Berliner Schloss - Humboldt-Forum

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      Jein, aber irgendwie doch! Von der Baumasse her, aber nicht von deren Gliederung. Diese ist zu monumental und widerstreitet sich mit den Schloßfassaden, ja tritt dazu in Konkurenz. Im Schlüterhof is tdas extrem auffällig. Nur gut, daß Kollhoff in diesem Sinne nicht zum Zug kam. Den Kubus in Art des Apothekerflügels mit der ganzen Baumasse verbunden und bescheiden gegliedert hätte den Entwurf entscheidend verbessert.
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      Die ursprüngliche, barocke Ostfassade besitzt genug Struktur, um ohne präzise Rekonstruktion (die mir auch am liebsten gewesen wäre) eine aufgelockerte und harmonische Spreeseite zu schaffen.

      Dies kann im Laufe der Jahre sicherlich erfolgen, ohne dass die Statik in Gefahr gerät. Man könnte beispielsweise damit beginnen, an der südlichen Seite so wie bei Hans Kohlhoff die ursprüngliche Fortsetzung des Rondells wiederherzustellen. Davor gäbe es dann halt eine zum Teil nicht mehr überdachte Tiefgarageneinfahrt anstelle eines Gartens - nun, man kann nicht alles haben.

      Dem könnte der Turm folgen, und dann weitere Originalgebäude in modifizierter Form. Dabei kann sowohl Bauhaus als auch Glas/Stahl/Beton vermieden werden - es gibt schließlich auch moderne Architekten, die Fassaden interessant gestalten können, ohne dass der Disneyworld-Vorwurf verfängt.

      Für mich ist das Hauptproblem nicht, dass bei der Ostseite keine 1:1-Rekonstruktion erfolgt. Auch eine Mischung aus drei Seiten Original und einer Seite harmonisch eingefügter Moderne kann schön wirken. Für mich besteht die Tragik darin, dass die aktuelle Ostseite architektonisch das maximal mögliche Gegenteil der ursprünglichen Architektur darstellt.
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      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht
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      gerade diese 4 Achsen von Schlueter sollen unbedingt ""wiederaufgebaut"" werden:
      schon komisch worueber wir schon nachdenken, waehrend das Gebaude noch garnicht ""fertig"" ist..
      aber gut darueber nachdenken ist doch erlaubt??
      vielleicht jetzt noch eine Utopie, aber wer weiss was zukuenftig noch moeglich ist, ich traume schon von der wiederauf gebauten Schloss Apotheke

      Aber vergessen wir bitte nie das es mit dem Wiederaufbau auch viel schlimmer haetten koennen kommen:
      es gabe dutzende Haessliche Vorschlaege fuer dieses Gebaeude, damals in 2008

      Irgendwie haben wir leztendlich doch noch Glueck gehabt mit dem Entwurf aus Italien..
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      Der Entwurf von Tschoban Voss wäre m. E. sehr problematisch gewesen. Er hätte nämlich den Gegnern der Rekonstruktion enormen Aufwind gegeben und in diesem Fall den ansonsten bizarren Vorwurf des Disneyland wirklich gerechtfertigt. Es gibt in der Rekonstruktion das Prinzip "Wo es war und wie es war". Beides wäre in diesem Fall nicht gegeben gewesen. Und der Wiederaufbau des Schlosses ist in dem unseligen Kulturkampf, den der Modernismus führt, nun einmal ein Präzedenzfall. Das wird von beiden Seiten so gesehen. Umso wichtiger ist es, dass er möglichst korrekt ausfällt. Ich finde, auch wenn das viele nicht nachvollziehen können, Stellas Ostfassade wirklich sehr ordentlich. Einer Rekonstruktion der historischen Bebauung hätte ich gewiss den Vorzug gegeben, zumal sie ja auch ikonographisch von besonderer Wichtigkeit war (bei vielen Schlossbauten, die durch nachträgliche Erweiterungen oder Ummantelungen eine Rangerhöhungen anzeigen, bleibt ein älterer Teil sichtbar, um sowohl die historische Kontinuität als auch den "Fortschritt" sinnfällig zu machen). Auch hätte die historische Kleinteiligkeit eine Brücke zu einer - in welcher Form auch immer - wiederaufgebauten Altstadt gebildet (sofern eine solche jemals gekommen wäre).
      Und da man die Ostseite nun einmal modern gestalten musste, war es auch sinnvoll, sie monumental zu halten und damit eine städtebauliche Entwicklung der letzten 300 Jahre fortzusetzen: diese zielte seit dem Umbau des Schlosses auf eine sukzessive Monumentalisierung ab: Forum Fridericianum, Neue Wache, Museumsinsel, Umbau des Kronprinzenpalais, Rotes Rathaus, Stadthaus, Marstall, Domneubau usf. Und schließlich muss sich vor Augen halten, dass Stella die Ostseite ganz anders geplant hatte: als ein großes offenes Treppenhaus. Der jetzige Zustand ist nicht sein Werk, sondern der schieren Raumgewinnung geschuldet. Nichtsdestoweniger hätte ich es begrüßt, sie zumindest an der Südecke um eine Achse zu verkürzen: so wäre sie symmetrisch geworden und hätte dem Eckrondell mehr Luft zum Atmen gegeben.
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      Ich könnte mir vorstellen, dass ein Wiederaufbau der Schlossapotheke bereits extrem helfen würde :

      Von den Linden aus würde der Blick eingefangen werden und müsste sich nicht, wie jetzt, in der architektonischen Wüste des Max+Moritz - Forums verlieren.

      Von Osten her würde der Blick Halt finden am Eckrondell links, und an der Schlossapotheke rechts.

      Die dazwischen liegende Stella - Fassade könnte man b.a.w. gnädig mit wildem Wein oder Efeu zuranken lassen - wie es weiland der Spreeflügel ja zum Teil auch war...