Berliner Stadtschloss (architektur- und kunsthistorische Aspekte)

  • Aha,2020 soll die U-Bahn also endlich fertig sein.Seit wann wird denn schon an der U5 eigentlich gebaut?
    Lange kann es mit der Umfeldgestaltung des Schlosses ja dann nicht dauern,wenn sowiso alles schlicht Modern sein soll.( gepflastert und ein paar bescheidene Rasenflächen)
    Einige Rekos sind ja anscheinend soweit nicht vorgesehen.

  • Und vor allem: 40 Millionen für eine Steinwüste und ein paar Bäume! Zum Vergleich: Das ist fast 40% dessen, was die Reko der historischen Fassaden kostet. Ich bin erschüttert. :kopfschuetteln::gehtsnoch:

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Ich nehme an dass die Rampen an der Ostseite die teuerste Komponente beim Schlossumfeld sein werden, daran wird schon seit rund einem Jahr gewerkelt. Die wenigen Bäume und die Pflastersteine aus Dolomit werden wohl kaum so stark zu Buche schlagen. Dennoch, 40 Millionen für diesen langweiligen Minimalismus ist schon happig!


    Übrigens: Wenn man nach Anbruch der Dunkelheit die Webcams aufruft stellt man meist fest, dass die oberen zwei Etagen, also die zukünftigen Ausstellungsräume des Ethnologischen und Asiatischen Museums, hell beleuchtet sind. Hier wird offenbar fleißig gewerkelt. Das erste Obergeschoss hingegen, also die Fläche des Landes Berlin und der Humboldt-Uni bleibt fast immer dunkel. Offenbar hat man es dort nicht so eilig eine Ausstellung vorzubereiten. Was allerdings auch nicht weiterhin verwunderlich ist, angesichts der Diffusität der Ausstellungsthematik („wie die Welt Berlin beeinflusst hat, aber auch, wie Berlin auf die Welt gewirkt hat", laut Wikipedia). :crying:
    .

  • Die Medien machen sich mal wieder Sorgen um die fehlenden Spenden-Millionen.


    https://www.saarbruecker-zeitu…ern-residenz_aid-35331967


    Da der Zeitplan offensichtlich nicht ganz eingehalten wird, gibt es noch mehr als 12 Monate Zeit, um das fehlende Geld zu sammeln. Das klappt schon.


    (...) Die sogenannte Humboldt-Box, die seit 2011 über das Mammutprojekt informierte, wird Anfang 2019 abgerissen. Dort beginnen dann 100 Meter tiefe Bohrungen, um Erdwärme für das im Schloss geplante Humboldt Forum zu gewinnen. (...)

    Hoffentlich geht das nicht in die Hose, so wie damals in Staufen. Das würde dem Schloss und der Museumsinsel jetzt noch fehlen.

  • Hoffentlich geht das nicht in die Hose, so wie damals in Staufen. Das würde dem Schloss und der Museumsinsel jetzt noch fehlen.

    Meinst Du das ernst!? Die geologischen Bodenverhältnisse von Berlin und Staufen sind ja nicht zu vergleichen, will sagen, da gibt es kaum Parallelen, sind also grundverschieden. Der Oberrhreingraben und die norddeutsche Tiefebene mit ihren Sand-, und Moorböden sind schon ganz anders beschaffen. In Staufen war es eine Anhydritlinse, also eine Art Gipsgestein, die angebohrt worden war und durch Wassereinbringung aufgequollen ist. Und dieser Anhydrit wiederum stammt aus der geologischen Schicht des sogenannten Keupers, den es in Berlin nicht gibt. Der Keuper ist Teil des südwestdeutschen Schichtstufenlandes, (vor allem im Raum Stuttgart und südwestlich davon gebirgsbildend anzutreffen) so sagen die Geologen.


    In Berlin machen doch eher Torflinsen im Sand Schwierigkeiten bei der Gründung von Gebäuden. Festes Gestein im Berliner Untergrund ist erst in großer Tiefe zu erwarten und dann wahrscheinlich Granit. Aber da kenne ich mich in dieser Hinsicht zu wenig aus. Aber sowas wie in Staufen kann in Berlin nicht passieren!

