Berliner Schloss - Humboldt-Forum

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Es ist im Nebel ja nur recht schemenhaft zu erkennen: Aber könnte es sein, dass mittlerweile am Kuppeltambour die Betonwände mit Ziegeln verkleidet werden? Zumindest waren gegen 17 Uhr über die auf die Nordseite gerichtete Webcam 5 (in Worten: FÜNF!) Bauarbeiter zu sehen. Das scheint mir angesichts des langen Dornröschenschlafs der Bauarbeiten im Außenbereich eine geradezu emsige Aktivität zu sein!
    • 1.) Kunst am Bau - Wettbewerbssieger für die Treppenhäuser

      a) Portal 1


      b) Portal 5


      Kurzbericht auf den Seiten der Stiftung

      Wettbewerbsergebnisse beim BBR


      2.) Darstellung der Durchfahrt von (wohl) Portal 5 in der aktuellen Publikation der Stiftung


      3.) Bericht von den Dachdeckerarbeiten


      4.) Bericht von den Erdarbeiten an der Ostseite

      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die Durchgänge zwischen den Portalen werten das ganze Projekt enorm auf. Das nimmt dem Ganzen die Kulissenhaftigkeit. Innen und außen werden stärker verbunden. Und es wird ein Impuls gesetzt, später weitere Teile im Inneren hinzuzufügen.
    • In der Tat, das war das Klügste, das man all den "Ist ja nur ein fake Barockvorhang"-Miesepetern entgegensetzen konnte.
      Durch die historischen Durchfahrten wird niemand das Gefühl haben, bloß durch einen historischen Vorhang ein modernes Gebäude zu betreten, es wird sich so anfühlen, als beträte man ein dreidimensionales historisches Gebäude mit modernen Einbauten.

      Auch der ziemlich spät überarbeitete Übergang von moderner Ostseite zu Nordseite trägt dazu bei. Wer sich nicht erinnert, hier war einst ein fließender Übergang von modern zu historisch geplant...



      Das wirkte ebenfalls kulissenhaft und fake. Nun hat man da einen ganz klaren Abschluss und Schnitt, der ebenfalls den Anschein erweckt, als wäre hier lediglich ein moderner Flügel an einen bestehenden historischen Gebäudekomplex angefügt worden.
      Wer auch immer (Stella? von Boddien?) hinter den Kulissen weiterverhandelt hat und noch so einige historische Extras und Verbesserungen rausschlagen konnte, hat gute Arbeit geleistet. Das muss man wirklich sagen.
      Diese Arbeit scheint weiter zu gehen, denn ich erinnere mich noch von ein paar Monaten einen Artikel gelesen zu haben, in dem sich ein Mitarbeiter der künftigen Sammlungen im HF darüber beschwert hat, dass immer mehr Ausstellungsraum weiteren Rekonstruktionen zum Opfer fallen. Gut so! >:)
    • Vom Geist der Baustellenwerbung am Schloss

      Es war wie ein großer Konsens zwischen den Volksvertretern und ihren Wählern: Der Staat und die Stadt bauen ein Museum für die Mitte Berlins, das Humboldtforum, die Bürger aber bauen die äußere Rekonstruktion des Barock-Schlosses. Der Staat und die Stadt Berlin finanzieren den Museumsbau, die Bürger mit ihren Spenden die äußere Rekonstruktion des barocken Stadtschlosses als einmaligem Museums-Rahmen, in einem eingeschränkten Rahmen – ohne den freilich dieser Konsens nicht möglich gewesen wäre.


      Der Konsens war wirklich groß: Fast zwei Drittel des Deutschen Bundestags stimmten dafür.


      Respektiert wurde dieser Beschluss aber nicht in aller Konsequenz. Obwohl die Last der Bürger mit 105 Millionen Euro eine gewaltige Summe ist und eine respekteinflößende Gemeinschaftsleistung bedeutet, wurde und wird er von den Gegnern des Schlosses, die sich damit demokratischen Beschlüssen verweigern, obstruiert, wo immer das möglich ist.

      Es war hier zu lesen, dass der Bund bei seinen Baustellen nirgendwo Reklameflächen duldet – hier geschieht es in grotesk aufdringlicher Weise. Entweder war man bei den zuständigen Behörden nicht aufmerksam genug – jedenfalls die Gegner schlafen nicht! Die Reklametafeln am Schloss, die dem Anliegen der Bürger keinen Cent eintragen, entfalten ihre Wirkung, und die Gegner freuen sich.


