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Budapest - Perle an der Donau

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    • Re: Budapest - Perle an der Donau

      Besser die Dobos- Torte in Budapest als die Sacher- Torte in Wien... also jetzt rein vom Preis her. Andererseits: mir schmeckt die Dobos- Torte eh besser. :P

      Vielen Dank für die Bilder. Ich wünschte mir noch viel mehr davon. Da haben wir nun mehrere Ösis hier, aber keiner verspürt den Drang uns Piefkes mal zu zeigen was wirklich schöne Städte sind. :weinenstroemen:
      In Budapest sollte z.B. mal dringend einer mit der Kamera bewaffnet ins Szechenyi- Bad gehen. Das ist ein Erlebnis was man sich gönnen muß!
    • Re: Budapest - Perle an der Donau

      Die Magyaren scheinen auch langsam den Verstand zu verlieren. Vier (ehemals) denkmalgeschützte Häuser gegen einen solitären Giganten des Glasfetischisten Norman Foster wollen sie tauschen.

      Hoffentlich nicht so und in aller Konsequenz, kann man da nur anmerken und hoffen:
      Kaum wurde die so genannte „Neue Haupt­straße“ im V. Bezirk übergeben, will Antal Rogán, Bür­germeister des V. Bezirks die Budapester und die ganze Welt mit einem noch größeren Projekt beeindrucken. Unter dem Namen „Neues Stadtzentrum“ soll in der Bécsi utca nun ein Glaskoloss mit zeppelinförmigem Dach entstehen. Dran glauben müssen vier altehrwürdige Ge­bäu­de, die seit einiger Zeit in der Straße leer stehen und offensichtlich nicht mehr zum Stadtbild des V. Bezirks passen.

      „Budapest ist bald die einzige Metropole in der Region, die kein einziges bedeutendes Bau­werk des 21. Jahrhunderts aufweisen kann“ - mit diesen Worten begründete...
      Aber das hat Budapest doch annähernd mit der ganzen Welt gemein. :?:

      Anstelle des Blocks neben der britischen Botschaft soll der zukunftsweisende Glas­ko­loss ent­stehen.
      Das ist doch wohl ein nahezu lehrburchhaftes Oxymoron und gehört als griffiges Beispiel in die Schulbücher.



      Volltext mit Abbildungen: „Neuer Citycenter" entsteht im V. Bezirk
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die Bäderstadt Budapest wartet mit einer neuen Attraktion auf: Das älteste und nach Expertenmeinung schönste Türkenbad in Ungarn wurde jetzt nach umfangreicher Rekonstruktion fertiggestellt. Es handelt sich um das 437 Jahre alte Veli-Bej-Bad, das dieser Tage den Probebetrieb aufnahm und seine ersten Besucher empfing.
      Türkisches Bad in Budapest rekonstruiert | Balaton Zeitung
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Ich war gestern mal auf der Facebookseite der Garnisonkirchengegner, um zu schauen wie sie die 1,5 Millionenspende verkraften. Nun ja glücklich sind sie nicht gerade :thumbup: Da die Gegner anscheinend Kosmopoliten sind und über den Tellerrand hinausschauen haben sie einen Bericht der SZ auf ihrer Seite verlinkt, der sich mit dem Thema Rekonstruktion in Budapest befasst.
      Der gute Herr Orbán plant:

      Süddeutsche Zeitung wrote:

      Das beliebte Burgviertel soll durch umfangreiche, auf mindestens 15 Jahre ausgelegte Umbau- und Restaurierungsarbeiten in den Zustand zurückversetzt werden, in dem es sich zwischen 1867 und 1944 befand, also nach dem Ausgleich zwischen Ungarn und Österreich und vor dem Einmarsch der Deutschen. [...] Der für den Burgumbau zuständige Staatssekretär, László L. Simon, schwärmt: Während des Zweiten Weltkrieges seien große Teile der historischen Anlage zerstört und vor allem "wegen ideologischer Bedenken" der Kommunisten nicht nach alten Vorbildern wiedererrichtet worden. Viele der Nachkriegsbauten seien "nicht optimal", da seien Bausünden zu korrigieren, offene Wunden müssten geschlossen werden. Es gebe, so der rundum begeisterte Politiker, für alles noch genaue Pläne und Fotos, jedes Detail könne man nachvollziehen.
      Und das wird nun auch getan. L. Simon zeigt eine Powerpoint-Show, vorher - nachher: der Palast wieder äußerlich angepasst an den Stil der vorletzten Jahrhundertwende, Fotos zerstörter und nun neu zu errichtender Gebäude wie die Reithalle, Leibgardensitz, eine Prachtstiege. Im Palast sollen Thronraum und Speisesaal wiederhergestellt, die Kuppel soll an ihren früheren Platz versetzt werden: Alles wie früher
      Neben diesem Burgviertel wird ein kleines Wäldchen gerodet, um ein neues Museumsquartier aus dem Boden zu stampfen.


      Süddeutsche Zeitung wrote:

      darunter eine Nationalgalerie und ein ethnografisches Museum. Gebäude aus der Zeit der Weltausstellung 1896 werden rekonstruiert.
      Klingt alles sehr interessant. Leider finde ich keine Visualisierungen. Möglicherweise könnte das oberste Bild in diesem Link eine erste Visualisierung über die Sanierung und Rekonstruktion des Burgviertels sein aber ohne Gewähr. Im Text ist jedenfalls von einem Hauszmann zu lesen. Dieser Mann war Anfang des 20. Jahrhunderts für den Umbau der Burg zuständig. Natürlich gibt es auch Gegner des Projektes. Wer eine kleine Sonntagslektüre braucht, kann hier den Originaltext von der SZ nachlesen.

      Ich würde sagen wir bleiben da dran. Ist jedenfalls eine interessante Sache.
      Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
    • Wenn Ungarn die nötige Kohle dafür hat,.. warum nicht. Oder bekommen die fette Subventionen aus der EU? :D

      Ich habe mich nur gefragt, warum die deutschen Politiker nicht diese Einstellung haben und Berlin im großen Stil wiederherstellen? Wir müssen mit dem Humboldt-Forum aber schon hochzufrieden sein. Dafür mussten wir Jahrzehnte kämpfen. Mehr ist in Deutschland leider nicht drin.

      Bin gespannt was aus dem Vorhaben in Budapest wird.
    • Neußer wrote:

      Wenn Ungarn die nötige Kohle dafür hat,.. warum nicht. Oder bekommen die fette Subventionen aus der EU? :D
      Wenn in Budapest etwas passiert, fließt fast immer EU Geld. (Für irgendwas sinnvolles muss die EU ja auch mal bereitstehen)

      Sinnvoll wären in Budapest sowieso eher Investitionen in Pest als im Burgenviertel. Man sollte sich lieber mal darum kümmern, dass es endlich Fortschritte beim Drechsler-Palota (unten) gibt, welches seit ca. 20 Jahren erneuert werden soll. Noch besser wäre wenn endlich die Gebäude am Kodaly-Körönd erneuert werden würden.
    • KOMPLETTREKO eines Historismus-Gebäudeblocks!

      Wahnsinn: In Budapest wird ein kompletter, riesiger Gründerzeitler aus dem Nichts rekonstruiert, und dafür verschwand sogar eine Nachkriegsbausünde!

      Kossuth-Lajos-Platz Nummer 6-8: der Vorgängerbau und somit das gesamte Ensemble des Blocks wird rekonstruiert. 8o

      Quelle: Wien-Thread "Stadtbildverluste" im SSC mit Bildern - skyscrapercity.com/showthread.php?p=143493721#post143493721

      The post was edited 1 time, last by erbse ().

    • Toll einfach machen, ohne großes rumgehen das ist Gründerzeit geist!Wann das wohl bei uns ankommt? Je später desto teurer wird es,die ganzen Bauten von den "Stararchitekten"(Ich hasse dieses Wort es gibt nur einen Star Architekt auf deutschen Boden der hiss Schinkel!) Ihr Klötzin vernarrten Beton Fetischisten,da grig ich so einen hals, wenn die sich diesen müll schön sülsen, ich kann es grade so noch verstehen wenn man zu geizig ist, was schickes zu bauen und nur auf die Knete scharf ist, aber diese eklige Gesülze drum herum bitte last es!Macht in Budapest doch auch keiner die bauen schön und fertig. Sry das ich wieder mit dieser umfassenden Keule aushole aber das macht mich halt sauer.Es ist aber schön zu sehen das es auch anders geht sogar bei uns Frankfurt zb.
    • Interessant - ich habe mich bei meinem Besuch in Budapest im August schon gewundert, was da gebaut wird, aber dann doch kein Foto gemacht. Wobei es ja ein exklusiver Platz ist, direkt hinter dem Parlament.

      Ein weiterer Abrißkandidat wäre für mich ganz klar der Betonklotz gleich neben der St.-Stephans-Basilika. Ansonsten sehen Buda und vor allem Obuda nicht so toll aus, aber da wird mal wohl auch mittelfristig nichts daran ändern können.
    • saudadegostosa wrote:

      Interessant - ich habe mich bei meinem Besuch in Budapest im August schon gewundert, was da gebaut wird, aber dann doch kein Foto gemacht. Wobei es ja ein exklusiver Platz ist, direkt hinter dem Parlament.

      Ein weiterer Abrißkandidat wäre für mich ganz klar der Betonklotz gleich neben der St.-Stephans-Basilika. Ansonsten sehen Buda und vor allem Obuda nicht so toll aus, aber da wird mal wohl auch mittelfristig nichts daran ändern können.
      Meinst du dass die Schlossviertel nicht gut aussieht? Klar, da gibt ein paar Bausuhnden aber ingesamt finde ich die Burgviertel in Buda schon ganz nett.
    • Doch, das Burgviertel schon, wobei das ja (siehe oben) komplett umgebaut werden soll. Aber Buda nördlich davon hat wegen der zahlreichen Kriegszerstörungen ziemlich viele Bausünden, Obuda ist mit Ausnahme eines einzigen Platzes an der Donau eine einzige Plattenbausiedlung. Fotos lade ich bei Gelegenheit mal hoch.
    • Obuda ist mit Ausnahme eines einzigen Platzes an der Donau...
      Meinst du da nicht den Batthyany ter? der ist aber in Víziváros. In Obuda gibt s auch einen erhaltenen Platz, den Hauptplatz (Fö ter), aber der ist eigentlich nicht an der Donau. Nach Obuda dürfte es ohnedies kaum einen touristen verschlagen.
      Aber Bilder von beiden Plätzen wären sehr interessant.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Genau - den Fö ter meinte ich. So ganz präzise habe ich mich nicht ausgedrückt, die Vorortbahn hält fast direkt am Donauufer, unmittelbar daneben ist dann schon das Schloß Zichy, was dann ja mehr oder weniger nahtlos inkl. historischer Bebebauung in den Platz übergeht.

      Buda sieht am Donauufer inkl. des Batthyany ter ziemlich gut aus, entfernt man sich vom Ufer, kommen teilweise unschöne Straßenzüge, was aber angesichts der Kriegszerstörungen und der kommunistischen Mangelwirtschaft nicht anders zu erwarten ist (eher finde ich verblüffend, wie umfassend Budapest selbst zum Stalinismus wieder aufgebaut wurde). Fotos liefere ich gleich noch nach.
    • köszönom
      mehr kann ich nicht auf ungarisch.
      Zu Alt-Ofen: die Beseitigung des komm. Wiederaufbaus (vielleicht abgesehen vom Hilton) ist dringend nötig. Heute wirkt dieser Glas/Beton nur noch unbeholfen und schäbig. Auch an eine Reko der Magdalenenkirche wäre zu denken, so unbedeutend diese am Schluss auch gewesen sein mag. In Ungarn gibt es eh noch genügend Gläubige.

      Obuda erinnert fatal an den Landstrich, den die Slowaken Zahorie nennen, also an das Gebiet zwischen Kleinen Karpaten und der March. Schwache kleinstädtische Struktur, die kaum dem Dörflichen entwachsen ist, und dahinter gleich brutalistische Wohnblocks, wie man sie sonst kaum findet. So sieht es auch in Malacky oder Stampfen aus:
      google.at/search?biw=1536&bih=…_5Yt6M:&spf=1511945826941

      Insgesamt wirkt Budapest recht wild und unausgegoren, hinter jeder Häuserreihe vermeint man so etwas, wie die osteuropäische Steppenlandschaft zu verspüren.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.