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Berliner Stadtschloss (architektur- und kunsthistorische Aspekte)

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    • "Mäßigung" scheint mir in der Tat das rechte Wort zu sein. Ich glaube wohl sagen zu dürfen, dass es die allermeisten Mitglieder des Forums begrüßt hätten, wenn das Schloss von dem erst recht spät in die Planung eingeschmuggelten Dachrestaurant verschont geblieben wäre und wenn noch mehr hätte rekonstruiert werden können. Ich bitte aber einfach mal zu bedenken, wieviel wir bekommen haben, wieviele Jahre es völlig unsicher war und geradezu phantastisch erschien, dass überhaupt auch nur eine Teilrekonstruktion des von uns allen so geliebten Bauwerks eines Tages Realität werden könnte. Und in welcher Qualität der Ausführung im Detail steht das Werk jetzt fast vollendet da! Freuen wir uns der Schönheit des Erreichten. Sie überstrahlt wahrhaftig die wenigen Unstimmigkeiten!
      Und wenn irgendein "Mehr" überhaupt realistisch ist, dann ist es im Laufe der kommenden Jahrzehnte der eine oder andere Innenraum, der rekonstruiert werden kann. Lasst uns die Energie dafür aufbringen, anstatt sie in nutzlosem Streit über das zu vergeuden, was nicht mehr zu ändern ist.
    • Die beiden Nebenküppelchen können jederzeit nachgereicht werden. Sie können ohne Problem aufgesetzt werden (so der Architekt), wären von der Terrasse ebenerdig erreichbar, hätten als "Neugierden" auch eine sinnvolle Funktion (angenehm bei Nieselwetter!), wären nicht allzu kostenaufwändig, und die nördliche würde von Nordwest her den negativen Eindruck des Dachrestaurant zumindest abmildern. Ich bin sehr sicher, daß sie kommen werden. In ein paar Jahren werden die Schlossfreunde, nachdem sie lange genug gestaunt und sich gefreut haben, sagen: Und was mach´n wir nun? Dann ist die Stunde für solche Kleinigkeiten gekommen, auch für die Rossebändiger, die Adlersäule etc. ...
    • Ich finde, dass @uhugreg schon einen richtigen Punkt anspricht. Es gibt hier erstaunlich viele Beiträge, die den Eindruck vermitteln, es sei besser gewesen, man hätte das Rekoprojekt Berliner Schloss gar nicht erst in Angriff genommen. Einige hier zelebrieren eine Unzufriedenheit, die mir angesichts des Erreichten völlig unangemessen erscheint. Sie geben sich todunglücklich, solange das Schloss nicht mit allem Drum und Dran und Drin nebst Kaiser rekonstruiert wird. Da das aber völlig unmöglich ist, bestätigen sie nur die Argumentation der Rekogegner.

      Wenn @Mantikor Fotos der Lustgartenseite als Anklage gegen das Dachrestaurant präsentiert, dann finde ich, sind die Maßstäbe verschoben. Zählen denn die barocken Fassaden, die unverfälscht wiederkommen und sich uns schon bald in vollendeter Pracht präsentieren werden, nichts mehr? Und Fassade ist das hier:

      Fassade an der Schlossplatzseite des Berliner Schlosses (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Nach oben reicht die Fassade nur bis zur Balustrade. Ecktürmchen und Dachrestaurant gehören nicht dazu. Was den Spendern versprochen wurde, die barocke Fassade, wird geliefert.

      Weil das Dachrestaurant hier viele fasziniert, ein paar Nahansichten:

      Auf dem Dach des Humboldt Forums, rechts das Dachrestaurant (Foto: DCB, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Die Fotos zeigen den Stand der Bauarbeiten am 3. November 2018. Inzwischen sind die Wände offenbar verglast. Die Webcam und Aufnahmen aus größerer Entfernung lassen aber keine Details der Gestaltung des Restaurants erkennen.

      Zunächst einmal müssen wir konstatieren: Ja, auch vom Dach des Schlosses aus ist das Dachrestaurant zu sehen. Nach meinem Eindruck ist es aber in Bezug auf die Menschen davor gut proportioniert.

      Dachrestaurant, im Hintergrund Hochhäuser an der Leipziger Straße (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Im Rohbau macht die Gaststätte noch nicht viel her. Hoffen wir auf einen schönen Innenausbau! Uhugreg sprach das Problem des ungenutzten Kuppelraumes an. Ich bin auch der Ansicht, dass dies eine wirkliche Schwachstelle des Wiederaufbaus ist. Auf Besucher der Dachterrasse wird es einen eigenartigen Eindruck machen. Doch ist es zumindest schön, dass man der Kuppel von außen ganz nahe kommen kann.


      Ecke des Dachrestaurants mit Kuppel (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Theoretisch könnte man die Gaststätte später auch wieder zurückbauen. Ich vermute aber, dass sie sich zum Publikumsmagneten entwickeln wird. Die Aussicht von dort oben ist auch wirklich schön.

      Blick von der Dachterrasse Richtung Zeughaus (hier noch hinter Planen versteckt), Museumsinsel (mit weiß strahlender James-Simon-Galerie - ist sie nicht süß?) und Charité in der Ferne (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Blick von der Dachterrasse Richtung Unter den Linden, auf der rechten Seite in der Ferne die Kuppel des Reichstags, das weiße Maritim-Hotel und das Handelszentrum an der Friedrichstraße sowie rechts neben diesem Hochhaus der Hauptbahnhof (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Blick von der Dachterrasse zum Schinkelplatz, dahinter Friedrichswerdersche Kirche, Hedwigskathedrale, Französischer Dom und die Hochhäuser am Potsdamer Platz, rechts von diesen in der Ferne die Hochhäuser am Breitscheidplatz
      (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)

      Da könnte man glatt auf die Idee kommen, dass Berlin eigentlich doch eine ganz schöne Stadt ist.

      (Bei den Fernsichten lohnt es, sich über die Bildlinks zu vergrößerten Versionen durchzuklicken.)

      The post was edited 2 times, last by Rastrelli ().

    • Wirklich schöner, informativer Beitrag, Rastrelli, danke. Allerdings...

      Rastrelli wrote:

      Es gibt hier erstaunlich viele Beiträge, die den Eindruck vermitteln, es sei besser gewesen, man hätte das Rekoprojekt Berliner Schloss gar nicht erst in Angriff genommen...

      ...Sie geben sich todunglücklich, solange das Schloss nicht mit allem drum und dran und drin nebst Kaiser rekonstruiert wird.
      Dies ist mal wieder vollkommen übertrieben und trifft so auch auf niemandem hier im Forum zu. Wenn doch vernünftig und mäßig diskutiert werden soll, dann übertreibt doch nicht immer so und stellt nicht Foristen anderer Meinung als übergeschnappt hin.



    • Da könnte man glatt auf die Idee kommen, dass Berlin eigentlich doch eine ganz schöne Stadt ist.
      angesichts dieser Bilder ist eher das absolute Gegenteil angesagt -
      eine absolut nichtssagende, uniform- moderne Flachdachlandschaft ohne wirklich herausragende Landmarken. Für eine Metropole ein ziemlicher Tiefpunkt. Ehrlich gesagt hätte ich mir die Wirkung Berlins von oben weit schöner vorgestellt.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Die kleinen Kuppel würden schon viel bringen. Das grösste Problem bleibt der fehlende Abschluss gegen Osten - hier muss der Apothekenflügel einfach wiederkommen. Der Platz ist ja da . Wird das Dachrestaurant mit Kupfer oder Blech verkleidet?

      Das Schloss ist aber auf jeden Fall ein großer Gewinn für die Berliner Innenstadt.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Das Schloss ist aber auf jeden Fall ein großer Gewinn für die Berliner Innenstadt.
      Wahrscheinlich kann man überhaupt erst danach von einer "Innenstadt" sprechen (zumal der Gendarmenmarkt in der Friedrichstadt diesbezüglich nicht ganz "abendfüllend" erscheint). Was war da vorher? Ein Betonpalast auf der grünen Wiese wie irgendwo an der Peripherie, dahinter in ziemlicher Ferne ein kleines Kircherl unter einem Fernsehturm, zwar irgendwie originell, aber eine abendländische Stadt sieht halt anders aus.
      Eine Wiederherstellung des Neuen Marktes als agorales Forum erscheint unabdingbar, überhaupt zumal das Schloss in diese Richtung hin leider nichts abgibt. Dh mit dem Schloss ist es erst die halbe Innenstadt, etwas Wichtiges fehlt.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • @Treverer
      Dich hatte ich gar nicht gemeint. Kritik am Dachrestaurant oder anderen Dingen ist natürlich möglich. Mir ging es wie uhugreg um die Problematik der übertriebenen Kritik. Und dabei auch nicht darum, irgendjemandem den Mund zu verbieten, sondern Zusammenhänge bewusst zu machen.

      Zum Beispiel die Äußerung von @Däne: Der Apothekerflügel MUSS einfach wiederkommen. Wenn ich sowas lese, dann denke ich: Hätte man vielleicht erst den Apothekerflügel rekonstruieren sollen und sich das übrige Schloss sparen oder vereinfacht wiederaufbauen können. Ich weiß, das ist jetzt übertrieben, aber ich finde es schon befremdlich: Das eigentliche Schloss mit den grandiosen barocken Fassaden ist noch nicht mal richtig da und schon richten einige ihre ganze Aufmerksamkeit auf das, was ihrer Meinung nach fehlt. Es ist ja eine weit verbreitete menschliche Eigenschaft: Man schätzt nicht das, was man hat, sondern sehnt sich nach dem, was man nicht hat.

      @Eiserner Pirat
      Chipperfield hat das Neue Museum nicht umgebaut. Er hat eine Ruine in ein nutzbares Gebäude verwandelt. Das war ein Wiederaufbau. Die James-Simon-Galerie muss nicht jedem gefallen, aber sie hat aus der Fernsicht, aus der Nahsicht und im Innendesign Qualität.
    • @Rastrelli
      Um es ganz klar zu sagen: Es ist grandios was hier wieder entstanden ist! Ich habe Ost-Berlin vor dem Mauerfall erlebt, und habe damals im Dom einige alte Photos von Dom und Schloss zum ersten Mal gesehen. Seitdem verfolge ich den Wiederaufbau und habe sowohl die Attrappe 1994 und die erste Phase des Wiederaufbaus in 2014 gesehen. Gespendet habe ich auch. Dennoch fände ich es ärgerlich, wenn „Kleinigkeiten“ wie Nebenkuppel und Apothekenflügel auf Dauer fehlen würden. Es wurde so viel erreicht - warum sollte man nicht für weitere Bauteile kämpfen, die viel Bedeutung für das Äußere des Schlosses haben?

      Dachrestaurant: kommt jetzt eine Kupfer- oder Blechverkleidung?
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Was ist eigentlich die Vorlage der Rekonstruktion? Der Originalzustand während der Erbauung (ohne die kleinteilig gegliederte Ostseite), weil ja beispielsweise auf die kleinen Seitentürmchen verzichtet wurde, die im Zuge des Umbaus hinzugefügt wurden?

      Oder gibt es diesbezüglich keine klare Struktur, und man hat sich einfach nur bemühmt, möglichst einen Großteil des Originals wiederherzustellen? Ähnlich passierte es ja auch mit dem Reichstag oder dem Berliner Dom: Beide sehen größtenteils historisch aus, obwohl man auf etliche Details im Zuge des Wiederaufbaus verzichtete.
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      Schloss: Eigentlich wäre es besser gewesen wenn man die ganze Aussenseite (besonders der Innnenhof) 100% historisch gestalltet hätte. Jetzt ist es nicht vollständig und es ruft ständig Ärger auf.....Die Modernen, wie Stella und Libeskind, schaffen es einfach nicht mit ihre viel zu monotone Fassaden......Es hätte doch anders sein können mit eine an der Historie angepaste Fassade mit wenigstens die historische Farben......Welch eine Bereicherung wäre dann enstanden.....

      Beim Staatsbibliothek ist das viel besser gelungen, weil die Aussenseite 100% historisch gehalten ist. Aber auch hier wieder Sünden, wie das nicht rekonstruieren von historische Adler Skulpturen. Warum noch immer diese Unsinn und Irrsin???
      Neues Museum: wieder nicht richtig gemacht weil 50% wie "unvollendet " aussieht.

      Am Reichstag und Dom wieder alles falsch gemacht, weil die Aussenseite einfach nicht stimmt, unharmonisch vorkomt, noch zu schweigen von der Barbarei am innern des Reichtags Gebäude.Es fehlen die filligranen Laternen am plumpen Dom. Die originale Balance ist zerstört. Das die Berliner und Behörden sich an das plumpe Bild gewöhnen ist vielleicht der Ursache das sich hier nichts zum Positiven ändert.

      Wann werden die Architekten es endlich lernen das Sanierungen dem Original Entwurf getreu sein sollen........nur dann gibt es eine (gewünschte) Harmonie.

      Berlin bleibt ein Trauerspiel. Einst so reich und hoch urbangestalltet. Wo bleibt die einst so herrliche Marienplatz oder Dönhoff Platz, die Leipziger Strasse.....herrliche abwechslungsreiche Bauten voll bestückt mit Details! Es fehlt an historie, Phantasie und Mut.
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      Exilwiener wrote:

      Schlagt mich, aber an diesem Bild sieht man wieder das ganze Unvermögen heutiger Architektursprache. Die am Foto linke, kahle Seite schreit förmlich danach irgendwann einmal in kulturell wieder höherstehenden Zeiten überformt zu werden, wenn das "Zeitalter der Brüche" selbst durch einen Bruch mit dem Bruch auch endlich zu Ende gehen darf!
      Ich habe manchmal die Befürchtung, dass es genau andersherum kommen könnte. ;)

      Der moderne Flügel ist wirklich ein Armutszeugnis. Das könnte ein x beliebiger Hotel, Klinik oder Büroneubau sein. Ich denke, dass ich aufgrund allein des Urheberrechts auf dieses Ding einen Umbau nicht mehr erleben werde. Aber zum Glück gibts ja noch die anderen drei Flügel. ;)
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      Ich möchte vorweg sagen, dass ich in meiner Gedanken-Wunschwelt am Liebsten jedes Gebäude 1:1 außen wie innen original rekonstruiert sehen würde. Aber das sind nur meine Traumwelten.

      In der Wirklichkeit meines Seins muss ich aber folgendes feststellen: das Berliner Stadtschloss, das 1950 abgerissen wurde, dessen Platz jahrzehntelang von einem riesigen und äußerst beliebten Staats- und Volksgebäude überbaut war und um dessen Wiederaufbau so erbittert gestritten wurde wie vermutlich noch nie um ein Bauwerk gestritten wurde, dieses Berliner Stadtschloss steht nun wieder da.

      Vor 20 Jahren hätte ich es nicht geglaubt. Vermutlich wäre ich damals sogar schon froh gewesen, wenn es nur zur Hälfte wieder aufgebaut worden wäre. Was hatte man alles vor mit diesem Neubau. Es hätte soviel passieren können.

      Und dann kommt dieser Stella und liefert einen Entwurf ab, der kaum mehr Schloss hätte bieten können. Ja, Ostseite modern. Ja, Eosanderhof nicht mehr historisch. Ja, historisches Quergebäude fehlt und ja, es wird kein Innenraum rekonstruiert. Noch nicht.

      Aber wenn ich mir wirklich noch mal vor Augen halte, was da entstanden ist, dann muss ich sagen, ich finde es ein fantastisches Bauwerk!! Es ist irre, was da steht. Außen größtenteils historisch, wo es modern ist, dann doch wenigstens unspektakulär. Im Innern sind so viele Möglichkeiten da, historisch nachzuliefern. Selbst außen ist so vieles noch machbar, hier wurde nur wenig buchstäblich für alle Zeiten in Beton gegossen.

      Danke Stella, danke an die Kommission, die Stella ausgewählt hat! Das Schloss ist herrlich und es wird noch herrlicher werden (können)!

      Übrigens: selbst das Dachcafè stört mich nach anfänglichem Ärger darüber nicht mehr, wenn ich überlege, was die zum Teil mit der Kuppel vorhatten.

      Ich freue mich über das Schloss und ich freue mich auf alles, was noch kommen kann und vielleicht eines Tages auch noch kommen wird!
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      ... da bin ich mir gar nicht so sicher !

      Schließlich ist noch nicht aller Tage Abend...

      Denn die historische Kleinteiligkeit streckt die Ostseite nicht nur optisch, sondern trägt als 'Folie' erheblich dazu bei, die Schlüter-Teile des Schlosses und den Dom monumentaler erscheinen zu lassen.
      Wollen wir wirklich dauerhaft auf diesen wunderbaren 'Dialog' zwischen den Raschdorff'schen Laternen und den Helmen von Herzoginnenhaus und Grünem Hut verzichten ?
      Zu prüfen wäre ggfs. auch, ob der 'Kapellenturm' wieder seinen alten Helm bekommen sollte. Die Dach- und Kuppellandschaft an diesem Teil der Spree wäre dann einfach überwältigend.
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      So viel verschenkte Fläche...

      Der ganz überwiegende Teil des - für die Umgebung sichtbaren - historischen Ostflügels lag östlich der Fläche des gegenwärtigen Stella-Flügels.
      Mit entsprechendem guten Willen, wäre somit eines Tages sogar eine Rekonstruktion dieses Teils möglich, ohne den Stella-Flügel beseitigen zu müssen...

      Ich erlaube mir, einen Ausschnitt aus einer - von mir angefertigten und vor Jahren bereits einmal hier im Strang eingestellten - überlagernden Karte von Stadtschloß und Humboldtforum anzuhängen.

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      Blasphemie
      ... wurde eigentlich mal überlegt, den rechtwinkligen Baukörper des Schlosses soweit zu drehen, daß die Ostseite parallel zur Spree verläuft ?
      Sowohl die nördliche als auch die südliche Gebäudekante lägen dann ebenso parallel zu den Straßen.
      Nur die Fläche des K-W-Denkmals fiele dann aus dem Rahmen. Aber diese ist ja auch schräg im Flussverlauf angeordnet und hätte vorteilhaft mitgedreht werden können.