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Berliner Stadtschloss (architektur- und kunsthistorische Aspekte)

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    • Vielen Dank @Bentele für deinen tollen Artikel. Ich möchte auf zwei bemerkenswerte Aussagen noch kurz eingehen:


      1. Erbschuld ist Rassismus
      Ich habe mich schon immer über die Linksaußen geärgert, die einerseits jegliche Form von Nation ablehnen, aber andererseits eine besondere historische Schuld der deutschen Nation betonen. Das ist hochgradig widersprüchlich.
      Man sollte die Erinnerungskultur meines Erachtens vor dem Hintergrund ihres wichtigsten Zweckes entwickeln: Nicht „Seht die ewige Schuld der Täter, die auf (unbeteiligte) Kinder und Kindeskinder übergeht“, sondern „Nie wieder!“


      2. Rekonstruktion ist Versöhnung
      Ein Wiederaufbau beseitigt die Zerstörung als Rechtfertigung für Hass. Beim Berliner Schloss (bei dem m.E. auch der Ersatzbau des PdR Teil des Zerstörungswerks ist), sollte der Wiederaufbau daher auch als Versöhnung mit der jüngeren deutschen Geschichte dienen.
      Der Sozialismus und sein Hass haben verloren, aber auch der Hass auf die Sozialisten sollte jetzt dem gemeinsamen Blick auf die Zukunft weichen.
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      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht
    • Diese Kuppel bzw. dieses Türmchen hatte im 18. Jh. die Funktion eines Kirchturms. Deshalb auch die Schallöffnungen seitlich der Turmuhr auf dem Foto. Es dürfte vermutlich zumindest eine Glocke in dem Türmchen gehangen haben. Diese dürfte vor dem Gottesdienst und vielleicht auch zum Gebet "Vaterunser" geläutet worden sein. Habe mal gelesen, dass sich im 18. Jh. in dieser Ecke des Schlosses die Schlosskapelle befunden haben soll. Möglicherweise befand sich die Schlosskapelle unterhalb dieser Kuppel bzw. dieses Glockentürmchens, was dann dort auch Sinn machen würde und zwar dort, wo dann später der weiße Saal enstanden ist. Etliche der Mitforisten werden da wohl genauer Bescheid wissen als ich.
    • Eiserner Pirat wrote:

      In der Südwestlichen kleinen Kuppel war früher eine Uhr eingebaut, mal abgesehen das man sie vom Strassenniveau kaum sah, aber wann wurde sie eingebaut. Weiß das jemand aus der Community ?
      Ich kann bei Gelegenheit mal meinen Vater fragen, der Gute wird dieses Jahr 95 und weiß möglicherweise noch das eine oder andere zu berichten - bedauerlich daß er hier im Forum nicht aktiv ist, ansonsten könnte man von Zeitzeugen noch so einiges über das Berliner Stadtschloß erfahren - auch daß es im 3. Reich der "Reichshauptstadt Germania" weichen sollte. Hitler mochte wohl daß Schloß nicht und hätte es gern abgerissen gehabt.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Laut einer Erfassungsliste von 1940/42, welche die für den Ausbau (für die Kriegswaffenproduktion) beschlagnahmten Bronzeglocken enthält, hatte das Stadtschloss zwei Glocken im Gewicht von 319 und 122 kg. Das könnten - aufgrund der relativ geringen Größe - Uhrschlagglocken gewesen sein. (Quelle: Wille, Dieter: die Glocken von West-Berlin, Kapitel: Glocken - historischer Überblick, Gebr. Mann Verlag Berlin 1987, S. 55)
      Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...
    • Das wäre es doch: das Schloss mit einem Uhrturm und Glocken. Dann liefen die Säkularisten erst Recht Sturm. Aber das Schloss hätte auch eine akustische Präsenz.
      Bei den ganzen letzten Diskussionen zeigt sich für mich immer mehr: Der Bundestagsbeschluss, der natürlich nur ein Kompromiss sein konnte und für den es nur ein kleines Zeitfenster gab, war nicht wirklich ausgereift. Die Nebenkuppeln gehören ebenso um Schloss wie die Terrassen, die Adlersäule, der Neptunbrunnen und die Paradekammern.
    • Martintre wrote:



