Berlin in alten Bildern

  • Aufnahmen aus dem Großen Jüdenhof im Klosterviertel


    1930 Blick in den Großen Jüdenhof vom Alten Stadthaus aus, links die blühende Scheinakazie vor dem Haus Nr. 9



    1920 Blick vom Großen Jüdenhof zur Jüdenstraße Nr.46 links und Nr.47 rechts

    die Häuser links vorn sind die Nr. 1 und 2 im Großen Jüdenhof



    1903 Großer Jüdenhof Nr.1-3



    1912 Großer Jüdenhof Nr. 2-4 von rechts nach links, im Hintergrund Turm des Alten Stadthauses, die Pferdeköpfe am Haus Nr. 5 gehören zum Geschäft Roll & Arbeitsfuhrwerke von A. Walther



    1930 Großer Jüdenhof Nr. 5-8, rechts Nr.5 Fuhrgeschäft Joseph Neumann vormals G. Herzog mittig Roll&. Arbeitsfuhrwerke A. Walther



    1930 Großer Jüdenhof Nr. 9 mit der schiefen 200 jährigen Scheinakazie, beim Bau der Städtischen Feuersozietät 1938 gefällt, eine Neupflanzung erfolgte nach Beseitigung der Gaslaterne 1938 an diesem Standort, in Nr. 9 war die Buchbinderei Gebr. Wiegmann ansässig




    nach dem Krieg

    1945 Blick in den Großen Jüdenhof mittig Ruine der Nr.7 , rechts Ruine der Französischen Kirche in der Klosterstraße



    Blick von einem Fenster der Städtischen Feuersozietät in den Großen Jüdenhof im Hintergrund die Jüdenstraße



    1955 Großer Jüdenhof Nr. 5, Bildmitte die 1938 gepflanzte Scheinakazie anstatt der alten Gaslaterne, Nr. 5 wurde 1968 abgerissen und die Scheinakazie gefällt :kopfwand:

  • Im Jahr 1907 wurden im Auftrag der Berliner Hochbahngesellschaft ( Berliner U-Bahn )

    Aufnahmen in der Niederwallstrasse angefertigt. Man wollte ergründen ob beim Bau der U-Bahnlinie A ( heute U- Bahnlinie 2 )die genau unter dem Straßenniveau verlief, Schäden an den Fassaden der Häuser entstanden sind. Die Niederwallstrasse verbindet den Hausvogtei Platz mit dem Spittelmarkt, ab Hausvogteiplatz heißt sie Oberwallstraße. Sie trägt diesen Namen seit 1733. Die Straße ist gekennzeichnet von zahlreichen Gewerbeansiedlungen. Die Hausnummern 1-23 sind auf der Westseite und die Hausnummern ab 24 sind auf der Ostseite, in der Straße siedelten sich zahlreiche Geschäfte des Rauchwaren und Pelzhandels an, auch bedingt durch das Mode und Bekleidungszentrum am Hausvogteiplatz. Der U- Bahnhof Hausvogteiplatz wurde am 3.2.1945 durch den schwersten Luftangriff des zweiten Weltkrieges total zerstört und konnte erst wieder im Januar 1950 wieder eröffnet werden.


    Niederwallstrasse 13 , im Obergeschoß war das Leinenlager von August Meder, im Kellergeschoß der Lebensmittelladen von Fritz Struve, die beiden Kupferkessel am Eingangsportal weisen auf die Kupferschmiedewerkstatt hin, Mieter u.a. Klaus Theo Brenner Stadtarchitekt, Theodor Thorer



    Niederwallstrasse 15, im Haus befand sich die Geschäftsstelle des " Deutschen Gastwirts- Verbandes " der " Reichsverband Deutscher Gastwirte " und der Verlag der Zeitung " Das Gasthaus "



    Niederwallstrasse 16



    Niederwallstrasse 17, im Obergeschoß der Pelz und Rauchwarenhandel Häufig & Blum, Das Wappenschild zwischen den wilden " Männern " über der Durchfahrt weist auf den Krebs- und Austernhändler A.Micha als Hoflieferanten hin.




