Budapest - Perle an der Donau

  • Herzlichen Dank für diese Informationen. Es ist eine Sensation, was in Budapest alles an Prachtbauten rekonstruiert wird. Davon hat man hier bisher kaum Kenntnis gehabt. Ich habe den Eindruck, in Ungarn ist ein ganz neues nationales Selbstbewusstsein vorhanden, dass sich eben dann auch architektonisch manifestiert. In Deutschland undenkbar, wir arbeiten uns lieber weiter an unseren „Brüchen“ ab und erfüllen damit unsere moralische Pflicht gegenüber der Geschichte.

  • Wow, vielen Dank für die Zusammenfassung!


    Budapest wird immer prächtiger. Dürfte auch mit Abstand die Stadt sein, in der am meisten Historismusbauten (teil-)rekonstruiert werden, zumindest unter den öffentlichen Prachtbauten. Bei Wohnhäusern und Geschäftsbauten liegt da wahrscheinlich in der Bilanz Leipzig vorn, wobei da auch viel mehr verhunzt wurde.


    Besonders freuen können wir uns auf das Finanzministerium. Einer der herrlichsten und filigransten neogotischen Paläste überhaupt!

  • Sehr liebe Deutsche,


    Ein paar Meldungen aus Budapest.


    Die großen Hallen de Hunyadi ter

    Quelle: Wikipedia


    Laut Magyar Epitok, die Reliefs und Stuck, die Fassade, die schmiedeeisernen Elemente und acht Löwenköpfe restauriert werden. Die Türen und Fenstern werden auch saniert oder rekonstruiert. Wie Sie sehen können, dieses Gebäude braucht wirklich eine Sanierung!


    Lese mehr hier (ungarisch)


    Die Sanktstephenhalle von dem Burgpalast Budapests

    Quelle: Magyar Epitok


    Um zum Burgpalast zurückzukehren, sucht dier Regierung jetzt ein Auftragnehmer um die Sanktstefanshalle zu restaurieren. Das wird der erste Raum "pilot-projeckt" sein, der restauriert wird und nennt die Regierung es ein "Pilotprojekt." Das ist ein sehr schöner Raum und ich hoffe, dass die Ungarn mehr wollen werden, sobald sie sehen können, wie schön auch das Innere sein kann.


    Die Sanierung der "Szent Jobb" Kappel der St. Stefans-Basilika ist endlich fertig






    Quelle: index.hu, Esztergom Pest Diözese


    Lese mehr hier und hier (ungarisch)


    Die Renovierung des Sandor Marai Kulturzentrums


    Aktueller Zustand



    Origineller Zustand
    Quelle: pestbuda.hu


    Sie können über dieses Projekt hier lesen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube nicht, dass die alte Fassade und den alten Turm wieder aufgebaut sein werden.


    Ich bin immer froh zu sehen, dass Budapest langsam ihre alte Schönheit zurückerobert. Ich hoffe, dass diese Stadt kein zu einer Inspiration für ganze Europe werden kann!


    Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

  • Hallo liebe Deutsche,


    Sie bereiten sich auf den Beginn der Renovierung des Andrassy Palasts:


    3 April 2019

    Quelle: Imohone skyscrapercity forum


    Ich will auch zwei andere große Projekte Budapests präsentieren.


    Das erste Projekt ist der Károlyi Csekonics Palast. Dieser Palast war ein Geschenk der Regierung Ungarn an einer evangelische Universität Budapests. Jetzt ist der Palast im Bau:






    Quelle: Magyar Epitok


    Die Hälfte, die abgerissen ist, war sehr modern und es ist kein Schade, dass es vorbei ist.


    Vorher

    Leider ist das neue Teil sehr modern:



    Die Fassaden nach der Renovierung



    Der Hof nach der Renovierung


    Ende 2018


    Die Innenbereich sind ziemlich schön und werden renoviert.


    Quelle: Magyar Epitok



    Quelle: Index.hu


    Das zweite Projekt ist auch an Andrassy Straße: Der Drechsler Palast


    Aktueller Zustand



    Origineller Zustand

    Quelle: pestbuda.hu


    Nach der geplanten Renovierung






    Quelle: http://bh.hu/portfolio-page/w_budapest/


    Der Drechsler Palast wird renoviert und zu einem Hotel umgebaut. Sie können über das sogennante "W Budapest" Projekt hier lesen. Dieses Projekt ist für 2020 geplant (früher war es für 2017 geplant). Sie können mehr über dies schwierige Geschichte dieses Gebäudes hier lesen.


    Eine Meldung aus März 2019

    Quelle: Magyar Epitok


    Die Fassade und das Dach der St. Josef Kirche Budapests wird komplett renoviert. Die Renovierung wird 595 Millionen HUF (1.8 Million EUR)kosten. Sie können mehr hier lesen.


    Endlich, eine Fortschrittsaktualisierung über die neue Büros Parlaments am Kossuth Platz. Wenn es fertig sein wird, wird es wie das aussehen:

    by György Rácz, on Flickr


    Vor dem Abriss


    Originelle Pläne v. der Zustand in 1972



    Schreckliche Vorschläge moderner Architekten
    1
    2


    Quelle: Courrier d'europe centrale (ein sehr interessantes Artikel aber auf Französisch)


    Gott sei Dank wurden sie abgelehnt...


    Aktueller Zustand des Baus:



    Quelle: varpad skyscrapercity forum



    Quelle: skyscrapercityforum csendesmark


    Danke!

  • Danke für die vielen wunderschönen Bilder! Da geht einem das Herz auf! In Ungarn scheint noch so vieles einfach normal zu sein. Immer wieder eine Wohltat, von diesen Rekonstruktionen und Sanierungen zu erfahren. Balsam für die Seele!

  • Hier scheint man mit der eigenen Kultur und Geschichte wohl nicht auf Kriegsfuß zu stehen, das erklärt meines Erachtens manches.

  • Liebe Deutsche,


    Wie Sie wissen, versucht die ungarisch Regierung seit langer Zeit Burgpalast Budapests und den umgebunden Gebäudekomplex wieder zu restaurieren und wieder aufzubauen. Das Projekt heißt Das Haussmannprojekt.


    Früher in diesem Thema habe ich und andere dieses Projekt präsentiert. Der Reithall ist wieder aufgebaut, ebenso wie das königliche Wachhaus. Ein paar andere Projekte sind uns schon bekannt, u.A. die Wiederaufbau von dem Jozefpalast, von dem Auslandsministerium, und von dem Verteidigungsministerium.


    Heute bekamen wir (durch die Seite des Projekts) die erste offizielle Darstellungen dieser Gebäude.

    Quelle: https://nemzetihauszmannprogram.hu/


    Die umkreiste Gebäude werden wieder aufgebaut. Das Verteidigungsministerium wird eine neue Fassade (die der Burg zugewandt ist) bekommen, weil das Hauptquartier der Selbsverteidigunskräfte (ich habe keine Ahnung was das auf Deutsch sein sollt) noch nicht wieder aufgebaut wird. Wenn überhaupt.


    Aber laut was ich gelesen habe, dieses Haussmann Projekt wird im in 4-Jahre Schritten gemacht. Also sind diese Pläne nur für diesen 4-Jahre Schritt. In dem nächste schritt vielleicht werden den Ställepalast und das Hauptquartier wiederaufgebaut.


    Die Sanierung/Rekonstruktion des Burgpalastes selbst wird im dem nächste Schritt anfangen. Es gibt viele Arbeit, Pläne, Arkaelogie, und Studien zu machen, bevor diese Sanierung wirklichen anfangen können wird. Trotzdem, wird der Sankt-Stephan-Saal früh saniert sein.


    Es ist hier



    Quelle: index.hu


    Die fehlende Möbeln sind schon gemacht:



    Quelle: pestbuda.hu


    Lese mehr hier (Ungarisch).


    Ich wollte nur diese Nachrichten über die neu Gebäude teilen. Diese neue offizielle Website macht die aktuellen Pläne der Regierung deutlich.


    Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin damit sehr sehr zufrieden.


    Liebe Deutsche, ich hoffe, das Sie diese Freude teilen, die ich über diese Rekonstruktionen empfinde. Denn meiner Meinung nach handelt es sich um eine Wiederherstellung unseres gemeinsamen europäischen Erbes.

  • Im Skyscrapercity-Forum wurden vom Nutzer "csendesmark" gerade erst neue Baustellen-Bilder präsentiert (s. hier). Ob es sich bei dem Gebäude allerdings um eine Rekonstruktion handelt, wage ich zu bezweifeln. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Ansatz, das benachbarte historistische Gebäude zu spiegeln, sehr gut!