      Der Sozialismus und sein Hass haben verloren, aber auch der Hass auf die Sozialisten sollte jetzt dem gemeinsamen Blick auf die Zukunft weichen.
      Leider entwickeln manche Sozialisten gerade wieder einen neuen Hass: zum Beispiel gegen Reko, aber auch gegen das, was allgemein als christliches Abendland gilt.
      Und ich gebe zu, auch zu hassen, besonders das Hässliche. Ich halte es da mit Goethe ('Elemente' aus dem West-östlichen Diwan)

      Dann zuletzt ist unerläßlich,
      Daß der Dichter manches hasse;
      Was unleidlich ist und häßlich,
      Nicht wie Schönes leben lasse.
    • Seinsheim wrote:

      Wilhelm II. ging es um den Wohnkomfort, Friedrich Wilhelm I. um den Blick auf den Paradeplatz/Lustgarten.
      Hallo Seinsheim,

      in einer Abbildung aus den frühen 1700ern sind die beiden erweiterten Fester zum Schlossplatz nach Süden schon zu sehen. Ich kümmere mich sobald wie möglich um Quellen und melde mich dann wieder.
      Fr. Wilh. I hat beide Fenstererweiterungen (also auch die auf der Nordseite zum Lustgarten hin) veranlasst ohne Rücksicht auf das architektonische Erscheinungsbild hinterher. Ihm ging es um Licht und Luft und er hatte schon kurz nach Amtsantritt erwogen, den alten Dom abzureißen.

      Wilhelm Zwo hätte man nicht so hemmungslos gewähren lassen.
    • Barocksurfer wrote:

      Seinsheim wrote:

      Wilhelm II. ging es um den Wohnkomfort, Friedrich Wilhelm I. um den Blick auf den Paradeplatz/Lustgarten.
      Hallo Seinsheim,
      in einer Abbildung aus den frühen 1700ern sind die beiden erweiterten Fester zum Schlossplatz nach Süden schon zu sehen. Ich kümmere mich sobald wie möglich um Quellen und melde mich dann wieder.
      Fr. Wilh. I hat beide Fenstererweiterungen (also auch die auf der Nordseite zum Lustgarten hin) veranlasst ohne Rücksicht auf das architektonische Erscheinungsbild hinterher. Ihm ging es um Licht und Luft und er hatte schon kurz nach Amtsantritt erwogen, den alten Dom abzureißen.

      Wilhelm Zwo hätte man nicht so hemmungslos gewähren lassen.
      Danke, wieder was dazugelernt!
    • 12 Mio. Euro fehlen noch

      Da mir dieses Projekt ganz besonders am Herzen liegt, möchte ich hier mal die Werbetrommel rühren.

      Es fehlen zum Endspurt noch 12 Millionen Euro an Spenden. Sicher haben viele Forumsmitglieder bereits etwas gespendet. Aber es geht noch mehr. Ab EUR 50, für einen Teilbaustein, wird man dauerhaft im künftigen Humboldt-Forum als Spender genannt. Es können also auch alle Freunde, Bekannte, Kinder und Enkelkinder erfahren, daß man sich am Wiederaufbau finanziell beteiligt hat. Man wird dann in einer "Spenderwolke" aufgeführt. Es wird auch die Möglichkeit geben, gezielt, über einen Computer, nach seinem Namen zu suchen. Man wird dann für 20 Sekunden mit seinem gespendeten Baustein genannt (wer möchte, auch mit einer individuellen Widmung). Auf der Seite des Fördervereins kann man schon erfahren, wie das später aussehen soll:

      berliner-schloss.de/spenden-system/

      Wer nicht 50 Euro auf einmal spenden möchte, kann dies auch in kleinen Schritten machen. Ich selber habe einen Dauerauftrag eingerichtet. So kann man sich langsam einen oder mehrere Spendensteine zusammensparen.

      Also Leute, SPENDEN BITTE! :daumenoben: