und -Technik gleich am Boden mit eingebaut?

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Aktueller Artikel der Berliner Zeitung über die weiteren Schritte zum Wiederaufbau des Turmhelmes: das von Vulgow abgelichtete Holzpodest wird tatsächlich ab September zum Aufbau der Turmkonstruktion dienen, welche dann ca. im Mai oder Juni 2016 mit dem Kran in die Höhe befördert werden solle. :harfe:
    Die Baukosten werden aufgebracht aus Lottogeldern, einer Donation von Hans Wall sowie weiteren privaten Spendern.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Eine heute erschienener Online-Bericht über den Wiederaufbau des Glockenturmes der Parochialkirche.



    Quote

    (...) Herzstück des wiederauferstandenen Wahrzeichens der alten Berliner
    Mitte wird – wie könnte es anders sein – das neue Carillon werden. Das
    wird zurzeit in einer holländischen Glockengießerei angefertigt und dann
    aus 52 Bronzeglocken bestehen. Auf diese Weise kann der zukünftige
    Carollioneur von seiner Spielstube im Turm weit mehr Melodien anstimmen
    als es das alte Glockenspiel vermochte. (...)


    http://www.abendblatt-berlin.d…-fuer-die-singuhr-kirche/



    Edit: Habe gerade noch dieses Bild gefunden.

  • Wird man später tatsächlich die 30 Meter hohe Spitze komplett am Stück auf den Turm hieven? Was ein Gewaltakt... Seltsam, dass man nicht in mehreren Etappen, vielleicht 2 oder 3, den Turm aufbauen kann.

  • Das wäre wirklich erstaunlich, aber sicher machbar.

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • Hat man in den 80ern bei der Rekonstruktion der Neubrandenburger Marienkirche auch so gemacht, einmal den kompletten Helm via Kran und Hubschrauber raufgehoben. Allerdings einen gotischen Spitzhelm. Bei der barocken Turmhaube der Parochialkirche müsste eine Segmentierung besser möglich sein, ist aber womöglich statisch schwierig.

  • Quote

    Wie sein Vorgänger besteht er aus mehreren Etagen, die komplett am Boden montiert und dann mit Hilfe eines Kranes an ihren endgültigen Platz gehoben werden.


    Ich verstehe den vorstehend aus dem Abendblatt-Artikel zitierten Satz so, dass die einzelnen Etagen jede für sich komplett am Boden montiert werden und dann quasi aufgestapelt werden... In ca. fünf Stunden bin ich schlauer, da ich gleich nach Berlin aufbreche...

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Also hinsichtlich der verschiedenen Bauabschnitte des Turms
    - Leitungsgeschoss
    - Pfeilersäulenkomponente
    - Uhrengeschoss
    - Turmspitze/Pyramide
    kann man sich in den Ausschreibungen der Bauleistungen schlau machen: Hier, hier, etc.
    Habe es mal überflogen, die Dachspitze wird wohl abschließend separat hochgehievt.


    Dieses Element steht bereits vor Ort.


    Sind das dann die stählernen Pfeilersäulen? Wohl eher der Rahmen, oder? :wie:

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)