  • Ich bin zwar geologischer Laie, meine aber, daß der Oberrheingraben und Norddeutschland durchaus vergleichbar sind, nämlich insofern als die ganze Schichttorte, die in Süddeutschland zur Seite gekippt ist, hier wie dort noch unter der Erde lagert. Der Unterschied besteht darin, daß die quartären und tertiären Schichten in Norddeutschland noch einmal mächtiger sind (ca. 1000 m, meine ich, wobei es im hügeligen Brandenburg auch weniger sein könnten) und darunter eine Kreideschicht liegt. Darauf folgt die aus Süddeutschland bekannte Abfolge Jura, Trias, Rotliegendes und schließlich in mehreren Kilometern Tiefe Granit. Mit einer 100 Meter tiefen Bohrung sollte man demnach nur bis in tertiäre Schichten - sprich: Märkischen Sand - vordringen.

  • Meinst Du das ernst!? (...)

    Teilweise schon. Ich wollte hier auch keine Diskussion über die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit anfangen. Aber bei solchen Bohrungen ist schon einiges schief gelaufen. Da ist Staufen nur das bekannteste Beispiel. Wie man sieht, wissen die schlauen Geologen auch nicht alles. Sonst hätten sie in Staufen nicht solch eine Katastrophe ausgelöst. Wer will schon wissen, was genau in 100 Metern unter der Erde steckt?

  • Im Prinzip hast Du damit freilich recht. Ich wollte nur anmerken, daß die Staufener geologische Reaktion höchstwahrscheinlich in Berlin NICHT passieren kann. Aber es gibt natürlich viele andere Unwägbarkeiten.

  • Der Blick vom Dachrestaurant über die Stadt wird phantastisch sein.

    Das ist sicher richtig. Aber der Blick von der Stadt auf das Dachrestaurant wird leider schlimm sein.


    Aber trotzdem sehr schöne Bilder hinter dem Link, danke dafür.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • @ Weisenseer: Der Betonboden des Schlüterhofes wurde mit Bitumenbahnen versiegelt.

    Ich bin mir nicht sicher, wie aktuell die Fotos des Schlüterhofs sind.

    Dass im Schlüterhof Bitumenbahnen verlegt sind ist der Beleg dafür, das das Photo neueren Datums ist.
    Zum Konzert waren die nämlich noch nicht vorhanden.
    Ansonsten wurde z.B. nicht weiter verputzt, wie in einem früheren Post schon berichtet wurde.

  • Einfach phantastisch wäre es, wenn im Dachrestaurant Gärtners Vedutenbilder vom Schlossumfeld und vom Dach der Friedrichswerderschen Kirche
    „Panorama von Berlin“
    zu sehen wären.

  • Aber bitte bloß als Kopie oder Fotodruck.
    Die Bilder des Berlinpanorama haben eine Höhe von ca. 93 cm, würden also im Original völlig an den Wandflächen des Dachcafés verloren sein.
    Daß wechselhafte klimatische Bedingungen, wie sie beim Öffnen und Schließen der Terrassentüren zwangsläufig erfolgen, die Gemälde innert kürzester Zeit ruinieren dürften, ist gleichfalls evident, von Café-Besuchern, die mit den Schultern oder ihren Stuhllehnen daranstoßen oder ihre Getränke daranleeren ganz zu schweigen.
    Als stark vergößerter Fotodruck könnte das jedoch eine schöne und interessante Wanddekoration sein.

  • Guy de Maupassant ging des öfteren im Restaurant des Eiffelturms essen, nach eigenen Worten weil das „der einzige Ort in Paris ist, wo man den Turm nicht sehen kann“. Vermutlich werde ich es mit dem Dachcafé des Schlosses ähnlich handhaben - und dabei das Panorama Berlins ohne Dachcafé genießen.

  • In dieses Dachcafé werden mich keine 10 Pferde bringen. Ohnehin habe ich nicht die Absicht, das Innere des sogenannten Humboldt-Forums zu betreten (abgesehen von den Höfen)

  • Oberbaumbrücke,wenn sie keine 10 Pferde ins Dachcafe bringen,und sie keine Absicht das innere des "sogenannten Humboldt-Forums" zu betreten,dann sollten sie zukünftig schweigen zum Thema Stadtschloss.Sie können sich dann zukünftig auch kein Urteil bilden über etwas ,was sie nicht kennen.(oder nicht kennenlernen wollen) :kopfschuetteln: