Berliner Schloss - Humboldt-Forum

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    • Ich denke, da werden einige Dinge durcheinander gemischt. Der Alte Kaiser, Wilhelm I. soll in der Tat aus dem damaligen Hotel du Rome, das fast direkt gegenüber Unter den Linden / Charlottenstr. lag, sich eine Wanne rüberholen lassen. Der Kaiser Wilhelm II. hat den 'Kaiserhof' wegen seines Komforts gelobt und soll sich so geäußert haben, dass es komfortabler sei als in seinem Schloss. König Friedrich Wilhelm IV. mag gebadet haben oder auch nicht, aber davon wissen die Annalen nicht Genaues nicht.

      Vielleicht ist das ganze auch nichts anderes um bei Sagen und Legenden abgelegt zu werde.
    • Spreetunnel wrote:

      Ich denke, da werden einige Dinge durcheinander gemischt. Der Alte Kaiser, Wilhelm I. soll in der Tat aus dem damaligen Hotel du Rome, das fast direkt gegenüber Unter den Linden / Charlottenstr. lag, sich eine Wanne rüberholen lassen.
      Ich will mich jetzt nicht festlegen, aber jener König welcher sich die Wanne aus dem städtischen Bäderhaus ins Schloß hat bringen lassen, war wohl jener welcher auch die Pickelhaube bei den Soldaten einführte.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Spreetunnel wrote:

      Man hatte doch schon immer Wannen bzw. Holzzuber, schon im Mittelalter, da musste man halt das Wasser aus Kannen eingießen und evtl. mischen, warum denn dann eine Wanne aus dem Hotel holen lassen?? Erschließt sich mir nicht.
      Korrekt, unglaubwürdig.

      Baden im Waschzuber ist auch in bürgerlichen Familien spätestens im 19. Jahrhundert zum allwöchentlichen Brauch geworden (s. Wilhelm Busch, "Das Bad am Samstagabend"). Dass ausgerechnet der König dazu in den eigenen 4 Wänden keine Möglichkeit gehabt haben soll, erscheint mir nicht nachvollziehbar.
    • Spreetunnel wrote:

      Der König aber wohnte im Schloss.

      Man hatte doch schon immer Wannen bzw. Holzzuber, schon im Mittelalter, da musste man halt das Wasser aus Kannen eingießen und evtl. mischen, warum denn dann eine Wanne aus dem Hotel holen lassen?? Erschließt sich mir nicht.
      Ich denke mal daß Schloß war als Residenz gedacht, wo ein Badezimmer natürlich nicht von Nöten ist. Vermutlicherweise war das Berliner Stadtschloß für Wohnzwecke garnicht vorgesehen sondern einfach nur als Regierungssitz gedacht?
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Die einzelnen Hohenzollernpotentaten entschieden sich mal für, mal gegen das Berliner Schloss als Berliner Wohnsitz, wobei 'Wohnen' im heutigen Sinne z. B. zur Barockzeit nicht üblich war. Man residierte.

      Friedrich Wilhelm III. z. B. zog es vor im Kronprinzenpalais zu wohnen, sein Sohn dagegen, also der IV. FR W. wieder im Schloss. Dessen Bruder Wilhelm (König & Kaiser) verblieb in seinem Palais Unter den Linden bis zum Tod.

      Kaiser Friedrich III. blieb im Kronprinzenpalais, der er bereits 99 Tage nach seiner Krönung starb.Und Willi II. ließ sich im Schloss eine Wohnung einrichten, die sicher nach dem neuesten technischen Stand ausgerüstet war (Heizung, Toilette, Bad).

      Also mal so , mal so.

      The post was edited 1 time, last by Spreetunnel: Korrektur ().

    • Hui, Mantikor, da haste uns aber schöne Durchblicke erhascht. Welch ein Archi.Genuß!
      Besonders der Blick zum Alten Museum: Säulchen für Säulchen gute Baukunst

      Die Passagenrisaliten also doch Ton und Ton sandsteinfarben getüncht. Nicht gelblich wie die Außenfassaden. Das bringt freilich Stellas Rundpfeilerfassaden und die Ppassagenportale besser zusammen. Man dachte wohl in gelb wäre es ein zu großer Kontrast. Hm, Seinsheim wird's freuen, oder!?

      The post was edited 2 times, last by SchortschiBähr ().

    • Richtig gut gefällt das Verkehrsschild „Verbot für Fahrzeuge über 6 Meter Höhe“ auf dem vorletzten Foto von @Mantikor.

      Netter kann man die Größenordnung des Schlosses bürokratisch nicht verdeutlichen (Es handelt sich bekanntlich um das VZ 265 nach StVO zur Verhinderung von Unfällen und Beschädigungen an höhenbegrenzten Ein- und Durchfahrten):


      Eine über sechs Meter hohe Portaldurchfahrt, die sich alleine über das Erdgeschoss erstreckt…
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      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht
    • Humboldforum wrote:

      Einzigartig im Humboldt Forum und mit der Dimension eines Wahrzeichens ist der Kosmograf inmitten des Humboldt Foyers, der die Besucherinnen und Besucher direkt in der großen Eingangshalle an der Zentralkasse empfängt. Als überdimensionaler digitaler Teil des – im gesamten Hause vernetzten – Leit- und Orientierungssystems ist dieser etwa 20 Meter hohe, dreidimensionale LED-Tower nicht nur technologisch, sondern auch im direkten Wortsinne richtungsweisend. Neben seiner Funktion als digitaler Wegweiser im Eingangsbereich wird er aber durch eine aufwendige, interaktive Installation aus Medienservern, Sensoren und Bedienelementen für Besucherinnen und Besucher ein ganz besonderes Erlebnis bieten. Zu erleben wird dies unmittelbar mit der Eröffnung im öffentlichen Bereich des Humboldt Forums sein.
      :/ :augenrollen: (Hervorhebung von mir)
      Mehr zur technisch -medialen Ausstattung des Humboldtforums hier:
      humboldtforum.com/de/storys/or…-durch-innovative-technik
    • Robotron in Dresden gehört heute zu SAP und ist, soweit ich das überblicke, auf Datenbank-Software spezialisiert. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nutzen Programme von Robotron für ihre Online Collection und das Daphne-Projekt (Inventarisierung und Provenienzforschung).

      Die Nutzung moderner Technologien im Humboldt Forum wird eine spannende Sache sein, die wir erst nach der Eröffnung wirklich beurteilen können. Ich bin allerdings der Auffassung, dass die Menschen heutzutage zu viel auf irgendwelche Displays starren. Ein Museum sollte reale Objekte in den Mittelpunkt rücken, ein Veranstaltungsort den direkten Kontakt mit echten Menschen fördern. Eine klassische Auskunftstheke mit lebendigen freundlichen Mitarbeiterinnen finde ich sympathischer als einen Medienturm mit hochtrabendem Namen. Bei "Kosmograf" denke ich an Sebastian Münster. Dessen berühmtes Portrait hängt in der Gemäldegalerie am Kulturforum.
    • Mit der Neuformung des Großen Schlosshofes hinter dem Portal III ist Stella ein unglaublich schöner Raum gelungen, wohlproportioniert- ein Veranstaltungsraum, auf den jede Stadt neidisch sein kann!

      Noch vor den loggienartigen Galerien, die ein weites, angenehmes Raumgefühl schaffen, ist es die aufragende und vollendet raumprägende Innenseite des Portals mit ihren Säulen, Famen, Figuren, die den Blick auf sich zieht und zur Ruhe bringt. Wer einmal ein Konzert in diesem großartigen Raum erlebt hat, weiß das - ein unglaublicher Glücksfall.

      Der Kosmograf, oder wie der schrille und grelle Turm sonst noch heißen soll, zerstört ihn als dissonant schreiender Konkurrent zum barocken Portal völlig!

      Kaum gelingt bei uns wirklich einmal etwas, und sei es auch unerwartet, so hat bestimmt jemand noch eine bessere, sensationellere und modernere Idee und haut es völlig unsensibel in die Pfanne.
    • War neulich wieder vor dem Schloss und da ist mir aufgefallen, dass die Quader, welche die EG-Fenster fassen, exakt dieselben Profile haben wie die Säulensockel der Risalite I und II. An den Risalitkanten gehen sie sogar fließend ineinander über.
      Im Grunde hat das ganze EG der Südseite also eine Bandrustika, die in Analogie zu den Eintiefung der Obergeschosse durch eingesenkte Wandspiegel unterbrochen wird. Umso bedauerlicher dass die Quader nicht auch sandsteinfarben gestrichen wurden.
    • Wir hatten vor Monaten, ja Jahren, schon mal darüber gesprochen, ich möchte es aber nochmals aufgreifen und fragen, ob es einen Grund hat, warum man nicht die unansehnliche Spalte schließt, wo rechts oben am Innenportal 3 das Banner in die Architektur übergeht? Hier ein aktuelles Foto:

      images.ctfassets.net/74pdx9dps…l=progressive&w=1280&q=80

      Damals hieß es, das Portal wäre noch nicht fertiggestellt. Mittlerweile nehme ich aber mal an, ist das Portal so gut wie fertig, außer den vier Statuen die noch aufgestellt werden sollen.