      Es wäre der langsame Wachstumsprozess, die fortschreitende Reife, dieser Anteil an einem historischen Prozess, wie ihn die Entfaltung eines so bedeutenden Kunstwerks in seiner Gesamtheit darstellt: der fortschreitend zu erlebende Reichtum an Formen, diese Entwicklung vom reinen Betonbau durch die Hervorhebung der Proportionen zum Baukunstwerk, wie das durch die Ornamentierung der Fassaden mit den Steinbildwerken geschieht. Jeden Tag, jede Stunde, von Woche zu Woche, von Jahr zu Jahr hätten wir das Aufblühen des Schlosses zu einem Gesamten verfolgen können. Wie der Gärtner das Wachstum und das Aufblühen seiner Pflanzen beobachtet, der Künstler das Werden seines Werks, die Eltern das Wachstum und die Reifung ihrer Kinder und sich daran freuen.


      Und die moderne Technik mit den Webcams würde das weltweit ermöglichen! Möglichkeiten, von denen man jahrtausendelang nur träumen konnte. Aber hier wird das zerstört, worauf jeder Spender gerade ein Recht haben müsste!


      Die Gestalt des Schlosses wird uns in ihrer Entstehung als Dissonanz einer reinen Public-Relation-Welt übermittelt. Alle Proportionen werden in ihrem Entstehungsprozess durch die Tafeln zerstückelt. Eine bewusste Groteske treibt alles ins Gegenteil. Wo doch hier als Humboldtforum der Geist der Freiheit und der Kunst stehen müsste und von der Wurzel an erlebt werden könnte, wie kaum an einer anderen Stelle: all das, was man Kultur nennt – Weltkultur!


      Eine unsägliche Geschichte!
    • Ja, ich glaube auch, da werden so einige ganz große Augen machen, wenn erst einmal die Hüllen und Gerüste fallen und sie ganz handfest vor sich so viel Schönheit sehen. Das Schloss ist eben doch noch für viele etwas abstraktes, unbegreifliches. Vielen fehlt tatsächlich das nötige Vorstellungsvermögen.
      Ich wage jetzt schon zu behaupten, dass das positive Erstaunen beim Hüllenfall so groß sein wird, dass die Kritiker, die allenfalls eine sehr lautstarke Minderheit darstellen, so gut wie ganz übertönt werden. Sie werden ihr Gemecker auf den Inhalt des Schlosses umleiten müssen, denn da wird es schon wieder abstrakter, unbegreiflicher. Man hört es schon jetzt immer wieder: "Kein Konzept", "Nicht zeitgemäß", "Schwer belastete Sammlungen", "Westliche/Eurozentrische Überheblichkeit"... *seufz*
    • Treverer schrieb:

      Vulgow schrieb:

      2.) Darstellung der Durchfahrt von (wohl) Portal 5 in der aktuellen Publikation der Stiftung
      Nein, das ist die Durchfahrt von Portal 2 (zur Breiten Straße hin).

      Das wird schick aussehen und man scheint sich tatsächlich exakt an das Original zu halten. :)

      Die auf der Isuu.com (bzw. der Zeitung des Humboldtforums) abgebildete Ostfassade des Schlosses ist fehlerhaft koloriert (helles ocker, wie die Sandsteinhülle des Schlosses statt betongrau in der Realität). Das scheint wohl eine Unsitte zu sein, Entwürfe von faden und kalten, modernen Bauten durch Beleuchtung, Begrünung und Kolorierung den Bürgern schmackhaft zu machen.
    • Bentele schrieb:

      Es wäre der langsame Wachstumsprozess, die fortschreitende Reife, dieser Anteil an einem historischen Prozess, wie ihn die Entfaltung eines so bedeutenden Kunstwerks in seiner Gesamtheit darstellt: der fortschreitend zu erlebende Reichtum an Formen, diese Entwicklung vom reinen Betonbau durch die Hervorhebung der Proportionen zum Baukunstwerk, wie das durch die Ornamentierung der Fassaden mit den Steinbildwerken geschieht. Jeden Tag, jede Stunde, von Woche zu Woche, von Jahr zu Jahr hätten wir das Aufblühen des Schlosses zu einem Gesamten verfolgen können.
      Man sieht es vor Ort natürlich - je nach Sonnenstand - schon mal durch die Gerüste scheinen, wie es sich künftig mal darstellen wird; man braucht allerdings ein wenig ergänzende Phantasie...
      Leider kann man das nur mit den Augen und insgesamt wahrnehmen, es ist nicht mit einer Fotografie oder der Webcam zu erfassen. Ich für meinen Teil möchte fast hoffen, dass die baldige Abrüstung eher langsam vonstatten geht als auf einen Schlag in 1, 2 oder 3 Tagen.

      Habe heute leider nur ein Bild gemacht - von der Spreeseite, die mWn als einzige noch nie verhüllt war.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)

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    • Der Menschenauflauf dürfte, wenn das Schloss fertig ist, nicht geringer werden.
      Der Rasen scheint es noch einigermaßen zu vertragen - solange dort nicht auch noch gegrillt wird... :|




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