Berlin in alten Bildern

  • Das Militärkabinett in der Behrenstraße 66, erbaut 1876 von Conrad Friedrich Wilhelm Titel . Auf diesem Grundstück befand sich vorher das Palais Massow. Auf diesem Gelände entstand später ein Teil der Russische Botschaft.





    der schöne Mittelrisalit



    östlicher Abschluss des Militärkabinett



    1945, die Ruine wurde später abgerissen


    Geschichte des Militärkabinett


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw1CWDE4_mNStQByWHzYoDl7

  • Hallo Eiserner Pirat,


    um das Militärkabinett von 1875 ist es jammerschade. Es war nach den Fotos ein sehr nobler und edler Bau des Klassizismus, den ich ohne Weiteres für rund hundert Jahre älter gehalten hätte. Von der Fassade, insbesondre vom Mittelrisalit stand nach dem Krieg ja noch einiges. Man hätte zumindest die schöne Fassade wieder aufbauen können und sollen. Schade, dass es unterblieb, wieder ein herber Verlust.

  • Ich habe die gesamte Nord-Süd-Achse gezeichnet und auf Map von 2018 gelegt.

    Hier mal ein nördlicher Teil:

    gelb - Neubau

    orange - Bestand

    lila - Reichsbahn

    blau und grün - selbsterklärend


  • Diese Schaffung großer künstlicher Wasserflächen in der Stadtmitte erinnert mich an den Ideenwettbewerb für das Marx-Engels-Forum vor einigen Jahren, als eine ähnliche Gestaltung vorgeschlagen wurde. Frau Lüscher nannte das damals eine "atemberaubende Vorstellung". (siehe hier)

  • Architektonische Rundschau 1890.


    Wohnhaus Arnheim in der Roonstraße zu Berlin, erbaut von Architekt Johann Höniger daselbst:


  • Darf ich fragen woher diese Aufnahme des Bildes vor dem Umbau 1929 kommt - ich kann es beim besten Willen und nach langem Suchen nicht finden? - Danke!

  • Dieses Haus kannte ich noch nicht! Berlin mit seiner Architektur war bis 1943/44 eine richtige Weltstadt mit imposanter und vornehmer Architektur! Das heutige Berlin finde ich leider zum Abgewöhnen und großteils uncharmant billig. Es ist zu schade, dass man diese Stadt nach dem Krieg so grausam entstellt wiederaufgebaut hat. Der zumindest äußerliche Wiederaufbau des Karstadt am Hermannplatz wird vermutlich einer Menge Berliner Nichtwissenden die Augen ordentlich öffnen, was für geniale Architektur diese Stadt einmal besaß!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Mal wieder einige Kolorierungen, die sich in letzter Zeit ansammelten :-)


    Eingangsportal des Schlosses Monbijou, schätzungsweise 1920er Jahre


    Budapester Straße mit Blick auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 1939


    Theater am Schiffbauerdamm, Vorkriegszustand


    Das Hotel Adlon vor dem Krieg (müsste laut einem Kommentator anlässlich der 700-Jahr-Feier aus dem Jahr 1937 sein, erkennbar an der Beflaggung)


    Denkmal des Heiligen Georg, hier noch im Eosanderhof des Berliner Schlosses aufgestellt.


    Schinkelplatz mit dem Denkmal Schinkels, eingerahmt von Nationaldenkmal und Bauakademie.


    Diese zwei postete ich schon einmal, habe sie aber etwas überarbeitet:


    Eingang zum Krögel vom Molkenmarkt aus, 1934


    Elefantentor (Haupteingang zum Zoologischen Garten Berlin), um 1930. Auf diesem Bild erkennt man durch einen Vergleich sehr schön, dass die heutigen Elefanten (sehr gelungene) Neuinterpretationen sind.

  • Was mit dem Theater am Schiffbauerdamm und den angrenzenden Häuserblock in den 50ern passiert ist, ist so ärgerlich. :( Einiges vom Fassadenschmuck war noch vorhanden und wurde einfach in einem Akt der Kulturbarbarei abgeschlagen. Heute sieht die Ecke hässlich und trostlos aus.

  • Brüderstraße 8


    Fischerstraße 34


    Fischerstraße 17


    Alle obigen drei Aufnahmen sind zwischen 1945 und 1950 entstanden. Der Erhaltungszustand vieler Bereiche der Berliner Altstadt ist bzw. war m.E. sehr beachtlich..


    Schloss und Nationaldenkmal bei Nacht


    Die Berolina auf dem Alexanderplatz


    U-Bahnhof „Kaiserhof“, um 1910

  • Im Internet finden sich - verstreut - gelegentlich recht schöne Bilder vom alten Kurfürstendamm und Umgebung. Meistens liest man dazu "Fotograf unbekannt, um 1935 herum". Durch Zufall bin ich, schon vor einiger Zeit, auf die Quelle gestoßen, und zwar im niederländischen Nationalarchiv: Es handelt sich beim Fotografen um Willem van de Poll (1895-1970). Er war zu jener Zeit wohl mehrmals in Berlin, und ich fand drei Serien (1: 1926, 2: 1934 und 3: 1938), wobei die Zeitangabe mich bei der ersten Serie stutzig macht, denn alle Bilder sind gestochen scharf (von Glasplatten), weshalb ich annehme, dass sie alle in den 30er Jahren entstanden sind.

    Für uns sind hauptsächlich die erste und dritte Serie interessant - die zweite Serie beinhaltet hauptsächlich Flugzeuge.

    Die Bilder sind nicht richtig angeordnet, aber das Downloaden ist ausdrücklich gestattet.

    Ich werde versuchen, die schönsten hier (verkleinert) zu platzieren.


    https://nl.wikipedia.org/wiki/Willem_van_de_Poll

    https://www.nationaalarchief.n…0(425)&searchTerm=Berlijn

  • Wunderbare Bilder, die ich noch gar nicht kenne! Die Qualität ist mehr als beeindruckend, feine Kontraste (was bei S/W-Bildern leider rar ist) und wahnsinnige Schärfe. Gehe ich recht in der Annahme, dass fast alle am Ku’damm entstanden? Beim KaDeWe und Gedächtniskirche ist es klar, aber wie sieht es mit dem Straßenzug (letztes Bild deines ersten Beitrags) und den Nachtaufnahmen aus?