Berlin in alten Bildern

  • Vielen Dank für die Bilder ! Ich bin immer wieder begeistert vom Schinkeldom. Schön ist auch der Eingang zur Karl-Liebknecht-Straße. Die Portallösung sollte wiederhergestellt werden.

  • Lieber tachMarkus,


    das Buch habe ich vor Jahr und Tag auf dem Flohmarkt gefunden. ISBN ist nicht angegeben (vielleicht gab es die Erfassung ISBN damals noch nicht), das Buch erschien 1936. Der Titel lautet:


    BERLIN 1900
    Querschnitt durch die Entwicklung einer Stadt um die Jahrhundertwende


    Erinnerungen und Berichte
    gesammelt und herausgegeben von
    Hans O. Modrow


    VERLAG REIMAR HOBBING GMBH, Berlin.


    Die Bilder stammen aus den Archiven:
    Titzenthaler, Berlin-Lichterfelde, Seite: 16, 17, 32, 48, 49,64, 81, 96, 112, 113, 128, 129, 144, 160, 161, 225 oben.
    Scherl, Berlin: Seite 65, 80, 145, 208 oben, 209 unten, 241, 256, 257.
    Modrow, Berlin, Seite: 224 oben, 240 oben.


    Da ich die Seitenangabe nicht gescannt habe, ist zwar eine genaue Zuordnung der Fotos nicht möglich, doch sind nun immerhin die Archive angegeben, aus welchen diese Bilder stammen. Vielleicht kann ein Interessierter darüber noch andere Aufnahmen ermitteln, die zur Abrundung des Bildes dienen könnten.


    Auch mag es ein, dass man über Antiquariate das Buch noch finden und erwerben kann.

  • Eine,wirklich ganz außerordentliche filigrane und elegante Konstruktion. Schade, dass so etwas heutzutage nicht mehr gebaut wird.

  • Einige Bilder des Palais Pringsheim aus der Wilhelmstraße 67. Die farbigen Mosaike sind vom Dachfirst dieses schönen Palais. Leider habe ich keine farbigen Gesammtaufnahmen des Palais von aussen. Sind die Mosaike so vollendet an der Fassade angebracht worden ? Wer kann helfen ?










  • Auf den ersten Blick scheinen diese prachtvollen Fliesen keine Steinzeugfliesen zu sein. Eher denke ich bei dieser Feinmalerei an Porzellanfliesen, die dann von einem Porzellanmaler bemalt wurden. Das wäre sicherlich sehr teuer gewesen, aber die Familie Pringsheim war nicht arm und hätte sich dies wohl leisten können. Vielleicht wurden diese Fliesen aus Porzellan auch bei KPM Berlin angeferetigt und dort bemalt. Für eine Recherche wäre es wichtig das Baujahr des Palais zu wissen um eine zeitliche Einordnung vornehmen zu können. Nach meinem Dafürhalten ist die Historismusfassade des Palais stark von der italienischen Renaissance geprägt und dürfte so etwa um 1860 bis 1880 erbaut worden sein. Vielleicht gibt es bei KPM noch Unterlagen über diese sicherlich nicht alltäglichen Fliesen.

  • Ich würde in dieser kleinstädtischen Bebauung einen interessanten Ansatz zum Wiederaufbau sehen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nach mein Dafürhalten ist das auch ein reiner ExtremstJugendstiler - das geht über die Gründerzeit hinaus. Würde schätzen so Baujahr zwischen 1902 und 1905. Hat es aber in Berlin auch viel gegeben.

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

  • @ Riegel


    Okay in meiner Datenbank steht Alte Philharmonie Bernburgerstraße, :anbeten: aber es scheint dass Centraltheater in Dresden in der Prager Straße zu sein. Sorry


    Hat jemand vielleicht Bilder von der Aussenansicht der Philharmonie Bernburgerstraße ?

  • Nach mein Dafürhalten ist das auch ein reiner ExtremstJugendstiler - das geht über die Gründerzeit hinaus. Würde schätzen so Baujahr zwischen 1902 und 1905. Hat es aber in Berlin auch viel gegeben.

    Das Central-Theater in Dresden wurde 1897/98 erbaut. Henrys Schätzung bei der Datierung passt also. Extremer Jugendstil ist eine Assoziation, die einem schon kommen kann. Laut Wikipedia war das Central-Theater aber neobarock. Der Stil ist jedoch derart überdreht, dass man sagen kann: hier entsteht was Neues. Wie so oft im Historismus ist das Ergebnis kein reines "neo-xy", sondern ein überbordender Eklektizismus. Die Bekrönung des Mittelgiebels mit Kopf und Baldachin zitiert Vorbilder aus dem Zwinger (vom plastischen Schmuck am Wallpavillon und Kronentor). Und da wird der Unterschied zum echten Barock deutlich: Was dort große symbolische Bedeutung hat, wird hier zur billigen Unterhaltungskunst degradiert. Die Fassade verhält sich zur klassischen Baukunst wie die Operetten, die im Central-Theater gespielt wurden, zur großen Oper.

  • Ein bisschen off-topic:


    Der Stil ist jedoch derart überdreht, dass man sagen kann: hier entsteht was Neues. Wie so oft im Historismus ist das Ergebnis kein reines "neo-xy", sondern ein überbordender Eklektizismus.


    Ich hatte mal in einem Dresdner Strang die Fassade mit einer 'Erdbeermarmelade, die beim Kochen überschäumt' umschrieben.