    Niederwallstrasse 20, im Erdgeschoss befand sich " Das erste Deutsche Steh Bier Haus "

    mit der ersten Jiu- Jitsu- Schule, die Festsäle " Centrum " und auf dem Hof die Geschäftsstelle des Verbandes der Gast- und Schankwirte in Berlin und Umgebung. Daserste Obergeschoß nutzte die Fell und Rauchwarenhandlung Pitschpatsch & Co.




    Niederwallstrasse 22, im Kellergeschoß der Lebensmittelladen von Emma Bosch , im Erdgeschoss das Restaurant von Wilhelm Pollin, er bot einen Privat- Mittagstisch für 60 Pfennig an, Stammkunden bezahlten 55 Pfennig, Mieter im Obergeschoß u.a. Pelzfurnituren Finke & Arend.



    Niederwallstrasse 25 Ecke Kleine Kurstraße schöne Eingangsgestaltung des Eingangs zum Restaurant Josef Kochmann, das geöffnete Fass sollte zur Einkehr animieren. In der Rundung des Fasses das hebräische Wort für " koscher " im Obergeschoß u.a. die Pelzhandlung Gebr. Feiler



    Niederwallstrasse 26-27 , im Erdgeschoss die Feinbäckerei Richard Vesper davor ein Auslieferungswagen der Konditorei, im Obergeschoß die " Freie Versicherung Berliner Hausbesitzer Gesellschaft " Mieter u.a. Pelzhandlung W.H.Hoch und Gustav Harner.




    Niederwallstrasse 31 Ecke Kreuzstraße, Mieter u.a. Isidor Salomon und Alfred Gottwald



    Niederwallstrasse 32, im Erdgeschoss das Ladengeschäft mit dem Reklamezeichen einer Uhr gehörte Max Küst. Er hat sich auf die Herstellung von Vereinsabzeichen und Ordensdekorationen spezialisiert. Im Obergeschoß die Bekleidungsfirma Bardzki & Oeser aus Gera.



    interessant vor allem die Werbeschilder in dieser Straße

    1. Teil der Niederwallstrasse



    sämtliche Aufnahmen sind aus dem Buch " Berlin Mitte um die Jahrhundertwende "

    Adressangaben sind aus dem Adressbuch Berlin 1900 , Seite 186.

  • 2. Teil der Niederwallstrasse


    Haus Nr. 15 rechter Eckteil , Restaurant Eufemie Epstein koscheres Essen



    Niederwallstrasse 14, im Obergeschoß Bekleidungsfirma Wilhelm Philipsborn, im Hinterhaus die Kunststopferei von G.Fast



    Niederwallstrasse 18, im Erdgeschoss der Hoflieferant für feine Stahlwaren Wilhelm Bankowsky und im Obergeschoß eine Konfektionsfirma



    Niederwallstrasse 19, im Hinterhaus eine Vermietung für Schlafstellen



    Niederwallstrasse 21, das Pferdefuhrwerk rechts ist mit Holzfässern der " Ersten Fruchtwein Kelterei Berlins " beladen. Links das Kolonialgeschäft von Joachim Friedrich Wilhelm Burghardt er zeigt noch als Geschäftszeichen den Zuckerhut, im Obergeschoß das Konfektionsgeschäft von Julius Nawratzki.



    Niederwallstrasse 23 Ecke Spittelmarkt, das hier gezeigte Eckhaus musste dem U-Bahnbau weichen. Die Geschäftsleute versuchen noch mit Sonderrabatten ihre Ware noch zu veräußern. Ein Notdach schützt sie vor der Witterung. Links daneben das Haus Spittelmarkt 15 mit der " Carlsbader Feinbäckerei " von Moritz Dobrin.



    Niederwallstrasse 28-29, zwei Bekleidungsfirma in einem Haus, Siegmund Happ und M. Priester jr. Im Erdgeschoß eine Stehbierhalle mit Frühstück und Mittagessen, daneben die Cigarettenfabrik von Israel Rawel.4 dekorative Gaslaternen beleuchten Abends die Geschäfte.