    Ich konnte die Baustelle zuletzt im Juni begutachten, als ich mit Freunden Budapest besucht hatte. Damals war bereits der Betonkern fertiggestellt und das Erdgeschoss mit der Fassade versehen.

  • Liebe Deutsche,


    Heute ist ein Tag zum feiern. Eine alte Sünde gegen das Stadtbild Budapests ist weg!


    Vorher/Nachher


    Quelle: Zautan/Skyscrapercity Forum


    Andere Bilder





    Quelle: tehtube/Skyscrapercity

  • Wow, das ging schnell, als ich vor kurzem da war, haben sie noch die letzten Steinelemente aufs Dach gebracht.

  • Dieser Themenstrang ist einfach unglaublich. Macht mich fröhlich und traurig gleichzeitig. Sehr schön zu sehen, was da in Budapest geschafft wird.


    In Deutschland muss man schon einen erbitterten Kampf um lächerliche Fensterformen kämpfen, den man am Ende auch noch verliert. - Musste da gerade an den Bahnhof in Wuppertal denken.


    Bausünden werden bei uns, im besten Fall, von etwas erträglicheren neuen Klotzbauten ersetzt. Darüber ist man schon froh. Irgendwie peinlich. An den nötigen Finanzmitteln kann es nicht liegen.

  • Ein tolles Projekt. Vielen Dank an Atala.


    Die Ungarn sind da viel entspannter, ideologisch lange nicht so aufgeheizt wie die Deutschen und pragmatisch.
    Sieht gut aus - bauen wir. Keine verkopften Endlosdiskussionen mit selbstverliebten Intellektuellen die meinen
    die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben und andere bekehren zu müssen. Typisch deutsches Sendungsbewußstein.
    Woanders bekämen solchen Zeitgenossen keine Bühne sondern höchstens ein müdes Lächeln und Abwinken.

  • Wenn man die aktuellen Rekonstruktionsprojekte in D ansieht, dann ist das selbstverständlich etwas ganz wunderbar Tolles, aber auch bitterst notwenig! Man darf aber auch nicht vergessen, dass - meines Wissens - kein zumindest europäisches Land leider so dermaßen viele abstoßend hässliche Großstädte hat wie Deutschland (bedingt durch Kriegs- und Nachkriegswiederaufbau-zerstörungen).


    Wenn selbst das arme Ungarn in seinem in Summe sehr gut erhaltenen Budapester Stadtbild sogar solche wunderbaren Einzelgebäude rekonstruiert, dann sollte das im zumindest bis dato noch so reichen Deutschland die Rekonstruktion ganzer Altstädte mit einer Lässigkeit möglich machen. Das Problem ist hier aber tatsächlich die dem entgegenstehende Ideologie, die das leider immer wieder verhindert. Was wäre ohne diese strunzdumme Dogmatik sogar in Dresden alles noch an mehr rekomöglich gewesen, wo die Bauherren wollten, aber leider nicht durften!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Wenn man die aktuellen Rekonstruktionsprojekte in D ansieht, dann ist das selbstverständlich etwas ganz wunderbar Tolles, aber auch bitterst notwenig! Man darf aber auch nicht vergessen, dass - meines Wissens - kein zumindest europäisches Land leider so dermaßen viele abstoßend hässliche Großstädte hat wie Deutschland (bedingt durch Kriegs- und Nachkriegswiederaufbau-zerstörungen).


    Wenn selbst das arme Ungarn in seinem in Summe sehr gut erhaltenen Budapester Stadtbild sogar solche wunderbaren Einzelgebäude rekonstruiert, dann sollte das im zumindest bis dato noch so reichen Deutschland die Rekonstruktion ganzer Altstädte mit einer Lässigkeit möglich machen. Das Problem ist hier aber tatsächlich die dem entgegenstehende Ideologie, die das leider immer wieder verhindert. Was wäre ohne diese strunzdumme Dogmatik sogar in Dresden alles noch an mehr rekomöglich gewesen, wo die Bauherren wollten, aber leider nicht durften!

    Ich werde auch sagen dass England hat auch eine riesige Anzahl von hässliche Grosstädten....