Berliner Stadtschloss (architektur- und kunsthistorische Aspekte)

  • Ohne die Erlaubnis des werten Mitlesers 'uhugreg' eingeholt zu haben, erlaube ich mir noch rasch die Lustgartenperspektive von gestern nachzureichen, verbunden mit einer erneuten bildlichen Anklage der Verunstaltung durch den Dachgastronomieaufbau.



    Für Freunde ausgezeichneter historischer Ansichten habe ich noch eine erhöhte Lindenperspektive der Neuen Photographischen Gesellschaft. Das Bild stammt von <Dezember 1916, was an der querenden Straßenbahn eindeutig festzumachen ist; an beachte auch die rauchenden Schornsteine des Kraftwerks an der Spandauer Straße, welche zugleich die Aufnahme auf >1890 datieren lassen.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Aufnahmen der Nordflügels des Schlosses
    Wann wurden eigentlich die beiden Küppelchen auf der Westseite errichtet ?
    Im Jahr 1886 waren sie jedenfalls noch nicht vorhanden.
    Aufnahme 1865




    Aufnahme 1886




    Aufnahme 1897 zum 100.Geburtstag von Kaiser Wilhelm l.

  • Da diese Argumentation auf fast jede dritte Seite auftaucht, denke ich dass es ebenfalls klar ist und dass die Leute den Standpunkt langsam kappiert haben. Ich habe es bestimmt schonn 89-mal hier gelesen was mich betrifft.Es bis zu nimmersatt zu wiederholen lässt den Restaurant nicht verschwinden. :augenrollen:

    Ohne die Erlaubnis des werten Mitlesers 'uhugreg' eingeholt zu haben, erlaube ich mir noch rasch die Lustgartenperspektive von gestern nachzureichen, verbunden mit einer erneuten bildlichen Anklage der Verunstaltung durch den Dachgastronomieaufbau.

    Danke Mantikor, es macht die Verunstaltung des eigentlich originalgetreu historisch vorgesehen Teils des HFs/Stadtschlosses umso deutlicher klar.


    Zu Uhugreg:
    Ich und andere werden es immer wieder dann erwähnen, wenn es uns wieder einmal voll ins Gesicht springt. :)
    Vor allem weil man uns (Spender) über Jahre belogen hat und selbst einige Mitglieder dieses Forums uns über Jahre vorgeworfen haben, wir würden einen Aufstand um nichts machen, denn man würde den Dachaufbau letztendlich überhaupt nicht von der Straße aus sehen, soll es jetzt nicht einfach unter den Teppich gekehrt und vergessen werden.
    Es wird mir eine kleine Freude sein, zu wissen, dass es dich jedes Mal so nervt. ;)

  • Wann wurden eigentlich die beiden Küppelchen auf der Westseite errichtet ?

    Die Frage hast Du Dir doch schon anhand der Bilder selbst beantwortet - zwischen 1886 und 1897. Ob man das noch innerhalb der 11 Jahre so genau eingrenzen kann, weiß ich nicht.

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

  • Soviel ich weiß wurde die südwestliche Kuppel noch unter Friedrich Wilhelm I. , also im frühen 18. Jh., errichtet. Dort befanden sich die Glocken der Schlosskapelle und eine Uhr. Die nordwestliche wurde erst unter Wilhelm II. aus Symmentriegründen errichtet, bei der Umgestaltung des Eosanderportals bzw. Umbau des Weißen Saals.


    1855:



    1866, Kuppel hinter dem Turm der Friedrichswerderschen Kirche:



    1893/94 beim Umbau des Schlosses:


  • Ohne die Erlaubnis des werten Mitlesers 'uhugreg' eingeholt zu haben, erlaube ich mir noch rasch die Lustgartenperspektive von gestern nachzureichen, verbunden mit einer erneuten bildlichen Anklage der Verunstaltung durch den Dachgastronomieaufbau.

    Das war gerade ziemlich kindisch. Können es einige nicht einsehen, dass diese Dauerlästerei über den Dachrestaurant nichts bringt? Was für neue Informationen kriegt mann denn davon?
    Ich bekomme langsam dein Eindruck, es mit Kinder zu tun zu haben, die einfach nicht die Realität akzeptieren wollen. Ja es ist ein Dachrestaurant angebracht worden, ja er gefällt nicht jedermann, ja er ist sichtbar. Und sonst? Kônnt Ihr darauf Einfluss nehmen? Ich bin überzeugt dass 20 bis 30% des Beitrage sich rund um dieses Dauer und ziemlich langweilliges Thema drehen, mit dem Motto "hiiiii, Dachrestaurant voll schlecht".
    Keiner hat gelogen : meines Erachtens hat niemand von offizieller Seite behauptet, das Gebaüde würde nicht sichtbar sein. Nur einige Forenmitglieder haben behauptet, dass mann es von einige Perspektiven nicht sehen kann. Was Auch stimmt.
    Dazu bin ich überzeugt dass es sinnvollere Sachen gibt, worüber mann sprechen kann. Es gab zum Beispiel eine Frage zum Eingang an der Ostseite. Und keiner schien interessieret zu sein, sich mit der Materie zu befassen.
    Und im übrigen : mir ist dieses Restaurant egal. Es ist ja kein Schloss, sondern eine Attrape. Mich irritiert vielmehr dass die Kuppel nur ein hohler Raum sein wird, obwohl mann sowiel hätte damit tun können.

  • Meine Damen und Herren, ich möchte bei gleichzeitiger Zustimmung mäßigend auf uhugreg einreden.


    Jedoch müsste man nachdrücklich hinzufügen, dass er beim letzten Punkt Recht hat.


    Nicht einmal die hochgelobte Westfassade ist vollständig wiederhergestellt. Zwei Kuppeln fehlen, und das scheint leider keinen zu interessieren. Eine Kuppel ist aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die andere Kuppel wurde unter dem großen Kaiser Wilhelm II. Ende des 19. Jahrhunderts aus Symmetriegründen mit angefügt.


    Im Endeffekt ist die Fassade des Schlosses eine freie, "kritische" Interpretation mit einer hoch-modernistischen Ostseite und einem Dachcafé. Damit müssen wir uns leider erstmal abfinden. Mich stört weniger, dass die Ostseite modern ist, als dass sie überhaupt nicht zum Rest des Schlosses passt.


    Aber hoffentlich kommen für den Rest auch noch die Spender zusammen!

  • "Mäßigung" scheint mir in der Tat das rechte Wort zu sein. Ich glaube wohl sagen zu dürfen, dass es die allermeisten Mitglieder des Forums begrüßt hätten, wenn das Schloss von dem erst recht spät in die Planung eingeschmuggelten Dachrestaurant verschont geblieben wäre und wenn noch mehr hätte rekonstruiert werden können. Ich bitte aber einfach mal zu bedenken, wieviel wir bekommen haben, wieviele Jahre es völlig unsicher war und geradezu phantastisch erschien, dass überhaupt auch nur eine Teilrekonstruktion des von uns allen so geliebten Bauwerks eines Tages Realität werden könnte. Und in welcher Qualität der Ausführung im Detail steht das Werk jetzt fast vollendet da! Freuen wir uns der Schönheit des Erreichten. Sie überstrahlt wahrhaftig die wenigen Unstimmigkeiten!
    Und wenn irgendein "Mehr" überhaupt realistisch ist, dann ist es im Laufe der kommenden Jahrzehnte der eine oder andere Innenraum, der rekonstruiert werden kann. Lasst uns die Energie dafür aufbringen, anstatt sie in nutzlosem Streit über das zu vergeuden, was nicht mehr zu ändern ist.

  • Die beiden Nebenküppelchen können jederzeit nachgereicht werden. Sie können ohne Problem aufgesetzt werden (so der Architekt), wären von der Terrasse ebenerdig erreichbar, hätten als "Neugierden" auch eine sinnvolle Funktion (angenehm bei Nieselwetter!), wären nicht allzu kostenaufwändig, und die nördliche würde von Nordwest her den negativen Eindruck des Dachrestaurant zumindest abmildern. Ich bin sehr sicher, daß sie kommen werden. In ein paar Jahren werden die Schlossfreunde, nachdem sie lange genug gestaunt und sich gefreut haben, sagen: Und was mach´n wir nun? Dann ist die Stunde für solche Kleinigkeiten gekommen, auch für die Rossebändiger, die Adlersäule etc. ...

  • Ich finde, dass @uhugreg schon einen richtigen Punkt anspricht. Es gibt hier erstaunlich viele Beiträge, die den Eindruck vermitteln, es sei besser gewesen, man hätte das Rekoprojekt Berliner Schloss gar nicht erst in Angriff genommen. Einige hier zelebrieren eine Unzufriedenheit, die mir angesichts des Erreichten völlig unangemessen erscheint. Sie geben sich todunglücklich, solange das Schloss nicht mit allem Drum und Dran und Drin nebst Kaiser rekonstruiert wird. Da das aber völlig unmöglich ist, bestätigen sie nur die Argumentation der Rekogegner.