    Niederwallstrasse 30- 30 a, rechts die Kurzwarenabteilung von Hermann Kahl das Haus Nr. 30 a ist das Eckhaus zur Kreuzstraße mit für Berlin typischen Eckkneipe. Die Kreuzstraße exestiert heute nur noch als kurze Sackgasse an der Oberwasserstraße.




    Blick in die nicht mehr exestierende Kreuzstraße, sie Verband die Niederwallstrasse mit der Oberwasserstraße, rechts die im vorigen Bild gezeigte Eckkneipe , die gesamte linke Strassenseite wurde später zu Gunsten eines Verwaltungsbau abgerissen.




    Blick in die Niederwallstrasse 31-33 Ecke Kreuzstraße, An der Fassade dominiert die Reklame der Seidenhandelsfirma Isidor Salomon, der Herr mit dem Strohhut ist der Stadtwanderer August, ein heutiger Stadtbilderklärer.



    Niederwallstrasse 33, der Zigarren und Zigarettenhändler an der Ecke warb auch für ein

    " Lotterie- Contor ". Auch hier dominierten Geschäfte der Modeindustrie.



    Niederwallstrasse 35-36, links im Obergeschoß die " Gold- und Silber- Manufaktur " von Hensel & Schumann. Das Modehaus Baer wirbt mit Spottpreisen.



    Niederwallstrasse Ecke Kleine Jägerstraße

  • Besten Dank Pirat, für diese interessanten Anschauungen.

    Unglaublich, wieviel Gewerbe es gab und wieviel noch auf der Etage.

    Manch einer beschwert sich heutzutage über die viele Werbung.... :biggrin:

  • und ich dachte heutzutage sehen Ladengeschosse furchtbar aus :lachentuerkis:


    Ich finde man sieht an den Bildern ganz gut, wie wenig Wertschätzung man der Architektur damals entgegen brachte.

  • 1907 weitere Aufnahmen der Berliner Hochbahngesellschaft vom Leipziger Platz, Wilhelmplatz und der altwürdigen Mohrenstraße.

    Aufnahmen aus Berlin- Mitte um die Jahrhundertwende


    Leipziger Platz, links die Vorhalle des Kaufhauses Wertheim, hinter der Einmündung der Leipziger Straße links Am Leipziger Platz Nr.1 das von Johann Heinrich Strack erbaute

    " Haus Blier ". 1913 Sitz des Ministeriums für Handel und Gewerbe, ein Teil genutzt von

    Friedrich Carl von Preußen




    Beim Bau der U- Bahnlinie A an der Station Leipziger Platz. Sie wurde später in U- Bahnstation Potsdamer Platz umbenannt. Links wieder der Kopfbau des Kaufhauses Wertheim



    vor dem Potsdamer Bahnhof der sich rechts befindet, rechts der Friedhof der Dreifaltigkeitsgemeinde ( 1910 eingeebnet ) dahinter die Einmündung der Königgrätzer Straße ( früher Hirschenstraße ) ( heute Stresemannstraße ) die linke Seite ist die lange Front des Hotels Fürstenhof zusehen, erbaut 1906-1907 von Bielenberg & Moser. Im Hotel war ein Aschinger Restaurant integriert. Die U- Bahnlinie verschwenkte dann nach links und wurde durch die Voßstraße, Mohrenstraße in Richtung Hausvogteiplatz und Spittelmarkt weitergeführt.



    Voßstraße n Richtung Wilhelmplatz. Sie war die Straße der Banken, Gesandschaften und Verwaltungsgebäude. Das dritte Haus von links ist die " Preußische Boden - Credit - Aktiengesellschaft ", erbaut 1890 von dem Architekten L.Heim im Stil italienischer Paläste des 16. Jahrhunderts. Es folgt die Nr. 4-5 das " Reichs- Justizamt " ( Architekt v. Mörner ). Sämtliche Gebäuden der linken Seite wurden 1938 abgerissen zum Bau der Neuen Reichskanzlei.



    Voßstraße in Richtung Wilhelmplatz, auf der rechten Seite der Erweiterungsbau des Kaufhauses Wertheim von Alfred Messel 1904- 1906 erbaut. Die Leipziger Straße verläuft unmittelbar dahinter. Der anschließende Bau ist der einzige der den Krieg überstanden hat, der Sitz der " Deutschen Reichsbahn" , anschließend die " Nationalbank für Deutschland " 1884- 1885 von Ende & Böckmann erbaut und an der Ecke zur Wilhelmstraße das " Ministerium für öffentliche Arbeiten " .



    Der Zietenplatz / Wilhelmplatz, Ansicht in Richtung Friedrichstraße

    rechts das Hotel " Kaiserhof " erbaut 1873- 1875 nach Entwürfen des Architekten von der Hude & Hennicke. Es war das erste große Luxushotel in Berlin. Nach der Einweihung durch Kaiser Wilhelm l. brannte es 11 Tage später aus und wurde nach einjâhriger Arbeit

    wiedereröffnet.



    die Ruine des Hotel " Kaiserhof " 1945



    der Zietenplatz in Richtung Wilhelmstraße

    Links das Hotel " Kaiserhof ", mittig das Palais Borsig später in die Neue Reichskanzlei integriert, rechts das noch heute stehende Gebäude der " Kur - und Neumärkische Haup - Ritterschafts - Direktion ", erbaut 1892 nach Plänen des Königlichen Landesbaudirektor Ditmar. Der Haupteingang befindet sich am Wilhelmplatz.



    Die Mohrenstraße, links die Nr. 7- 8, die Galerie der Gaslaternen soll die Passanten abends auf die Schaufenster aufmerksam machen, Gaslaternen gab es überwiegend nur an Gebäuden. Inhaber der Chinawaren- Handlung über 2. Etagen war Louis Rex. Der Inhaber besaß im selben Haus auch eine Weingroßhandlung und eine Tee- Importfirma.



    Mohrenstraße in Richtung Wilhelmplatz, eine Dampframme für den Bau der U-Bahn steht mitten auf der Straße, mittig das Palais Borsig, links die Häuser Mohrenstraße 1-10, rechts die Nr. 57- 64



    Mohrenstraße in Richtung Friedrichstraße, das zweite Haus links ist das Hotel

    " Mohrenhof " ( der Name würde heute sehr fragwürdig sein :kopfschuetteln: ), über der Kreuzung an der Friedrichstraße hängt eine Straßenlaterne



    Mohrenstraße in Richtung Friedrichstraße / Wilhelmplatz rechts die Bäume stehen vor dem Deutschen Dom am Gendarmenmarkt, links vor dem " Hospiz der Stadtmission " stehen Pferdefuhrwerke zum Transport der Baustoffe der U- Bahnbaustelle.



    wird fortgesetzt

  • 1907 weitere Aufnahmen im Auftrag der Berliner Hochbahngesellschaft im Zuge der U-Bahnlinie A ( heute Linie 2 ), der Photograph ist unbekannt



    der Zietenplatz in Verlängerung der Mohrenstraße. Mittig das Hotel Kaiserhof, Bau des U-Bahnhof Kaiserhof. Es erfolgte zahlreiche Umbenennungen, 1945 Thälmannplatz danach in Otto- Grothewohl- Straße und am 3.10.1991 in Mohrenstraße. Der Bahnhof ist mit Marmorplatten aus der Neuen Reichskanzlei verkleidet, es gibt aber Zweifel daran ?



    in Richtung Wilhelmplatz, das Eckhaus mit dem Turm ist das Gebäude der " Deutschen Lebens- Versicherung- Gesellschaft ", Mohrenstraße 45 Ecke Charlottenstraße 59.



    Blick in Richtung Hausvogteiplatz die Querstraße ist die Markgrafenstraße, links der Gendarmenmarkt rechts steht heute das

    " Domhotel "



    Taubenstraße Ecke Mohrenstraße, Blickrichtung zur Leipziger Straße, Das Eckhaus Markgrafenstraße 55-56 ist das " Hotel de France " rechts die Säulen des Deutschen Domes am Gendarmenmarkt



    Taubenstraße in Richtung Westen, im Hintergrund das Palais des Prinzen Karl zum Zeitpunkt der Aufnahme vom Prinzen Friedrich Leopold von Preußen bewohnt. Links die Predigerhäuser der Dreifaltigkeitsgemeinde. Von den 3 gleichen Häusern stehen heute noch zwei.



    Taubenstraße, Blick zum Gendarmenmarkt, links das Postamt 38 in der

    Taubenstraße 23 a



    Taubenstraße Richtung Gendarmenmarkt, das Pferdefuhrwerk gehört zur Färberei H. Bergmann und steht vor der Pelzhandlung von Leopold Levy.



    Taubenstraße Richtung Gendarmenmarkt, das Backsteingebäude rechts ist die Finanzverwaltung für die " General- Witwenkasse " zur Zeit der Aufnahme die Verwaltung der " Staatsschulden- Tilgungs- Kommission ".




    Taubenstraße Ecke Gendarmenmarkt Richtung Hausvogteiplatz, mittig das heute noch stehende " Haus am Bullenwinkel "




    kurz vor dem Hausvogteiplatz, links das Konfektionshaus der Firma Karl Lax Architekten waren Alterthum & Zadeck, daneben das " Haus am Bullenwinkel ". Der Name stammt von der in Richtung zugemauerten Taubenstraße und den hier zusammengetriebenen Bullen

    ( Rinder ) natürlich keine Polizisten !

  • 1907 weitere Aufnahmen im Auftrag der Berliner Hochbahngesellschaft, der Fotograf der unbekannt ist, folgt weiter den Verlauf der U-Bahnlinie A Richtung Osten über den Hausvogteiplatz, den Spittelmarkt bis zur Wallstraße.


    noch einmal die Mohrenstraße in Richtung Hausvogteiplatz, in den 3 Häusern links befinden sich wiederum Konfektionsfirmen. Die Ramme steht vor dem Bekleidungshaus von Heinrich Pagelsohn, das letze Haus ist wiederum das " Haus am Bullenwinkel ".

    Über die oberen zwei Etagen erstreckt sich die Bekleidungsfirma Gebr. Ebenstein, in der ersten Etage der Schuhsalon von Benjamin Caspary, im Erdgeschoss ein Restaurant, das heute noch exestiert.



    Der Hausvogteiplatz hieß von 1740- 1750 Quaree, von 1750- 1789 Jerusalemplatz danach wurde er nach einem Königlichen Hofgericht in Hausvogteiplatz umbenannt.

    Das dazugehörige Gefängnis befand sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts an der Ostseite des Platzes, hier entstand später das Gebäude der Deutschen Reichsbank. Noch 1853 stellte man letztmalig eine Frau öffentlich an den Pranger.

    1860 ließen sich die ersten 20 Bekleidungsfirmen am Platz nieder, 10 Jahre später hatte sich diese Zahl verdoppelt, so das hier später der bekannteste Modestandort des Deutschen Reiches entstand, so entstand auch das vornehmste Kaufhaus Berlins für Bekleidung in unmittelbarer Nähe, das Kaufhaus Gerson am Werdeschen Markt. Die mittlere Ebene der Angestellten der Bekleidungsindustrie traf sich im Cafe Schiller am Hausvogteiplatz während die Führungsspitze sich im Restaurant Reimann traf.



    Auf dem Hausvogteiplatz entstand ein Imbiss, und ein Brunnen wurde hier angelegt, der im Jahr 2003 wieder hier entstand. Im zweiten Weltkrieg wurde der U-Bahnhof am 3.2.1945 durch eine Luftmine total zerstört, es gab zahlreiche Opfer da der Angriff ohne Vorwarnung in den Mittagsstunden erfolgte. Der Bahnhof konnte erst 1950 wiedereröffnet werden. ( genauso erging es dem U-Bahnhof Bayerischer Platz beim gleichen Angriff ).

    Das rechte Haus mit der abgeschrägten Ecke Oberwallstraße 9 ist erhalten, der Bauschmuck am Gebäude ist aber nicht mehr erhalten. Architekten waren Kaiser & Großheim.



    Der Hausvogteiplatz, die beiden dekorativsten Gebäude waren rechts ( Hausvogteiplatz Nr. 9 ) " Zum Hausvogtei " und links ( Hausvogteiplatz Nr. 12 ) " Zur Berolina ". Am Giebel des Hauses Nr. 9 prangt eine aus Kupfer getriebene Figur eines Hausvogts, Bildhauer war Ernst Westphal, dieses Haus wurde vereinfacht nach dem Krieg wiederhergestellt.

    Das Haus Nr.12, Architekten waren Alterthum & Zadeck wurde mit einer Figur der Berolina bekrönt, Das Haus ist bis auf der Skulptur und dem Bauschmuck erhalten, die große Uhr in der Fassade ist erhalten.



    noch einmal Taubenstraße links das Eckhaus Hausvogteiplatz 3- 4

    " Haus am Bullenwinkel " mittig Eckhaus zur Niederwallstrasse von David Levin



    Vor dem Haus Hausvogteiplatz Nr. 1 von Moritz Levin wartet ein Pferdeomnibus der Richtung Blücherplatz fährt. Mittig Hausvogteiplatz Nr. 5 Ecke Taubenstraße wurde für die Firma Adolph Flatow & Co. gebaut. Diese Geschäft hat sich auf Damenmäntel spezialisiert.




    Hausvogteiplatz Nr. 1 , Geschäftshaus von Moritz Levin, seine Initialen sind in einer Kartusche oberhalb des Hauseingangs angebracht, das Haus wurde zugunsten eines Neubaus in den zwanziger Jahren abgerissen.



    Hausvogteiplatz Nr. 2 , in den Läden des Erdgeschosses befinden sich eine Frühstücksstube, ein Friseur, ein Restaurant und eine Conditorei. In den zahlreichen Restaurants und Cafés am Platz wurden die Handelsgeschäfte der Bekleidungsfirmen abgewickelt.



    Blick in die Oberwallstraße in Richtung Unter den Linden, rechts der 1869- 1873 errichtete Bau der " Deutschen Reichsbank ". Architekt war Friedrich Hitzig.




    Oberwallstraße Nr.9 Ecke Hausvogteiplatz Nr.1, dieses Haus mit der angeschrägten Ecke ist heute noch vereinfacht erhalten, das Dach wurde später mit zwei Geschossen aufgestockt, auch hier eine Bekleidungsfirma, im Erdgeschoss Firma Hermann Ganz, darüber Firma Rau & Co.



    Hausvogteiplatz Nr. 13 Ecke Niederwallstrasse 1

    Eckhaus entstand 1896 nach Entwürfen der Architektengemeinschaft Cremer & Wolffenstein.

    Die Firma David Levin war spezialisiert auf die Herstellung von Damenmäntel und Matillen ( ich musste erstmal googlen, Matillen sind um Kopf und Schulter getragene Spitzenschleier, der traditionellen Festkleidung der Spanierin, für Rätselfreunde

    eine bestimmt schwer knackende Nuss ).



    Oberwallstraße in Richtung Unter den Linden, links das Konfektionshaus von Victor Mannheimer vorwiegend Damen- und Kinder- Confektion. Architekten waren Bohm & Engel,rechts wieder das Gebäude der " Deutschen Reichsbank ".



    Oberwallstraße in entgegengesetzter Richtung zum Hausvogteiplatz, links die " Deutsche Reichsbank ", Vorgängerbauten waren von 1690- 1765 der " Jägerhof ", ihm folgte die " Königliche Giro- und Lenbank ", danach die

    " Preußische Bank " und schließlich die " Deutsche Reichsbank ". Rechts ist die Baugrube für den Erweiterungsbau des Konfektionshauses von Victor Mannheimer zu sehen.

  • In der Architektonischen Rundschau 1907 sind Bilder des Wohnhauses des Herrn J. Mühsam in Berlin, Ulmenstraße 3 enthalten. Die Außenaufnahme zeigt uns ein Haus des Historismus in Verbindung mit Jugendstil:




    Die Innenräume sind in großer Pracht mit gutem Geschmack mit edlem Mobiliar ausgestattet, wie uns hier ein Blick ins Speisezimmer zeigt. Vermutlich handelt es sich zumindest bei einem Teil der Möbel um Antiquitäten:


    Das Damenzimmer zeugt von feiner, edler Eleganz:


    Ein Blick ins Herrenzimmer zeigt u. A. reiche Schnitzereien und eine interessante Stuckdecke. Eine Sammlung von Krügen und Humpen auf dem Bücherschrank kündet von fröhlichen Herrenrunden:

  • Nachtrag zum Hause des Herrn J. Mühsam, Ulmenstr. 3, Berlin, hier die Rückseite/Gartenseite des Hauses:



    Der Haupteingang des Hauses Ulmenstraße 3, Berlin, Vorderseite des Hauses:



    Ulmenstraße 3, Berlin, hier die Küche:

  • Villa Fromberg, Berlin, Kurfürstenstraße 132, wurde 1895/96 nach den Pänen des namhaften Architekturbüros Cremer & Wolffenstein errichtet. Bilder aus der Architektonischen Rundschau 1899, hier die Fassade:



    Die Halle mit dem Treppenaufgang, Hinweis auf das unten links liegende Tigerfell:



    Die Baupläne, links das Erdgeschoss, rechts das Obergeschoss:


    Die Villa existtiert tatsächlich noch, sihe hierzu Bilder unter dem folgenden Link:


    Villa Fromberg Wikipedia

  • Aus der Architektonischen Rundschau 1904:

    Speisesaal in der Wohnung des Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses




    Festsaal in der Wohnung des Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses:

  • Aus der Architektonischen Rundschau 1904:

    Wohn- und Geschäftshaus Kurfürstendamm 234 in Berlin.



    Kurfürstendamm 234, Eingang zu den Wohnungen, Jugendstil:




    Kurfürstendamm 234, Berlin.

    Das Vestibül, dessen Wandverkleidungen im unteren Bereich aus Marmor bestehen, der Decken-

    und Wandstuck im Jugendstil ausgeführt:




    Aus der Architektonischen Rundschau 1904.

    Das Probsteigebäude zu St. Hedwig in Berlin:




    Aus der Architektonischen Rundschau 1904.

    Landhaus des Herrn Dr. Pfaff in Groß-Lichterfelde:




    Aus der Architektonischen Rundschau 1904:

    Landhaus des Herrn Senatspräsidenten Lettgau in Groß-Lichterfelde:

  • Das Reichstagspräsidentenpalais in der Sommerstraße 7-9. Erbauer war in den Jahren 1897-1904 der Erbauer des Reichstagsgebäude Paul Wallot. Die Schauseite des Gebäudes ist mit dem prunkvollen Giebel auf die Spree ausgerichtet. Der sogenannte Kaisersaal ist Kaiser Wilhelm l. gewidmet. Heute Sitz der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. In diesem Gebäude finden die Koalitionsgespräche zur Bildung einer Regierung nach den Wahlen zum heutigen Bundestag statt. Direkt am Gebäude verlief bis 1989 die Berliner Mauer, das Gebäude wurde zu dieser Zeit als Hauptsitz des VEB Deutsche Schallplatten genutzt.


    Blick auf das Reichstagspräsidentenpalais





    aus dem Inneren des Gebäudes, Aufgang zum Kaisersaal



    kunstvoll gestalteter Treppenfänger der Treppe zum Kaisersaal



    der Speisesaal im Reichstagspräsidentenpalais



    der Musiksaal im Reichstagspräsidentenpalais



    Empfangsalon im Reichstagspräsidentenpalais