    Wenn @Mantikor Fotos der Lustgartenseite als Anklage gegen das Dachrestaurant präsentiert, dann finde ich, sind die Maßstäbe verschoben. Zählen denn die barocken Fassaden, die unverfälscht wiederkommen und sich uns schon bald in vollendeter Pracht präsentieren werden, nichts mehr? Und Fassade ist das hier:


    Fassade an der Schlossplatzseite des Berliner Schlosses (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Nach oben reicht die Fassade nur bis zur Balustrade. Ecktürmchen und Dachrestaurant gehören nicht dazu. Was den Spendern versprochen wurde, die barocke Fassade, wird geliefert.


    Weil das Dachrestaurant hier viele fasziniert, ein paar Nahansichten:


    Auf dem Dach des Humboldt Forums, rechts das Dachrestaurant (Foto: DCB, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Die Fotos zeigen den Stand der Bauarbeiten am 3. November 2018. Inzwischen sind die Wände offenbar verglast. Die Webcam und Aufnahmen aus größerer Entfernung lassen aber keine Details der Gestaltung des Restaurants erkennen.


    Zunächst einmal müssen wir konstatieren: Ja, auch vom Dach des Schlosses aus ist das Dachrestaurant zu sehen. Nach meinem Eindruck ist es aber in Bezug auf die Menschen davor gut proportioniert.


    Dachrestaurant, im Hintergrund Hochhäuser an der Leipziger Straße (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Im Rohbau macht die Gaststätte noch nicht viel her. Hoffen wir auf einen schönen Innenausbau! Uhugreg sprach das Problem des ungenutzten Kuppelraumes an. Ich bin auch der Ansicht, dass dies eine wirkliche Schwachstelle des Wiederaufbaus ist. Auf Besucher der Dachterrasse wird es einen eigenartigen Eindruck machen. Doch ist es zumindest schön, dass man der Kuppel von außen ganz nahe kommen kann.


    Ecke des Dachrestaurants mit Kuppel (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Theoretisch könnte man die Gaststätte später auch wieder zurückbauen. Ich vermute aber, dass sie sich zum Publikumsmagneten entwickeln wird. Die Aussicht von dort oben ist auch wirklich schön.


    Blick von der Dachterrasse Richtung Zeughaus (hier noch hinter Planen versteckt), Museumsinsel (mit weiß strahlender James-Simon-Galerie - ist sie nicht süß?) und Charité in der Ferne (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Blick von der Dachterrasse Richtung Unter den Linden, auf der rechten Seite in der Ferne die Kuppel des Reichstags, das weiße Maritim-Hotel und das Handelszentrum an der Friedrichstraße sowie rechts neben diesem Hochhaus der Hauptbahnhof

    (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Blick von der Dachterrasse zum Schinkelplatz, dahinter Friedrichswerdersche Kirche, Hedwigskathedrale, Französischer Dom und die Hochhäuser am Potsdamer Platz, rechts von diesen in der Ferne die Hochhäuser am Breitscheidplatz
    (Foto: GodeNehler, November 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Da könnte man glatt auf die Idee kommen, dass Berlin eigentlich doch eine ganz schöne Stadt ist.


    (Bei den Fernsichten lohnt es, sich über die Bildlinks zu vergrößerten Versionen durchzuklicken.)

  • Wirklich schöner, informativer Beitrag, Rastrelli, danke. Allerdings...


    Es gibt hier erstaunlich viele Beiträge, die den Eindruck vermitteln, es sei besser gewesen, man hätte das Rekoprojekt Berliner Schloss gar nicht erst in Angriff genommen...


    ...Sie geben sich todunglücklich, solange das Schloss nicht mit allem drum und dran und drin nebst Kaiser rekonstruiert wird.

    Dies ist mal wieder vollkommen übertrieben und trifft so auch auf niemandem hier im Forum zu. Wenn doch vernünftig und mäßig diskutiert werden soll, dann übertreibt doch nicht immer so und stellt nicht Foristen anderer Meinung als übergeschnappt hin.

  • @Rastrelli


    Die James Simon Galerie ist aus der Ferne vielleicht ganz gut anzusehen, aber je näher man sich ihr nähert wird erkennen daß dieser Chipperfield Entwurf sich dem Umbau des Neuen Museums anpasst und für mich nicht gelungen ist. Vorallem der Innenausbau ist zum Fremdschämen ! :daumenunten:

  • Quote

    Da könnte man glatt auf die Idee kommen, dass Berlin eigentlich doch eine ganz schöne Stadt ist.

    angesichts dieser Bilder ist eher das absolute Gegenteil angesagt -
    eine absolut nichtssagende, uniform- moderne Flachdachlandschaft ohne wirklich herausragende Landmarken. Für eine Metropole ein ziemlicher Tiefpunkt. Ehrlich gesagt hätte ich mir die Wirkung Berlins von oben weit schöner vorgestellt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Die kleinen Kuppel würden schon viel bringen. Das grösste Problem bleibt der fehlende Abschluss gegen Osten - hier muss der Apothekenflügel einfach wiederkommen. Der Platz ist ja da . Wird das Dachrestaurant mit Kupfer oder Blech verkleidet?


    Das Schloss ist aber auf jeden Fall ein großer Gewinn für die Berliner Innenstadt.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Quote

    Das Schloss ist aber auf jeden Fall ein großer Gewinn für die Berliner Innenstadt.

    Wahrscheinlich kann man überhaupt erst danach von einer "Innenstadt" sprechen (zumal der Gendarmenmarkt in der Friedrichstadt diesbezüglich nicht ganz "abendfüllend" erscheint). Was war da vorher? Ein Betonpalast auf der grünen Wiese wie irgendwo an der Peripherie, dahinter in ziemlicher Ferne ein kleines Kircherl unter einem Fernsehturm, zwar irgendwie originell, aber eine abendländische Stadt sieht halt anders aus.
    Eine Wiederherstellung des Neuen Marktes als agorales Forum erscheint unabdingbar, überhaupt zumal das Schloss in diese Richtung hin leider nichts abgibt. Dh mit dem Schloss ist es erst die halbe Innenstadt, etwas Wichtiges fehlt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • @Treverer
    Dich hatte ich gar nicht gemeint. Kritik am Dachrestaurant oder anderen Dingen ist natürlich möglich. Mir ging es wie uhugreg um die Problematik der übertriebenen Kritik. Und dabei auch nicht darum, irgendjemandem den Mund zu verbieten, sondern Zusammenhänge bewusst zu machen.


    Zum Beispiel die Äußerung von @Däne: Der Apothekerflügel MUSS einfach wiederkommen. Wenn ich sowas lese, dann denke ich: Hätte man vielleicht erst den Apothekerflügel rekonstruieren sollen und sich das übrige Schloss sparen oder vereinfacht wiederaufbauen können. Ich weiß, das ist jetzt übertrieben, aber ich finde es schon befremdlich: Das eigentliche Schloss mit den grandiosen barocken Fassaden ist noch nicht mal richtig da und schon richten einige ihre ganze Aufmerksamkeit auf das, was ihrer Meinung nach fehlt. Es ist ja eine weit verbreitete menschliche Eigenschaft: Man schätzt nicht das, was man hat, sondern sehnt sich nach dem, was man nicht hat.


    @Eiserner Pirat
    Chipperfield hat das Neue Museum nicht umgebaut. Er hat eine Ruine in ein nutzbares Gebäude verwandelt. Das war ein Wiederaufbau. Die James-Simon-Galerie muss nicht jedem gefallen, aber sie hat aus der Fernsicht, aus der Nahsicht und im Innendesign Qualität.

  • @Rastrelli
    Um es ganz klar zu sagen: Es ist grandios was hier wieder entstanden ist! Ich habe Ost-Berlin vor dem Mauerfall erlebt, und habe damals im Dom einige alte Photos von Dom und Schloss zum ersten Mal gesehen. Seitdem verfolge ich den Wiederaufbau und habe sowohl die Attrappe 1994 und die erste Phase des Wiederaufbaus in 2014 gesehen. Gespendet habe ich auch. Dennoch fände ich es ärgerlich, wenn „Kleinigkeiten“ wie Nebenkuppel und Apothekenflügel auf Dauer fehlen würden. Es wurde so viel erreicht - warum sollte man nicht für weitere Bauteile kämpfen, die viel Bedeutung für das Äußere des Schlosses haben?


    Dachrestaurant: kommt jetzt eine Kupfer- oder Blechverkleidung?

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Was ist eigentlich die Vorlage der Rekonstruktion? Der Originalzustand während der Erbauung (ohne die kleinteilig gegliederte Ostseite), weil ja beispielsweise auf die kleinen Seitentürmchen verzichtet wurde, die im Zuge des Umbaus hinzugefügt wurden?


    Oder gibt es diesbezüglich keine klare Struktur, und man hat sich einfach nur bemühmt, möglichst einen Großteil des Originals wiederherzustellen? Ähnlich passierte es ja auch mit dem Reichstag oder dem Berliner Dom: Beide sehen größtenteils historisch aus, obwohl man auf etliche Details im Zuge des Wiederaufbaus verzichtete.